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Ohne zu protzen

Alltag | 27.01.2012 | 15:00 Juliane Gringer
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28.01.2012 | 21:04 shewek
Hierarchie könnte auch hinterfragt werden - gerade in einer "im Zweifel linken" Wochenzeitung. Dass viele Chefinnen "Macht total geil" finden, glaube ich gerne, das sehen Chefs für sich genauso. Nur aus einer demütigen, also unterwürfigen, Position begleiten Untergebene und zuarbeitende Freiberufler die Selbstdarstellungs-Pirouetten der vermeintlich zu höheren Posten berufenen Damen und Herren mit Sympathie. Ich bleibe doch lieber bei einer prinzipiellen Antipathie: KeinE GoEttIn, keinE ChefIn. Wir könn(t)en auch ohne sie und wir sollten es auch - je eher, desto besser.
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Bildung als Privileg

03.12.2009 | 14:12 Studi86
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07.12.2009 | 01:41 müslikind
Würde gerne mal wissen, warum die zahlreichen Studenten, die sich von der linken Szene abgeschreckt fühlen, nicht ihren eigenen Protest auf die Beine stellen, wo ihnen der Kampf gegen die Studiengebüh...
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07.12.2009 | 23:37 shewek
Von meiner Seite her und auch von anderen ist alles Wesentliche gesagt. Gewisse Erkenntnisblokaden scheinen unüberwindbar, der Dialog verläuft sich im Kreis, deshalb: Bye-bye!
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Nackte, kalte Angst

Alltag | 04.12.2009 | 15:00 Mikael Krogerus
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04.12.2009 | 15:52 shewek
"Die Angst kommt wohl daher, dass es sich hier nicht um ein Science-Fiction-Werk handelt." ??? Der Rezensent kenn wohl (fast) keine Science-Fiction. Klar handelt es sich hier um solche. Handlung in ...
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07.12.2009 | 13:31 shewek
@ Mikael Krogerus Das FAZ-Feuilleton ist partiell wirklich eine Ausnahme, wohl eine Folge von Dath. Ansonsten findet SF in deutschen Zeitungen kaum und in Literatursendungen gar nicht statt. Ich denke es hat etwas mit einer allzu starren Haltung hier zu tun, Literatur muss für die meisten professionellen Rezensenten "ernsthaft" und fordernd sein: "Hochliteratur" = "realistisch" = das bürgerliche Leben problematisierend. Ähnlich übrigens, wenn auch meist trivialer, im Bereich der Fernsehfilmproduktion: Es dominieren Dramen, Krimis, Familiensagas, Schmonzetten. Anders ist dies in UK: "Speculative Fiction" hat dort einen höheren Stellenwert. Guardian und New Statesman berichten über SF, interviewen Autoren; und die BBC produziert SF-Serien. SF, die einen individuell und existentiell anspricht, scheint mir auch eher selten, da gebe ich Ihnen recht. Die Masse des Genres ist doch eher "plot-driven" als "character-driven". Klassische Ausnahmen kamen aus der "New Wave" der SF: zB Brian Aldiss, James Graham Ballard, John Brunner, Samuel R. Delany, Philip K. Dick, Thomas Michael Disch, Harlan Ellison (siehe de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction#New_Wave). Ich meine, dass SF im günstigen Fall eher einen spekulativ-"soziologischen" Charakter hat, während mimetisch-realistische Literatur ("Mainstream") meist psychisches Erleben in der bestehenden bürgerlichen Gesellschaft thematisiert. Horror wiederum treibt dieses auf die schockierende Spitze. Ich bin schon mal gespannt auf McCarty!
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Bildung als Privileg

03.12.2009 | 14:12 Studi86
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06.12.2009 | 14:40 shewek
Werte Entität "Studi86", eine dumpfere, ressentimentgeladenere Tirade aus der Ecke "Eigentum, Ordnung und Reaktion" habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Dir geht es um Deine egoistischen Motiv...
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07.12.2009 | 00:01 shewek
@Studi86: Ich will gar nichts gegen Leute sagen, weil sie in einem schönen Haus wohnen, ein gutes Auto usw., einen Job, bei dem sie halbwegs akzeptabel verdienen, haben wollen. Finde ich legitim und OK, für Dich, für mich und für alle. Wenn Du vielleicht Ing.-Wesen studierst, kannst Du damit sinnvolle Dinge tun – oder eben unsinnige Projekte ausführen, die irgendwelche Kapital- und Politikfürsten gerade favorisieren, Beispiel aus meiner Stadt: Das schwachsinnige „Stuttgart 21“. Das heißt, nicht automatisch macht jeder etwas Sinnvolles, der produktiv arbeitet, aber er kann kritisch sein und bestimmte zweifelhafte Jobs meiden. Problematisch finde ich Beiträge wie Deinen Anfangstext, wo Du dich beklagst, dass die Linken alles gleich mitthematisieren (Gesamtpaket), ungewaschen seien usf. Zum Letzteren: Öfter ungeduschte Leute gehen auch mir auf die Nerven, ich bleibe dann eher auf Abstand, meide sie. Aber das sind ja nicht die ganzen Uni-Linken an sich: Eine falsche Verallgemeinerung, ja schon eine Art Verleumdung oder was meinst Du? Dann das Thema der Ausweitung des Protests auf den Kapitalismus und den Staat: Ich meine, dass in der Gesellschaft die meisten relevanten Phänomene eben mit einander zusammenhängen. Die Eigentumsordnung mit der Klassengesellschaft, diese mit der Wirtschaftsordnung (Kapitalismus), die mit den Staatsapparaten und die Reproduktion der ganzen Chose mit dem Bildungssystem. Was findest Du falsch daran, wenn dieser Zusammenhang diskutiert, verstanden und hinterfragt wird? Das machen die fähigeren unter den Studierenden. Und dann kommen sie auch teils zu radikalen, emanzipatorischen Forderungen. Von denen sie vielleicht nicht viele durchsetzen können, aber immerhin haben sie dann etwas Bewusstsein über die gesellschaftliche Situation gewonnen – schon mal ein Ausgangspunkt. Und wenn sie lange genug die Hierarchien in Uni und Staat genervt haben, dann schaffen sie es auch vielleicht, die Herrschaften zu nötigen, gewisse Zumutungen zurückzunehmen, zB die Studiengebühren oder die Allmacht der Profs und neuerdings die Befugnisse der Wirtschaftsvertreter. „Emanzipatorisch“ ist schließlich ein Denken und Handeln, dass auf Aufhebung von Machtlosigkeit und Abhängigkeit zielt. Und zwar für alle Menschen. Das wollen sogar Studenten manchmal. Willst DU es auch?
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Nackte, kalte Angst

Alltag | 04.12.2009 | 15:00 Mikael Krogerus
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04.12.2009 | 15:52 shewek
"Die Angst kommt wohl daher, dass es sich hier nicht um ein Science-Fiction-Werk handelt." ??? Der Rezensent kenn wohl (fast) keine Science-Fiction. Klar handelt es sich hier um solche. Handlung in ...
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06.12.2009 | 17:27 shewek
@ Susanne Lang Meine Antwort auf Ihre Frage ist versehentlich etwas weiter nach unten gerutscht ... ... Eine Ergänzung: Der Freitag hat m.E. strukturell kein Mainstream-Feuilleton, faktisch kann ich es nicht beurteilen, da ich zu selten bislang die Kulturartikel und Rezensionen des Freitag gelesen habe. Aber mit Konkret und Jungle-World möchte ich Freitag eher zu subkulturellen Publikationen zählen. Allerdings haben die letztgenannten wie auch die Mainstream-Feuilletons der SZ, FAZ usw. gemeinsam eine starke Schlagseite hin zur mimetischen ("realistischen" Literatur. "Genre" ist vielen wohl igitt.
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