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Ich gehe zwar nicht zur re:publica, das Szenario finde ich aber trotzdem interessant. Deshalb hier meine Vorstellungen des mobilen Internets im Jahre 2020.
Das Wort "Handy" steht inzwischen für einen hochentwickelten Alltagshelfer, der mir - vor allem - die Organisation meines Tagesablaufs erleichtert. Punkt Sieben wache ich auf und höre meine Lieblingsmusik. Dass mir das Aufstehen diesmal keine Schwierigkeiten bereitet, liegt an meinem Handy. Über Nacht hat mein mobiler Begleiter mit Hilfe von Last.FM meine Stimmung anhand der Songs analysiert, die ich am Vortag gehört habe. Mit belebender Musik starte ich also frisch gestärkt in den Tag und fühle mich um einiges wohler als frühmorgens im Jahre 2009. Während ich dusche, stellt mein Handy (via HSUPA/5) meine Tageszeitung zusammen und befreit mich vom täglichen Informationschaos. Unangenehm wird es für mich erst, wenn ich auf die Uhr schaue. Vollkommen in den Morgennachrichten versunken, verpasse ich meinen Bus. Doch kein Problem, auf meinem Display sehe ich schon, wann der nächste Bus fährt (mein Handy kennt ja meine Angewohnheiten). Sogar mein Chef hat automatisch eine Mail bekommen, dass ich wegen [Grund XY] später komme und erst gegen 8.32 Uhr, also 2 Minuten zu spät statt 10 Minuten zu früh, eintrudeln werde. Flott mache ich mich auf den Weg zum Bus. Zu allem Übel habe ich nun aber auch noch vergessen, zu schauen, was im Kühlschrank fehlt. Aber auch da kann mir das mobile Internet weiterhelfen, kurzerhand rufe ich - auf dem Weg zum Bus - den Inhalt meines Kühlschranks ab und bestelle mit einem Klick beim Supermarkt meines Vertrauens. Bezahlt habe ich die Sachen schon, natürlich über meine Handyrechnung. Und wenn ich abends in den Supermarkt komme, steht dort (hoffentlich) ein fertig zusammengestellter Einkaufskorb, dessen Erhalt ich nur noch bestätigen muss. Weil heute Donnerstag ist, schaue ich mir im Bus die aktuellen Kinotrailer an und lade per Rundmail Freunde ins Kino ein. Der Kinotrailer befindet sich im Anhang der Mail. In Zeiten von Cloud Computing und zweistelligen mobilen Bandbreiten keine große Sache . Um den Speicherplatz für meine Daten (und deren Sicherheit) muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Denn meine Dateien befinden sich verschlüsselt in einer großen Wolke im Rechenzentrum meines Mobilfunkproviders, wo es mich gar nicht mehr interessieren muss, wieviel Gigabyte ich verbrauche. Schnell checke ich nochmal, was im Büro heute ansteht und überlege mir anhand des Online-Speiseplans, was ich heute Mittag essen werde - oder auch nicht. In weiser Voraussicht bestelle ich mir schon mal eine Pizza bei meinem Lieblingsitaliener, der mir prompt die Lieferung für 13 Uhr bestätigt. Im Büro angekommen kann ich mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren und habe schon den Rest des Tages organisiert. Der Kühlschrank ist gefüllt, Kinotickets sind gebucht. Der Feierabend kann kommen - und da schalte ich das Handy erstmal aus. |
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Szenario 2020 – das mobile Internet
10 Uhr morgens. Mitten in der Nacht. Das Device blökt zum dritten Mal den Standardalarmton. Graaaaah. Vertikale Position annehmen. Von Aufwachen kann noch nicht die Rede sein.
Schädel brummt. Kaffee kocht. Sonne brennt in den Augen.
Das Device blökt zum vierten Mal. Wer, for fuck’s sake, hat es da denn so eilig?
Blick auf den Screen - Anonyme Email: “Spinne, ich hab nen Job für dich! Call +86 0511 1605”. ... Okay, da will mich jemand verarschen. Arbeit gibt es schon lange nicht mehr genug für alle, und schon gar nicht für abgewrackte Gonzo-Journalie. Aber mal gucken, wer mir da einen reindrücken will - “Call number” - klick.
“Spinne hier. Willst du mich verarschen?”
“Herr Alkutz! Guten Morgen. Wir hätten da ein interessantes Arbeitsangebot für Sie!”
Verfickte Scheisse, ein Call Center. Die werd ich nie wieder los.
“Sehr witzig. Wer hat sie beauftragt? Was lässt er sich die Belästigung kosten?”
“Herr Alkutz, ich versichere Ihnen dies ist ein ernstgemeintes Angebot! Wir würden Sie gerne für eine Reportage engagieren.”
“Pffft, dann spiel ich halt mal mit... Um was geht’s?”
“Wir hätten gerne Berichte von der re:publica 2020. Und wir haben da eine neue innovative Zahlungsmodalität im Auge.”
Mein Bullshit Detektor klingelt mit 180dB.
“Ja?”
“Ja! Sie, und viele andere, schreiben einfach mal ein paar Berichte und schicken uns die. Und dann verlosen wir ein Päckchen Kaugummi unter allen Einsendern!”
...
“Sehr witzig.”
*klick*
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"Mein Bullshit Detektor klingelt mit 180dB."
Ich glaube da bluten deine Ohren aber gewaltig.
Eine schöne Beschreibung der Zukunft.
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Wir schreiben den 8. Juni 2020. Ein sonniger Montagmorgen an dem ich um 9:30 Uhr von meinem iPhone 14G geweckt werde.
Ich genieße es, dass ich seit über 5 Jahren keine Kabel mehr an meinen weißen Bluetooth Kopfhörern haben muss, echt erschreckend wie klein diese Akkus doch geworden sind. Hätte ich im Jahre 2009 jemandem erzählt, dass solche kleinen Geräte über 50 Stunden Laufzeit haben und sich an sonnigen Tagen sogar im Ohr durch Solar aufladen, hätte der mich für verrückt erklärt.
Und es soll ein spannender Montag werden. Heute um 18 Uhr gibt’s wieder einmal die WWDC aus San Francisco. Alles munkelt darüber, ob das iTablet endlich in einer neuen Fassung vorgestellt wird und ob der iPod Macro der kleinste Mp3 Player der Welt bleibt... Steve Jobs, lässt sich trotz ewigen Verbesserungen von Phil Schiller immer noch nicht nehmen, die Präsentation selbst abzuhalten. War echt witzig, wie er letztes Jahr mit einem Hoverboard in den Saal geflogen kam... er ist halt immer noch das gleiche verspielte Kind.
Wobei ich mir wünschen würde, dass in der heutigen Zeit doch ein wenig mehr Konkurrenz auf dem MobileGadget Markt los wäre. Seit der großen Microsoft Krise 2012, als Apple mit dem iPhone7G über 90% des Marktanteils gewonnen hatte, Sony und Nokia weg gekauft hatte und Microsoft mit dem Late versuchte einen Staubsauger mit einem Handy zu vermischen, geht’s denen aus Redmond wirklich nicht mehr gut.
Der Balmer sitzt jetzt in irgendeiner Irrenanstalt und erzählt irgendwas von Cleaner... ich glaube er hat den Verfall der Marke nicht ganz verkraftet.
Ein anderes Phänomen ist da Google, die haben eigentlich nie schlechte Zeiten gehabt. Besonders als sie 2015 der Polizei geholfen haben und für die Beamten den Google Cop eingeführt haben. Diese verbissene Suchmaschine die nach illegalen Informationen sucht und diese direkt an alle Dienststellen weiterleitet hat es dem Filesharing doch um einiges schwieriger gemacht. Genauso das GoogleMaps live. Hätte nie erwartet, dass die Satellitenbilder irgendwann wirklich gestreamed werden können.
Somit hat Google jegliche Überwachungskameras ausserhalb unnütz gemacht. StreetView ist jetzt übrigens auch live. Jedes Auto hat im Rückspiegel eine iSight Kamera eingebaut und man kann auswählen, in welchem Auto man gerade mitfahren will. Ich habe letztens einen Unfall auf der A23 gesehen. Diese Atomautos sind verdammt schnell …
Schade eigentlich, dass es das Fernsehen nicht mehr gibt, naja aber dafür hat sich jetzt ja alles auf Podcasts spezialisiert. Sogar Fußball gibt’s jetzt in Podcasts, mit ein wenig Werbung dazwischen aber das finde ich ganz gut. Aber wir bezahlen seit 2010 ja auch jeder 2€, hatte der Hoeneß damals ja so entschieden...
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Szenario 2020 – Das mobile Internet
2020. Das semantische Web ist ausgereift, Mobile Devices erlauben es von überall auf organische Weise auf das Internet als zweites Gehirn zuzugreifen. Wer Informationen zu Person und Objekten haben möchte scannt diesen per Cam im Handy und erhält umgehend sämtliche Informationen.
Ein Anbieter wie Facebook hat sich als zentrale Instanz nicht nur zum Reputationsmanagement sondern für sämtliche Informationen bezüglich einer Person entwickelt. Analytische Auswertung von Statusupdates, Hörgewohnheiten, Tagesablauf, etc. werden zu einem zentralen Avator agreggiert der per Farbcode und Moussover-Sound nicht nur Position sondern gleich das emotionale Wesen einer Person auf Google Maps darstellt. Natürlich nur von dem der will, denn Datenschutz ist trotz allen Erwartungen immer noch nicht tot.
Mobiles Web 3.0, das bedeutet nicht nur alle Informationen, jederzeit und überall zur Verfügung zu haben, sondern eine zentrale Hilfestelle für den Alltag. Der Computer kennt nicht nur die Gewohnheiten und Handlungenabläufe des Users, sondern er analysiert diese und bietet wichtige Hinweise und Verbesserungsvorschläge, in allen Lebenslagen sei es Gesundheit, Konsum, Kultur oder einfach der nächste Urlaub.
Durch die sich bietenden Möglichkeiten entwickeln sich aber auch gesellschaftliche Szenarien deren gravierendsten Ausmaße gar nicht technischer sondern sozialer Natur sind:
Die breite Abgabe an Verantwortung und Konzentration auf das Internet als zentrales Medium fördert Probleme die wir heute so nur am Rande als Ärgernis erfahren und macht Identitätsdiebstahl und –sabotage zur gesellschaftlichen Angst Nummer eins. Nach Konsum-. Risiko-, und Wissensgesellschaften sprechen Soziologen von der Identitätsgesellschaft da eine ständige Präsentation des Ichs Identitäsmanagement zum zentralen Thema auch im Privaten macht. Auch auf Ebenen der Kommunikation und Wissen finden wegweisende Revolutionen statt.
Allen negativen Aspekten und Entwicklung zum trotz bedeutet das mobile Internet damit keinen gesellschaftlichen Rückschritt sondern ermöglicht Freiheiten sich weltweit zu bewegen egal wo man ist.
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Können Kommentare nicht editiert werden? Habe leider nicht gemerkt das die Absätze beim Kopieren verschwinden.
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Szenario 2020 – Das mobile Internet
Spätesten als Steve Jobs das iPhone auf der Macworld Konferenz & Expo in San Francisco vorgestellt hat wurde ein neues Zeitalter des mobilen Internets eingeläutet.
Die WAP Zeiten sind schon lange vorbei und die Entwicklung des mobilen Internet findet sogar schneller als schneller als die der alten Kabelleitung statt. Während man mit dem Glasfaserkabel langsam das Ende der Möglichkeiten am Horizont sieht Den Menschen wurde bewusst das mobiles Internet nicht zwingend schlecht bedienbar oder langsam seien muss. Für die Konsumenten wurde mit dem iPhone die gewohnte Computer Ansicht einer Website mobil gemacht. Auch für viele Entwickler eröffnet sich mit dem schnellen Internet unterwegs neue ungeahnte Möglichkeiten.
Mobile MMORPG(Multiplayer Online Role-Playing Games ) sind von der Geschwindigkeit aus gesehen schon länger möglich. Und mit dem App Store werden mehrere Tausende Spiele überall verfügbar.Doch auch im Alttag hilft uns das mobile Internet und wird n der Zukunft viel vereinfachen.Den Vorreiter machten Google und HTC mit dem G1.Ein Foto und die Suchanfrage an Google zeigt einem den Artikel eines Gebäude auf Wikipedia.Einen Stadtplan braucht man Dank GPS und dem Internet nicht.Doch die Abhängigkeit vom Internet wird größer und Firmen wie Google verwalten bereits jetzt die Daten von ca. 1 Milliarden Menschen. Zudem gehören nicht nur Suchanfragen sondern auch mit dem neuen Dienst Latitude auch Ortsdaten. Darin sehe viele Menschen das Problem: Eine Firma verwaltet viele Private Informationen die ,im Fall von Google, nur für Werbeanalyse gebraucht werden aber viele Menschen sehen dahinter den nächsten Fall von Datenklau. Zu den Firmen die Daten speichern gehört aber nicht nur Google. Denn jetzt und in der Zukunft können wir im Internet kaufen, Zeitung lesen und viel mehr. Doch ist es wirklich ein Problem das wir alles dem Internet überlassen? Sollten wir unser Leben anderen Menschen im Internet einfach erzählen? Sollen wir etwa wieder alles selber machen ? Sollen wir etwa den Stadtplan herauskamen und in Nostalgie schwelgen? Ob wir es wollen oder nicht für viele ist dies nicht mehr möglich den viele haben sich an die Einfachheit der Dinge gewöhnt. Niemand schlägt ein Lexikon auf wenn er etwas recherchieren will, er nutzt einfach Wikipedia. Und Nachrichten kommen von seinen Freunden auf Twitter anstatt vom Moderator der Tagesschau. Denn Twitter weiß vor den Nachrichten was passiert. Doch viele Literarische Werke werden durch einen einfachen Artikel auf Wikipedia ersetzt.Denn wer liest noch schwer verständliche Bücher wenn alles in der Wikipedia steht? Das Mobile Internet macht alles einfacher. Doch ob dies Gut für Kultur, Geschichte und den Verstand ist , wird niemanden Interessieren. Denn die Wirtschaft wird sich nicht mehr aus dem Internet heraus bleiben und bald geht nichts mehr ohne das Internet.
Meine Sicht der Dinge
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Sehr gute Idee.
Hier mein Link zum meinem Text: cli.gs/0Xz355
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Szenario 2020 – das mobile Internet
Erst vor kurzem wurde mir bewusst, wie sich das Internet in den letzten Jahren verändert hat. Ich ging im ICE mit meinem Laptop über das bundesweit flächendeckende B-WLAN-Netz ins Internet. Keine Verbindungsabbrüche, keine teuren Datenpakete, die ich von einem Netzbetreiber kaufen muss, keine Passwörter oder PINs, die ich mir merken muss. Es reicht aus, mich kurz per Fingerabdruck zu identifizieren - der Check im Bundesinternetregister passiert im Hintergrund - und schon bin ich online. Genial, auch wenn ich nach wie vor Freeware nutze, um die staatliche Protokollierung des mobilen Internets zu umgehen.
Vor zehn Jahren war das alles anders. Wie oft plagte mich das vollkommen überlastete UMTS-Netz und dessen schlechte Abdeckung. Es war wohl eine der besten Ideen, UMTS einzustellen. Auch wenn dieser Schritt angesichts der horrenden Versteigerungsgebühren eine wirtschaftliche Idiotie darstellte. In den 90er-Jahren ging ich noch über ein 14.400-Modem ins Netz, das mir einen relativ bescheidenen Internetgenuss bescherte. Wenn ich darüber nachdenke mit welchen Geschwindigkeiten wir nun, 30 Jahre später, unterwegs surfen, muss ich über die damalige Zeit schmunzeln. Einkaufszettel schrieb ich 2009 noch in mein Handy, ohne die Daten während des Einkaufs mit dem aktuellen Bestand im Kühlschrank abgleichen zu können. Auch waren die Miniprojektoren an Handys unbekannt, die Informationen und Rezensionen direkt auf die Verpackung projizieren. Aber es funktionierte trotzdem alles bestens. Mein Auto schickte nicht ungefragt eine Kurzmitteilung an meine Werkstatt, um sie über den nächsten Ölwechsel zu informieren. Meine Freundin konnte mich nicht einfach orten und am Handy anskypen. Mir blieben indirekte Vorwürfe erspart. „Wieso willst du das Video nicht anmachen? Wo steckst du denn?“, sagte sie erst neulich wieder zu mir, als ich in einer mobilfreien Zone saß. Dass in einem Amt die Ortung deaktiviert ist, wusste sie nicht. Vielleicht hab ich nur eine nostalgische Phase, aber vielleicht bräuchten wir diese ganzen Spielereien auch heute gar nicht. Wer weiss...
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Ich habe mich auch mal in die Zeitmaschine gesetzt und habe meine Eindrücke aus dem Jahre 2020 niedergeschrieben. Zu finden ist meine Beitrag unter der folgenden URL: linkpin.de/rspcn8
Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken. |
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Szenario 2020 – das mobile Internet
Stromausfall. Die Welt leuchtet trotzdem. Das blinkende Herz der mobilen Lebensretter bietet Sicherheit, auch im Dunkeln. Schnell das Handy mit der Handkurbel aufladen. Sofort ist der Kontakt mit dem kostenlosen WLAN und zum öffentlichen Raum wieder hergestellt. Der Zugang zum Netz und zu Informationen gehört, wie das Recht auf Bildung, Meinungsfreiheit und Nahrung, längst zu den grundlegenden Menschenrechten. Meinungen, Ereignisse und Nachrichten sind jederzeit abrufbar - und umsonst. Die Wirtschaftskrise hat vor zehn Jahren zum Umdenken geführt: Nachdem Internetprovider und Mobilfunkanbieter einer nach dem anderen verstaatlicht worden sind, ist das Internet zum Allgemeingut geworden: Überall abrufbar, gebührenfrei und sicher. Vom Ruhrgebiet bis nach Brandenburg, von Japan bis in die Sahara. Nutzer setzen nicht mehr auf große und teure Endgeräte sondern auf handtellergroße Alleskönner. Die Welt gibt es jetzt im Hosentaschenformat. Das ist praktisch: Niemand muss mehr komplizierte Faltstadtpläne hervorkramen und im Gegenwind nach dem richtigen Weg suchen. Das ist sozial: Afrikanische Staaten haben die antiquierte Form des Internets längst übersprungen und starteten direkt mit dem mobilen Internet durch: Schüler und Studenten haben hier leichteren Zugang zu Wissen, die Aufklärung über AIDS hat einen rasanten Fortschritt gemacht, Blutbilder werden per Handy ans Labor geschickt, Entwicklungsorganisationen bieten Tipps zur Selbsthilfe und Frühwarnsysteme informieren in Echtzeit über Umweltkatastrophen. Für Deutschland bedeutet das: Briefwahl war einmal. Zum ersten Mal werden die Bürger im Jahr 2021 per Handy wählen können. Identifizieren können sie sich mit ihrem Personalausweis und einem integrierten Datenlesegerät. Das ist nicht aufwendig, macht Spaß und erhöht die Wahlbeteiligung unter den jungen Wählern. Im Wahlkampf haben die Kandidaten sie über Twitter informiert und bewiesen: Politik funktioniert auch mit 140 Zeichen. Die Distanz zwischen Bürgern und Abgeordneten ist geschrumpft. Die untergegangene Zivilgesellschaft wird wach. Menschen teilen ihre Ideen und entwickeln gemeinsam Konzepte, die den Zugang zu Informationen neu definieren – Kultur ist wahres Allgemeingut und nicht mehr nur intellektuelle Herausforderung für Wenige. Das mobile Netz stellt Gesellschaft und Politik aber auch vor neue Herausforderungen. Wie können persönliche Daten in Zeiten des permanenten Datenaustauschs geschützt werden? Und werden die Menschen überhaupt noch schweigen können? Denn auch in Zeiten des mobilen Internets sollte es Kommunikationspausen und Rückzugsmöglichkeiten geben. Ein Grund dafür die On/Off-Funktion am Handy auch 2020 beizubehalten. Wir sollten selbst entscheiden können, wann der Strom ausgeht. (2775 Zeichen inklusive Leerzeichen) |
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Feiner Zug. Ich habe mir da auch mal was überlegt.
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Mein Beitrag befindet sich hier:
blowup.kohlberger.net/post/90951399/szenario-2020 |
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Kaum geht es um Technik, ist die ganze linke Konsumkritik ausgeblendet. War eigentlich vorgeschrieben, wie oft T-Mobile im Artikel genannt werden muss? Ziemlich peinlich, finde ich.
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Ist T-Mobile öfter aufgeführt als nötig?
Wie Sie vielleicht schon gesehen haben, wird auf die Nennung von T-Mobile im Namen und in Beschreibung des Blogs verzichtet. Noch nicht ein Mal ein Klecks Magenta ist zu sehen ;) Ein aggressives Branding sähe anders aus. |
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Eine tolle Idee.
Hier findet Ihr meinen Beitrag: tinyurl.com/chxcot Noch nen schönen Montag, lieber Freitag. |
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Im Jahre 2020 drehen sich die Uhren schneller und Dinge sind selbstverständlicher. Internet ist Volkseigentum und gehört wie die Wasser- und Stromversorgung zum täglichen Lebensbedarf. Alte Medien wie das Fernsehen oder gar Printmedien sind abgelöst und durch das Internet ersetzt, welches sich längst soweit etabliert hat, dass Fernsehsendungen nur noch darüber abgerufen werden. Die heute bereits bekannten aber noch nicht ausgetüfftelten Spielereien, wie implantierte Chips werden Wirklichkeit und das Internet ist immer dabei. Mobile Musikabspielgeräte benötigen keinen Speicher mehr, die gewünschte Musik wird gestreamt und dem User auf den Player geladen. So lässt sich jeden Tag beliebig alles anpassen. Dienste wie twitter, die auf das mobile Internet bauen sind nicht mehr "hip" und "in" sondern einfach die Wirklichkeit, Realität und vorallem selbstverständlich. Das Internet ist das Nummer 1-Kommunikationsmittel und wird dank mobiler Zugriffsmöglichkeit zu einem allgegenwärtigen Gegenstand. Innenstädte sind mit WLAN abgedeckt, wie heute mit Radio oder Handynetzen und jeder ist immer und überall online!
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schrieb am
30.03.2009 um 16:02
Ähm. Eure Uhr geht vor :o)
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Um 16 Uhr war "Einsendeschluss". Die Jury tagt noch :) Die Gewinner werden aber benachrichtigt und hier auch vorgestellt.
Viele Grüße Tessa |
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Habe zwar selbst nicht an dem Wettbewerb teilgenommen, würde mich aber auch freuen, wenn demnächst die Sieger gekührt werden, weil ich persönlich mich nicht festlegen könnte, da ich alle Beiträge toll finde.
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Doch, doch.
www.freitag.de/community/blogs/shiftlog/die-gewinner-stehen-fest Und mal auf die Startseite des shiftlogs gucken. :) |
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was ist eine gute flasche rotwein gegen ein g1(?????????????????)
wie ein sonnentag im frühling (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) dieser warenfetisch in eu ???????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! |
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Hallo Ihr fleissigen Schreiber,
wer von Euch ist morgen, Donnerstag, auf der re:publica? Wir von der Wahlkampfarena suchen Euch, die Ihr denn da seid und uns auf unserem Vortrag von 18 Uhr bis 19 Uhr in der Kalkscheune zu einem kurzen Interview zur Verfügung stehen würdet. Thema: Politik 2.0, Wahljahr 2009, Partizipation und Demokratieprozesse im Internet. Bitte meldet Euch bei uns, dann kann ich mehr erklären. anja@wildcard09.de Viele Grüße, Anja von der Wahlkampfarena |