SiebzehnterJuni

gegen Rassisten - 24 h täglich

04.09.2010 | 08:01

Deutschlandfunk absolut unkritisch gegenüber Rassisten Sarrazin

  Es ist langsam unerträglich, wie der Deutschlandfunk und seine  Redakteurinnen und Redakteure mit diesem Thema umgehen.

Hier ein eklatantes Beispiel:

die Mehrheit der Hörerinnen und Hörer seien deutlich für Sarrazin. Wie viele Hörerinnen und Hörer  haben denn tatsächlich eine E-Mail, einen Brief geschrieben? - Keine einzige Zahl.

Wie viel Hörerinnen und Hörer  hat der Deutschlandfunk täglich im Durchschnitt? Keine Zahl.

Wie viel Hörerinnen und Hörer haben tatsächlich sich "für Sarrazin" ausgesprochen? - keine Zahl.

 

Wie viel Hörerinnen und Hörer haben tatsächlich sich "gegen Sarrazin" ausgesprochen? - keine Zahl.

Was hat der Deutschlandfunk als "für Sarrazin" selbst gewertet?= - keine Fakten.

Haben diese Hörerinnen und Hörer dieses unsägliche Buch tatsächlich gekauft?  - keine Zahl.

Wie viele Hörerinnen und  Hörer haben das Buch tatsächlich gelesen? - Keine Zahl!

Man höre sich die Fragen von Herrn Christoph Heinemann im Intervew mit Renate Künast mal an. - Unerträglicher dieser feine Herr.

www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1263649/

 

DLF:

 "Die Mehrheit der Hörer ist deutlich für Thilo Sarrazin"  Der  Chefredakteur des Deutschlandfunks zu den Hörerreaktionen auf den Fall Sarrazin Stefan Detjen im Gespräch mit Christoph Heinemann Eine ungewöhnliche Flut von Hörerreaktionen per Mail, per Post, per Telefon erreichte die Redaktionen des Deutschlandfunks im Zuge der Berichterstattung über Thilo Sarrazin. Es ist ein deutlich gespaltenes Echo, aber viele stellten sich hinter das Vorstandsmitglied der Bundesbank. Welche Konsequenzen der DLF-Chefredakteur aus den vielen Stellungnahmen zieht.

www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1263661/

 
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Kommentare
dame.von.welt schrieb am 04.09.2010 um 08:14
Der link führt ins Nirgendwo.
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 08:17
bei mir klappt es aber gut!!
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 08:20
Danke "Dame v.Welt" - ich habe es geändert!!
Rahab schrieb am 04.09.2010 um 08:30
vielleicht versuchen wir es mal mit etwas weniger aufregung?

hier der 'integrations'-forscher Bade
archiv.mopo.de/archiv/2010/20100903/thema-des-tages/migrationsforscher_ausschluss_schafft_maertyrer.html

auf den geb ich mehr als auf den volkszorn
Rahab schrieb am 04.09.2010 um 10:05
zu Klaus J.Bade, migrationsforscher (also sozialhistoriker) noch diese Rezensionsliste
www.kjbade.de/index.php?gewaehltes_hauptmenue=11
und ein interview aus dem vergangenen jahr
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/es-mangelt-an-einem-solidarischen-wir/
Rahab schrieb am 04.09.2010 um 08:43
Rahab schrieb am 04.09.2010 um 08:55
dame.von.welt schrieb am 04.09.2010 um 09:22
Aktuell:
www.tagesspiegel.de/berlin/heinz-buschkowsky-wir-verschliessen-die-augen/1918358.html

Obwohl ich Buschkowsky ganz uneingeschränkt abnehme, daß er etwas für seinen Bezirk erreichen möchte, bin ich nicht sicher, ob er dem Anliegen und sich selbst mit so unumsetzbaren Forderungen (und seiner mitunter überzogenen Wortwahl) wirklich einen Gefallen tut.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.09.2010 um 15:47
Was Buschkowsky da fordert, wird sich sicher nicht zu 100 % durchsetzen lassen. Aber warum nicht eine Maximalforderung aufstellen, um wenigstens etwas zu erreichen? Kita-Pflicht ab 3 wäre ja auch schon was.
Magda schrieb am 04.09.2010 um 09:36
Insgesamt gibt es aber bei der gesamten Sendegruppe eine hartgesottene sehr rechtskonservative Phalanx von Redakteuren.

Bei DeutschlandradioKultur, der ja in die gleiche Gruppe gehört, und Sendungen mit dem Deutschlandfunk auch immer austauscht, kann man das untersuchen an der Sendung "Das politische Feuilleton" mit hanebüchenen Statements zu Frauen, Alleinerziehenden, Familie, Totalitarismusdoktrin...kann man beliebig erweiteren. Ein in sich geschlossenes System mit immer den gleichen Autoren.

Auf dem Sendeplatz des Feuilletons sitzt Samstags der Wochenkommentar. Heute verantwortete den der Chefredakteur des Senders Peter Lange. Titel: "Ein historischer Wiedergänger".
Ganz hervorragend. Er versucht, politisch gerade zu rücken und auch gegenzuhalten. Wenn ich eine medienkritische Arbeit zu schreiben hätte, dann würde ich überhaupt Rolle, Gebaren und Meinungskämpfe in diesem Sender untersuchen. Peter Lange "schlägt" sich tapfer, aber er kann nicht so schnell verändern, was ein Ernst Elitz geprägt geduldet und hinterlassen hat.

www.dradio.de/dkultur/sendungen/kommentar/1263967/
dame.von.welt schrieb am 04.09.2010 um 09:47
Zu Ihrem Artikel @17.6.: was ich persönlich am dradio schätze, ist das überwiegende Nichtvorkauen von Meinungen. Ich finde auch nicht, daß mit Renate Künast unrespektabel umgegangen wurde.

Was ich sehr viel interessanter fände: warum ist es eigentlich so, daß sich eine Mehrheit (falls es denn stimmt) als unterdrückte Meinung empfindet?
mh schrieb am 04.09.2010 um 15:59
die antwort auf diese frage dürftest du dir selbst geben können...

dazu muss man einfach nur zuschauen, wie die politische kaste sarrazin versucht vor sich herzutreiben und dies entgegen allen umfragen.

wobei man auch der meinung sein kann, dass erst die reaktion von merkel, und ihre ablehnende haltung, das buch so hochschaukelte.

als bürger, kann ich anhand der talkshows zu sarrazin auch recht nüchtern feststellen, dass die argumentation gegen sarrazin nicht nur unsäglich flach, sondern auch vom ansatz her vollkommen falsch ist. besonders schlimm waren die künast und naita.

sarrazin wird einfach niedergebrüllt und im gleichen satz wird dann noch bekundet, dass die mirgration gescheitert ist aber eigentlich ist das alles ganz toll ist, weil man ja ganz viel getan hat. diese ganze diskrepanz...die sich in art und weise, in form und darstellung widerspiegelt, befördert das empfinden in der breiten masse.. welche ohnehin von einer latenten politikskepsis getragen ist.

mE kommt da gerade sehr viel auf den tisch... im kern geht es aber einfach nur um die entartung der beziehung zwischen politik und volk.

mfg
mh
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 16:14
mh

"...im kern geht es aber einfach nur um die entartung der beziehung zwischen politik und volk..."

es geht wohl eher um das Innere von Herrn Dr.Sarrazin und damit muss er schon selbst zurechjt kommen!
mh schrieb am 04.09.2010 um 16:42
ich meinte naika nicht neita.

mfg
mh
dame.von.welt schrieb am 04.09.2010 um 16:46
Das @mh, ist keine mich befriedigende Antwort.
Das Phänomen der Masse von 'Märtyrern für die Meinungsfreiheit' konnte man auch schon beim 'Anti-Islamisierungskongress' in Köln beobachten. Oder bei der fast religiösen Verehrung von Geert Wilders oder Haider selig.
Alien59 schrieb am 04.09.2010 um 10:20
Lese gerade im Spiegel deren Zusammenfassung der Forendebatte:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715525,00.html
Die Fraktion, die Sarrazin recht gibt, scheint doch in allen Kommentarbereichen ziemlich groß zu sein. Und das sind dann die Leute, die sehen, dass in vielen Veröffentlichungen und von vielen öffentlich auftretenden Leuten ihre Meinung abgelehnt wird.
Ich habe tatsächlich das Problem, nicht abschätzen zu können, ob die nun nur besonders laut oder tatsächlich die Mehrheit sind. Ich befürchte letzteres. Und dann hätte ja der dlf gar nicht mal unrecht.... so bedauerlich das wäre.
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 10:35
der DLF bekommt eine Flut von Mails gegen die Laufzeitverlängerung von KKW's.
Dazu gibt es dann kein Interview mit dem Chefredakteur Detjen und keine Aufteilung wie viele für, wie viele gegen.

In jeder Sendung ob tags oder nachts, sind die Gegner mit überwältigender, erdrückender Zahl in der Mehrheit.
Aber daraus folgt nicht diese Kaskade von Sendungen etc.

Warum wohl?
mahung schrieb am 04.09.2010 um 15:24
Das Sarrazin nicht recht hat, steht für mich außer Frage. Mich ärgert aber - Rahab hat es oben angedeutet und verlinkt - die "Heldenrolle" die Sarrazin, jetzt einnimmt. Der sagt doch nur was wir denken, brüllt das Volk. Ich glaube das Sarrazins "Thesen" von einer Mehrheit der Deutschen mehr oder weniger unterstützt werden. Deshalb verstehe ich die Aufregung über die Berichterstattung des Deutschlandfunks hier eigentlich nicht.

Und dass er eine wichtige oder neue Diskussion (wertvoll) angestoßen hat, glaube ich auch nicht und da liegt für mich das Hauptproblem des Hypes. Es gibt jetzt eine Thema-Explosion, eine Sarrazin-Migrations-Problem-Schwemme und in 3 - 4 Wochen passiert vielleicht was anderes und die Aufmerksamkeit ist weg. So bleiben all die Ankündigungen in Politik und Gesellschaft jetzt aber mal grundsätzlich zu diskutieren und vor allem auch mal zu handeln schlicht WIEDER auf der Strecke. So wie immer. Das nehme ich dem Quartals-Irren Sarrazin außerdem noch übel.

Das Thema ist viel zu ernst und wichtig, als es Profilneurotikern, Schwätzern und Hetzern wie Sarrazin zu überlassen.
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 15:36
mahung

"..Deshalb verstehe ich die Aufregung über die Berichterstattung des Deutschlandfunks hier eigentlich nicht...."

wenn DLF - laut Mediaanalyse - ca. 8 Mio Hörerinnen und Hörer pro Tag hat und vielleicht 900 E-Mails eingegangen sind,
kann das nie und nimmer repräsentativ für alle Hörerinnen und Hörer sein.

Es geht um die absolute Ungenauigkeit, die gerade bei diesem Thema ein zentraler Punkt ist. Und dieses Interview von Detjen ist extrem ungenau! Er ist schließlich Chefredakteur eine öffentlich-rechtlichen Mediums!!
SiebzehnterJuni schrieb am 04.09.2010 um 15:37
pardon Fehler letzte Zeile:...eines öffentlich....
Gustlik schrieb am 04.09.2010 um 15:50
Wer gegen D-Radio Kultur hetzt, wird mit 1 Woche Dauerhören von Antenne Thüringen bestraft. Die sind immer gut d'rauf.
Novalis schrieb am 06.09.2010 um 00:07
Bei all dem Geklingel, was machen wir denn nun mit der entgleisten Generation? Völlig egal, ob Migrationist oder Nazi aus Macpom! Völlig egal, ob Sarrazin oder Merkel oder DLF oder wer sonst noch! Da ist eine ganze Generation an die Wand gefahren worden! Was machen wir damit?
SiebzehnterJuni schrieb am 06.09.2010 um 07:57
wer ist "wir" und wer ist "die andere Generation" ?

Zu dem "wir" gehören die meisten von denen en letzten Tagen gesprochen wird. Und dieses "wir" sollte erst einmal alle von "uns" Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund einschließen.

Aber allein damit haben es viele Deutsche ohne Migrationshintergrund schon unendlich schwer, weil ihre "NAZI-Gene" durch die Aufgeregtheit der vergangenen Tage wieder an die Oberfläche gekommen sind
SiebzehnterJuni
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