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Die Freitage in Schweden unterscheiden sich nur wenig - abgesehen von ihrer Schreibweise - von denen in Deutschland. Der schwedische Freitag schreibt sich fredag. Hierbei bemerke ich gerade, daß es noch einige andere Wörter in der schwedischen Sprache gibt, die ebenfalls sehr an die deutsche Sprache, oder zumindest den Berliner Dialekt, erinnern. So heißt das Bein beispielsweise ben, ist etwas sauber und rein, dann ist es ren und, die Lorelei lockt am Rhen.
Ansonsten verhält es sich mit dem Freitag so, daß er "ein Wochentag im Norden ist, der lt. gewissen Forschern nach der Frau des altnordischen Gottes Oden, Frigg, benannt ist. Andere Forscher meinen jedoch, daß er nach der Göttin Freja, die vielleicht die gleiche Göttin wie Frigg war, benannt wurde.
Freitag kommt nach Donnerstag und vor Sonnabend."
Das obige Zitat habe ich aus sv.wikipedia.org/wiki/Fredag übernommen und aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt.
Seit Einführung der Gleitzeit ist der Freitag bei Arbeitnehmern besonders beliebt, denn da wird in vielen Fällen bereits um 15 Uhr Feierabend gemacht. Dies wiederum wirkt sich aber nicht unbedingt günstig auf den Autoverkehr aus und, so kommt es, daß man, gerade weil so viele ihre Arbeitszeit ausgerechnet am Freitag nachmittag verkürzen, diese Zeit dann auf dem Nachhausweg im Stau verbringen (müssen).
Da in Schweden ein staatliches Monopol den Verkauf von Alkohol regelt, kann es auch vorkommen, daß in diesen Geschäften, die "Systembolaget" heißen, am Freitag nachmittag besonders großer Andrang an den Kassen herrscht, denn in ganz Schweden gibt es insgesamt nur 410 derartige Verkaufsstellen.
Das Schöne am Freitag ist, so glaube ich jedenfalls, daß man sich bereits in den Abendstunden dieses Tages auf das kommende Wochenende freut. Und das überall dort, wo es einen Freitag gibt, oder ...?
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Liebe Silvia,
dass es im Schwedischen so seh viele Wörter gibt, die an deutsche erinnern, ist nur natürlich. Zum einen gehören Schwedisch und Deutsch derselben Sprachfamilie innerhalb der indoeuropäischen Sprachen an, sind nämlich beide germanische Sprachen. Darüberhinaus stand aber Schweden vor einigen Jahrhunderten so stark unter dem Einfluss der Hanse, dass dort in weiten Teilen des Landes Deutsch als Hauptverkehrssprache gesprochen wurde, und zwar Niederdeutsch. So ist es kein großes Wunder, dass sich im Schwedischen sehr viele Wörter finden, die einfach 'Plattdütsch' klingen. Und daß 'ben' so heißt, so wie auch der 'Ren', liegt daran, dass die nordgermanischen Sprachen eine Lautverschiebung nicht mitgemacht haben (z.B. ben -> Bein), so wie auch die niederdeutschen Dialekte und Niederländisch. Im Mittelhochdeutschen hieß das Bein eben auch noch 'ben'. So! Genug der eitlen Besserwisserei! Und wie der Freitag nun in anderen Sprachen heißt, ist doch gleichgültig. Ich glaube, Sie wollten darauf hinaus, dass es schön ist, dass wir vor dem Wochenende den Freitag zum Lesen beschert bekommen. Damit haben Sie duch und durch reicht. Drum: Schönes Wochenende mit der Lektüre des Freitag wünscht Ihnen I.D.A. Liszt |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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