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Blog von Simplify

08.02.2012 | 17:07

Die Wette auf den Tod - Der Mensch als Spekulationsobjekt

Nach Wetten auf die Pleite von Nationalstaaten und Lebensmittelpreisen hat die Deutsche Bank AG nun auch den Menschen als Spekulationsobjekt entdeckt.

Laut Zeitungsberichten hat die Deutsche Bank Spekulationspapiere entwickelt („db Life Kompass 3-Fond“), die gezielt auf den Tod von US-Bürgern spekulieren. Je früher sie sterben, desto höher der Gewinn. Ist damit nun endgültig die Grenze zur Pietätlosigkeit erreicht?

Jetzt müssen Gerichte klären, ob die Spekulationsgeschäfte gegen die guten Sitten verstoßen. Anleger haben Klage eingereicht, weil sie z.T. nichts von der Art ihrer Anlage wussten.

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutsche-bank-die-wette-auf-den-tod-11640295.html

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bank-in-der-kritik-geld-verdienen-mit-dem-tod-1.1277016

 
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Kommentare
Achtermann schrieb am 08.02.2012 um 17:59
Jetzt müssen Gerichte klären, ob die Spekulationsgeschäfte gegen die guten Sitten verstoßen.

Bei Spekulationsgeschäften gibt es keine guten oder schlechte Sitten. Zu unterscheiden, ob bei dieser Wette gegen die guten Sitten und bei jener gegen sie nicht verstoßen wurde, dürfte unmöglich sein. Solche Spekulationen sind die ganz normale Weiterentwicklung der bisherigen Praxis. Es wird seit einiger Zeit mit und gegen Grundnahrungsmittel spekuliert. Nur wenige regen sich darüber auf. Kein handelbarer Bereich bleibt verschont. Wahrscheinlich wird es infolge der Wetten auf den Zeitpunkt des Ablebens der Versicherten neue Branchen geben, die zielgerichtet eingreifen, damit die Spekulationen zum Erfolg werden.
Joachim Petrick schrieb am 08.02.2012 um 20:15
@

"Laut Zeitungsberichten hat die Deutsche Bank Spekulationspapiere entwickelt („db Life Kompass 3-Fond“), die gezielt auf den Tod von US-Bürgern spekulieren. Je früher sie sterben, desto höher der Gewinn. Ist damit nun endgültig die Grenze zur Pietätlosigkeit erreicht?"

Die "Wetten das" Idee hat die Deutsche Bank der Deutschen Reichsbank aus den Jahren 1933- 38 unter dem Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht geklaut, der den Raub des jüdischen Vermögens scheinlegal durch die ersatzweise Ausgabe von Staats- Anleihen an enteignete Juden zu tarnen suchte, die nicht vererbbar waren.

Frage:
"Ist die private Altersvorsorge über die steuerlich subventionierte Riester-, Rörup Rente auch so eine Wette auf das Leben beitragzahlenden Versicherungsnehmer/innen?, wenn ja wo werden die Wetten gehandelt?
GEBE schrieb am 08.02.2012 um 21:23
Keinem Cent aus Zinsen ist anzusehen, wessen Blut dran klebt.

Und das ist auch beim Bausparvertrag auch gegeben.

Früher hatte man Leichen im Keller - heute im Depot.
Joachim Petrick schrieb am 08.02.2012 um 21:37
@GEBE

"Früher hatte man Leichen im Keller - heute im Depot."

teuflisch gelungen makabere Pointe.
Zeitleser schrieb am 08.02.2012 um 21:49
Konsequent weiter gedacht, wird der Anleger sich bei Agatha Christie informieren müssen, wie man den Erfolg der Anlage erhöht und den Eintritt der Auszahlung zeitlich beschleunigt. Für die Lufthansa müsste sich das auszahlen, da die transatlantischen Flüge besser belegt sind. Somit um ethisch rein zu bleiben, kaufe ich doch lieber Lufthansa Aktien.
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