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Die Deutsche Bank spekuliert offensichtlich nach wie vor mit Lebensmittel-Rohstoffen. Nein, mit Essen spielt man nicht.
Besonders, wenn weltweit beinahe eine Milliarde Menschen Hunger leidet.*
Doch nicht nur deshalb schmeißt man nicht mit Torten nach Menschen. Was Ende der 90er als augenzwinkernde Anti-Aktionen begann, war damals schon nicht sonderlich lustig. Denn auch wenn der Getortete keinen physischen Schaden erleidet, ist es dennoch ein Vorgang körperlicher Gewalt. Und die verbittet sich grundsätzlich.
Vielmehr ist es auch ein Akt persönlicher Herabwürdigung. Damit verlässt man alle demokratischen (Diskurs)ebenen, die sich einem anbieten. Auch die Öffentlichkeit beeinflusst man mitunter negativ: Diese konzentriert sich danach eben nicht mehr auf die möglichen Verfehlungen des Getorteten, sondern auf dessen Opferrolle. Die durch den Tortenangriff erst geschaffen wurde.
Die Tortenwerfer wiederum gestatten sich Richter zu sein. Eine Selbstüberhöhung, die ihnen in einem demokratischen System nicht zusteht.
* Hier kann man dem Protest dagegen seine Stimme geben:
www.avaaz.org/de/stoppt_das_hunger_kasino_jetzt
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Ehemalige Lichtgestalten werfen Schatten und darüber Aufgebrachte werfen Torten.
Leider ist es auch so, dass in Zeiten, wo die Sonne der Rechtschaffenheit so niedrig steht, auch die Zwerge lange Schatten werfen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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