
Lernen lieben lernen.
Wie körperliche Arbeit unseren Geist verändert
"Lernen ist aus neurobiologischer Sicht:
(1) Änderung des Verknüpfungsmusters der Nervenzellen über synaptische Verbindungen bzw. Einstellung von Synapsen Gleichgewichten (nach M. Spitzer)
(2) Umformung der neuronalen Netzwerkstruktur im Gehirn
(3) auch Wachstum von repräsentativen Arealen im Gehirn auf Kosten nicht gebrauchter - Lernen ist also die nutzungsabhängige Herausbildung und Strukturierung von Nervenzellenverschaltungen durch eigene Erfahrungen (G. Hüther) ." Quelle
Um eine neue Bewegung zu lernen benötigt man viele Bereiche des Gehirns. Das pyramidale und das extrapyramidale System für Grob- und Feinmotorik. Das Kleinhirn überprüft die Bewegung und vergleicht sie u.a. mit den Informationen aus dem visuellen System und dem Gleichgewichtsorgan. Mit Hilfe dieser Verschaltung werden Abläufe automatisiert, unser Bewußtsein ist zu lahm zum Fliegen:
So wie man nicht nicht kommunizieren kann, kann man auch nicht nicht lernen.
Um lernen zu können muss der Aktivierungsgrad des noradrenergen Systems, das die allgemeine Aufmerksamkeit erhöht und des cholinergen Systems (gezielte Aufmerksamkeit, Konzentration) erhöht sein. Und was besonders freut: das dopaminerge System macht uns neugierig und belohnt uns mit einem Gefühl der Zufriedenheit und des Glücks. Inspiration .
Fisch senkt das Alzheimer-Risiko. Lernen auch.
"Oft wird Schülern mangelnde Motivation nachgesagt. (…) Mit Erfolgen stellt sich Motivation ein, jenen neugiergestützte Selbstwirksamkeitsüberzeugung und Erfolgsgewissheit, die aus Fehlern LERNT und nicht durch sie entmutigt wird. Dafür muss aber das gehirn-interne neuromodulatorische "Belohnungssystem" in Betrieb bleiben, was Spaß am Gelingen und an der Leistung voraussetzt, gelernt wird - so Scheich (2003) - unter der Dopamin-Dusche."
Aus Neurodidaktik: Grundlagen und Vorschläge für gehirngerechtes Lehren und Lernen (Ulrich Herrmann S. 13 )
- An dieser Stelle fehlt ein passendes Video über interessierte Schüler. -
Am besten lernt es sich mit guter Laune.
"Wir behalten nur ganz bestimmte Erinnerungen in unserem Gedächtnis. Wir merken uns nicht alles, weil die meisten Sachen vollkommen unwichtig für uns sind. An Triviales erinnern wir uns einfach nicht. Wichtig ist für uns, was mit einer Emotion verbunden ist. [...]. Wir erinnern uns an Liebeserlebnisse, wir erinnern uns an schmerzvolle Erfahrungen, wir erinnern uns an Dinge, die uns begeistert haben und faszinieren. Emotionen sind ein Schlüsselelement für die Speicherung im Langzeitgedächtnis.“ Quelle
Wer lernt ist hemmungslos.
„Ein Erlebnis muss wichtig für mich sein, und während es geschieht muss ich meine Aufmerksamkeit darauf richten. Ohne Aufmerksamkeit, und ohne dass es für meine Gefühle bedeutend ist, wird nichts gelernt und behalten. Wir wissen, dass es im Gehirn viele hemmende Faktoren gibt, beispielsweise ein Protein namens CREB-2, das Erinnerungen unterdrückt. Diese biologische Hürde muss man überwinden, um etwas zu lernen und zu behalten. Es ist also eine Balance zwischen unterdrückenden und verstärkenden Prozessen (CREB-2 und CREB-1). Unsere Gefühle schalten dieses hemmende CREB-2-Protein (siehe unten: an die DNA gebunden) schlicht ab.“

Man könnte auch einfach sagen: Lernen macht glücklich - und bringt Glück
Viel GlückSpaß beim Lernen! Hier noch einige Inspirationen:
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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