Wirtschaftsminister Glos und sein innig verbundener Kollege aus dem Umweltressort Sigmar Gabriel stellten heute ein bahnbrechendes Konzept vor, mit dem die Regierung einerseits den Endsieg über die Arbeitslosigkeit besiegeln will, um Deutschland immerwährende Vollbeschäftigung zu bringen, und gleichzeitig Deutschlands Energiepolitik nachhaltig revolutionieren wird. Das Konzept trägt den eher sperrigen Namen „Human Assignment Manifesto for Sustainable Transformation of Energy Resources“ – kurz HAMSTER – und wurde von der Bertelsmann-Stiftung entwickelt.
Gemeinsamer
Vorteil aller bisher erprobten „gemeinnützigen Arbeitseinsätze“ sei es,
die teils verlotterten Subjekte an einen regelmäßigen Tagesablauf zu
gewöhnen (4.30 Wecken), sie an die frische Luft zu bringen und so von
den Giften des subproletarischen Alltages, wie Bier und Fernsehen, zu
entwöhnen. Durch die körperliche Arbeit sinke auch das Übergewicht und
damit das Risiko vorzeitig aus dem Leben zu scheiden – man wolle den
Menschen doch nur Gutes tun, so ein Forscher. Da es in Deutschland rund
5. Mio dieser Klimasünder gibt, scheiden altbekannte
Beschäftigungsmaßnamen aus. Erste Pilotprojekte im Spessart, in denen
Langzeitarbeitlose Wälder und Wiesen rein halten sollten, wurden
schnell eingestellt, da das Heer der Beschäftigungslosen einen
negativen Effekt auf die Flora und Fauna des Spessarts hatte. „Die
trampelten hier alles nieder – was sollten fünfzig Arbeitslose pro
Hektar denn auch den ganzen Tag aufsammeln“, so ein ansässiger Förster,
der gegen das Pilotprojekt klagte.
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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