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Thilo Sarrazin hat es vor wenigen Tagen deutlich gemacht, welchen Blickwinkel er auf die Gesellschaft vertritt, der er selbst angehört. Auch wenn man gerne glauben mag, das er das selbst nicht glaubt. Aber es sollte ja zugestanden sein, das auch die oberen Zehntausend ab und zu mal ihren Ansichten Raum geben müssen. Es scheint so, als seien sie mit der gegenwärtigen Situation nicht insgesamt zufrieden.
Nur ist die Realität unserer Gesellschaft im Jahr neun des zweiten Jahrtausends nun einmal eine spürbare und selbst ein Herr Sarrazin fällt es schwer, auf den ihm für seine Meinung zugestandenen Raum verzichten zu wollen.
Was ist das für eine Realität und tut es nicht Not, in diesem Zusammenhang ehrlich genug zu sein und den Rattenschwanz der vergangenen zehn Jahre für eine objektive Betrachtung der Tatbestände mit zu berücksichtigen?
Der Salmon mag der selbe bleiben, deren sich Politiker und verantwortlich zeigende Personen durchaus bewusst sind, für den sie sich aber zu schämen scheinen oder ihn gerne bewusst ausblenden. Verantwortlichkeit ist so ein Thema. Ein Thema für sich, wenn man beginnen mag, moralisch zu argumentieren.
Aber mit Moral hat es letztendlich wenig zu tun. - Die Hartz IV-Gesetzgebung umfassende Sozial"reform" folgte dem Rat eines nicht gewählten Beraters, dem sich das Kabinett Schröder-Fischer zur Umsetzung von wirtschaftsliberalen Ideen bedienten. Mit der inzwischen tief in der Gesellschaft verankerten Auswirkungen hat Herr Peter Hartz natürlich nichts mehr zu tun. Er wurde ja gewissermaßen nicht wiedergewählt.
Insofern besteht auch eine Schwierigkeit, möchte man den geschichtlich bescheidenen Rückblick auf zehn Jahre bundesdeutsche Politik (im Kontext der europäischen Einigung) berücksichtigen. Das die SPD, als tagesaktuelles Beispiel an dieser Geschichte nicht besonders interessiert zu sein scheint, zeigt ihr Vorgehen während und im Anschluss an die letzte Bundestagswahl. Aber "nah am Wähler" (Serge Embacher in "Lust auf Frust" auf diesen Seiten), möchte trotzdem jeder von ihnen gerne sein.
Die Oberschicht, von der wir uns noch nicht im Klaren sind, wer das ist, hat sich abgewandt, und gestaltet ihre eigene Realität nach Art und Maß des ihr (durch Wählervotum) zugestandenen Zuspruchs. Wahlen werden ja zum Beispiel dieser Tage sehr viel hinterfragt. Damit auch ihr tieferer Sinn und ein möglicher Zweck. Die Koalitionsfrage in Thüringen und dem Saarland geben diesen Gedanken weiteren Schwung. Aber Selbstkritik?
Man kann natürlich immer wieder beteuern, das die Weltwirtschaft mit Schuld daran trägt und wie wichtig es daher ist, diese oder jene Milliarden (oder lassen sie es nur Millionen sein) deshalb so oder so richtig einzusetzen. Wichtig dabei ist, das sie "richtig" eingesetzt werden und damit niemand weitere Verfügung darüber hat. Ein klassisches Beispiel der Verwendung von öffentlichem Geld in wirtschaftlichen Zeiten der Stagnation ist, dieses Geld öffentlich einzusetzen. Die Commerzbank bleibt aber trotzdem eine Privatbank. Und der Nutzen dieses Geldes unerklärlicher Weise verschwunden.
Seit es "Armut per Gesetz" gibt, hat diese nicht weiter definierte Schicht der Besseren, den Vertrauensbeweis in Richtung des einfachen Mannes verloren. Da nützen keine Beteuerungen, keine Zugeständnisse. Was die Tagespolitik, aufbereitet in Funk, Zeitschriften und Fernsehen, für die Masse transportiert, beinhaltet ein reines Spiel der Vergüngungssucht sozial besser Gestellter. Um Kosten geht es dabei? Ja, und ob. Um unerklärliche Kosten.
Es wird sich niemand, es sei den die Wirtschaft selber, um die Schaffung auch nur eines einzigen Arbeitsplatzes kümmern werden. Die Kosten derer, um deren Authentizität immer weniger Menschen in diesem Land bangen, sind einfach zu hoch.
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Oh, ja. Hihi. Entschuldigung.
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...und weil die Oberschicht den Vertrauensbeweis in Richtung der Unterschicht verloren hat , kann sie diese eben beschimpfen ,verunglimpfen usw.Dazu benutzt sie ihre Medien , und wenn das mal einem Oberschichtler nicht genügt, da haben Sie Recht,es bereitet ihm (der Oberschicht gesamt)auch Vergnügen,wird auch mal selbst losgelegt.
Und das wird nur der Anfang sein. |
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Der Anfang von was?
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Vom weiteren Diskriminieren und Drangsalieren der Unterschicht.Aus Spass wird Ernst. Arbeitsgerichte ahnden bei der Unterschicht alles, vom unterschlagenen Pfandbon bis zur Maultasche.Aber bei einem Banker ,der auf 1,5 Mio Abfindung klagte,wurde diesem Recht zugesprochen, obwohl er für Milliardenverluste als Investmentbanker zuständig war.
Und bei Anne Will wird mal wieder von der Nichtbereitschaft der Migranten zur Integration palavert.Mit Herrn Bosbach ,Schily usw(die migrationspolitische Sprecherin von der LINKE-Fraktion wurde auf Wunsch von Herrn Bosbach ausgeladen).... |
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Gestern in den Nachrichten im Radio: Ein Rekord der Fa. "Lego". Das größte Schiff aus Lego-Steinen wurde erstellt und öffentlich präsentiert.
Erinnern wir uns an Ron Sommer. Mit der Privatisierung der Post, wurde der Staat zum größten "Arbeitslosmacher" der Deutschen Geschichte. Alle anderen Fa. erkannten, dass Massenentlassungen und die freigewordenen Arbeitsplätze durch Personal vn Subunternehmern zu ersetzen, eine Menge Geld sparen kann. Aber, was machten und machen diese Untenehmen, also die "Oberschichte" mit dem gespartem Geld? Es wurde und wird privatisiert. In Zeiten der Massenentlassungen, handelt die Politik nicht, in dem diese Weiterbildungen und soziale Sicherheit für alle bietet. Im Gegenteil. Auf Arbeitslosigkeit folgt Armut und Verelendung. HARTZ4 bedeutet, mit € 3,20 am Tag auszukommen. Egal, ob die Waschmaschine kaputt ist. Es bedeutet, dass der Staat menschliches Kapital ( ohne Mindestlohn-Anspruch ) der Oberschicht zur Verfügung stellt. Wenn die Oberschichte die eigenen Unternehmen in die Pleite führt, dann wird mit Steuergeldern jedes Risiko für die Verantwortlichen ausgeschaltet. Aber niemand würde auf die Idee kommen, einen Blumenladen, welcher unwirtschaftlich geführt wurde, durch Steuergelder zu stützen. Thema "Gentrifizierung": In Zeiten in denen Rohstoffe unbezahlbar für fast alle schon sind und zukünftig immer teurer werden, sollten wir uns alle fragen, ob mit Wasser und Strom überhaupt Gewinne gemacht werden dürfen? Anders gesagt, diese Dinge gehören in die Hand des Staates. Schrottimmobilien in Hamburg: Die Schanze war nie nobel. Das Karolinenviertel ein Grauen. Die erhaltenen und zum Teil sehr alten Häuser, laufen seit Jahren ( Jahrzehnten? ) voll Wasser. Das gilt auch für sehr viele weitere Bauten z.B. in Eimsbüttel (z.B. Wrangelstraße )und Eppendorf. Die Häuser sacken ab, weil der Straßenverkehr und der Straßenbau alles absacken läßt. Dazu kommt der seit Jahrzehnten gepflegte "Renovierungsstau". D.h., es wird nur das gemacht, was unbedingt nötig ist. Flickwerk. Die Kosten dafür tragen die Mieter, welche in den Schimmelhäusern sitzen. Weil es cool ist in Hamburg zu wohnen. Und weil Benzin so teuer ist, dass eine Anfahrt von außerhalb die hohe Miete in der Stadt locker auffängt. Fast immer, ist es eine Hassliebe zur eigenen Wohnung. Man nimmt die Missstände hin und verweist auf die "gute Lage..." Mieterhöhung ab Januar 2010 für die Wohnung meiner Freundin Brigitte, am Winterhuder Marktplatz: € 286,10. Pro Monat! Und die Politik sagt und 51% der Bevölkerung sagen: "Das ist in Ordnung so. Die Innenstädte nur noch für die Elite. Für die, die es sich leisten können!" Und die, welche sich kein Auto und keine Monatskarte leisten können, sollen in die Gettos am Stadrand? Oder irgendwo auf´s Land? Persönlich erinne ich mich noch an die 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Als es erwünscht und modern war, aus der Stadt in die Natur zu ziehen. Und wie die Lemminge zieht die Karawane der Leistungsträger los und rangelt mit der "Unterschicht" um deren Wohnraum. Das ganze ist erwünscht. Damit die Pfründe der Schrottimmobilienbesitzer wachsen können. Auch hier, im Haus am Winterhuder Marktplatz wurde diese Richtung seit Jahren erkannt. Es begann mit erwünschtem Leerstand der Whg-en. Durch die Mieterhöhungen und den damit verbundenem Ärger, werde viele der langjährigen Mieter resigniert aufgeben und Platz machen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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