Während sich der so genannte "Expertenkreis Amok" sicher ist, dass "Killerspiele" nicht immer zu den Ursachen von Amokläufen gehören, gibt es immer noch unbelehrbare Wissenschaftler, die an das Märchen von der Ursachen-Komplexität glauben, ganz so, als seien Menschen doch keine programmierten Maschinen, die auf Knopfdruck töten. Auf Spiegel Online findet sich heute ein Interview mit einem von ihnen, dem klinischen Psychologen Peter Langmann. Der behauptet unter anderem:
SPIEGEL ONLINE: In Deutschland fordern Politiker das Verbot sogenannter Killerspiele. Ein sinnvoller Vorstoß?
Langman: Millionen von Teenagern beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Computerspielen und sind harmlos. Natürlich war jemand wie Eric Harris von gewalttätigen Spielen fasziniert, er liebte "Doom", aber auch brutale Filme. Das war indes nicht die Ursache, sondern Folge seiner Erkrankung. Wären diese Filme oder Spiele verboten, würden potentielle Amokläufer auf andere Medien ausweichen, beispielsweise auf Bücher über Nazis.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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