S. Steinebach

So oder so

17.02.2012 | 09:33

Szenen des Karnevals oder auch Banker-Fasching

Betrete gestern Morgen gegen 10.00 Uhr die hiesige Sparkassenfiliale. Ein intensives Gespräch mit dem nimmermüden mechanischen Angestellten steht mir bevor. Alles frei, also ran. Nachdem ich virtuos das Tastenfeld gequält, die Karte dem Schlitz entrissen und das Geld aus dieser Mulde genommen habe, die mir ständig die Vorstellung vermittelt, meine Hand könnte darin zusammen mit mir verschwinden, drehe ich mich um.

Oh Schreck! Hier arbeiten auch Menschen! Echt! Die sonst immerfort währende Glasfront muss jemand hinter meinem Rücken heimlich entfernt haben und neue Einblicke tun sich auf: Menschen an Schreibtischen. Genauer gesagt zwei Damen, die mit bitterernster Miene intensiv in ihre überdimensionierten Bildschirme starren. Regungslos. Ob die echt sind? Die Damen meine ich. Rechts davon, mir zugewandt, ein junger Mann, Banker unverkennbar, der mit Leichenbittermiene auf einen hilflos wirkenden Kunden einredet. Also alles wie immer in so einer Bankfiliale. Aber etwas stört dieses Bild. Richtig. Seine Krawatte. Sie existiert nur noch halb.

Mein Blick weitet sich und ich sehe sie, die Trophäen der reglosen Frauen. Sie prangen an der Wand: 2 abgeschnittene Krawatten. Helau! DAS nenne ich Banker-Fasching!

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Nashira schrieb am 17.02.2012 um 09:53
Sie hätten dringend zwei Piccolos mitbringen müssen! Nicht, dass die Damen Ihnen dann infernalisch um den Hals gefallen wären - aber Sie selbst hätten es besser ertragen, von solch irrwitziger Fröhlichkeit umfangen zu sein.
S. Steinebach
„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“ Konrad Adenauer
Mitglied seit:
08.07.2011
Zuletzt aktiv:
28.05.2012
Status:
Bloggerin
Aktivität:
Beiträge: 20
Kommentare: 167
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
02:12
archinaut hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:06
Fro hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:58
Hans Springstein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:54
Hans Springstein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:54
Hans Springstein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG