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Tristan Brübach wäre jetzt 26 Jahre alt und würde vielleicht heute einen Beruf ausüben, eine Frau oder Freundin an seiner Seite wissen oder vielleicht auch schon eine kleine Familie gegründet haben. Außerhalb seines Umfeldes würde ihn wahrscheinlich niemand kennen. Und das wäre gut so.
In der Realität jedoch ist sein Name immer wieder in allen Medien und auch das ist gut so. Denn Tristan durfte nur 13 Jahre alt werden. Und erlangte traurige Berühmtheit dadurch, dass er so brutal und schrecklich ermordet wurde, wie es bis dato gegenüber einem Kind keinen vergleichbaren Fall gegeben hatte: www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,487490,00.html
Viele Details sind seit dem schrecklichen Mord in einem (heute gesperrten) Tunnel nahe des Frankfurt-Höchster Bahnhofs über das Opfer bekannt geworden. Aus der Presse war zu erfahren, dass Tristans Mutter starb, als er 10 Jahre alt war und er seitdem von seinem Vater und der Oma erzogen wurde. Dass Tristan ein ruhiger Junge war, der gewaltsamen Auseinandersetzungen gerne aus dem Weg ging. Dass er trotzdem auch schon von Jugendlichen beklaut wurde.
Wenig Details sind über den Täter bekannt, obwohl die Spurenlage gar nicht so schlecht ist. Der Mörder hat Tristan geschlagen und gewürgt und schließlich die Kehle durchgeschnitten, wobei er fast den Kopf abtrennte. Danach schleifte er den Körper einige Meter weit in den Tunnel, entfernte die Hoden und entnahm Haut und Muskelfasern aus Ober- und Unterschenkel des Jungen. Und nahm alles mit. Schreckliche Details, doch Details die wichtig sind, um vielleicht den Täter doch noch zu finden. Im Laufe der Ermittlungen wurde ein blutiger Teil-Fingerabdruck auf einem Schulheft - das Tristan gehörte und der Mörder in einem Waldstück zusammen mit Tristans Rucksack weggeworfen hatte - gefunden. In einem Massentest gaben über 10.000 Männer ihre Fingerabdrücke ab. Alle aus der Umgebung, denn der Täter muss sich gut ausgekannt haben. Ohne Ergebnis.
Aufgrund Zeugenaussagen wurde sogar ein Phantombild erstellt:


Beschrieben wird der Gesuchte als
Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Frankfurt am Main, (069) 75 55 45 10
Quelle und weitere Details:
www.bka.de/nn_217822/DE/Fahndungen/Personen/UngeklaerteMordfaelle/Bruebach/bruebachTristan.html
Bisher auch ohne Ergebnis. Selbst eine Sendung bei Aktenzeichen XY ergab keinen wirklichen Erfolg. Aber die Kripo Frankfurt gibt nicht auf, trotz aller Rückschläge. Die Soko „Tristan“ arbeitet weiter. Tristan wird nicht vergessen. Und das ist gut so.
Neueste Entwicklung zum Fall: www.fr-online.de/frankfurt/parallelen-zu-tristan-mord/-/1472798/9725702/-/
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Liebe Sigrid,
manchmal fällt es verdammt schwer passende Formulierungen zu finden. Dein Beitrag zeigt, wie schwierig es ist, einen Mörder hinter Gitter zu bringen, der so abartig seine Tat vollzog. Es gibt sogar ein Phantombild und doch fehlt jede Spur des Mannes, der vor 13 Jahren Tristan so bestialisch tötete. Was mag wohl in einem solchen Menschen vorgehen, der solch einen grausamen Mord an einem dreizehnjährigen Jungen vollzieht? Keiner von uns weiß, welche Gedanken den Mörder seit Jahren beschäftigen und ob er in der Lage ist, zum Serienmörder zu mutieren. Die Hoffnung bleibt, dass eines Tages der Täter verurteilt wird. LG Corina |
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Hallo Sigrid,
ich will keine Berufsgruppe verunglimpfen, aber das erinnert mich ans Schlachten, was ich in deinen Links gelesen habe. Mir ist fast schlecht davon. An die Eltern darf ich überhaupt nicht denken, die mit der Grausamkeit des Todes vielfach mehr geschlagen sein müssen. |
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Hallo Vadis, es war genau das und es muss noch schlimmer gewesen sein, denn selbst die routinierten Profis, wie z. B. die Gerichtsmediziner waren tief betroffen. Ich erinnere mich noch gut an das Verbrechen und das tiefe Entsetzen, das der Fall ausgelöst hat und das bis heute nicht weniger geworden ist. Anfangs stand nicht fest, ob Tristan schon tot war, als ihm all die Grausamkeiten angetan wurden...
Meine Tochter ist nur wenig älter wie Tristan und wir hatten damals Angst, denn der Mörder war ja nicht gefasst, ist es bis heute nicht. Und irgendwie bleibt die Angst, so lange so ein Monster frei herumläuft. |
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Hallo Vadis, es war genau das und es muss noch schlimmer gewesen sein, denn selbst die routinierten Profis, wie z. B. die Gerichtsmediziner waren tief betroffen. Ich erinnere mich noch gut an das Verbrechen und das tiefe Entsetzen, das der Fall ausgelöst hat und das bis heute nicht weniger geworden ist. Anfangs stand nicht fest, ob Tristan schon tot war, als ihm all die Grausamkeiten angetan wurden...
Meine Tochter ist nur wenig älter wie Tristan und wir hatten damals Angst, denn der Mörder war ja nicht gefasst, ist es bis heute nicht. Und irgendwie bleibt die Angst, so lange so ein Monster frei herumläuft. Tristans Familie ist übrigens weggezogen. |
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So sehr ich diesen "Fahndungsaufruf" verstehe, wenn man obige Zeilen liest, so sehe ich doch auch eine Gefahr in solch einer Publikation. Ich jedenfalls möchte diesem Phantombild nicht ähneln. Und möchte auch sonst keine vermeintlichen Ähnlichkeiten wie in obiger Beschreibung aufweisen.
Wie schnell kann aus einer gut gemeinten Aktion etwas entstehen, was u.U. dann in Denunziation oder gar Lynch-Justiz endet. Ich weiß gar nicht, wie die Polizei selbst oder die Staatsanwaltschaft solche "Wanted"-Aktionen bewertet. Ob T. B. brutaler als alle anderen Opfer von Kindesmördern zu Tode gekommen ist, kann ich nicht beurteilen. Auch im aktuellen Fall "Mirco" scheint noch vieles nicht restlos geklärt zu sein, obwohl der Täter festgenommen wurde und in Haft sitzt. Ich erinnere mich an Jürgen Bartsch, der Anfang bis Mitte der 60er Jahre vier Jungen auf grausame Weise umgebracht hat. An Timo Rinnelt, der 1964 in Wiesbaden ermordet wurde, sei hier erinnert. Alle diese Kinder waren "einzigartig" und all ihre Eltern haben diesen Schmerz letztendlich doch allein aushalten müssen. Wir Außenstehenden können nur ahnen, was man empfindet, wenn einem ein Kind durch ein Verbrechen genommen wird. Liebe Sigrid-Anais, ich wollte dies nur neben der emotionalen Seite ebenfalls erwähnen. |
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Lieber paulart, die "Wanted-Aktion" kam erst gestern im Fernsehen, ist also keine Erfindung von mir.
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Ergänzend möchte ich noch klarstellen, dass das Phantombild bereits in Aktenzeichen XY veröffentlicht wurde und ebenso auf der offiziellen Webseite des BKA zu sehen ist:
www.bka.de/nn_217822/DE/Fahndungen/Personen/UngeklaerteMordfaelle/Bruebach/bruebachPhantombild.html So viel zu Deinen Befürchtungen. Wenn jemand glaubt, den Täter zu kennen, tut er gut daran, sich sofort an die Polizei zu wenden. Anhand des Fingerabdrucks wird sehr leicht festzustellen sein, ob der jenige der Täter ist oder nicht. |
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Liebe S. Steinebach,
ja, das will ich gerne glauben. XY, unbekannt... ist doch auch so ein Format, bei dem man "einerseits/andererseits" denken kann. Einerseits ist es in der Tat gut, wenn Menschen wirklich helfen können, ein Verbrechen aufzuklären. Andererseits könnten manche im "Eifer des Gefechts" den Bogen überspannen und z.B. harmlose Nachbarn verdächtigen, weil sie ihnen "eh nie getraut" haben. Ich wollte das lediglich - neben aller verständlichen Empörung - nur mal erwähnen. |
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Die Gefahr die Du schilderst, lieber paulart, dürfte wohl bei jedem öffentlichen Fahndungsaufruf bestehen und ich bin sicher, die Polizei ist sich dieses Umstands bewußt. Was aber soll man tun. Darauf verzichten?
Da draußen läuft ein Mörder frei herum, der ein Kind geschlachtet hat. Und nicht allzuweit von diesem Tatort wächst ein kleiner Junge heran, den ich meinen Enkel nennen darf. Empörung ist wohl nicht das richtige Wort in diesem Zusammenhang. |
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Mich beeindruckt die unglaubliche Wirkung von ›Echtheit‹ des Phantombildes und frage mich in diesem Zusammenhang, wie nah die Zeugen dieser Person gewesen sein müssen, um sich auf dieses Maß an Genauigkeit festzulegen.
Ich vermute den Täter weit weg vom Tatort, andernfalls (bei annähernder Übereinstimmung) potentielle Zeugen eigentlich in ziemlicher Lebensgefahr schweben würden. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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