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Logik des Gabentauschs

Positionen | 19.02.2009 | 18:10 Wolfgang Ratzel
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19.02.2009 | 22:15 Stern
Die Argumentation macht keinen Sinn. Wer sagt denn, dass Kultur nur auf dem Austausch von (materiellen) Gütern beruht? Richtig, keiner. Scheinbar noch nicht einmal der Autor, denn er erwähnt ja auch die Gabe der Zuneigung (beim Erwähnen bleibt es aber, in der Argumentation spielt dies keine Rolle mehr). Das Grundeinkommen ist aber nun eine rein materielle Gabe, eine Zuneigung des Staates ist damit nicht verbunden. Allerdings ermöglicht ein Grundeinkommen die Gabe von Zuneigung (z.B. in Form eines Ehrenamtes) ohne dass dafür eine Gegenleistung gefordert wird. Ich sehe überhaupt nicht, wieso das unsere Gemeinschaft zerstören sollte. Noch zum letzten Absatz: Worauf es hier wirklich ankommt, ist das Wort "fair". Was ist denn eine faire Bedarfsprüfung? Reicht es, wenn ich sage, dass in dem Job, den ich gerne machen würde, leider Bedingungen herschen, die mich psychisch krank machen? Wenn ja, dann hätten wir faktisch doch wieder ein bedingungsloses GE beim derzeitigen Arbeitsmarkt. Wenn nein, empfinde ich das nicht als fair.
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