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Weltmeisterschaften sind eine tolle Sache. Eine favorisierte Nation müssen sich Zuschauer_innen gar nicht erst aussuchen, ist doch schnell klar, wen es zu unterstützen gilt – natürlich das eigene Team, die eigene Nation, die eigene Ehre für das Vaterland. Wäre ja auch zu schade nicht mit seinen Freund_innen einer gemeinsamen Sache nachzueifern – und wahrscheinlich auch zu anstrengend. Schließlich bleibt bei all dem Partynationalismus kaum Zeit sein Gehirn anzuschalten. Bei all diesem Fähnchen-Kult wird einem schnell schlecht. Wer will diese Stofffetzen rechter Ideologie denn schon anfassen? Auch Jakob Augstein wohl (in Augstein – Bloome) wohl lieber nur mit den Fingerspitzen.
Endlich ist es nun wieder soweit und „wir Deutschen“ dürfen endlich wieder mit Stolz die Fahne auch schwenken, umbinden oder wahlweise auch auf Hüten, Sonnenbrillen, Schals, T-Shirts, Hosen, Socken und Schuhen platzieren – es ist wieder eine Weltmeisterschaft. Doch diesmal ist alles anders: Es dürfen sogar sich zumindest so bezeichnende Linke / Alternative daran erfreuen – schließlich ist ja Frauen-WM. Da macht man doch gerne mit – ideologisch reiner Patriotismus. Schließlich ist die WM ja im Kampf um Gleichberechtigung.Also die Propaganda-Maschine in Stellung gebracht. Da bietet die taz doch tatsächlich ein WM-Abo, damit der alternative Bürgerliche mit linker Ideologie auch immer weiß, wie seine Nation sich in dem Kampf mit dem Gegner schlägt. Verzeihung – Frauen dürfen das. Und zack – man glaubt es kaum – die noch (in dieser Form) recht junge Wochenzeitung hat auch eine Titelseite parat. Wochenthema Weltmeisterschaft. Und worum geht’s? Die Rolle des Frauenfußballs und irgendwie klingt doch die Weltmeisterschaft als Chance und etwas Gutes raus – schließlich könne die Frauen sich so in die Öffentlichkeit spielen.
Patriotismus für Gleichberechtigung? Das klingt für mich ähnlich verwirrend, wie der Album-Titel von KIZ „Sexismus gegen rechts“. Nur diesmal ist es wohl ernst gemeint.
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Du hast ja recht!
...aber was soll man denn manchen , wenn man fußballgeil ist? Die Fähnchen schenke ich mir natürlich auch. Das nationale Brimborium kann einem schon die Freude daran nehmen , aber das Dilemma ist ja , dass in durch Konzept der nationalen Elitespielerinnenenauswahlelfen ja gleichzeitig auch der große sportlerische Reiz dieses Tuniers besteht! ...und die frauen sielen ja spielerisch viel schöner als die Männer auch wenn diese mehr Kraft haben und vielleicht einen Tick schneller laufen können. Warum sollen wir uns also nicht auf große Spiele freuen? Willkommen in der FC. Herzliche Grüße por |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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