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Wenigstens hält einer bei dieser bisher unspaßigen WM die Medien bei Laune: Diego Armando Maradona. Und das weniger, weil seine Mannschaft tollen Fußball zeigt, er selbst diesen mit noch tolleren Kommentaren begleitet ("Meine Männer können töten"), sondern einfach der schlichten Nachricht wegen: Maradona ist nicht schwul. Hm, wer hätte das nun gedacht! Nein, er liebt seine Veronika, 31, blond usw.
Eine Erkenntnis, die wir wiederum der findigen Nachfrage eines wachen Reporters verdanken, der bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Südkorea gestern (4:1) schon mal wissen wollte, was diese Küsserei nach dem Spiel da auf dem Platz sollte. Maradona ließ daraufhin wissen, dass er nun keine Männer liebe (hahahehe), sondern einfach gerne seine Freude mitteile und sich bei den Spielern für ihre Leistung bedanke, mit einer knuddelesken Umarmung und einem Küsschen. Aha.
Und sonst so? Kann man sich doch immer wieder nur über die Geschichtsvergessenheit wundern - immerhin spielt doch Nordkorea mit, eine Mannschaft, bei der sich die Kommentatoren und Berichterstatter bereits in fröhlicher Wiederbelebung der Kalten-Kriegs-Klischees erfreuen (Spieler wie "Abrissbirnen"). Da liegt doch die Tradition, auf die sich Maradona (mit Sicherheit doch sehr bewusst!!) bezieht, so was von auf der Hand: Der sozialistische Bruderkuss lebt!!



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Diese "Kalten-Kriegs-Klischees" werden auch im fußballbegeisterten Teil dieser Com gepflegt, ist mir aufgefallen.
www.freitag.de/community/blogs/thorsten/live-diskussion--brasilien-nordkorea "Ich weiß aus ziemlich gut unterrichteten Kreisen, daß Kim Jong-Il persönlich (per-sön-lich!) für jeden Sieg den beteiligten Spielern eine Stunde länger Strom pro Tag versprochen hat. Im Volksmund nennt man die Equipe daher mittlerweile auch hila obap'haba-che (»die Eon-Brüder«)." "Übrigens, falls das Team die Vorrunde nicht übersteht, gibts den Strom auch — dann allerdings subkutan." Tapferer Humor. Und voll von Sportsfairness gegenüber den Kickern... |
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Als ich find's noch immer saukomisch — kein Wunder, der Spruch war ja auch von mir.
Merke: Beim Humor hört für Linke der Spaß auf. |
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@ goedzak - habe ich da vor Ort auch schon moniert.
Die haben keine Empathie für die Situation solcher Spieler. |
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Liebe Magda,
ich hab's gesehen, daß Sie dort, im nämlichen Thread, die rote Kreide schon bei der Hand hatten. Ich kann Ihnen allerdings versichern, daß jedenfalls für meinen Teil kein Lustigmachen über die Spieler den Ausschlag gab, genausowenig wie ich mich über die Menschen lustig machen würde, die tatsächlich Nordkorea leben müssen. Ich würde da nich einen tag lang leben wollen, und mein ganz persönliches Mitgefühl gilt denen, die das zu erdulden haben. Aber über dieses steinzeitstalinistische Regime selbst kann man doch nur mehr lachen. Und das mache ich auch — was soll ich sonst schon tun? Betroffenheit hilft niemandem weiter. Humor ja auch nicht, aber er läßt immerhin »Papa Kim« auf die Schuhgröße zusammenschnurren, die ihm zusteht. |
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"Ich kann Ihnen allerdings versichern, daß jedenfalls für meinen Teil kein Lustigmachen über die Spieler den Ausschlag gab, genausowenig wie ich mich über die Menschen lustig machen würde, die tatsächlich Nordkorea leben müssen."
Bedauernswert ist allenfalls, daß man so etwas Selbstverständliches noch extra herausstellen muß. An sich überflüssig und nur nötig durch diese merkwürdigen und völlig unnötigen Unterstellungen, die an solchen Stellen oft kommen. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, daß Ihre Bemerkungen, j-ap, genau auf dem Hintergrund zu verstehen gewesen sind. Und die übrigen Fußballfans sicherlich auch. |
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J-ap, mit dem Komischen ist das so eine Sache, meinste nicht, dass die Interpretation doch auch kontextabhängig ist? Du hast ja keiner Protzinszenierung von Kimdingsbums beigewohnt, sondern einem Spiel nordkoreanischer Sportler. Über deren Folterung mit Strom, ob realistisch oder nicht, zu lästern, ist dann zumindest Geschmackssache.
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Goedzak, Magda, danke.
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(goedzak schrieb am 18.06.2010 um 19:23)
Humor ist immer Geschmackssache und, nebenbei erwähnt, auch noch eine Kulturtechnik, die mitunter zum schwersten zählt, was der Menschengeist so hergibt. Aus meiner Sicht muß Humor beißen, ansonsten er nichts anderes ist als platter Klamauk für stets etwas dümmlich wirkende Frohnaturen. [Liebe Titta, zu meiner Ehrenrettung nehme ich die Pauschalität meiner Aussage von weiter oben hiermit zurück: Selbstverständlich sind nicht alle Linken humorlos. Sehr zu meinem Leidwesen allerdings schon die meisten.] |
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was wissen sie EIGENTLICH über nordkorea um sich "humorvoll" daran abzuarbeiten? was WISSEN sie? oder plappern sie nur nach und daher?
...und humor... hat wohl am ehesten mit klugheit zu tun. sind sie klug auf dem gebiet auf dem sie witzeln? fragen über fragen... aber sicher ist's wieder nur das beschränkte (hier "linke") publikum, das flachheit zu erkennen glaubt, wo wahrhaft hoher geist waltet. |
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Können wir ja froh sein, dass Kuba und Venezuela nicht in Südafrika auflaufen. Es gibt also keinen Achtelfinalkuß. Zumindest nicht auf dem Rasen.
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Nein, nicht froh, dass Venezuela nicht dabei ist! TOT-TRAURIG sind wir! :(
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Das erinnert mich so an diesen DDR-Witz wo Gorbatschow und Hoenecker sich getroffen haben und nach dem Abschied , der Eine über den Anderen sagt: "Eigentlich ist der ja ein Arsch, aber Mensch küssen kann der ..."
:) (Sollte ich damit gegen die Freitag-Etikette verstossen haben, bitte löschen.) |
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Niemals wird das gelöscht! :)
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Danke. :)
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Die »Schwulitäten« scheinen in Lateinamerika derzeit schwer en vogue zu sein:
Präsident Morales: Hähnchen mit Fritten machen homosexuell (Tagesspiegel v. 23.04.10) |
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Diesen Artikel habe ich auch gelesen. Ganz großes Kino. Von so viel Dummheit regiert zu werden, müsste eignetlich als Asylgrund ausreichen.
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Sie sagen es, KalleWirsch. Als ich mitbekam, was der Praeceptor Mundi da von sich gab, habe ich nicht nur einmal geglaubt, ich sei im falschen schlechten Film gelandet.
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schrieb am
18.06.2010 um 23:05
Kalle Wirsch, ein Präsident muss sich auf jeden Fall mit "Schwulitäten" auskennen, um ein Land regieren zu können...;-)))). Das mit den Hähnchen ist ein ziemlich verbreiteter Aberglaube, nicht nur in Lateinamerika...Ungefähr so verbreitet, wie der in Deutschland, dass die Wahrheit aus Politikermund dem Volk Schaden zufügen würde...Keep cool!
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Angie in the wonderland
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häh, versteh ich nicht.
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Frauen unter sich. Die eine gutaussehend, die andere trägt Hosenanzug.
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Sei froh, dass du an anderer Stelle den Männerwitz gebracht hast.
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Erst wollte ich "Frieden im Zickenkrieg des Kanzleramts" schreiben.
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"Zickenkrieg im Kanzleramt", ein treffender Titel für eine Politserie im Freitag :)
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SL : "....fröhlicher Wiederbelebung der Kalten-Kriegs-Klischees erfreuen."
Wieso "Wiederbelebung der Kalten-Kriegs-Klischees"? Für Nordkorea und den Gangstertyrannen Kim (auch verniedlichend Diktator genannt) hat doch der Kalte Krieg nie geendet. j-ap: " Aber über dieses steinzeitstalinistische Regime selbst kann man doch nur mehr lachen. Und das mache ich auch — was soll ich sonst schon tun? Betroffenheit hilft niemandem weiter. Humor ja auch nicht, aber er läßt immerhin »Papa Kim« auf die Schuhgröße zusammenschnurren, die ihm zusteht." Sehr richtig. titta: "Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, daß Ihre Bemerkungen, j-ap, genau auf dem Hintergrund zu verstehen gewesen sind. Und die übrigen Fußballfans sicherlich auch." Also ich habe ihn auch so verstanden. Andere wollten ihn wohl bewusst missverstehen, vermute ich. j-ap "Humor ist immer Geschmackssache und, nebenbei erwähnt, auch noch eine Kulturtechnik, die mitunter zum schwersten zählt, was der Menschengeist so hergibt. Aus meiner Sicht muß Humor beißen, ansonsten er nichts anderes ist als platter Klamauk für stets etwas dümmlich wirkende Frohnaturen." Na, da sich doch so einige hier Gebissen fühlen, darf man wohl feststellen, das j-ap über diese schwere Kulturtechnik des Menschengeistes verfügt, die man Humor nennt! :-)))) j-ap: "[Liebe Titta, zu meiner Ehrenrettung nehme ich die Pauschalität meiner Aussage von weiter oben hiermit zurück: Selbstverständlich sind nicht alle Linken humorlos. Sehr zu meinem Leidwesen allerdings schon die meisten.] Was ich aus meiner Sicht nur bestätigen kann. Wer sich getroffen fühlt reagiert dann so, im linken deutschen Spießer-Biedermeierstil : Leon: "was wissen sie EIGENTLICH über nordkorea um sich "humorvoll" daran abzuarbeiten? was WISSEN sie? oder plappern sie nur nach und daher? ...und humor... hat wohl am ehesten mit klugheit zu tun. sind sie klug auf dem gebiet auf dem sie witzeln? fragen über fragen... aber sicher ist's wieder nur das beschränkte (hier "linke") publikum, das flachheit zu erkennen glaubt, wo wahrhaft hoher geist waltet." Da fragen wir doch einfach mal die Leute, die in unserem Land so richtig bescheid wissen über Nord-Korea. Hier die Links: www.kds-im-netz.net/ www.kds-im- netz.net/plakate/bilder/nordkorea.jpghttp://eisberg.blogsport.de/2007/05/28/kims-braune-freunde-die-volksgemeinschaft-nordkorea-und-ihre-rechten-fans/ |
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gut für jap, dass es sie gibt; so können sie sich gegenseitig belustigen, einen ähnlichen sinn für humor und die gleiche "klare" meinung haben sie sich ja angeeignet.
...und der link... wer da wie, was weiß war ja nicht die frage. zu beantworten galt was J-AP weiß. und nun auch sie. was wissen sie? ich spreche nicht von auf glauben fußendem, zornigem empfinden. schönen sonntag. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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