Ich war gespannt auf diese Neuverfilmung von Max von der Grün,unserem alten westdeutschen Arbeiterpoeten.
Zuerst war ich überrascht,das die Solidarität und die Brisanz einer Freundschaftsfindung in dem Film rüber kam.
Ansonsten zu sehr an die heutige Jugend angelehnt,aber immer noch ein soziales Umfeld präsentierend,da muss ich wohl-mit 45 Jahren Kompromisse eingehen-so weit nicht schlecht;die ersten 45 Minuten.
Dann wird es doch tlw. etwas zu hipp und Thraschmäßig.
Die Zerstörung der Alten Fabrik,Synonym für den Untergang des "Kohlenpotts" wird in der Neuverfilmung erst gar nicht angegangen,sondern dient als Actiontheater der Schlußsequenz.
Da lob ich mir doch die Erstverfilmung (1977 ?) als ARD Zweiteiler im Jugendprogramm,bei dem selbst ich noch Tränen in den Augen hatte,als die Fabrik zu Boden ging-mit dem tolln Lied Amore mio-das in der Neuverfilmung als Tape auf einer Polizeiwache im Hintergrund spielte.
Aber wenigstens war noch der Bogenschuß autentisch,wenn er mir bei Martin Semmelrogge damals auch besser gefiel.
P.S.: Der Semmelrogge jun. trinkt leider nur Kilkenny Bier und keinen Cuba Libre.Diese Erkenntnis musste ich auch schon machen,im Gambrinus in Mitte vor einigen Jahren.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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