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Marianne Chaud dokumentiert in Beitrag 'Himalaya-Dem Himmel nah' das Leben der Mönche in einem buddistischen Kloster.
Dort liegt es am Hang, mitten in den Bergen. Die unwirtliche Umgebung wirkt, als ob immer Wind und Kälte herrschen. Kein Grün. Das einzige was in dieser kargen Landschaft dem Auge Abwechslung bietet sind die zerklüfteten schneebedeckten Berge und ein strahlendblauer Gebirgsbach.
Hauptprotagonisten sind zwei achtjährige Kinder. Das Kloster ist dafür ausgelegt bzw. es besitzt Unterkünfte, worin alles für die ein-Meter-Krümel eingerichtet ist. Ganze Gänge und Türrahmen sind scheinbar nur für die jüngsten Mitglieder, vor langer Zeit schon erbaut worden.
Das Leben ist hart. Dementsprechend erwachsen sind die Kinder. Sie machen Feuer, kochen sich Tee, waschen ab. Überhaupt benehmen sie sich nicht wie die westlichen Kinder. "Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht!" Wenn die älteren Mönche in der Erziehung der Kinder solche Sprüche beherzigen würden, gäbe es vermutlich ziemliche Probleme den Betrieb des Klosters aufrecht zu erhalten.
Nun muss man gerechterweise dazu sagen, dass alle Menschen die so hoch in den Bergen, abgeschnitten von Massentransportmitteln, Strom, Technologie und Co ein hartes Leben führen. Ein Leben in bitterster Armut, wenn man westliche Wertmaßstäbe zugrunde legen will.
Die buddhistischen Kloster sind oftmals die einzige Möglichkeit Schreiben und Lesen zu lernen.
Die Winzlinge haben u.a. knallharten Philosophieunterricht, woraus besteht die Welt, was sind Objekte und Subjekte, alles sehr abstrakt. Die Meisten wirken eher unbeholfen. Allerdings besteht der Frontalunterricht aus endlosen Wiederholungen, also die gleiche Methodik wonach die Mönche ihre Gebete und heiligen Schriftrollen pauken. Besonders interessant sind die täglichen Pflichtdiskussionsrunden. Frei nach dem Motto "es steht geschrieben das... und ich interpretiere dies so..." daraufhin wird laut scheinbar wild durcheinander diskutiert.
Die Kinder müssen ihr Holz zum heizen und kochen selbst sammeln. Da in der unmittelbaren Umgebund aber nichts wächst, müssen die Kinder weiter runter in das Tal hinab. Die schweren Reisigbündel transportieren sie dann am vereisten Flussrand entlang und klettern schließlich die steilen Seitenwände zum Kloster hinauf. Es ist schier unglaublich an welchen Orten sich die Kinder aufhalten. Deren Motorik ist ja nun noch nicht so gut ausgebildet, wie bei einem älteren Menschen. Doch scheinbar kann man Kindern deutlich mehr zu trauen, als die Entscheidung, welche Playstation und Pokémonsammlung es denn dieses Jahr zur geweihten Nacht sein darf.
In einer Diskussion spricht ein Mönch Frau Chaud auf das Glück an. Es erschien mir, dass die Essenz im "Wir sind weniger gehetzt" liegt. Natürlich kann man sich ja auch mit Allem Zeit lassen, wenn man an Wiedergeburt in dem Sinne der dort gelehrten buddhistischen Strömung glaubt.
So sind unsere zwei Jungs, eigentlich zwei alte wiedergeborene Mönche. Der eine ist bei einer Schneelawine umgekommen und als ein Kind, welches zeitgleich zum Tode des alten Mönches, geboren wurde, so soll es laut den Erzählungen bereits mir drei Jahren gesagt haben "ich habe meine Gebetsbücher im Kloster vergessen. Mit fünf Lebensjahren ging es dann in das Kloster. Angeblich freier Wille des Kindes.
Eine beeindruckende Dokumentation, vor allem lehrt sie etwas über uns Menschen und unsere Vergangenheit.
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Gern gelesen, interessantes Thema, hätte gern noch mehr drüber erfahren !
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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