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Liebe FC und Redaktion des Freitag,
es folgt meine Übersetzung des Briefs, welcher mit den Unterschriften aller Unterstützer an iranische Regierungsabgeordnete gehen soll.
Um das nochmal klarzustellen, es geht um die Exekutierung von insgesamt sieben Parkrangern. Zuerst soll Assad Taghizadeh/Asad Takizade hingerichtet werden.
"Bezugnehmend auf die Ankündigung des obersten iranischen Gerichtshofs zur Hinrichtungen von amtlichen Umweltschützern, welche dazu da sind Naturschutzgebiete vor Wilderern zu schützen, appellieren wir die unterzeichnenden Umweltinstitute und Individuen an ihre Weisheit und
schnelles Eingreifen in der Hoffnung, dass sie die Exekution abwenden.
Im August 2008 patroullierte der 32jährige Assad Taghizadeh, einer der offiziellen Wächter des Dena Schutzgebietes, in den Kharidun Bergen und unterbrach eine illegale Wildereraktion. Er und seine Kollegen warnten die Wilderer, welche die Warnung ignorierten und das Feuer eröffneten. Während des Feuergefechts wurde ein Wilderer verletzt. Assad half ihm und trug den Verletzten auf seinem Rücken zur nächsten Rangerstation, wo er 20 Minuten später verstarb. Die Parkwächter konfiszierten den Kadaver einer Antilope als Beweisstück.
Seit dem verbrachte Assad, ein Parkwächter mit 10 Jahren Berufserfahrung und dreimaliger Auszeichnung zum besten Beamten, drei Jahre im Gefängnis für das Wahrnehmen seiner Aufgaben und dem Schutz der Umweltvor Wilderern. Kürzlich (Anmerkung: vor ca. zwei Wochen) bekamen wir die Nachricht, dass der oberste Gerichtshof die Todesstrafe für Assad genehmigt hat.
Eure Exzellenz, es sei daran erinnert, dass während der vergangenen 30 Jahre 120 Umweltschützer/Parkwächter von Wilderern brutal ermordet wurden. In ihrem Bemühen die verbliebenen 10% unberührter Natur (Tierwildnis) zu schützen. Während keiner der Mörder/Wilderer hohen Strafen ausgesetzt wurde, wird Assad exekutiert nur weil er seine Pflicht erfüllte in dem er die Authorität nutzte, welche ihm das Gesetz gab.
Wir sind geschockt von der Tatsache, dass Assad's Fall kein Einzelfall ist sondern auch fünf weitere Parkwächter auf ihre Todesstrafe warten.
Umweltschützer, überall in der Welt, sind der Schlüssel zum Schutz der Tierwelt und der natürlichen Ressourcen gegen entfesselte gierige Opportunisten. Die zerbrechliche Umwelt im Iran brauch Menschen wie Assad und seine Kollegen.
Nach Angaben der Weltbank verursacht die Umweltzerstörung im Iran Kosten in Höhe von 10% des BIP. Diese Ressourcen gehören der ganzen iranischen Gemeinschaft und Assad war bereit dieses Recht zu verteidigen.
Wir, die Gruppen von Umweltorganisationen und Einzelpersonen, appellieren schnellstmöglich Gnade gegenüber Assad Taghizadeh und seinen Kollegen, die sich in ähnlicher Lage befinden, walten zu lassen.
Weiterhin sind wir der festen Überzeugung, das iranische Parlament sollte unterstützende Regulatorien und Gesetze erlassen, welche das Vorkommen von solcher Ungerechtigkeit in Zukunft verhindert."
Ein Bild des Parkwächters Assad

Facebook-Gruppe des Human Chain Projects wo auch andere Bilder der Parkwächter zu sehen sind.
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Danke für die Übersetzung. Ich habe an Amnesty und Volker Beck geschrieben, aber leider noch keine Antwort bekommen, was mich schon sehr frustriert hat. Ich hoffe, die Facebookaktion kann noch Öffentlichkeit schaffen.
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@ Kalle: werde vermutlich am Donnerstag mit Hamed sprechen können. Dort werde ich klären warum die Parkranger angeklagt und verurteilt wurden.
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Habe heute auch noch ein bisschen genetzwerkt. Wenn was bei raus kommt, meld ich mich.
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Danke, daß Du uns auf dem Laufenden hältst.
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Die Parkranger stammen aus unterschiedlichen Naturschutzgebieten und wurden alle während ihrer Arbeit in Feuergefechte mit bewaffneten Wilderern verwickelt. Ob die Fälle immer mit Todesfolge der Wilderer einhergingen weiß ich nicht. Deshalb sitzen sie im Gefägnis und warten auf ihre Hinrichtungstermine.
Hamed versucht jetzt an die Namen der anderen Wächter zu kommen. Was sehr schwer ist, da aus dem Iran kaum Informationen zu bekommen sind. Er ist zwar Iraner (und auch zwei weitere Doktoranden am FFU), aber selbst für Staatsangehörige mit Familien scheint dies problematisch zu sein. Er freut sich über die Unterstützung, vom Freitag kam ja diesbezüglich leider nichts :-( |
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Die Parkranger stammen aus unterschiedlichen Naturschutzgebieten und wurden alle während ihrer Arbeit in Feuergefechte mit bewaffneten Wilderern verwickelt. Ob die Fälle immer mit Todesfolge der Wilderer einhergingen weiß ich nicht. Deshalb sitzen sie im Gefägnis und warten auf ihre Hinrichtungstermine.
Hamed versucht jetzt an die Namen der anderen Wächter zu kommen. Was sehr schwer ist, da aus dem Iran kaum Informationen zu bekommen sind. Er ist zwar Iraner (und auch zwei weitere Doktoranden am FFU), aber selbst für Staatsangehörige mit Familien scheint dies problematisch zu sein. Er freut sich über die Unterstützung. Vom 'Der Freitag' und seiner Redaktion kam ja diesbezüglich leider nichts :-( |
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Also ich habe gerade mit Hamed gesprochen. Die Parkwächter wurden inhaftiert, weil hinsichtlich der Benutzung ihrer Waffen eine Gesetzeslücke existiert.
Die Ranger werden mit Waffen ausgestattet und sind berechtigt, diese im Verteidigungsfall zu benutzen. Das Brisante daran ist, keiner der Wilderer ist bis jetzt für die Ermordung von Rangern hingerichtet (120 Ranger wurden ermordet). Es ist eine extrem widersprüchliche skurile Situation. Die Initiative versucht derzeit eine Gesetzesvorlage zu formulieren, welche dem Parlament vorgelegt wird um diese Lücke zu schließen. Weiterhin wird versucht an den Urteilsspruch mit den jeweiligen Namen ranzukommen. |
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@Technixer
Vielen Dank für die weiteren Informationen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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