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Der abendliche Querschnitt vom 01.12.2010 ab 21 Uhr.
Angefangen beim ZDF. Dort lief 'Die schönsten Weihnachts-Hits' Spendengala mit Carmen Nebel. Dort entblödeten sich C Promis der deutschen Medienlandschaft, wiedereinmal genau denen die Gelder aus den Rippen zu leiern, welche seit Jahren Nullrunden erfahren (die 1,5% Rentenerhöhung schiebt euch sonst wohin). Anstatt den Budenzauber in den noblen Münchener Vororten oder Berlin-Dahlem und Co zu veranstalten, da gibts genug Geld. Oder vielleicht auch nicht, bekanntermaßen finden ja gerade große Verschiebeaktionen statt. Geldnotstand im Elitenviertel quasi. Da kommen die lieben einsamen Omis vor den Fernsehern genau recht. Das Prinzip ist wohl das Gleiche wie bei dem Verkauf von Heizdecken. Nur, das die Damen sich vielleicht besser fühlen, im Glauben tatsächlich geholfen zu haben.
Auf dem Bayrischen Rundfunk echauffierte man sich im "Politikmagazin" 'Kontrovers' über die sinnlos verprassten Steuergelder in Antigewalttraining. Die banale Erkenntnis, dass Boxen statt Gewalt eine ziemliche Luftnummer sei, lies die Damen und Herren dieses Öffentlich-Rechtlichen Senders trotzdem keine Alternativen aufzeigen. Stattdessen belöffelte man die Justizministerin. Was ist eigentlich mit den Steuergeldern für diesen Beitrag?
Und weiter geht die wilde Fahrt. Nun kams Dicke, auf dem NDR lief 'Menschen und Schlagzeilen - Was die Menschen im Norden bewegt-'. Nun ist es also auch im Norden angekommen; das Chancengleichheit bei der Bildung quasi nicht gegeben ist:
Die Einleitung versprach ein Feuerwerk an Investigativjournalismus. Denn es ging los mit der Fleischindustrie, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Niedriglohnsektor. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin steht am Pranger. Ihre Familie hat Putenmastbetriebe und soll dort schlecht bezahlte ausländische Arbeitskräfte beschäftigen. Denk ich mir so, warum Ausländer? Stapel das Ganze in eine gemeinnützige Gesellschaft und hol dir vom Amt 1,- Euro Tagelöhner. Wie auch immer, es kam wie es kommen musste, die Abflachung. Es wurden Kinder/Jugendliche vorgestellt, die keinen Hauptschulabschluss haben und diesen nachholen. Wegen der Perspektive. Oha, dann rollt der Rubel ja, so bald man sogar einen Hochschulabschluss hat? Oder eher doch nicht nicht, weil nur wirtschaftskompatible Studiengänge entlohnt werden?
Nun wie auch immer, das vorgestellte Projekt war interessant. Ein Pilotprojekt in welchem die Teilnehmer komplett begleitet werden, d.h. die Lehrer begleiten ihre Schüler auch außerhalb der Schule. Sie rufen sie an, reden häufig mit dem Elternhaus. Rundumversorgung. Da das soziale Umfeld ja entscheidend für die weitere Entwicklung.
Die vorgestellte Deutsch-Türkin, rückte nach einigem Hin und Her mit der Wahrheit raus. Ihr Praktikumsplatz in der Gastronomie ist eher nicht das was sie sich unter einer Arbeit "für immer" vorstellen könnte. Ihr Traumberuf sei Sängerin, Alternativen fehl am Platze. Trotzdem intonierte der Pädagoge immer und immer wieder "Das Ziel ist der Abschluss. Er eröffnet den Jugendlichen Perspektiven und neue Möglichkeiten." Die Möglichkeit einen der vielen tollen Niedriglohnstellen (Altenpflege, Maurer, Maler, Sicherheit, Einzelhandel, Frisöre, Gastro- und Hotelbereich) zu bekommen? Oder eine der scheinbar endlosen Praktikantentouren, falls der Abschluss doch etwas höherwertiger werden sollte? Wie so ziemlich alle Geisteswissenschaftler.
Im Medienjahr der Politikwissenschaften, war der Klaus vom ZDF zu Besuch. Netter Kerl. Der meinte, die Anforderungen welche das ZDF an seine Praktikanten stellt, habe es zu seiner Zeit nichtmal von den Redakteuren verlangt.
Abschließend lief auf Arte etwas leichtere Kost: Berlin Calling. Wer über Berlin und seine Elektroszene etwas lernen möchte, dem sei der Film empfohlen ;-)
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45 minütiges Gewaltzapping mit anschließender Arte Entspannung. Oder ist das schon gesundheitsschädlich?
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Vielleicht ist es nicht unmittelbar gesundheitsschädlich, aber es greift ganz sicher das Immunsystem an.
Sehr mutig von Dir, einen solchen riskanten Selbstversuch durchzuführen!!! |
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Solange man noch abschalten kann, ist die Gesundheit nicht in Gefahr.
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"Ich kann mit demTrinken jederzeit aufhören. Jederzeit! Nur meine Flasche Bier am Abend, die willst du mir doch nicht nehmen, ODER?"
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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