Nach Ansicht der Wiederholung einer beliebten, von mir so halb geschätzten Talkshow im Ersten fühle ich mich genötigt das vorherrschende Thema (leider nicht die Laufzeitverlängerung von AKWs) aufzugreifen. Ich weigere mich allerdings, dabei auf Einzelene oder Einzelnes einzugehen. Erst mal, weil - Ich hab das Buch nicht gelesen! - außerdem kann man der Sache da gar nicht mehr helfen.
Es geht um Integrität. Die Unversehrtheit des Eigenen oder die Wiederherstellung des vormals Unversehrten. Lange brauchte die Menschheit, um sich darüber einig zu werden, dass alle das Bedürfnis danach teilen. Inzwischen wurden und werden gar Kriege geführt, um diese Integrität unterdrückter, tyrannisierter Völker zu schützen oder wiederherzustellen. Was die Hilflosigkeit zum Ausdruck bringt, wie man diese Integrität definiert und vermittelt. Das Unternehmen ist nicht nur in kommunikativer Hinsicht fehleranfällig. Festzustellen, welche der individuellen Vorstellungen überhaupt kommunikationswürdig sind, bedarf der Fähigkeit sie an der Perspektive des Gegenübers zu reflektieren.
Man darf es redundant nennen, wenn man Douglas Adams des Eskapismus bezichtigt. Die Antwort liegt jedoch in der Frage nach Integrität. In der Aufrichtigkeit und Kongruenz des eigenen Handelns zu vorgegebenen Idealen. In offenem Diskurs. Aua.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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