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Würden Sie einem 23-jährigen Jurastudenten im zweiten Studienjahr die Leitung der Behörde übergeben, die eines der bedeutendsten Geschäftsviertel Europas verwaltet? Nein? Und wenn er der Sohn des Präsidenten ist?
In Frankreich spaltet diese Frage gegenwärtig das ganze Land, denn Jean Sarkozy, zweiter Sohn des Präsidenten, könnte Chef des „Etablissement public d’aménagement de la Défense“ (Epad) werden. Damit trüge er die Verantwortung für die Entwicklung des milliardenschweren Firmenzentrum „La Defanse“.
Haben da die beruflichen Qualifikationen oder der Stammbaum überzeugt?
Nicht nur in der Opposition regt sich Unmut über die Personalentscheidung. Auch im Internet formiert sich der Widerstand. Der Zentrist Christophe Grébert startete eine Online-Petition gegen die Nominierung Sarkozy Juniors, die bereits von über 60 000 Menschen unterzeichnet wurde.
Auf jeansarkozypartout.com wiederum werden bereits die witzigsten Tweets gesammelt, die in den letzen Tagen beim Mikro-Blogging-Dienst Twitter über den plötzlichen Karrieresprung des Präsidentensohns gepostet wurden. Mit Statements wie „Chuck Norris war bisher unbesiegt, doch jetzt kommt Jean Sarkozy“ oder „Jesus wurde im Jahre 1986 vor Jean Sarkozy geboren“ nimmt der Protest hier wohl die absurdesten Züge an.
Doch bei alledem bleibt die Frage, wie ein so offensichtlicher Fall von Nepotismus in einem demokratischen Staat wie Frankreich überhaupt möglich sein kann. Und heißt die Tatsache, dass es in unserem Nachbarland möglich ist, dass auch Deutschland vor solcher Vetternwirtschaft in den höchsten Kreisen nicht gefeit ist?
Mit anderen Worten: Wird Joachim Sauer bald Minister für Bildung und Forschung und werden die Kinder Karl-Theodor zu Guttenbergs in 25 Jahren die führenden Positionen in der deutschen Wirtschaft übernommen haben?
Vielleicht suche ich mir vorsorglich schon einmal die richtigen Adoptiveltern…
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Willkommen auf der Freitag-Plattform, liebe Telsa.
Die Besetzung des Postens trägt gewiss absurde Züge, allerdings wird die Zeit das wieder glätten. Entweder Sarko-No junior ist eine Marionette und/oder eher überfordert, dann wird er rasch zu einer Belastung werden. Oder petit Jean ist wirklich ein Überflieger, dann sollte er doch schnell international Karriere machen... Und bei uns? In zehn bis fünfzehn Jahren sitzen sieben von der Leyens auf der Regierungsbank... |
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Oh je, bei den von der Leyens wird das ja dann gleich eine ganze Invasion...
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das ausnahmsweise mal eine offene form der vettern wirtschaft ist, im gegensatz zum deutschen system, muss man die unverfrorenheit begrüssen. da weiß man doch auch mal offiziell, woran man ist.
mfg mh |
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da es -.-
mfg mh |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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