Der 4. Juni 1989, an dem das chinesische Militär das Massaker auf dem Tianamen-Platz verübte, war auch für Europa und nicht zuletzt für Deutschland ein geschichtsträchtiger Tag; das sollte man nicht vergessen. Schon gar nicht wenige ...>> mehr
Freitag-Redakteur Steffen Kraft hat sich das Zensursula-Thema vorgenommen und versucht, die Sache mal von der anderen Seite zu sehen: Statt die Regierung bei ihrem Bemühen, das Telemediengesetz zu ändern, kritisch zu hinterfragen, appelliert...>> mehr
Auf der Suche nach tief sitzenden Ost-West-Befindlichkeiten wird man in Berlin nicht groß fündig werden. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer muss man sich schon in die Provinz bemühen: an die alte Grenze der beiden deutschen Staaten. Die Osterf...>> mehr
Die Kritik an der Blogger-Konferenz re:publica ist oft harsch und geht zuweilen an der Sache vorbei. Dennoch sollten die Macher ernsthaft über eine (weitgehendere) Professionalisierung nachdenken.
Die Eckdaten: Es gab mehr Besuc...>> mehr
Liebe Frau Schwarzer, ich tue mich schwer, mich in der Debatte um den Volksentscheid zu positionieren und habe eine Menge mitgenommen aus Ihrem Eintrag. Vielen Dank! Um hier vielleicht eine Diskussion in Gang zu bringen, möchte ich Heinz Bude zitieren, der neulich im Tagesspiegel (www.tagesspiegel.de/kultur/Heinz-Bude-Pro-Reli;art772,2774286) eine gegenteilige Position vertreten hat. Ich zitiere: "Das Berliner Konzept zum Fach Ethik ist grundfalsch, weil es suggeriert, man könne Toleranz aus der Beobachterperspektive erlernen. Nach dem Motto, jetzt machen wir vergleichende Religionslehre und nehmen uns die Werte raus, die uns passen. (...) Wer meint, es müsse ein Sonderfach für Werte her, der versteht die Sozialisationsinstanz Schule falsch. Der Religionsunterricht thematisiert die Bezugnahme auf eine Quelle von normativer Geltung, die in der abendländischen Tradition Gott heißt. Im Religionsunterricht geht es um den einen Gott; gleichviel ob er katholisch, protestantisch, jüdisch oder muslimisch ausgelegt wird." Aus dieser Perspektive würde das, was Sie fordern, von einem guten Religionsunterricht eher geleistet werden können als von einem Fach Ethik, zum Beispiel die Thematisierung der "dunklen Kapitel der monotheistischen Religionen." Denn nach Bude würden die Kinder aus der Beobachter- in die Teilnehmerperspektive wechseln: "Um die Welt zu verstehen, ist es für Kinder wichtig, jemanden kennenzulernen, für den Gott eine Rolle spielt und bei dem Selbstverpflichtung aus einer Glaubensorientierung erwächst. Es geht um eine hermeneutische Neugierde."
Lieber Friedland, die Sache mit dem Tellerand und der Provinz kenne ich nur zu gut - und ich würde Dir da zu großen Teilen zustimmen. Was an meiner Geschichte aber eben doch mit Osten und Westen zu tun hat, ist die Schärfe, die in dieser Auseinandersetzung liegt. Es ist in dieser Gegend ein ganz gewaltiger Unterschied, ob ich nur den Landkreis oder doch den Landkreis mitsamt Ländergrenze überquere - das wird unterschiedlich bewertet, nicht von einigen wenigen Spinnern, sondern (ich wage sogar zu sagen) von der Mehrheit auf beiden Seiten. Genau das überrascht mich immer wieder, und genau deshalb habe ich diesen Eintrag geschrieben. Thorstena
Rauchen als Widerstand? Na ja. Ich halte es - bis ich endlich aufhöre zumindest - mit Kurt Vonnegut: “Für mich sind Zigaretten eine Art, mit Depressionen fertig zu werden. Mir hilft das. Ich rauche, wenn ich arbeite, ich rauche jetzt, wo wir reden. Das Problem ist nur: Die Zigaretten bringen dich um. Aber wer weiß, ob ich mich ohne das Rauchen nicht längst selbst umgebracht hätte.” www.vonnegut.com
Ostdeutsche sind ja vor allem interessant, weil es auch West-, Süd- und Norddeutsche gibt - mit wem sollte man sie vergleichen, wenn nicht mit den eigenen Landsleuten... So gesehen bieten die Orte, wo die Schnittstellen zwischen Ost und West noch sichtbar sind, einfach am meisten Anschauungsmaterial. Und das ist 20 Jahre nach dem Mauerfall eben eher die Provinz als Berlin - insbesondere dort, wo die Grenze verlief. Das habe ich zum Beispiel vergangene Woche hier an dieser Stelle versucht (und war ganz enttäuscht, dass da keine Kommentare kamen, schluchz: www.freitag.de/community/blogs/thorstena/an-der-alten-staatsgrenze) Ich verstehe übrigens den zweiten Absatz nicht so recht. Ist das eine Ankündigung oder eine Reaktion auf Beiträge zum "Thema Ostdeutsche"?
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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