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Blog von THX1138

Blogbeiträge

23.01.2010 | 21:26 THX1138

Alias?

Worin besteht eigentlich der Nutzen von Mehrfach-Nicks in einem Projekt wie dem Freitag, in dem Blogsphäre und Redaktion miteinander verfliessen sollen? Mögliche Antworten: - In den Mediadaten lassen sich mehr Nutzer ausweisen, was sich wiederum po... >> mehr
12.01.2010 | 21:51 THX1138

Arbeit 2.0 (nichts ist so, wie es scheint)

„Die Vollbeschäftigung (…) wird nicht zurückkommen. Die Arbeitslosigkeit ist ein historischer Trend, weil das volkswirtschaftlich benötigte Volumen an Arbeit permanent rückläufig ist.“ Holm Friebe / Sascha Lobo, &bdq... >> mehr
02.12.2009 | 15:35 THX1138

We're all living in Switzerland!

Wir Schweizer haben ein europäisches Problem, doch Europa macht ganz einfach ein Schweizerisches daraus. Kein Wunder: Schliesslich haben wir Schweizer ja auch die Anti-Minarettinitiative angenommen! Wir Schweizer sind eben ein reaktionäres, kleines, ... >> mehr
30.11.2009 | 19:26 THX1138

Das Unbehagen in der Kultur- ein Bericht aus der minarettlosen Zone

  Damals haben wir lediglich bemerkt, dass das Gebäude anders aussah, als alle anderen, wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil man uns gesagt hat, dass dieses Gebäude anders ist, als alle anderen in seiner Umgebung. Der Bau der Moschee im Balgri... >> mehr
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Kommentare

Kommentar zu

Wie sich der Neoliberalismus doch noch durchsetzt

Positionen | 12.03.2010 | 13:00 Michael Jäger
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15.03.2010 | 01:00 Michael Jäger
Nur ein paar Anmerkungen (weil's schon spät ist) in Fortsetzung dieser interessanten Diskussion: THX 11:15 Danke für die Erinnerung daran, daß Adam Smith von natürlichen Grenzen des Wachstums ausging...
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19.03.2010 | 09:48 THX1138
Die Debatte darüber, ob das, was wir heute sehen, tatsächlich neoliberal ist, oder ob es eine Handvoll Leute verstanden haben, die Grundprinzipien des Neoliberalismus so umzuinterpretieren, dass daraus einzig (und alleine) der eigene Gewinn hervorgeht, habe ich andernorten schon einmal geführt. Mit meiner weiter oben kurz zusammengefassten Beschreibung der heiligen Dreifaltigkeit (weniger Staat, niedrige Steuern, freie Märkte) habe ich lediglich versucht, mit möglichst wenigen Worten das Phänomen zu beschreiben, dass heute allgemein unter dem Begriff "neoliberal" verstanden wird. Da ich gerade am Zügeln bin und sämtliche Bücher in Kisten verpackt sind, kann ich leider nicht auf "Kapitalismus und Freiheit" von Milton Friedman zurückgreifen, um hier das Wesentliche dieses Standardwerks der "neoliberalen" Volkswirtschaftslehre hinzuschreiben. Nur aus dem Gedächtnis heraus: Unter Wirtschaftspolitik verstanden die Ökonomen der Chicagoer Schule vor allem die Geldpolitik. Für Neoliberale vom Schlage eines Friedman ist sie das Hauptinstrument staatlicher Wirtschaftspolitik. Aus allem anderen- seinerzeit war das auch noch der Goldstandard (das Buch erschien in den Fünfzigern)- hat sich der Staat tunlichst herauszuhalten. Daneben dann, als Nebenkriegsschauplatz sozusagen, hat er auch noch dafür zu sorgen, dass sich innerhalb eines Wirtschaftsraumes keine Monopole bilden dürfen- womit wir in die Nähe ordoliberalen Gedankengutes kommen: Der Staat hat für die Rahmenbedingungen zu sorgen, unter denen der Wettbewerb "frei" spielen kann. Wobei Friedman zu Monopolen ganz allgemein ein äusserst ambivalentes Verhältnis hat: Er unterscheidet zwischen staatlichen und privaten Monopolen. Natürlich zieht er das private dem staatlichen vor- weist aber auch explitit daraufhin, dass es Güter gibt (u. a. Energieversorgung), die in staatlicher Hand bleiben müssen! Hier haben wir es also tatsächlich mit einer Abkehr vom ursprünglichen Neoliberalismus zu tun, wie mh anmerkt. Insgesamt stösst Friedman- nebst Hayek der wichtigste Vertreter der neoliberalen Wirtschaftstheorie- beim Thema Monopolbildung an die Grenzen seines Wettbewerbsverständnisses- schliesslich ist jeder Marktteilnehmer schlussendlich drauf aus, den eigentlichen Wettbewerb mit allen Mitteln auszuschalten, indem er eine Monopolstellung (oder zumindest eine marktbeherrschende Stellung) anstrebt.
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Frauen sind das Kapital

Alltag | 18.03.2010 | 13:00 Katrin Rönicke
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18.03.2010 | 13:50 mh
es beruhigt mich außerordentlich, dass es den führungskräften der telekom künftig besser gehen wird. ein hohes gehalt allein macht ja auch nicht glücklich, wenn man dann trotzdem den gleichen gesell...
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18.03.2010 | 20:17 THX1138
Wortwahl?
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15.03.2010 | 20:27 THX1138
Ich denke, es ist auch erlaubt, einmal auf das eigentliche Thema einzugehen- und da habe ich mir (beliebtermassen, wie ich annehme in diesem Akademikerpool) diesen Satz herausgepickt: „Es sind strukt...
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15.03.2010 | 21:34 THX1138
Ja natürlich, Achtermann (hätt fast geschrieben Achternbusch, oha!): Die soziale Wirklichkeit ist den ganz besonders wohlgenährten AkademikerInnen in ihren luftigen Höhen- ich vermeide es jetzt einmal, von geistigen Anhöhen zu sprechen- völlig fremd. Da lässt's sich's natürlich vortrefflich polemisieren! Solange man selbst nicht daran glauben muss- sei's drum! Dazu eine Prise von Harald Schmidt's Laudatio auf Alice Schwarzer's Lebenswerk anlässlich der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises 2008: "(...) Und was die berufstätigen Mütter betrifft, Chapeau, da ist unser Land auf einem guten Weg. Wer es sich leisten kann, organisiert Kinderbetreuung privat, alle anderen gebrauchen gern den Euphemismus Kindergarten für die Verwahranstalten, in denen häufig Burn-out-Tanten Ende fünfzig seit vierzig Jahren „Die Reise nach Jerusalem“ spielen. In der einschlägigen Literatur wimmelt es nur so von Spitzenjuristinnen, Ministerinnen und der Landesbischöfin, die das Erfolgsmodell „berufstätige Mutter“ vorleben. Wir Männer wünschen uns beim Lesen nur, dass es dann und wann auch die alleinerziehende Kassiererin bei Lidl mit ihrer Philosophie in einen Absatz schafft." Das bringt's glaube ich, mehr als nur gerade auf den Punkt- wobei man die alleinerziehende Mutter auch durch den Begriff Durchschnittsfamilie aus dem unteren bis tiefen Mittelstand ersetzen kann. Oder ganz einfach durch Paare, die sich beide am unteren Rand der Lohn- und Qualifikationsskala befinden. Doch diese Menschen sind denen da oben in ihren luftigen Höhen völlig fremd. Was die hauptgenährten Frauen von den jungen Männern und Frauen erwarten, ist mir schleierhaft: Sie machen's ja auch nicht besser! Insofern ist auch der Hinweis darauf, dass viele Frauen das traditionelle Rollenbild vom starken Mann (vulgo Haupternährer) reproduzieren, nicht viel mehr, als eine Binsenwahrheit. Was die ungleiche Bezahlung anbelangt, darüber habe ich mich schon hinlänglich ausgelassen: Das ist auch so ein gut durchfütterter Mythos. Ausser man ist in der Lage, und betrachtet diese Angelegenheit differenziert. Doch viele wollen das gar nicht- aus den bekannten Gründen.
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15.03.2010 | 20:27 THX1138
Ich denke, es ist auch erlaubt, einmal auf das eigentliche Thema einzugehen- und da habe ich mir (beliebtermassen, wie ich annehme in diesem Akademikerpool) diesen Satz herausgepickt: „Es sind strukturelle Barrieren in den Blick zu nehmen, die vor allem im Arbeitsmarkt lokalisiert sind." Das trifft absolut zu- und genau hier scheiden sich die Geister. Lese ich so all die Studien zu den neuen Vätern (neue Mütter braucht's offenbar nicht, hauptsache die Väter gehen weiterhin ganz, ganz viel arbeiten), dann bestechen die Meisten von ihnen v. a. durch eines: Eine unglaubliche (ideologisch getriebene?) Unkenntnis der durchschnittlichen Haushalte und all den darin enthaltenen, weitgehend traditionell gebliebenen Lebensformen. Letzteres wird natürlich immer bemäkelt- vor allem von gutbegüterten und wohlversorgten AkademikerInnen. Der Rest muss dann schauen, wo er bleibt. Dass sich viele Haushalte diese ach so neuen Väter finanziell gar nicht leisten können, kommt denen "da oben" gar nicht erst in den Sinn. Dafür ergehen sie sich darin, mindestens siebensilbige akademische Vokabeln zu kreieren, diese in einer dicken Schicht aus Adjektiven zu verpacken um sie dann in mindestens acht Schachtelsätzen unterzubringen- nur um die Lebenswirklichkeit vieler Paare hochtrabend zu umschiffen. Es gibt wohl kein Gebiet im ganzen Geschlechterklatsch, in dem es soviele Missverständnisse gibt, wie im Bereich der Erwerbs- sprich: Lohnarbeit. Jaja, so spielt das Leben eben.
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15.03.2010 | 10:33 Hexogen
Nach einiger inneren Einkehr bin ich zu dem Schluss gekommen, dass wir Männer das letzte Mysterium dieser Welt sind. Im Grunde finde ich das Klasse.
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15.03.2010 | 16:21 THX1138
Nach einiger inneren Einkehr bin ich zu dem Schluss gekommen, dass wir Männer das letzte Mysterium dieser Welt sind. Das ist jetzt sehr, sehr schön ausgedrückt. Wirklich schön, danke.
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Politikarena

Antworten

THX1138 24.01.2010 | 22:07

Nein: Ein einziger Präsident ist nicht genug, um den ganzen Scherbenhaufen wieder zusammenzukehren, den George W. Bush hinterlassen hat. Insofern konnten die an Obama gestellten Erwartungen nur enttäuscht werden.

Woche 38/2009 Am 16.09.2009 | 11:05 fragte manfred

Nach dem S-Bahn-Mord: Brauchen wir wirklich mehr Polizei?

THX1138 19.09.2009 | 17:38

Wäre mehr Sicherheit lediglich eine Frage von mehr Polizei, dann hätten wir's ja einfach: Sowohl in der Kriminologie als auch in den Sozialwissenschaften ist man sich im algemeinen einig, dass sowohl mehr Restriktionen als auch mehr Repressionen völlig ungeeeignet sind, weniger Kriminalität herzustellen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Kalifornien: Obwohl da mittlerweile mehr Geld für private Sicherheitsdienste und die Polizei ausgegeben wird, als beispielsweise für Universitäten, ist die Kriminalitätsquote in den letzten Jahrzehnten nicht zurückgegangen.

Alleine mit Symptombekämpfung kann dem Problem nicht begegnet werden.

Etwas ratlos bin ich allerdings im Bezug auf andere Lösungsvorschläge: Keiner der Votanten vor mir ist- genausowenig wie ich selber- zu mehr in der Lage, als über die Feststellung hinauszugehen, die Ursachen dieses Problemes seien wohl vielschichtiger, als man auf den ersten Blick glauben möchte. So kann dem Problem allerdings auch nicht begegnet werden!

Mit Ratlosigkeit allerdings auch nicht. Somit steht mein contra auf etwas wackeligen Füssen.

THX1138 11.08.2009 | 19:40

Quote in Aufsichtsräten? Traut man Frauen keine operative Führungspositionen zu? Aufsichtsratssitzungen finden ein paar Mal pro Jahr statt- ein CEO hingegen, der operative Kopf also, steht der Firma 365 Tage im Jahr zur Verfügung- Vollzeit, versteht sich! Das ist auch der Grund, weshalb man in Norwegen so "gute Erfahrungen" mit der gesetzlich verankerten Quote macht- nur dass das natürlich niemand laut sagt: Hätte man eine Quote auf operativer Ebene für Frauen eingeführt, sähe die Bilanz wahrscheinlich ganz anders aus. Eine Quote verzerrt den Wettbewerb und weicht das Leistungsprinzip auf- abgesehen sind für mich die Fähigkeiten wichtiger als das Geschlecht: Deshalb ganz klar nein zur Quote.

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Kommentare

powerfrau 13.08.2009 | 13:19

Nicht nur Quotierungen für Aufsichtsräte, auch für Führungs- und Leitungsfunktionen, für Geschäftsführung und Vorstand. Die Old and Young Boys Networks sind sturmerprobt,aber viele Frauen glauben immer noch, sie schafften es alleine. Spätestens nach dem ersten Kind wachen die meisten auf. Dann haben sie aber kein Netzwerk und wissen nicht, was sie machen sollen. Statt sich gegenseitig zu unterstützen, ob bei der Arbeit oder in der Politik, zicken viele rum,beißen weg. Das ist für Männer so kalkulierbar! Mit Quote müssen Männer mit Frauen arbeiten. Sonst bleiben Stellen unbesetzt, die Arbeitsfähigkeit ist bedroht. Deshalb fordern die SPD-Frauen ja auch mindestens 40 % Frauen in Aufsichtsräten. Und Steinmeier setzt das auch um!

THX1138 13.08.2009 | 19:45

"Nicht nur Quotierungen für Aufsichtsräte, auch für Führungs- und Leitungsfunktionen, für Geschäftsführung und Vorstand." Genau- wenn man schon für die Quote ist (was ich nicht bin), dann aber schon an unternehmerisch relevanten Stellen. Aber offenbar ist die Tatsache, dass Aufsichtsratspsten lediglich politisch gut aussehen, für viele ein völlig irrelevantes Kriterium. Hauptsache, es klingt gut- und Aufsichtsrat- wer würde schon behaupten, dass klinge nicht gut? Klingt ja auf den ersten Blick auch wirklich gut- auf den zweiten Blick hingegen... Angenommen, in Norwegen wäre eine Quote für den operativen Bereich gesetzlich verankert worden, dann sähe die Bilanz wahrscheinlich anders aus.

THX1138
Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Ausweitung der Kampfzone- einem weiten Feld also.
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