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Damals haben wir lediglich bemerkt, dass das Gebäude anders aussah, als alle anderen, wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil man uns gesagt hat, dass dieses Gebäude anders ist, als alle anderen in seiner Umgebung. Der Bau der Moschee im Balgristquartier der Stadt Zürich war 1963 ein Thema in den Medien, ein Thema wie jedes andere auch, einfach anders. Als ich sie gut zehn Jahre später als Kind zum ersten Mal sah, spürte ich nur ein gewisses Befremden, aber keinenfalls Angst. Als Kind ist man ja alles andere als politisch, man interpretiert lediglich das, was man sieht und nicht zuletzt auch das, was man darüber erzählt bekommt. Das ist ein Unterschied: Was die Leute erzählen und das was man selber sieht. Die Moschee mit ihrem Minarett im Zürcher Balgristquartier liegt an einer vielbefahrenen Hauptstrasse und ist das höchste und auffälligste Bauwerk in diesem Wohnquartier. Es ist weiss und fensterlos- etwas, was mir schon als Kind auffiel: Diese Fensterlosigkeit. Türme, auch Kirchtürme, haben im allgemeinen Fenster oder zumindest fensterähnliche Öffnungen. Das Minarett im Balgristquartier hat das nicht.
Fast ein halbes Jahrhundert lang gab es keinerlei Probleme mit der Moschee im Zürcher Balgristquartier. Doch im neuen Jahrtausend ist alles anders: Die Wahrnehmung über Moscheen und Muslime hat sich verändert. In Langenthal (BE) wurde noch im Juli dieses Jahres die letzte Baubewilligung für eine Moschee mit Minarett erteilt. Sie wird voraussichtlich fertig gebaut, wie Mutalip Karaademi, der Präsident der islamischen Gesellschaft Langenthal, gestern vor den Medien bekannt gab. Gleichzeitig akzeptiere er aber den Volkswillen, keine weiteren Minarette mehr in der Schweiz zu bauen. Auf den Bau der Moschee angesprochen, äusserte sich Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) nach dem Abstimmungsergebnis freilich reservierter: Er vermute, dass das Langenthaler Minarett letztlich aus politischen Gründen nicht gebaut werde. Die Minarettinitiative wurde in Langenthal, einer Kleinstadt mit gut 15'000 Einwohnern, die zwischen Bern und Zürich liegt, mit 60,4 Prozent angenommen.
Die ganze Welt zeigt mittlerweile mit erhobenem oder wenigstens mahnenden Zeigefinger auf die Schweiz. Man nimmt das Abstimmungsresultat mit Bestürzung wahr: Al Jazeera sieht in dem eindeutigen Abstimmungsergebnis einen „Schock für die Muslime in der Schweiz“, der Spiegel „ein aussenpolitisches Problem“ für die Eidgenossenschaft am Horizont auftauchen, die Süddeutsche spricht in ihrer Printausgabe von einer „Katastrophe für die Schweiz“, die New York Times von einer „grossen Peinlichkeit für die neutrale Schweiz“, und die FAZ von einem „Protest gegen die vielen Ausländer“. Seit 1963, dem Bau der Moschee mit ihrem grossen, weissen Minarett, hat sich also einiges verändert in der Schweiz. Was genau, versuche ich im Folgenden zu erläutern- auch wenn es mir voraussichtlich nicht gelingen dürfte, sämtliche Aspekte dieser Problematik aufzugreifen: Das deutliche Abstimmungresultat hat nämlich auch mich erstaunt.
„Mehr als jeder zweite Europäer (54,4 Prozent) nimmt den Islam als “Religion der Intoleranz“ wahr.“, konnte man erst kürzlich hier im Freitag nachlesen (Null Toleranz in halb Europa). Zum Vergleich: Die Anti-Minarettinitiative wurde in der Schweiz mit insgesamt 57 Prozent vom Stimmvolk angenommen. Das Resultat dieser Studie liest sich also beinahe wie ein Stück politischer Wirklichkeit. Es erstaunt deshalb kaum, dass viele europäische Staaten jetzt wohl mehr erschrocken denn erbost mit dem Finger auf die Schweiz zeigen: Insgeheim dürfte vielen Regierungen bewusst sein, dass eine ähnliche Abstimmung in ihren Ländern voraussichtlich zum gleichen Resultat führen würde. Doch in der im Freitag diskutierten Studie wurde der Bogen noch weiter gespannt: „Jeder zweite Europäer besitzt eine negative Einstellung gegenüber Immigranten und findet „Es gibt zu viele Einwanderer“. Die Ergebnisse haben bei einigen KommentatorInnen vor allem Erstaunen und Entsetzen ausgelöst- dabei kamen zahlreiche Studien bereits schon vor Jahren auf ähnlich erschreckende Ergebnisse. Eine grossangelegte Studie des Europarates, die sich unter anderem mit dem Thema Immigration in Europa auseinandergesetzt hat, kam zu folgenden Schlüssen: „(...) 25 % der Bürger der EU-15 widersprechen der These, dass es für jede Gesellschaft positiv ist, wenn sie sich aus Menschen verschiedener Rassen, Religionen oder Kulturen zusammensetzt. 48 % sind der Auffassung, es sei besser für ein Land, wenn nahezu jeder dieselben Sitten und Gebräuche hat. 60 % vertreten die Ansicht, dass eine Gesellschaft nur eine begrenzte Anzahl von Menschen anderer Rassen, Religionen oder Kulturen aufnehmen kann.“ (Soziale Wirklichkeit in Europa, ein Konsulatationspapier des Beratergremiums für Europäische Politik, von Roger Liddle und Fréderic Lerais)
Die Annahme der Anti-Minarettinitiative muss in einem weiter gefassten Rahmen gesehen werden: Ganz offensichtlich erweist sich die Zuwanderung und die damit verbundene Vermischung verschiedenster Ethnien, Religionen und Hautfarben in Teilen des globalen Dorfes für viele Menschen immer mehr zu einem ernstzunehmenden Problem. Doch man sollte sich hüten, die Augen vor diesem Problem weiterhin zu verschliessen: Schliesslich versuchen mittlerweile zahlreiche, rechtsnationale Parteien in ganz Europa auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen und planen nun ihrerseits Initiativen, Minarette in ihren Ländern zu verbieten! Warum das so ist, liegt meiner Ansicht nach auf der Hand: Die bedingunsglose Unterwerfung unter das ökonomische Primat führt langsam zu gefährlichen, gesellschaftspolitischen Verwerfungen. Das von gewissen, hauptsächlich elitären (und materiell häufig auf Generationen hinaus bestens abgesicherten) Kreisen favorisierte, kompetitive Gesellschaftsmodell generiert eine ganz neue Form des Zusammenlebens, in dem vor allem das nutzenoptimierende Tier wieder die Oberhand gewinnt. Nicht dass ich etwas gegen den Wettbewerb hätte, ganz im Gegenteil: Dieser dürfte eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Innovationskraft einer Volkswirtschaft sein- doch man sollte dabei die negativen, externen Effekte, um bei der Diktion der Wirtschaftswissenschaften zu bleiben, nicht aus den Augen verlieren: Ausgehend von einem nach Hobbes vorgezeichneten Menschenbild (man kann auch Schopenhauer nehmen), bewirkt die ungehemmte Freisetzung kompetitiver Kräfte im Rahmen des totalen, ökonomischen Wettbewerbes Menschen, die sich zuerst Konkurrenten, später Gegner und irgendwann einmal Feinde sind. Es wird eng, immer enger für immer mehr Menschen in den westlichen Volkswirtschaften. Ergo beginnen sie damit, sich gegenüber jeder Form von menschlicher Konkurrenz abzugrenzen- wobei das Prinzip der gegenseitigen Toleranz- v. a. gegenüber Ausländern- gefährlich aufgeweicht wird, wie wir gerade sehen.
Die überraschend deutliche Annahme der Minarettinitiative führt uns allen vor Augen, dass in den letzten Jahren rund um die Zuwanderung unter dem Zeichen des wirtschaftlichen Wettbewerbes (und globaler Verteilungsprobleme) etwas gründlich schief gelaufen ist- nicht nur in der Schweiz, wie befürchtet werden muss, sondern in ganz Europa. Dieses Abstimmungsresultat muss als Warnsignal betrachtet werden: Die Ampel steht bei immer mehr Menschen offenbar auf Rot. Es wird höchste Zeit, dass wir ihnen Gehör schenken!
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schrieb am
03.12.2009 um 13:49
...auch wenn rahab eigentlich die Antwort zu kennen meint, sie kann nur lauten: seitens des Gastgebers klare Regeln für Gäste aufzustellen, die Sprache des Gastgebers zu erlernen usw...
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gastgebers? könnte es sein, dass du nen bisken antiquiert bist?
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Um zumindest die Probleme besser verstehen zu können, die diesen Unmut auslösen. Ein von allen Beteiligten geführter, sachlicher, interkultureller Dialog könnte zum Beispiel so beginnen:
„Ich würde Sarrazin zu 70 Prozent recht geben“, sagt Serdar Uzatmaz, 34, Deutschtürke aus dem rheinland-pfälzischen Worms. Vor Jahren sagte mir eine Anwältin einmal bezeichnenderweise, dass immer nur von den Menschenrechten die Rede sei- doch niemand spreche von den Pflichten. Ich finde, das hat was. |
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und ich finde, das hat nix. warum? weil es diese bewegung (in deutschenlanden angeführt von helmut schmidt) bereits gibt. wobei ich nix gegen die bewegung habe, aber gegen ihre erklärung der menschenpflichten alles!
ps: mann sollte zumindest immer wenigstens ansatzweise wissen, wovon mann spricht. wallah! |
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und dann gibt es noch dieses -> www.rosenkreuzer.de/download/pdf/04menschenpflichten-rosenkreuzer.pdf
außer diesem -> www.dadalos-d.org/deutsch/menschenrechte/Grundkurs_MR2/weltethos/dokum_2.htm das teil von helmut schmidt hab ich noch nicht gefunden ... |
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nachtrag: die adresse zu dem erwähnten teil, welche am 5.11.2008 noch existent war, ist es nicht mehr. kann sein, ich habe in berlin noch nen ausdruck ...
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Danke für den Link! Ich werde ihn mir zuhause zu Gemüte führen.
Momol (schwiizertütsch): Ich finde, es ist eine ganz allgemein weitverbreitete Haltung zu beobachten, die offenbar davon ausgeht, dass der Mensch nur Rechte habe. Das halte ich für eine Fehlentwicklung. |
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und ich halte das für ein grundlegendes missverständniss der bedeutung der menschenrechte. das mir zwar aus der geschichte ihrer entwicklung heraus verständlich ist - aber: selbst die UN in allen ihren untergliederungen ist in der diskussion über diesen standpunkt des 'nur-rechte-habens' hinaus. das zum einen. zum anderen bitte ich zu bedenken, dass das wissen um die rechte des "anderen" nur mit dem wissen um eigene rechte wachsen kann. und mit dem wissen könnte/sollte der respekt für die rechte des/der anderen wachsen.
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"zum anderen bitte ich zu bedenken, dass das wissen um die rechte des "anderen" nur mit dem wissen um eigene rechte wachsen kann. und mit dem wissen könnte/sollte der respekt für die rechte des/der anderen wachsen."
Hier sind wir uns zweifellos einig. Was meine allgemeine haltung gegenüber Religionen anbelangt- ich denke, die ist Dir bekannt. Dass ausgerechnet Religionen (wohlgemerkt: nicht Glauben) wieder imstande sind, ganze Völker gegeneinander aufzuhetzen- und das im 21. Jahrhundert!- stimmt nachdenklich. Man könnte ja langsam glauben, dass wir bald hinter das Zeitalter der Aufklarung zurückfallen! |
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was wolltest du jetzt damit gesagt haben?
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Manchmal zweifle ich ernsthaft an Deinen Lesefähigkeiten.
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also gut ... du wolltest nicht anders haben.
dass ausgerechnet im 21. jahrhundert (nachdergeburtvonSiewissenschon) immer noch welche glauben, meinen, denken, es seien ausgerechnet religionen, welche "wieder imstande sind, ganze Völker gegeneinander aufzuhetzen" das bringt mich zu der erkenntnis, dass aufklärung sich nicht über den ort der geburt bzw. den lebensmittelpunkt vermittelt. es ruft weiter die befürchtung in mir wach, dass so mancher, welcher im 21. nachchristlichen jahrhundert in ... sagen wir der schweiz geboren wurde, zwar dort aber nicht in das zeitalter der aufklärung hineingeboren wurde. daran anschließend wäre zu fragen, wie es kommt, dass manch einer gewissermaßen qua geburt bereits hinter das zeitalter der aufklärung zurückgefallen ist. besser so? oder hast hast du gegen meine lesart irgendwelche einwände? |
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Liebe Leute,
„Mehr als jeder zweite Europäer (54,4 Prozent) nimmt den Islam als “Religion der Intoleranz“ wahr.“, konnte man erst kürzlich hier im Freitag nachlesen (Null Toleranz in halb Europa). Zum Vergleich: Die Anti-Minarettinitiative wurde in der Schweiz mit insgesamt 57 Prozent vom Stimmvolk angenommen Das "Stimmvolk" sind nicht, wie man glauben kann, die stimmberechtigten Schweizer. Klares, aber vieldeutiges Nein zu Minaretten Das Thema «Minarett» hat 53,4 Prozent der Stimmberechtigten mobilisiert – mehr als etwa die Personenfreizügigkeit im letzten Februar –, und eine klare Mehrheit von 57,5 Prozent hat zum Verbot neuer solcher Bauten Ja gesagt.Diese ~ 25% findet man zu solchen Fragen recht konstant immer wieder: "25 % der Bürger der EU-15 widersprechen der These, dass es für jede Gesellschaft positiv ist, wenn sie sich aus Menschen verschiedener Rassen, Religionen oder Kulturen zusammensetzt. " 25% der Stimmberechtigten sind (religiös) intolerant. Das ist bei der medialen Agitation gegen Muslime in den letzten Jahren meiner Meinung nach nicht positiv aber auch nicht verwunderlich. |
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Ja, lieber Streifzug: Der von Dir kritisierte Satzteil "insgesamt 57 Prozent vom Stimmvolk angenommen" ist tatsächlich missverständlich. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass die Demokratie bei der aktuell ausgewiesenen Stimmbeteiligung (in der Schweiz zwischen durchschnittlich 30 und etwas über 50 Prozent) mitunter auch zu einer Veranstaltung verschiedenster politischer Minderheiten und Interessensgruppen wird.
Vom Stimmvolk mit insgesamt 57 Prozent angenommen, wäre weniger missverständlich und vor allem klarer gewesen. Das habe ich natürlich auch gemeint. |
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Schön das Sie sich wieder zu Wort melden.
Haben Sie mitgestimmt? - Sie gehen analytisch zur Sache und benennen einen Hauptgrund sehr deutlich. Die "Konkurrenzgesellschaft", jedenfalls der erfolgreichere Teil derselben, kann sich von den Folgen des Konkurrenzmodells noch weitgehend frei stellen. Wohnung, Arbeit, Freizeit und Bildung teilt man nicht öffentlich-rechtlich, sondern erhält sie sich "privat". Für eine große Minderheit der Mitte, denn in Wahrheit sind es, einmal von Leuten wie Christoph Blocher abgesehen, die einfachen und letztlich fremdenfernen Menschen der Schweiz, die vor allem Ja zur SVP-Initiative gegen Minarette sagten, bleibt der fatale Eindruck, um die kleiner werdenden Reste müsse gegen "Fremde", gegen "Überfremdung" und vor allem gegen die "ganz fremden" Muslime gekämpft werden. Genau in diese Kerbe hauen übrigens in Deutschland, Belgien und den Niederlanden jetzt wieder die "Überfremdungstheoretiker", nein, viel schlimmer, die Praktiker (z.B. Herr Bosbach oder Herr Sarrazin). Sie halten sich für Anwälte der kleinen Leute, die endlich ausspreichen was Sache ist. Sogar die Kirchen reden in jüngster Zeit immer von "Tacheles", was diese nur dachten und nun hier, an einer Schweizer Wahlurne abstimmten. In diese Kerbe hauen auch vermehrt Medien-Intellektuelle, die durch die Medialisierung zwar noch weniger Einfluss, dafür aber hohe gesellschaftliche Akzeptanz, geradezu Anerkennung und jeden Tag ein offenes Ohr finden. Das haben sie zu ihrem Job gemacht. Die Namen sind mittlerweile Legion. Das Raffinierte ist, dass die "Eliten", entgegen ihrer eigenen Stilisierung als Widerständler und Vertreter der Weltoffenheit und Toleranz, sehr gut damit leben können, wenn ganze Nationen von kulturellen und sozialen Konflikten gepackt und auf lange Jahre beschäftigt werden. - Das lenkt von den eigentlichen Machtfragen weitestgehend ab. Frustration und geradezu Hass entlädt sich auf die vermeintlich auf Augenhöhe Konkurrierenden, das sind nun einmal z.B. die 400.000 eher stillen Muslime in der Schweiz und ihre "Äußerlichkeiten" (Hijab,Niqab,Tschador,Burka, Moschee mit Minarett,Viertelbildung, Hautfarbe, Nasenform, Kinderzahl, soziale Abgeschlossenheit). Denen wurde ein sehr kollektives Zeichen gesendet und natürlich der bürgerlichen Politik: Wenn ihr unsere Ängste, unsere Furcht, ich fürchte es ist schon ein sehr trotziger Wille, nicht ernst nehmt, nicht in unserem Sinne für soziale Ähnlichkeit sorgt, dann werden wir radikal. -Zuerst wählen wir mehr nach Rechts und unterstützen noch passiv Provokateure und ihr Begehr, dann laufen wir hinter Fahnen und Plakaten in Rot-und Schwarz, großkariert und groß-gebloggt, hinter Verbots- und Stoppschildern, wieder her, stehen wieder wie gebannt vor den wahrhaftigen Hasspredigern (Wilders, Haider, Blocher), die sich was trauen, die aggessiv und bestimmt in Stimme und Auftritt mit einfachen Antworten, die zu unserem Konkurrenzmodell der Wirtschaft passen, denn sie verlangen ja nur eine soziale und kulturelle Konformität da, wo in der Wirtschaft und bei den Dienstleistungen Effizienzkonformität und messbare Produktivität, ernstlich am Ende nur das Quartalsergebnis, zählt. Das Problem der Muslime liegt auf der anderen Seite der Medaille. Denn der "Volkswille" gegen fremdes Äußeres korrespondiert in der Bevölkerung mit einer inneren Furcht, der nicht eingestandenen Unkenntnis (ständig wird auf Blogs, in Foren, sogar in Qualitätszeitungen und in den TV-Medien betont, man kenne den Islam und seine "Täuschungen", sehe ja, was los sei in der Welt) und diffuser Angst vor dem "Inneren" einer fremden Religion die die Urschweizer, die Urdeutschen, Ureuropäer, etc. , was auch immer das sein soll, nicht kennen können. Diese Glaubensgemeinschaft macht es uns aber auch sehr schwer, sie beständig kennen zu lernen. Dann stellt sich ein seltsames, aber bekanntes Phänomen ein. Den Muslimen werden Handlungen und Verhaltensweisen unterstellt, bei ihnen erahnt oder vermutet, weil weder der Koran in der Landesprache bekannt gemacht wird, noch die bisher dort tätigen geistlichen Muslime und weltlichen muslimischen Intellektuellen zahlenmäßig und von der Ausbildung her darauf vorbereitet sind, eine Außenwirkung in der sich offen nennenden Gesellschaft zu entfalten. Sie bleiben in einer eigenen Innerlichkeit, entwicklen selbst Angst. Denn, ein falscher Schritt in der Öffentlichkeit, sofern man Öffentlichkeit überhaupt als etwas an sieht, worin man sich bewegen muss, droht zu einem erneuten Konflikt zu führen. - So wird das Problem kaum zu lösen sein. "Lasst uns nach unserer Façon selig werden.", lautet das humanitäre, aufgeklärte Motto in Europa, sogar durch Menschen- und Bürgerrechte gedeckt, sogar durch die Verfassungen der Einzelländer Europas gesichert. - Aber diese Garantie auf Innerlichkeit und Abgeschlossenheit gilt nicht gegenüber dem "Willen des Volkes". Das ist für mich, das können Sie mir glauben, eine bittere und sehr,sehr traurige Erkenntnis. Die Berufung auf "Rechtstitel" wird nichts nutzen, weil mittlerweile bei Vielen letztlich ein anderer Titel, nämlich der des kollektiven Eigenwillens, der des "Wir" zählt. Es ist ein Ersatz- "Wir", denn in Wahrheit wissen weder die Schweizer noch die Deutschen, womit qualitativ den das "Wir" zu füllen wäre. Das "Ersatz- Wir" braucht ein Fremdobjekt der Ablehnung um zu existieren. Es ist auch immer noch schwach, äußert sich nur zu Abstimmungen und beim TED, manchmal in Fußballstadien, manches Mal bei Festen und Verantaltungen, ganz selten schon auf der offenen Straße. Aber es wird mehr. Auf die Intellektuellen kommt es nun an.- Aber, soll ich wirklich glauben, von dem was heute für intellektuell gilt, von Harald Martenstein bis Haraldt Schmidt,von Kurt Kister bis Josef Joffe, käme da eine konsequente und dauerhafte Antwort? Nein, daran glaube ich längst nicht mehr. Mal sehen, wie lange noch die wenigen verbliebenen, aufklärerischen Medien gegenhalten können. Vieles wird von der Ökonomie abhängen. Wenn es bergab geht, herrscht wieder das "gesunde Volksempfinden". Bei den Einheimischen und bei den vielen Migranten, von denen die meisten Menschen gar nicht wissen wollen, woher sie kommen oder was sie bewegt. Die umgekehrt häufig auch schon diese Haltung verinnerlicht haben und sagen, was geht ihr uns an, wir wursteln uns durch und bleiben für uns. Eine Lösung weiß ich derzeit nicht. Aber gebe die Hoffnung nicht auf, dass weniger Umfallen bei unseren "Eliten" und eine konsequente Öffnung des europäischen Islams, den es bisher so nicht gibt, noch eine Wende bringt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass für diese Entwicklung auch die "irgendwie Linken" mit verantwortlich sind. Und ich sage einmal vorher, dass sich SPD, Grüne und auch Teile der Linken nicht scheuen werden, Teile des "Volkswillens" aufzunehmen, wenn sie wieder Verantwortung im Staat tragen wollen. Das hat mit Machtfragen in alternden demokratischen Gesellschaften zu tun. Noch ein kleiner Knick in der Ökonomie und die Schleusen öffnen sich. Die Gefahr ist groß, weil es dann auch keine Rücklagen und keinen Staatskredit mehr gibt. Das senkt auch für andere Dinge die Hemmschwellen. Grüße Christoph Leusch PS: Wissen Sie, woran es überhaupt nicht liegt? - An der "Durchmischung". Gerade die fehlt nämlich, und sie wäre ein guter Schutz in schweren kommenden Zeiten. Das Problem ist eher eine "Entmischung" der europäischen Gesellschaften, horizontal und vertikal, sozial, ökonomisch. |
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Freut mich, dass Sie mir antworten- wie gewohnt ausführlich und in der Sache klar und unmissverständlich!
In unseren Breiten haben sich die Leistungseliten offenbar darauf verständigt, die Probleme, die ihr kompetitives Gesellschaftsmodell in Form negativer, externer Effekte mit sich bringt, nicht beim Namen zu nennen, sondern statt dessen potemkinische Dörfer aufzustellen, versehen mit allerhand populistischem Beiwerk- und das mit einigem Erfolg, wie wir gerade beobachten können: Alles Schwache, unproduktive- und darunter fallen viele Menschen, nämlich Alte, Invalide, Ausländer, Arbeitslose, Sozialhilfebezüger etc.- muss, so sehe ich es allmählich, ausgemerzt werden. Dabei bedienen sich die Leistungspopulisten einer auf den ersten Blick denkbar einfachen Rethorik: Gerne wird zum Beispiel der Begriff "Freiheit" aus der Trickkiste geholt- wer will schon nicht frei sein heutzutage? Oder "weniger Steuern zahlen", eine ebenfalls äusserst beliebte Vokabel- wer zahlt schon gerne Steuern? Natürlich niemand! Und zuletzt bedient man sich natürlich der Schwachen als Täter und nicht als Opfer: "Sozialhilfeempfänger werden keineswegs schöpferisch aktiv. Viele sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen. Die wachsen dann verdickt und verdummt auf.", wie uns ausgerechnet (ausgerechnet?) der deutsche Grünen-Politiker Oswald Metzger am 21.11.2007 in der Leipziger Volkszeitung (print) belehrte. Da fällt mir ganz spontan Döblin ein (Berge, Meere und Giganten), der da einst unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise geschrieben hat: "Erbarmungsloses Sichten und Ausscheiden wurde als selbstverständlich angesehen. Man vernachlässigte planmässig den Schutz der Schwachen. Unglückliche wurden nicht bedauert, sondern verachtet. Das Humanitätsgefühl, das ererbt war, verschwand." Ich denke, von dieser Entwicklungsphase sind wir nicht mehr allzuweit entfernt. |
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schrieb am
03.12.2009 um 14:06
Ein entschieden zu langer, auch langweiliger, pseudo-marxistischer Kommentar von Columbus, der keineswegs, wie von THX 1138 behauptet, "...in der Sache klar" ist. Es berührt einen ideologie-kritischen Zeitgenossen befremdlich, wenn die allzu berechtigte Kritik an den ökonomischen und sonstigen Machtverhältnissen in Europa ständig zusammen mit Verteidigungschorälen zugunsten einer islamischen Einwanderung erfolgt und jeder Verweis auf die Realität mit den immergleichen Textbausteinen abgebürstet wird.
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Ich finde, thielsby, dass Marx langsam wieder an Aktualität gewinnt. Im erweiterten Sinne sind wir heute beim berühmt-berüchtigten Mehrwert der Arbeit: Der Faktor Arbeit und der Faktor Kapital werden wieder ganz gezielt gegeneinander ausgespielt- zuungunsten des ersteren, wie allgemein bekannt ist. Und zum Stichwort Outsourcing wäre vieleicht noch Folgendes zu sagen: Man spielt die teuren, westlichen Arbeitskräfte gegen die Billigen aus den Schwellenländern aus- und streicht die Differenz daraus dann als Gewinn ein. Das hat weniger mit dem Bestehen vieler Unternehmen auf dem Weltmarkt- oder der direkten Konkurrenz der Arbeitskräfte zwischen Peking und Zürich oder Wolfsburg zu tun, sondern vielmehr mit der reinen Gewinnmaximierung. Wir stehen also gewissermassen wieder am Anfang der Geschichte...
Ich würde nicht unbedingt nur von den ewig gleichen Textbausteinen sprechen, sondern vielmehr von den ewiggleichen, wirtschaftshistorischen Entwicklungen. Aber ich mag falsch liegen. |
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thielsby schrieb am 03.12.2009 um 14:06
Lieber "thielsby", Ich habe des Öfteren auch schon in anderen Threads auf solche Antworten reagiert und versucht, dem Schreiber, es waren fast immer Männer, klar zu machen, dass knappe, eher TED-mäßige Reaktionen mit der entsprechenden Bewertung, weder eine Diskussion einleiten, noch ein Gespräch erzeugen, noch weiter führen. Bringen Sie was Produktives, schreiben Sie ihren Beitrag. - Hier und in anderen Webforen tummeln sich täglich Zehntausende, die ihr Recht auf Meinungsfreiheit genau so "differenziert" nutzen, wie Sie glauben es nun getan zu haben. Dazu muss man aber weder andere Beiträge abwerten, noch auf Argumente völlig verzichten. Zur Sache: Worum es hier geht, das ist, mit den hier lebenden Muslimen und Bürgern der EU, sie wollen und werden bleiben, aus arabischen Ländern, aus der Türkei, aus Paktistan, wie mit gleichgestellten Bürgern umzugehen und Stellvertreter-Verteilungskämpfe zu verhindern. "THX" hat Recht, wenn er auf Marx verweist, der das unter anderen Vorzeichen für die Arbeiterklasse ähnlich formuliert hatte. Was aber noch hinzu kommt, das ist sicher nicht vulgärmarxistisch, sondern ein Blick in die Zukunft: Wenn wir nicht so viel Geschrei um eine doch sehr weitgehende, individualistische und individualisierte europäische Kultur machen, von der sowieso die Mehrzahl der jetzt in der Schweiz "protestierenden" Bürger selbst nicht viel halten und noch weniger kennen (das ist kein Vorwurf), dann ergeben sich aus den Verfassungen und Rechtsordnungen in Europa auch die Rechte und Pflichten für die Zuwanderer. Die haben auch Einiges falsch gemacht, bewusst und unbewusst (geschlossene Gemeinschaften, Sprache, Beteiligung in der Gemeinde, trotz und gegen Widerstände, Ausdauer bei dem Bemühen, Teil der Gemeinde zu werden und sich nicht in die Stille der eigenen Milieus zurück zu ziehen). Nur Vorhaltungen nutzen nichts, so wenig wie Versuche aus der Mehrheitsgesellschaft bestimmen zu wollen, wie eine Minderheit zu glauben hat, welche Symbole dem angemessen sind, und wie sie sich, einmal abgesehen von den "guten Sitten", die jeder Bürger ohne Ansehen der Person an den Tag legen sollte, in der Öffentlichkeit bewegen. "Gute Sitten", das hatte ich Ihnen ja schon an Ihrem Kommentarstil belegt, sind die Voraussetzung überhaupt. Hauen und Stechen, das ist der Abgrund. Grüße Christoph Leusch PS: "THX" trifft mit Döblin genau ins Schwarze. Der Mann hat das nicht nur schon lange vorher gewusst, er hat das widernatürliche "Aussortieren" auch miterlebt. Und die "Vermischung", das ist die Zukunft einer Welt, die ja gerade an manchen Zuwanderern aus der Welt des Islams bedauert, dass die so unter sich bleiben, wie eben die Schweizer auf dem Lande. |
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schrieb am
04.12.2009 um 15:12
Lieber THX 1138,
Sie haben vollkommen recht mit Marx: natürlich ist dieser Autor derzeit hochaktuell und unbedingt lesenswert. Auch Ihre Ausführungen zum Verhältnis von Arbeit und Kapital beschreiben einigermaßen zutreffend unsere globalisierte Gegenwart. Vielleicht kann man es dann sogar komisch finden, daß China demnächst der eigentliche Gewinner der Globalisierung sein wird, der auch noch die Frechheit besitzt, die Führung auf dem Sektor der Umwelttechnologien anzustreben. Da freut man sich schon vorab auf das Geheul der Systemjournalisten; die werden gewiß mehr als ein Haar in der Suppe finden. Mein von Ihnen kommentierter Beitrag meinte aber etwas anderes: mir ging es um Verniedlichung gravierender Probleme, die sich aus der mangelnden Integrationsbereitschaft von Teilen der moslemischen Einwandererschaft ergeben. Ich lebe in Berlin und könnte unzählige Beispiele, u.a. aus dem Alltag meiner schulpflichtigen Kinder, anführen, die belegen, daß dies keine These, sondern Gegenwart ist. Das Hauptproblem liegt hier vor allem in der Bildungsferne jener Eltern, die ihre Kinder quasi-religiös erziehen, es aber zulassen, daß diese ganztägig den primitivsten Ergüssen der Medienwelt ausgesetzt sind. Diese Eltern haben in der Regel auch kein Interesse an einer höheren Schulbildung ihrer Kinder. Soweit ich weiß, ist es Kindern moslemischer Eltern nicht verboten ein Abitur abzulegen. Verwiesen sei nur auf die schulischen Leistungen von Einwandererkindern aus asiatischen Ländern. Lieber Columbus, ich hoffe, die Länge meines Kommentars findet diesmal Ihre Gnade, obschon ich zugegebenermaßen nicht wußte, daß kurze Kommentare, die auf lange Kommentare folgen, a priori "TED-mäßig und unproduktiv" sind. Der Meinungsfreiheit scheinen Sie ja ohnehin nicht zur Gänze zu vertrauen und dem Verweis auf geschlechtsspezifische Merkmale konnte ich leider nicht folgen. Das ist empirische Soziologie? Für mich vertreten Sie eine nicht gerade kleine Gruppe von Menschen, welche jene Probleme, die sich aus Zuwanderung u.a. ergeben und ergeben können (was in der Natur der Sache liegt) umschichten, verkleinern und relativieren. An einer Lösung dieser Probleme sind sie nicht interessiert, da sie das Problem als solches nicht anerkennen. Als Abschluß: diese Thematik ist derart hochkompliziert, daß auch die Länge Ihres Beitrags dem nicht annähernd gerecht wird, zumal er das Eigentliche nur am Rande streift. |
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Lieber thielsby: "Mein von Ihnen kommentierter Beitrag meinte aber etwas anderes: mir ging es um Verniedlichung gravierender Probleme, die sich aus der mangelnden Integrationsbereitschaft von Teilen der moslemischen Einwandererschaft ergeben. Ich lebe in Berlin und könnte unzählige Beispiele, u.a. aus dem Alltag meiner schulpflichtigen Kinder, anführen, die belegen, daß dies keine These, sondern Gegenwart ist."
Sie sprechen genau das an, was offenbar viele Menschen in unseren Breiten ebenfalls empfinden. Bisweilen habe ich das Gefühl, dass genau dieser Punkt (mit allen Mitteln) totgeschwiegen wird, weil sonst ein ganzes Gedankengebäude Schiffbruch zu erleiden droht. Deshalb auch der Titel in meinem Artikel: Das Unbehagen in der Kultur und die eingangs zugegebenermassen subjektiven Eindrücke angesichts der fensterlosen Moschee im Zürcher Balgristquartier geschildert. Andererseits sollte wir nicht nur dort nach Fehlern suchen, wo wir sie gerne hätten, sondern auch da, wo wir sie lieber ausklammern würden, wie mir scheint: Nämlich vor unserer eigenen Haustüre. Ich bin persönlich ganz direkt betroffen von der wachsenden Xenophobie in unseren Breiten und ich kann Ihnen sagen, dass mir das bisweilen richtig Angst macht. Auch davor können und dürfen wir unsere Augen nicht verschliessen! "Verwiesen sei nur auf die schulischen Leistungen von Einwandererkindern aus asiatischen Ländern." Hier haben wir genau den Punkt, den die wachsende Fremdenfeindlichkeit in unseren Ländern gefliessentlich zu übersehen droht: Zugewanderte und Ausländer lassen sich nicht einfach alle in den gleichen Topf werfen! Doch in der Schweiz glaube ich mitunter Tendenzen auszumachen, die gar nicht mehr differenzieren wollen: Alle Ausländer sind gleich- und genau dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen! Sonst wird's langsam brandgefährlich... Der hohe Komplexitätsgrad der Welt zu Beginn des 21. Jahrhunderts weckt bei vielen Menschen offenbar die Hoffnung auf möglichst einfache Lösungen aller Probleme. Genau hier müssen wir ansetzen! In diesem Sinne schönes Wochenende! |
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thielsby schrieb am 04.12.2009 um 15:12
Lieber "Thielsby", 1 Sie leben in Berlin und sehen die Probleme eines großen Teils der türkischen und kurdischen Migranten. - Bildungsferne, mangelndes Interesse, diese Bildungsferne bei den Kindern aufzuheben, soziale Isolierung und mangelnde Beteiligung am öffentlichen Leben der Mehrheitsgesellschaft, weil die eigene "parallele Welt" scheinbar genügt (Da gibt es übrigens durchaus Parallelitäten zu Schweiz-Land, Deutschland-Land, Fremdenfeindlichkeit und relativer Konformität in Ansichten und Lebenspraktiken). - Was aber, ist da die Antwort? 2 Das ist fast noch mehr ein Problem. Warum hat der Imam oder die aktive Muslimgemeinde mit der schönen Moschee so wenig Einfluss auf diese Kreise, obwohl ja prinzipiell, wie für die christlichen Kirchen früher auch, doch einen Anspruch erhoben wird auf das Leben der Gläubigen zu wirken? Was ich damit sagen will. Der Islam als Religion, mit all´ seinen Symbolen, Geboten und Ritualen, hat mit dem sozialen Problem wenig zu schaffen und das ist gerade ein großes Problem. Das wird sogar von den Gemeinden selbst als Problem erkannt und bedauert. 3 Wir müssen also das Problem so definieren, dass "Sie, ich" und "die" in der Lage sind damit vernünftig und erfolgreich um zu gehen. Ich würde sagen, wir haben 3 Millionen Deutsche mit türkischen, kurdischen und arabischen Wurzeln, eine bisher sozial und religiös anders sozialisierte Gruppe unserer Gesellschaft, noch ein wenig wachsend, weil derzeit dort noch Kinder geboren werden, was sich aber auch rapide ändert, und die wollen wir gut integrieren. Was ist dazu notwendig? Alle anderen Fragen, z.B. die reine Symbolhandlung, Glaubenssymbole zu verbieten, oder gar die anderen "Instrumente": "Ausschaffung", Ausweisung, Zuzugsverbote für Angehörige, etc. pp, sind doch weder produktiv, noch lösen sie hier vor Ort Probleme. Wir brauchen ja Zuwanderung, so wie die Schweiz ihre 400.000 Muslime braucht. 4 Sie sehen doch bestimmt auch einen großen sozialen Unterschied zwischen den Muslimen in der Schweiz, die ökonomisch und sozial als gut integriert gelten und den Türken und Kurden in bestimmten Vierteln Berlins. Trotzdem wird deren Religion jetzt, per "Volkswillen" anderes behandelt, als die christlichen Bekenntnisse. Das geht nicht. - An diesem Vergleich können Sie gut erkennen, das "mangelnde Integrationsbereitschaft" schon ein sehr häufig genutztes "Deckmäntelchen" ist, zu vermeiden, sagen zu müssen: "Ich will euch hier nicht und wenn, dann nur so, wie ich selbst bin." 5 Antidemokraten berufen sich sehr gerne auf demokratische Fairness. Sie rufen, " Das wird man doch noch sagen dürfen! Das deckt die Meinungsfreiheit" Tatsächlich, die deckt Vieles. Aber, wenn das "Volk" abstimmt und Meinung zur Aktion wird, dann sollte es schon einige Einschränkungen geben, die verhindern, dass die jeweilige Mehrheit mit der Minderheit macht, was sie gerade will. -Sie wissen doch auch, wie schnell Meinungen und Stimmungen kommen und gehen und ganze "Völker" von einem Tag auf den anderen aus der Demokratie, die sich nicht als Mehrheitswillkür versteht, ausscheren. 6 Das Minarett-Verbot ist also ein falsches Zeichen einer "Abstimmungsmehrheit". Als Symbol sagt es was aus, leider nicht gerade viel Sympathisches. - Ich habe aber weder die Probleme der Migranten klein geredet (asiatische Migranten lassen sich z.B. was Herkunft und Zahl angeht, nicht mit der Migration aus der Türkei oder aus dem Nahen Osten vergleichen), noch habe ich etwas gegen Demokratie geschrieben. Grüße Christoph Leusch |
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Ich versuche jetzt einmal, das Minarettproblem in einen übergeordneten Rahmen zu bringen- wohlgemerkt: Mir geht es im Folgenden nicht um die Ursachen (die ja meiner Ansicht nach u. a. im ökonomischen Bereich zu suchen sind)- sondern um etwas, was Samuel P. Huntington in seinem leider wenig beachteten Buch "Who Are We, Die Krise der amerikanischen Identität" umrissen hat.
Huntington spricht vom zugegebenermassen schwammigen Begriff einer (nationalen) Identität, den er in der Krise wähnt. Doch was ist Identität? "Personen haben eine fast unbegrenzte Menge möglicher Quellen der Identität." wie er einleitend auch unumwunden zugibt, "Darunter vor allem: 1) Askriptive wie Alter, Vorfahren, Geschlecht, Verwandtschaft (Blutsverwandtschaft), Ethnizität (als erweiterte Verwandtschaft definiert) und Rasse 2) Kulturelle wie Clan, Stamm Ethnizität (als Lebensweise definiert), Sprache, Nationalität, Religion, Kultur 3) Territoriale wie Stadtviertel, Dorf, Stadt, Grossstadt, Provinz, Teilstaat, Landesteil, Land, geographische Region, Kontinent, Erdhalbkugel 4) Politische wie Fraktion, Clique Führer, Interessengruppe, Bewegung, Sache, Ideologie, Staat 5) Wirtschaftliche wie Arbeitsstelle, Beschäftigung, Beruf, Arbeitsgruppe, Arbeitgeber, Branche, Wirtschaftsbereich, Gewerkschaft, Klasse 6) Soziale wie Freunde, Club, Team, Kollegen, Freizeitgruppe, Status Über Samuel P. Huntington mag man geteilter Meinung sein, doch ich glaube tatsächlich auch, dass sich über die Annahme dieser (unseligen) Minarettinitiative eine Art von nationaler Identitätskrise manifestiert. Eine Identitätskrise notabene, die u. a. eine Folge der Flexibilisierung unseres wirtschaftlichen, politischen und privaten Lebens ist. Und diese Flexibilisierung ist wiederum eine Folge unserer Beschleunigungskultur. Nicht alle Menschen sind in der Lage, permanent zu beschleunigen. Wie kann man Menschen Halt geben, die glauben, sich mitten in einem reissenden Fluss zu befinden? Da fällt mir folgender Satz ein, den ich von einer Kollegin habe: "I observe that many people somewhat are detached from reality as if they were watching a movie in which they are not part anymore. And it play quicker and quicker." Das nur so als Gedankenanstoss. |
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schrieb am
05.12.2009 um 16:50
Lieber THX, lieber Columbus,
Ihre jeweilige Antwort auf meine vorhergehende Antwort findet weitestgehend meine Zustimmung. Auch ich sehe keinerlei Gewinn darin, Minarette zu verbieten. Aber ich bin befremdet, wenn das Ergebnis einer Volksabstimmung sofort wieder mit Argumentationskeulen niedergeschlagen wird. Wie kommt denn solch ein Ergebnis, das interessanterweise allen Meinungsumfragen zuvor entgegengesetzt ist, zustande? Xenophobie ist tatsächlich eine ganz traurige Angelegenheit, die jeder vernünftige Mensch nur vorbehaltlos ablehnen kann; sie wird aber durch Sprachverbote und das mediale Niederkartätschen abweichender Meinungen, siehe zuletzt Buschkowsky und Sarrazin, befördert. Dann kommt es letztlich zu diesen Ergebnissen wie zuletzt in der Schweiz. Natürlich haben die Schweizer kaum ernstzunehmende Gründe, sich durch Zuwanderung bedroht zu fühlen. Wir haben es hier mit gefühlter Bedrohung zu tun: einerseits reden uns Politik und deren nachgeordnete Medien ein, wir wären durch islamischen Terror bedroht und müßten deshalb einen Verteidigungskampf u.a. im fernen Afghanistan, dem "Friedhof der Großmächte" führen, andererseits verniedlicht die politische Kaste tatsächliche Probleme, die sich aus moslemischer Zuwanderung z.T. ergeben (zum Teil deshalb, weil hier keineswegs alle muslimischen Einwanderer und Staatsbürger gemeint sind; es gibt genügend Beispiele, z.B. im Fußballverein meines 11jährigen Sohnes, wo gelungene Integration besichtigt werden kann). Dieser Widerspruch manifestiert sich dann im Erstarken rechter Parteien (zum Glück weniger in Deutschland, wo dieses Spektrum kaum nachhaltigen politischen Einfluß hat) und führt auch zu Ergebnissen wie jetzt in der Schweiz. Schweiz-Schelte oder demonstrative Verachtung wie Fatih Akin sie vorführt, sind vollkommen unangebracht. Bestenfalls kann dieses Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung zum Nachdenken anregen. Ein schönes Wochenende wünscht Thielsby |
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Ein gut geschriebener Beitrag, dem ich inhaltlich weitgehend zustimmen kann. Wo aber ist der angekündigte Bezug auf die "regionale[n] Begebenheiten und Befindlichkeiten" in der Schweiz?
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lieber thx1139, wenn du ohne fackeln zitierst:
"...These, dass es für jede Gesellschaft positiv ist, wenn sie sich aus Menschen verschiedener Rassen, Religionen oder Kulturen zusammensetzt." frag ich dich, was zum beispiel 'rassen' sind. bei kaninchen- und pferdezüchtern werde ich eine klare antwort bekommen. an denen ist die neuere biologie spurlos vorbeigegangen. müssen wir nicht unser besteck (=vokabular) klinisch auf dem neuesten stand halten, ehe wir auf die doofen stimmvölkerschaften hinabschauen? ähnlich vorsichtig sollte mit dem wort 'elite' umgegangen werden. oder 'intellektuelle'. in dieser alten kriegsgesellschaft, die mit kommerz und wettbewerb wie mit bitterschokolade überzogen ist, sind die eliten und intellektuellen entsprechend, bis auf zu verschmerzenden ausnahmen mit alibifunktion. die gesellschaftsmechanik ist doch bekannt. wenn die not bestimmt, regiert der aberwitz. populisten sind auf die niedrigsten instinkte angewiesen. angst z.b. dass wir auf notzeiten zutreiben, ist klar, die krise ist nur ein schwaches vorbeben. über wahrheiten kann nicht abgestimmt werden. aber es wird frech über alles abgestimmt. mit ergebnissen wie beim glücksspiel - das ein wenig manipuliert ist. das votum in der schweiz löst aus den angedeuteten gründen bedenken aus. auf die idee, dass die türme der christlichen und der islamischen religion nicht in die öffentlichkeit hineinbellen sollten, kommt natürlich niemand in der ach so aufgeklärten europäischen öffentlichkeit. es ist diese aggressive kirchturmspolitik der islamischen und christlichen religionsbauten, die stört wie alle emissionen sonst. das menschenrecht auf freie religionsausübung findet da seine grenzen, wo es die rechte anderer berührt. |
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Ich zitiere lediglich etwas "ohne fackeln", was in einem offiziellen Papier der Europäischen Union auf Seite 46 geschrieben steht. Hier handelt es sich also sozusagen um die offizielle Amtssprache. Etwas weiter unten- auch ich fand diese Formulierungen problematisch- habe ich dann versucht, diesem rüden Ton sprachlich sanfter zu begegnen und von "verschiedensten Ethnien, Religionen und Hautfarben" gesprochen.
Was "Eliten" und "Intellektuelle" anbetrifft, da sind wir nahezu derslben Meinung. "über wahrheiten kann nicht abgestimmt werden. aber es wird frech über alles abgestimmt. mit ergebnissen wie beim glücksspiel - das ein wenig manipuliert ist." Diese Aussage halte ich allerdings für problematisch. Abgesehen davon, dass hoffentlich niemand davon ausgeht, dass man über Wahrheiten an der Urne befinden kann, kann ich dazu nur sagen, dass im Bezug auf das Funktionsprinzip einer Demokratie im 21. Jahrhundert nur schon aufgrund der vergleichsweise kleinen Wahlbeteiligung, der Parteienfinanzierung, des gesamten Lobbyapparates und der leicht beeinflussbaren, weil mitunter käuflichen Medienberichterstattung (Stichwort Meinungsbildung / Kampagnenjournalismus / Public Relations u. ä.) mittlerweile einiges ernsthaft hinterfragt werden muss. "es ist diese aggressive kirchturmspolitik der islamischen und christlichen religionsbauten, die stört wie alle emissionen sonst." Ich wohne direkt neben einer katholischen Kirche mit Turm und Glockengeläut zu allen möglichen Zeiten und Unzeiten- ich bin langsam taub. Wenn's nach mir ginge, könnte man in unserer Kultur zwar sämtliche Türme bauen, aber nur noch absolut lautlos betreiben. Ich habe übrigens ein Nein in die Urne geworfen- und gehöre somit zu den gut 43 Prozent erstaunten Stimmbürgern dieses Landes. |
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Der Link scheint nicht zu funktionieren, sorry:
www.google.ch/search?q=soziale+Wirklichkeit+in+Europa&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a Das zweite Suchergebnis ist es. |
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Wie kann man nur immer gesellschaftliche Verwerfungen ausschließlich auf das Primat der Ökonomie zurückführen? Das ist doch überhaupt kein realistisches Menschenbild!
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Der Glaube an die unsichtbare Hand, die wahrscheinlich nur deshalb unsichtbar ist, weil es sie gar nicht gibt, wie Joseph Stieglitz einst schelmisch bemerkt hat, hält sich meiner Ansicht nach leider ungebrochen.
Natürlich wäre mir der Glaube an einen Homo Sociologicus auch lieber, als der Glaube an den Homo oeconomicus- nur sind beide leider aus demselben, ideologischen Holz geschnitzt. Homo faber, um eine literarische Metapher zu bemühen, wäre mir allerdings beträchtlich lieber! |
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Zumindest hat es die unsichtbare Hand mal gegeben.
Im Übrigen wollte ich überhaupt nicht auf einen "Homo Sociologicus" anspielen. Trotzdem kann man nicht alles auf die Ökonomie zurückführen. Denn Rassismus oder Furcht vor fremden Kulturen beispielsweise gibt es in jeder Gesellschaft, unabhängig von der Wirtschaftsform. |
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Ich muss gestehen, dass man tatsächlich nicht alles auf die Ökonomie zurückführen kann, was in den Zivilgesellschaften (des Westens) schief läuft. Das greift entschieden zu kurz. Ich befürchte- auch und vor allem wenn ich andere (Blog-)Beiträge zum Thema Minarette lese- dass wir es hier vielmehr auch mit einem kulturell-religösen Unmut in weiten Teilen der Bevölkerung zu tun haben.
"Denn Rassismus oder Furcht vor fremden Kulturen beispielsweise gibt es in jeder Gesellschaft, unabhängig von der Wirtschaftsform." Auch das ist zweifellos wahr. Es ist aber eine Frage der Ausprägung, inwieweit wir es mit einem gesellschaftlich "normalen" Entwicklungsprozess zu tun haben. |
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Naja, "Ausprägung". Die Furcht vor der Dominanz durch fremde Kulturen ist dem Menschen praktisch angeboren.
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Ja, angeboren, stimmt: Und ich bin aufgrund meiner privaten Verhältnisse vieleicht auch etwas direkter mit dieser zweifellos wachsenden Fremdenfeidlichkeit konfrontiert. Womöglich vieleicht sogar etwas übersensibel. Man ist halt eben versucht, die jetzigen Entwicklungen sozusagen linear in die Zukunft zu projezieren: Und da steht dann irgendwann einmal wieder dieser erfolglose, junge Kunstmaler...
Wie gesagt, mit unserer Abstimmung wurde eine ganze Debatte losgetreten. Und diese müsste sich folgerichtig am Begriff Integration hochziehen, wenn sie denn konstruktiv sein soll. Vieleicht schreibe ich ja einen weiteren Beitrag zu diesem Thema. |
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Der Kunstmaler wird irgendwann wieder kommen. Aber vielleicht können öffentliche Debatten, Initiativen und Aufklärung den Zeitpunkt verzögern...
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Das klingt jetzt aber fast ein wenig fatalistisch. Gut, seit ich Döblins "Berge, Meere und Giganten" gelesen habe, befürchte ich leider, dass Sie recht haben.
Wir können nur unsere Zeit mitprägen, mitverändern und mitgestalten. Mehr dürfen wir nicht erwarten. Immerhin ;-) |
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Zwischenfazit nach gefühlten tausend gelesenen Beiträgen zum Thema: Das hier ist der lesenswerteste, für mich. (Auch dank Columbus' Kommentar).
Dafür danke. |
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Danke für's Kompliment! Meiner Ansicht nach muss man dieses Thema ine einem weiter gefassten Rahmen betrachten- nicht nur aus Sicht eines Samuel P. Huntingtons, wenn man dem so sagen kann.
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was mir auch noch durch den kopf geht ...
gefängnisse haben in der regel fenster, die zwar aussehen wie aber nicht so funktionieren wie - falls sie nicht gar mit einer sicht-blende verkleidet sind im unterschied zu minaretten leben in gefängnissen menschen also gehören gefängnisse per verfassung abgeschafft. rightieright? |
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Minarett -> Gefängnis -> ...Kunsteislauf und später dann vieleicht Schrebergarten?
Hmmm... Gedankensprung nennt sich das glaube ich; sprunghafte Gedanken oder so. "was wolltest du jetzt damit gesagt haben?" |
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das nennt sich a-s-soziation
könnte das arabisch sein? (das war noch eine) |
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إن شاء الله
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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