Zwei grosse Themen dominieren gerade die politische Diskussion in der Internet-Community: Die #zensursula-Debatte um das geplante Gesetz zur Errichtung von Sperren gegen kinderpornographische Angebote im Internet und die #IranElection-Bewegung, unter der sic...>> mehr
Nun ist sie ja vorbei, die Zeit der Zärtlichkeiten. Obwohl für mich das Wahl-Ergebnis als solidarisch demokratisch eingestellte Wählerin ein Schlag ins Gesicht ist, sehe ich auch eine Chance, um zu ei...
Ich finde den Kommentar von Angelia die passende Entgegnung zur Klassenkampfrhetorik des Artikels. Es geht wirklich darum, den Bürger so zu informieren und aufzuklären, dass die Voraussetzungen zu einer Politisierung überhaupt gegeben sind. Genau daran haben Politiker und anscheinend auch die Medien wenig Interesse. Es wird mehr über Personalien als über Inhalte geredet, aber Aktion findet letztlich auf Basis von Entscheidungen zu Inhalten statt. Die Herausforderungen, denen wir uns in den nächsten Jahren stellen müssen, erfordern wirklich einen gesamtgesellschaftlichen Konsens und nichts weniger als Lagerkämpfe und die Energieverschwendung, die jeweils gegnerische Position zu demontieren. Es geht nicht ums Rechthaben, sondern ums Probleme lösen.
Und jetzt? Konstruktiv wäre es, wenn der Diskurs so geführt werden könnte, dass das Irreale der Steinmeier'schen und Merkel'schen Vorschläge nachgewiesen würde - der Nachweis wird hier meines Erachtens nicht geführt - und gleichzeitig sachliche Vorschläge zu einem Umbau der Erwerbsgesellschaft vorgetragen würden. Ich bin mit dem Autor einig, dass das derzeitige System auf Dauer nicht funktionieren kann. Es werden immer weniger Arbeitsplätze und das verkraftet das derzeitige Solidarsystem auf Dauer nicht mehr, weil die Abgabenlast, die sozialversicherungspflichtig Arbeitende zu schultern haben, so massiv wird. Da sind die Steuern irgendwann das geringste Problem. Die Herausforderung ist doch, einen tragfähigen, rechnerisch belegbaren Alternativentwurf vorzulegen.
Man kann zu Frau Koch-Mehrin sicherlich stehen, wie man will und das wenige, was ich von ihr weiß, macht mich sicher nicht zu einem fanboy. Dieses Blogposting halte ich jedoch für nicht besonders gelungen, weil es Aussagen aus dem Interview dann doch sehr zusammenhanglos zerpflückt und der Lächerlichkeit preisgibt. Es ist gut, daß das Interview hier verlinkt wurde. Liest man sich das Interview durch, gibt es meines Erachtens weniger Anlass, in derartiger Ironie über Frau Koch-Mehrin zu schreiben. Sowohl das "in-die-Pfanne-hauen" als auch das Thema "Selbstkritik" hat sie auf Nachfrage präzisiert, aber die Präzisierung hier im Posting noch mitreinzubringen, wäre natürlich weniger lustig gewesen. Wenn wir mal von den grammatikalischen Fehlern in ihren Statements absehen, reiht sie sich ansonsten mit ihren Aussagen und in ihrem Antwortverhalten einfach ins Mittelmaß vieler Politiker ein. Nicht besonders klug, nicht besonders dumm. Nicht besonders direkte Antworten. Und auch nicht besonders erhellend. Auf keinen Fall jedoch ein Grund, dieses Posting mit so einem Spin zu schreiben. Aber vielleicht gibt es hier ja persönliche Befindlichkeiten.
Es ist schon eine Wende in der amerikanischen Klimapolitik, aber im Vergleich zu 1990 wird es bis 2020 nur eine Reduktion von 5% geben. Das ist bei weitem nicht genug und sollte eigentlich eine Entsch...
Zu dem Thema hat sich doch auch schon der dänische Autor geäussert, dessen Name mir entfallen ist und der sinngemäss behauptet, daß ein nachhaltiges Programm, das Wohlstandsgefälle in der 3. Welt zu beenden mehr für den Klimaschutz tut als alle direkten Klimaschutzmassnahmen. Pragmatisch gesehen kann doch gar nichts besseres passieren, als daß Klimaschutz das Abfallprodukt der Eröffnung neuer Wirtschaftszweige ist. Speziell, wenn dies auch bisher benachteiligten Ländern und Menschen zugute kommt. Aber wahrscheinlich sehe ich das mal wieder durch die naive neoliberale Brille :-)
Schön, wie Artikel durch Kommentare wie den von Ellhard Behrends aufgewertet und präzisiert werden. Bleibt mir nur noch zu ergänzen, daß Dogmatik gleich welcher Couleur Ausgangspunkt völlig unerquicklicher Glaubenskriege ist. Zu schade, daß Menschen mit extremen Positionen aufgrund des "Nachrichtenwerts" oft mehr Gewicht in der politischen Debatte erhalten als Pragmatiker. Das bedeutet nicht den Verzicht auf Visionen, aber eine Vision ohne Blick auf die Umsetzbarkeit und das Verständnis dessen, was breite Teile der Gesellschaft (mit entsprechender Information und Bildung) mitzutragen bereit sind, wird nie Realität werden.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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