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BücherFreundInnen im Freitag stellen ihr Buch des Monats vor
Bald ist Weihnachten, die passende Zeit für interessante Leseempfehlungen. Wer hat sich nicht schon geärgert über das, was Bestsellerlisten bieten oder Literaturkritiker für lesenswert halten. Hier ist der Ort für das Buch, das man selbst gerade oder schon immer oder vor langer Zeit einmal gerne gelesen hat.
Nachfolgend kann nun jede/r mittels der Kommentarfunktion ein Buch ihrer/seiner Wahl vorstellen.
Bitte keine Aufreihung von Bücherlisten, die persönliche Empfehlung eines bestimmten Werkes, ob nun Belletristik oder Sachbuch, ist gefragt. Warum findet jemand ein bestimmtes Buch spannend und hält es für besonders lesenswert? Es geht auch nicht um das Übliche und Bekannte aus dem auflagenverliebten Literaturbetrieb oder nur um Neuerscheinungen. Welches Buch verdient es, vielleicht als Wiederauflage oder aus einem kleinen unbekannten Verlag, (neu) vorgestellt zu werden?
Wenn entsprechendes Interesse aus der FC vorhanden ist, wird das Projekt monatlich fortgesetzt. Vorab schon einmal ein herzliches Dankeschön an alle LiteraturFreundInnen, die ihre persönliche Empfehlung hier als Kommentar posten.
www.freitag.de/community/blogs/titta/buch-des-monats-oder-so---testlauf
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Ein Tip extra für Technixer:
Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, daß es einem von diesen Finanzhaien oder Heuschrecken, die weltweit so schonungslos agieren, mal an den Kragen ginge. Wenn sich nur mal einer wehren und sich trauen würde... In diesem Roman traut sich einer. Heiko Rosner Der Tag, an dem der Banker baden ging erschienen im Nautilus-Verlag; ISBN 978-3-89401-535-0; 13,90 € www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-89401-535-0.html Überhaupt ist Nautilus ein feiner, kleiner Verlag. Zum Weiterschmökern: www.edition-nautilus.de/programm/gesamt/list-all.html |
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In 1953 verbringen zwei junge Männer ein paar Tage am Dümmer, einem flachen See in der norddeutschen Tiefebene nicht weit von Osnabrück, treffen dort zwei junge Frauen, reden, paddeln, schwimmen, schlafen mit ihnen und setzen sie am Ende ziemlich unfeierlich in den abfahrbereiten Bus.
Der Plot ist nicht der Rede wert, der Ich-Erzähler ( ledig ) und sein Kumpel ( Malermeister mit 15 Gesellen, Witwer, Besitzer eines Motorrads der Marke NSU ) schwadronieren über Gott, den Krieg, den sie als junge Soldaten überlebt haben, über die Welt ( die junge Bundesrepublik ) und über die Frauen. Ihr Autor ist zu diesem Zeitpunkt in der literarischen Szene ziemlich unbekannt. Die Rede ist von der Erzählung (oder Kurzroman) „Seelandschaft mit Pocahontas“ von Arno Schmidt, die 1955 im ersten Heft der Literaturzeitschrift „Texte und Zeichen“ veröffentlicht wurde. Ich hatte mehrfach versucht, Arno Schmidt zu lesen, war aber immer an seiner experimentellen Erzählweise, an seiner Missachtung der Orthographie, seiner demonstrativen Bildung, seinem Interesse an abseitigen Inhalten und Personen, vor allem aber an der Inbrunst gescheitert, mit der seine Fans ihn verehrten. Die Ankündigung von Suhrkamp, sein Spätwerk Zettel’S Traum als gesetztes Buch zu veröffentlichen, machte mich auf Schmidt wieder neugierig. Ich fand in meinem Bücherregal den Band Seelandschaft mit Pocahontas, las bin ziemlich begeistert. Die später häufig hermetische Erzählweise ist hier noch transparent und voller Humor, die Misogynie des Autors erträglich, die Sexszenen sind eher komisch als pornographisch, die Beobachtungen des westdeutschen Alltags und die Attacken gegen Politik, Kirche und Religion haben auch 50 Jahre später noch viel Wut und Witz. Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas (Bibliothek Suhrkamp). Frankfurt/M. 2003. ISBN-13: 978-3518223659 10,80€ |
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Für Schmidts "Seelandschaft..." spricht außerdem der Umstand", dass nach dem Erscheinen in "Texte und Zeichen" vermutlich katholische Gruppen eine Strafanzeige wegen «Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Schriften» erstatteten. Der Oberstaatsanwalt erhob Anklage, das Verfahren wurde jedoch eingestellt.
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habe ich als geburtstaggeschenk bekommen...
das große buch der lebensweisheiten, 2222 humorvolle und geistreiche sprüche nichts zum durchlesen, aber zum immer wieder darin schmökern Verlag das Beste GmbH , Stuttgart, Zürich, Wien, 2008, 2009 ADAC Verlag GmbH, München ISBN 978-3-89915-515-0 |
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Mein Buchvorschlag für den Dezember 2010
!Ratloser Übergang" (in meinem Neuen Deutschland"), Gustav Kiepenheuer Verlag, 2006 Bernd- Lutz Lange, Jahrgang 1944, der eine Mann mit dem Hirn- , Pointen- und Wortwitz in persönlichen Gedanken- Fallgruben- Verstrickungen mit den Verflechtungen der deutschen wie der globalen Geschichte von der Leipziger Kabarett Bande die "Zankstelle" Viel Vergnügen! tschüss JP |
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André Brink: Die andere Seite der Stille
(Osburg Verlag 2008) eine geschichte in deutschland/südafrika |
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andre gorz : brief an d.,
btb verlag, 89 seiten, 7 euro weil es eine schöne liebeserklärung und gleichzeitig ein rückblick auf ein bewegtes leben ist. |
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Mein Buch des Monats ist etwas spezieller und der Kommentar ein wenig länger, liebe Titta. Deshalb hier in einem extra Blogbeitrag:
www.freitag.de/community/blogs/oranier/jauchzet-frohlocket-auf-preiset-die-tage |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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Einzelpreis: 3.60 €
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