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www.youtube.com/watch?v=6cDZuQBtpVA
Es hat gedauert, aber endlich meldet sich die Institution Wissenschaft zu Wort.
Prof. Lepsius spricht jedem wissenschaftlich arbeitenden Menschen aus dem Herzen. Wie tief die Empörung sitzt, ist ihm deutlich anzumerken, und der Professor erklärt auch genau, warum die Causa (nicht nur) aus wissenschaftlicher Sicht so empörend ist.
Was der Hausminister der BILD - ich hatte zuerst Hausmeister gelesen - getan hat, ist nur vergleichbar mit dem Brechen der Schweigepflicht oder des Beichtgeheimnisses von Ärzten und Geistlichen aus Gründen der persönlichen Vorteilsnahme. Schweigepflicht und Beichtgeheimnis funktionieren nur, weil sich seit Jahrhunderten die entsprechenden Amtsträger bzw. Berufsausübenden streng daran halten und Vergehen entsprechend streng geahndet werden. Nur so ist das Vertrauen der Menschen zu gewährleisten, die sich an einen Arzt oder einen Geistlichen wenden.
In der Institution Wissenschaft funktioniert das wissenschaftliche Arbeiten ebenfalls nur auf diesem hohen Niveau des gegenseitigen Vertrauens. Würden Ärzte oder Geistliche ihre Schweigepflicht nicht ernstnehmen, würden sie sich die Grundlage ihrer Arbeit zerstören und wären schlichtweg nicht mehr arbeitsfähig. Für das wissenschaftliche Arbeiten gilt das gleiche. Guttenberg schleift mit seinem Verhalten die Institution Wissenschaft und ist deshalb auch als Minister untragbar.
Vielen Dank Herr Prof. Lepsius, daß Sie das einmal klar und deutlich und auch mit der entsprechenden Empörung ausgesprochen haben.
Es ist schön, sich nicht alleine zu fühlen mit den eigenen Ansprüchen an das wissenschaftliche Arbeiten und zu erleben, daß es noch Gleichgesinnte gibt in diesem Lande, auch wenn viele das Verhalten des Hausmeisters der BILD für einen läßlichen Lapsus halten, wie etwa der Chefredakteur der ZEIT, der damit wiederum nur deutlich macht: die Medien sind bereits Teil des ganzen Problems. Diskreditiert hat sich neben Frau Merkel auch Frau Schavan. Was diese als Wissenschaftsministerin von sich gegeben hat, ist ebenfalls wieder nur empörend.
Ein Positives hat das Ganze immerhin. Wenn so danebengegriffen wird auf Seiten der Regierungsparteien, ist das nur ein Zeichen für die Schwäche dieser Koalition. Das läßt hoffen. Ansonsten erwarte ich den Rücktritt des Hausmeisters im Verlaufe der nächsten Woche.
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Gut finde ich an dem Interview, dass Herr Lepsius auch sehr deutlich als Bürger gesprochen hat – und das überaus besorgt:
„Wie kann jemand tun und nicht wissen was er tut.... Woher kommt die Fehleinschätzung dieses Ministers über sein Handeln? Mich würde die Einschätzung eines Psychologen interessieren, was er zu so einem Fall von Wirklichkeitsverdrängung meint. Entscheidend ist doch seine Wahrnehmung von dem, was er getan hat und die divergiert von dem, was er objektiv getan hat. Das ist die politische Dimension... Wenn er in diesem Fall nicht wusste, was er tut, weiß er es denn in anderen Fällen?“ Dank auch von mir an Herrn Lepsius. |
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„Auch kritisierte Fischer-Lescano Guttenberg scharf: „Er hat systematisch verschleiert, plagiiert und getäuscht. Den Vorsatz kann man bei diesem intellektuellen Betrug dann im Grunde nur noch dadurch verneinen, dass man den Autor für unzurechnungsfähig erklärt.“ Quelle
Ich halte Guttenberg nicht für unzurechnungsfähig – also muss ich ihn für einen Betrüger halten. Und Betrüger als Minister und Abgeordneter geht nicht. |
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schrieb am
27.02.2011 um 04:46
>>Und Betrüger als Minister und Abgeordneter geht nicht.<<
Hmm, wäre ein Staat in dem das nicht mehr ginge noch der gleiche Staat? :-) |
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Ich finde auch sehr schön, wie der Professor den politischen Knackpunkt dabei herausarbeitet. Frau Merkel samt Regierungsparteien halten einen systematischen Betrüger bzw. einen Menschen mit mangelnder Urteilsfähigkeit für einen geeigneten Minister. Genau darin liegt der eigentliche Skandal.
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Hier nochmal die Geschichte von Anfang an:
interessant die Haltung der Uni Bayreuth und Guttenbergs Doktorvater unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe. und dann die Reaktion der selben Uni eine Woche später durch den Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater, dem Staatsrechtler Lepsius von der selben Universität: Die Collage von Plagiaten eines dreisten Betrügers wurde bekanntlich von der selben Uni bis vor 1 Woche noch mit höchsten Lorbeeren geschmückt. Auch hier wäre mal eine Nachfrage angebracht. |
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Danke! Ich freue mich über jede weitere Info in dem Zusammenhang, da mir im Moment für eigene Recherche jegliche Zeit fehlt.
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na na, JustinTime
der doktorvater, zumal der emeritierte, ist nicht DIE uni! DIE uni hat bei bekanntwerden gesagt: wir prüfen und erst mal den angeschuldigten zu einer stellungnahme aufgefordert der dachte dann, er könne das ganze verfahren durch freiwillige rückgabe aushebeln (sich zum herrn des verfahrens machen, um es genau zu sagen) - und muß nun feststellen, dass er - den doktor los ist - die uni weiter prüft - er da mutmaßlich noch mehr zu erwarten hat als nur den spott |
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An den Doktorvater hat ja keiner so richtig einen Gedanken verschwendet bisher. Der Mann ist doch noch deutlich mehr erledigt als Guttenberg selbst. Er ist derjenige, dem es als Erster hätte auffallen müssen. Die Schmach ist umso schlimmer, als doch jetzt mal angenommen wird, dass das nicht die einzige Arbeit dieser Art war.
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schrieb am
27.02.2011 um 17:39
zum doktorvater siehe hier:
www.sueddeutsche.de/karriere/peter-haeberle-guttenbergs-verzweifelter-doktorvater-1.1065414 der is fertig mit der welt...tja so kanns gehen, wenn man auf "ölige gestelztheit" (NZZ) reinfällt. |
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"Frau Merkel samt Regierungsparteien halten einen systematischen Betrüger bzw. einen Menschen mit mangelnder Urteilsfähigkeit für einen geeigneten Minister. Genau darin liegt der eigentliche Skandal."
D'accordo! Wenngleich Redlichkeit wie auch Ehrlichkeit mir Tugenden zu sein scheinen, die realiter in unseren Parlamenten und im politischen Alltag des Ringens um die jeweilige Meinungsführerschaft - die meisten europäischen Staaten haben sich meines Erachtens doch sehr oder sogar zu weit in Richtung Enquete-, Meinungsumfragen-, Medien- und Marketingdemokratie entwickelt - sozusagen kein besondere Fähigkeit oder Vermögen darstellen... mit besten Grüßen aus dem Norden Giuseppe |
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schrieb am
05.03.2011 um 10:16
Abiturzeitung 1991:
"Karl hätte neben seiner echten freiherrlichen Würde ohne weiteres zum Ausredenbaron gekürt werden können. Dem aufmerksamen Leser seiner jeweiligen Entschuldigungsgründe müßte daher aufgefallen sein, daß zum Beispiel seine Mutter innerhalb von zwei Monaten etwa fünf Kinder bekam." Wahrscheinlich unbewußt! |
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Ich hoffe, der Hausmeister lässt sich ein wenig Zeit mit dem Rücktritt. ZuGutti wäre im Bundestagswahlkampf 2013 ein Kracher für alle irgendwie Linken.
Schon jetzt ist er Merkels Dilemma. Der Makel eines Täuschers, Lügners, Betrügers haftet auch an ihr. Wer heute schon belegen kann, dass ein Ghostwriter die Dissertation verfasste, sollte sich ein wenig zähmen. Und warten bis Mitte 2013. |
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Mal sehen, wie ihre Teflonbeschichtung sich da hält.
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@weinsztein
"Wer heute schon belegen kann, dass ein Ghostwriter die Dissertation verfasste, sollte sich ein wenig zähmen. Und warten bis Mitte 2013." Er hatte keinen Ghostwriter. Das war ein Autorenkollektiv aus Oggersheim. Die haben da Erfahrung. |
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Merkel selbst müsste nun eigentlich zurücktreten. Wer sich so hinter einen Betrüger und Lügner stellt, ist selbst untragbar. Hmm... Wie war das nochmal mit Schäuble damals...?
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schrieb am
28.02.2011 um 13:38
Sie müsste nicht nur selbst zurücktreten, sondern auch die Bildungsministerin mitnehmen... was ist das für eine Bildungsministerin, die solche Vorgänge toleriert? Und gleichzeitig Druck auf Studenten und Wissenschaftlern ausübt mit allen bescheuerten Reformen, Studiengebühren und Exzellenzinitiativen? Als ob man es nicht um kreativen, intelligenten und motivierten Menschen geht, sondern um Bären im Zirkus, die man erst durch Druck und Dressur zu etwas bringen kann?
Aber klar, Herrn Guttenberg betrifft es nicht, da muss man sich "die Vorurteile" sparen... Am besten ist es aber, sich so eine Regierung zu sparen. |
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Huhu Titta!!! :-)
Dann haben wir endlich den neuen Namen samt richtigem Beruf: Gutti Frutti, der Hausmeister. |
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Ich kann's noch nicht so locker nehmen, momentan jedenfalls.
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Ich finde das Auftreten von Herrn Prof, Lepsius sehr mutig. Er ist der erste Wissenschaftler an dieser Universität, der die Wahrheit sagt. Alle anderen verstecken sich noch hinter ihm. Ich hoffe nicht, in diesem Staat ist alles möglich, dass dieser Mann durch einflussreiche Leute keine Schwierigkeiten bekommt.
Herr Prof, Lepsius muss das auch tun, denn wer möchte denn schon an einer Universität studieren wo der Verdacht besteht, dass man hier betrügen kann. Guttenberg hat trotzdem das Ansehen dieser Universität schwer geschädigt. Eigentlich sollte sich jetzt der Staatsanwalt mit dieser Sache beschäftigen. Was hier passiert ist ist so ungeheuerlich, dass man eigentlich einen Psychologen mit hinzuziehen müßte. Der Fall Guttenberg ist jetzt zu einem Fall Merkel geworden. Merkel hat bewiesen, dass sie hinsichtlich ihrer Machtgelüste, sämtlichen Anstand über Bord wirft. Sie stellt sich schützend vor einen Betrüger, ein unerhörter und widerlicher Vorgang. Eigentlich sollte Merkel sofort zurück treten. |
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Genau, eigentlich gehört Frau Merkel zurückgetreten.
Man kann nur hoffen, daß viele durch das Statement des Professors nun endlich einmal aufwachen. Und daß dem Wissenschaftler dadurch keine Schwierigkeiten erwachsen. |
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Merkel steht schützend vor vielerlei - darf man daran erinnern, dass der Bundesfinanzminister in Sachen krumme Dinge auch kein unbeschriebenes Blatt ist?
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Ja, auch ich bin Herrn Prof. Lepsius wirklich dankbar für die deutlichen, unseren exdoktoralen BILDungs-Minister betreffenden Worte!
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Dem Prof. gehören eigentlich Dankmails geschrieben, denn das, was er ausspricht, ist das, was jedem, der wissenschaftlich arbeitet, seit Bekanntwerden des Falls dazu nur einfallen kann.
Dem Prof. fehlen an mancher Stelle sogar sichtbar die Worte, so ungeheuerlich ist die ganze Causa eigentlich. Nur wem außer eben wissenschaftlich arbeitenden Menschen ist das in der ganzen Tragweite eigentlich bewußt? Und darum ist es gut, daß diese sich jetzt endlich zu Wort melden, und eben nicht mehr der Politik und den Medien alleine den Fall und dessen Bewertung überlassen. |
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"Es hat gedauert, aber endlich meldet sich die Institution Wissenschaft zu Wort."
Die mussten ja auch erst prüfen, wenn sie seriös sein wollen. Immerhin nicht erst nach den biblischen sieben Jahren, die das Erstellen der Doktorarbeit gedauert hat. Das ist doch schon was. Anette Schavan - was hat die denn noch zu sagen? |
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Man kann noch hinzufügen: vor dem 2. Examen kneifen, sich aber einen Doktortitel anschaffen wollen .... jeder Volljurist, der sich durch die gesamte Ausbildung geplagt hat, kann da nur mit den Zähnen knirschen.
Schavan - ich wünschte, sie wäre endlich still. Möge der Gutte sie mit in den Abgrund reißen! Das wäre mir das Theater wirklich wert gewesen. |
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Geprüft werden ja wohl inzwischen auch die Doktorarbeiten von Gysi und anderen aus der Linksfraktion. Weiß einer etwas mehr davon? (Ich komme leider momentan von meinem Schreibtisch so gut wie gar nicht mehr weg.) Angeblich soll ja auch die Bundestagsfraktion der Linken dafür gesorgt haben, daß die Doktorarbeit des Hausmeisters näher beleuchtet wurde. Was ist an den Gerüchten dran?
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Doktortitel ohne 2. Examen. Ich wußte bisher gar nicht, daß das geht. Bzw. ich kenne es nur so, daß dann die Doktorarbeit eben schon vor dem 2. Examen fertig ist.
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schrieb am
27.02.2011 um 15:31
@Magda
Annette Schavan über Problembaron der Nation: www.merkur-online.de/nachrichten/politik/bildungsministerin-verteidigt-guttenberg-1128725.html und auch (der letzte Absatz): www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E8ED074C0D22D4CA69144A6837E68C827~ATpl~Ecommon~Sspezial.html |
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schrieb am
27.02.2011 um 15:34
www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E8ED074C0D22D4CA69144A6837E68C827~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
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schrieb am
27.02.2011 um 15:40
Also, das verstehe ich jetzt nicht mit dem Link...
Na ja, dann eben kopieren und im neuen Tab eingeben... sonst weiß ich nicht. |
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@Titta: geht, da für den akademischen Teil der Juristerei nur das 1. Examen relevant ist. Aber kein 2. Examen zu machen, hat für mich halt schon so ein Gerüchle, auch wenn der Herr von und zu argumentieren würde, er hätte ja nie beabsichtigt, einen juristischen Beruf auszuüben, es also nicht benötigt.
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schrieb am
27.02.2011 um 15:49
Ich meine, das ist echt der Hammer, welche Auftritte die Bildungsministerin in diesem Land glaubt, sich leisten zu dürfen...
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schrieb am
27.02.2011 um 15:55
@JustinTime
Danke schön! |
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@Magda
"Anette Schavan - was hat die denn noch zu sagen?" Wieso noch? Es ist gar nicht so schlimm, wie es aussieht. Es ist viel schlimmer! |
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schrieb am
27.02.2011 um 16:09
Exakt.
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@ Krem-Browning schrieb am 27.02.2011 um 15:40
"Also, das verstehe ich jetzt nicht mit dem Link..." Es liegt an der Tilde "~" im Link hinter "Doc". Sobald die Tilde im Link auftritt wird der Rest der URL von der Blogsoftware nicht mehr als Link in HTML kodiert. |
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schrieb am
28.02.2011 um 23:48
Ich finde es höchst symbolisch, dass der Link gerade nach dem "Doc" anfängt zu klemmen...
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Was heißt "Danke, Prof. Lepsius" ?
Das war ja wohl das mindeste, was man nun endlich erwarten konnte! @magda "Anette Schavan - was hat die denn noch zu sagen?" Genau - was hat die denn noch zu sagen! |
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Stimmt auch wieder. Man wird einfach zu anspruchslos als Staatsbürger durch die herrschende Politik.
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Und nun muß ich mich leider wieder abmelden. Mein Schreibtisch ruft. Auch wenn's noch einiges dazu zu sagen gäbe. Aber ist schon interessant, die ganze Causa. Der Strahleminister, der allein durch sich selbst zu Fall kommt. Und das enttäuschte Wahlvolk, das offenkundig nicht ertragen kann, den eigenen Wunschvorstellungen erlegen zu sein. Ein klassisches Drama. Eigentlich müßte im literarischen Fundus schon Passendes dazu vorhanden sein. Ich tippe mal auf Shakespeare.
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Durch das stillschweigende Dulden des Hochstaplers zu Guttenberg macht sich die gesamte CDU/CSU zu Mitschuldigen.
Insbesondere gibt die CDU ihren Anspruch auf, die Partei der bürgerlichen Mitte zu sein, denn Betrug á lá Guttenberg gehört nach meinem Wissensstand (noch?) nicht zu den hochgelobten bürgerlichen Werten bzw. Wertvorstellungen, denen sich diese Partei ja verpflichtet fühlt. Gut, man könnte sagen, eine Partei, die einen Geldverschieber Schäuble zum Finanzminister macht, hat ihre diesbezüglichen moralisch/ethischen Bedenken schon seit längerem weggeräumt. Besser wird das Verhalten der Kanzlerin in Sachen Guttenberg dadurch allerdings nicht. Die Äusserungen von Prof. Lepsius sind an Klarheit, Einfachheit und Richtigkeit nicht zu verbessern. Er hat Recht. |
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Mit Guttenbergs Verhalten wird die Lüge ministrabel und obendrein politisch legitimiert. Das ist das hüpfende Komma oder der springende Punkt.
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Ich finde das auch alles sehr o.k., was Lepsius da sagt. Abgesehen von seinen Äußerungen zur Uni Bayreuth, die er natürlich in Schutz nimmt. Dass Plagiatoren wie Gutti grundsätzlich keine Chance hätten, weil die Unis ja so streng prüfen würden, stimmt so offensichtlich nicht. Sonst wäre Guttis Betrug viel früher aufgefallen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Interviewer mal fragt, wie es denn sein konnte, dass so eine Arbeit mit "summa cum laude" bewertet wird.
Irgendwie kommt es so rüber, als sei der Fall des Gelbarons ein bedauerlicher Einzelfall. Was ich nicht glaube. Mich fragte vor ein paar Jahren mal ein Freund, dessen akademische Karriere nur ein paar Semester währte, warum ich nicht einfach mal promovieren würde. Ein gemeinsamer Bekannter habe das in einem halben Jahr (in Jura) geschafft. Meine Reaktion: aber sicher nicht ohne Ghostwriter. Andere Geschichte: Ein anderer Bekannter von mir hat erst vor kurzem eine Zusatzausbildung an einer privaten Hochschule abgeschlossen. Seine Abschlussarbeit hat er schon selbst geschrieben, ohne abzupinnen. Nur hat er vorher Rat zu einigen Punkten eingeholt, bei denen er unsicher war. Auf seine Anfrage meldete sich u.a. ein Experte, der selbst an der betreffenden Hochschule doziert und für ca. 100 Euro/h Telefonberatung anbietet. Und das sind alles keine Einzelfälle. Siehe z.B. hier: www.wiwo.de/management-erfolg/doktortitel-gegen-bestechungsgeld-406613/ Ist ja auch kein Wunder. Wer als Privatdozent gratis arbeitet und sich nicht von den Eltern oder dem Partner durchfüttern lassen kann, muss eben nach alternativen Einnahmequellen suchen. Da wird man schon mal leicht schwach. Was aber nicht heißt, dass viele Professoren, die nicht am Hungertuch nagen, sich nicht auch gerne prostituieren würden, um noch mehr zu verdienen. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass Leistung generell immer mehr entwertet wird und, wie auch bei Gutti, die "Netzwerke" in Kombination mit Skrupellosigkeit über das persönliche Vorankommen entscheiden. Das haben inzwischen die meisten begriffen und deshalb ist Gutti auch so beliebt. Er gilt als clever und gerissen, einer "wie du und ich", so ähnlich wie Berlusconi in Italien. Insofern scheint mir die ganze Affäre ein guter Indikator für den Wandel gesellschaftlicher Wertvorstellungen. |
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ja sicher nimmt Lepsius seine uni erst mal in schutz!
kann ich ihm auch nicht verdenken allerdings dürften ein paar herbe fragen an den emeritus Häberle und den zweitgutachter unterwegs sein oder meinst du, eine fakultät läßt sich gern von zwei ihren früher- oder noch-mit-glied(er) vorführen? ansonsten könnten wir besser weiter reden über - Bologna - strukturreform der bundeswehr |
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schrieb am
27.02.2011 um 16:09
Ich schrieb ja: "natürlich". Der Interviewer hätte aber ruhig mal nachbohren können. Aber immerhin, dass der BR überhaupt kritisch über Gutti berichtet, ist doch schon anerkennenswert. :)
Was die Strukturreform der Bundeswehr mit dem ganzen Thema zu tun haben soll, erschließt sich mir leider nicht. |
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schrieb am
27.02.2011 um 16:50
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och, mit dem thema der mißgeratenen diss hat diese strukturreform schon zu tun - wenn du dir mal angucken möchtest, was Michael Jäger dazu schreibt und dann an kommentaren dazu zusammengekommen ist - und wenn du dir anhörst, was Guttenberg dazu letztens vor dem BT sagte und nicht sagte
www.youtube.com/watch?v=81-S_wIG6Q8&feature=related im übrigen finde ich es beachtlich, dass Lepsius in einem laufenden verfahren überhaupt ein interview gegeben hat - kol ha'kavot! |
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So wird dann zu guter Letzt aus Guttenberg doch der Googleberg und aus Lapsus der Lepsius.
Mich selbst hat am meisten gestört, dass durch den politisch sauberen Senkrechtstarter das Unrecht zum verzeihlichen Fehltritt und der kategorische Imperativ zum kategorischen Intuitiv verkommt. Jaja. Die Welt ist schlecht - aber doch nur, weil ich ein Teil davon bin! |
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schrieb am
27.02.2011 um 16:05
"der kategorische Imperativ zum kategorischen Intuitiv verkommt"
...zum kategorische Infantiv. Es ist total infantil, was sich die Politik in dieser Angelegenheit leistet. In erster Linie natürlich Herr Gutenberg, aber nicht nur... |
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Ich wollte erst Infinitiv schreiben, aber das passt nicht. Intuitiv schien mir insofern passend, weil da das "schaun-mer-mal-wie-weit-wir-mit-der-letzten-Aussage-jetzt-kommen" am ehesten zur Geltung kommt.
Gutenberg hat den Buchdruck erfunden, den lassen wir mal in Frieden drucken. :-) Der adelige Hallodri heißt Guttenberg und obendrein noch "zu". Das klingt zielgerichtet. |
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schrieb am
27.02.2011 um 16:31
Einspruch... "schaun-mer-mal-wie-weit-wir-mit-der-letzten-Aussage-jetzt-kommen" wäre dann eben Emparativ (von "empirisch") :))))
Okay, lassen wie den Gutenberg in Frieden. Er war ein kluger Mann. Allerdings haben Gutenberg und Guttenberg doch etwas Gemeinsames und zwar: Ohne die beiden wäre die Welt viel langweiliger... |
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Danke für diesen Beitrag und Dank an Herr Lepsius.
A) Wer 1) an mehr als 100 unbestreitbaren Stellen (die wenigen, bei denen man ein Auge zudrücken könnte, lasse ich außen vor) Quellenangaben auslässt, die sich teils auf umfangreiche und herausgehobene Texte beziehen, 2) Zitate verändert in einer Weise, die nach a) akademischer Erfahrung und b) gegenwärtiger Rechtsprechung in aller Regel als Indiz einer Verschleierungsabsicht gilt, dessen Fall ist rein sachlich klar. B) „Unbewusst“ gehandelt zu haben, wirft Fragen auf. 1) Wenn „unbewusst“ bedeutet, dass die Regeln des Zitierens nicht bekannt waren, hätte er niemals zur Dissertation zugelassen werden dürfen. 2) Wenn „unbewusst“ bedeutet, dass die Quellenangaben durch Versehen ausgelassen wurden oder verlorengingen, stellt sich die Frage, warum so etwas nicht auffiel. Einem solchen Maximal-Schlampinisten sollte man offenbar keine irgendwie geartete Aufgabe übertragen, auch nicht die relativ übersichtliche eines Müllfahrers, denn es könnten ja ebenfalls Tonnen unbewusst verloren gehen. Sollte das Nichtauffallen darin begründet gewesen sein, in reiner Unschuld fremde Texte als etwas zu betrachten, was nach Gusto der eigenen Person angehört, so stellt sich die Frage nach der herrschaftlichen Persönlichkeitsstruktur. Für eine derartige Struktur gibt es klinische Ausdrücke, welche den Ausnahmezustand im Vergleich zur bürgerlichen Normalität beschreiben. C) So klar die Sachlage ist, so sehr würde ich vor allzu großem Optimismus in Hinsicht auf die Konsequenzen warnen. 1. Man muss die Worte der Bundessekretärin, die Kommission sei den Vorgaben seitens Herrn zu G. gefolgt, nicht alleine als Manöver werten, den Anschein von Handlungshoheit zu wahren. Die Kommission ist tatsächlich im Wesentlichen gefolgt, indem sie allein die sachlichen Fehler zur Basis nahm und auf eine Bewertung trotz der enormen Evidenz verzichtete. 2. Dass die Prüfung einer Täuschungsabsicht längere Zeit benötige, ist im vorliegenden Fall nicht einsichtig. Man kann jedoch mit guten Gründen vermuten, dass die Partei die Entscheidung einer eng mit ihr verbundenen Universität auf die Zeit nach den Wahlen verschieben möchte. 3. Ungeachtet der Tatsache, dass Teile der Bevölkerung auf dem italienischen Weg bereits weit vorangeschritten zu sein scheinen, liegt es im Interesse der Partei, dass man Herrn zu G. nicht öffentlich und ungestraft als Betrüger bezeichnen darf. Seine Auslassungen in Hinsicht auf multiple Auslastung bzw. Überlastung, eine damit einhergehende Unbewusstheit, und die Möglichkeit, wegen übler Nachrede zu klagen, könnte man ebenfalls als Vorgabe ansehen. 4. Wer sich sehr sicher fühlt, sollte folgenden Text überdenken. Es geht nicht darum, ob die Argumentation für klar denkende Menschen absurd ist (diese Maßstäbe sind ja bereits teilweise außer Kraft gesetzt), sondern darum, ob ein solches Produkt einer bestimmten Klientel verkauft werden kann. „Nach eingehender Prüfung der Sachlage kam die Kommission zu folgenden Schlüssen. Die umfänglichen Auslassungen von Quellenangaben stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen elementare Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens dar. Ferner gelten gemeinhin kleinere Veränderungen in undeklariert aufgenommenen Texten als Hinweis auf die Absicht einer Täuschung. Die gängige Rechtsprechung wertet beide Tatsachen zusammengenommen als Indizien eines schwerwiegenden, mit System vorgenommenen Betruges. Allerdings setzt dieser Schluss voraus, dass Lebensumfeld und Beanspruchung der betreffenden Person sich im normalen Rahmen bewegen. Herr zu G. allerdings war zur Zeit der Verfassung und Abgabe seiner Arbeit durch vielfältige Aufgaben und Pflichten in höchstem Maße belastet. Seine berufliche Tätigkeit beinhaltete auch, sich stetig mit Themen analog denen seiner Doktorarbeit auseinanderzusetzen; dies ist beispielsweise in den Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages evident. .................. Daher ist es denkbar, dass Herrn zu G. bei der Arbeit an Texten nicht immer bewusst war, woher diese stammten und wohin sie gehörten, auch wenn dies im gegebenen Umfang unwahrscheinlich ist. ................... In der Abwägung aller Gründe stellt die Kommission fest, dass zwar alle Indizien für eine betrügerische Absicht sprechen, diese jedoch nicht mit letzter Sicherheit zu belegen ist.“ Den Rest machen dann die Verbündeten des Bild-Ministers fürs Unbewusste, um ihn zu fördern, hingegen die anderen zu fordern. |
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Hey, Müllfahrer ist ein gar nicht so simpler Beruf! Und auf jeden Fall anstrengender als alles, was Gutti in seinem Leben bisher so gemacht hat...
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schrieb am
28.02.2011 um 06:43
Mir lag es ferne, Müllfahrer herabzusetzen, die Betonung lag auf "relativ übersichtlich", was die Zahl der Tonnen an einem Haus anbelangt. Angesichts der Vielzahl von Häusern vieler Straßen müssten die Tonnen jedoch mit Quellenangaben beschriftet sein, damit sie nicht unbewusst abhanden oder durcheinander kommen.
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Bemerkenswert auch, daß unser "Wulfferl" zu dem ganzen Thema die Schnauze hält. Aber höchstwahrscheinlich wird da grade wieder an einer Rede gefeilt, unverbindlich bis zur Unkenntlichkeit und gehalten an einem völlig unverbindlichen Ort zu einer unverbindlichen Zeit.
Der höchstwahrscheinliche Grundtenor: "alles verstehen heisst alles verzeihen"... |
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Ach ja! Wir haben ja einen Bundespräsidenten!
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Was? Seit wann? Oder: wieder? :-O
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schrieb am
28.02.2011 um 09:48
Was ist Bundespräsident?
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Präsident der Bunten ist ein Buntenpräsident.
Die Bundeszeitung heißt jetzt BILD. Der Wolf macht Gold Fischli. Die Republik spricht von präsidialer Sprachlosigkeit und galoppierender Friedenstaubheit. Wulff ist ein Wolf, der einem ein u für ein o vormacht und zu 90% aus warmer Luft besteht. *fffffffffffffffffffff* |
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schrieb am
28.02.2011 um 23:57
Für einen Wolf ist dieser Wulff zu gutt-dressiert.
Im Übrigen, Gero, sind Sie schon der zweite, der mich heute in dieser Community anfaucht (*fffffffffffffffffffff*)! Der erste hat es aber intern getan! |
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schrieb am
01.03.2011 um 00:04
Habe vergessen, ob wir uns siezen oder duzen... ZEIT-Gewohnheiten.
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@Krem-Browning
Das *ffffffffffffffffff* ist kein fauchen, sonder symbolisiert das Geräusch von entweichender warmer Luft. Alternativ ließe sich die präsidiale Sprachlosigkeit und das Absondern von Sprechblasen auch durch platzende Seifenblasen versinnbildlichen. Etwa so: *pip* *plip* *plop* plopip* *pöp* *pip* *piplip* *plop* |
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schrieb am
01.03.2011 um 10:21
(einigermaßen entgeistert):
...oh danke, Gero, jetzt weiß man Bescheid, wie es um die Dinge des Lebens herumsteht... |
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Grrrmm... mir wird gleich schlecht vom Lachen. ich gucke gerade "Bericht aus Berlin" im ARD.
MAPPUS REDET ÜBER GUTTENBERG - das ist Ereignis des Jahres!!!! Hochmütig von oben nach unten: "Herr Deppendorf, wenn ein Mensch ein Fehler macht - UND AUCH WENN POLITIKER EIN FEHLER MACHT - und Konsequenzen daraus zieht und sich entschuldigt, dann spricht es für ihn". Ohhh... köstlich. Bis jetzt hieß es in diesem Land: Bürger und Politiker. Zwei verschiedene Kasten (wobei Politiker wahrscheinlich ausgebürgert sind). Jetzt heißt es: MENSCHEN und POLITIKER. Kein Kommentar. Bravo, Herr Mappus! |
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Ich habe es auch gesehen. Mappus hatte einen Sprung in der Platte und seine Plattitüde bei Variation der Frage auch noch wiederholt. Unglaublich.
Dabei ist mir aufgegangen, dass der Titelträger Herr zu Guttenberg seinen Adelstitel nicht ruhen lassen kann; er kann ihm auch nicht aberkannt werden. Ach! Was uns wieder mal zeigt, dass ein durch harte Arbeit erworbener Titel deutlich weniger gilt als die guten Adelstitel, die in Deutschland seit 1919 durch die Weimarer Reichsverfassung abgeschafft mehr im Namen geführt werden. Diese Feinheiten sind es, die mir die Zornesröte bei den Ausführungen des eitlen Gockels ins Gesicht treibt. |
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Korrektur.
Aus: "Reichsverfassung abgeschafft mehr im Namen geführt werden." wird: "Reichsverfassung abgeschafft sind und fortan nicht mehr im Namen geführt werden." |
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@Titta
Hallo, danke für den Link. Interessantes Interview. Angemessene Reaktion von Prof. Lepsius. Kann auch Deine Empörung über den Fall Guttenberg gut verstehen. Geht mir auch so, auch wenn ich über Gutti-Witze lachen kann ,aber mir ist auch klar, dass das eigentlich nichts zum Lachen ist. Vermute aber , dass der Rücktritt von Gutti leider noch auf sich warten lassen wird, wenn er überhaupt kommt. MfG por |
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schrieb am
27.02.2011 um 21:07
Hallo, der Rücktritt wird kommen, aber erst nach dem 27.03.2011, denn
20.03.2011 Landtagswahl Sachsen-Anhalt 27.03.2011 " Baden-Württemberg " " Rheinland-Pfalz " Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen und Ortsbeiräte Hessen danach kann man ja mal die Wahlergebnisse auswerten. Und bis dahin darf -die causa Guttenberg-nicht in Vergessenheit geraten!!! |
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Na, scheißegal, wie oft wir hier in Berlin noch auf die Straße gehen nach dem zarten Anfang am Samstag, aber gehen wird er, mit Sicherheit!
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Haben wir nichts besseres zu tun? Nein! Ein Minister, der nicht weiß, was er tut, der ist eine Fehlbesetzung als Oberbefehlshaber,
ein Risiko geradezu! Was hat KT denn geleistet? Mir fällt nichts ein. Früher hätte das Familienoberhaupt, dem Adelssproß die Patrone gegeben. |
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schrieb am
27.02.2011 um 19:42
Nunu... das mit Patrone erwartet doch keiner. Es reicht schon voll und ganz, wenn er sich aus der Politik zurückzieht und Deutschland in Ruhe lässt. Was er ansonsten tut, bleibt ihm überlassen. Er hat Familie, Geld, kann wirtschaften, Kinder hochziehen... es gibt genug zu tun. Er darf nur nicht über die Wege des Landes und des Volkes entscheiden.
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Interessant ist auch noch, was Herr Böhmer und Frau Schavan nun verlauten lassen. Man ist ja im Milieu „christlicher“ Politik ebenso nachsichtig mit seinesgleichen wie unnachsichtig mit anderen.
1) Die „Plagiate“, „vergessenen Fußnoten“ usw. sind ja nur ein Aspekt. Wäre das Opus nur als Buch veröffentlicht worden, wäre einzig dies von Belang. 2) Ein anderes ist es, dieses Opus zur Erreichung einer staatlich anerkannten und öffentlich angesehenen formalen Qualifikation zu verwenden und mit Bestnote bewerten zu lassen. Im Fall 1) handelt es sich um Betrug bzw. Diebstahl, aber man kann ja immer noch argumentieren, dass in der Gesamtschau eine brauchbare Kompilation herausgekommen ist, die sogar inhaltlich neuartige Ausblicke eröffnen könnte. Die Aspekte des Urheberrechts lassen sich im Prinzip in einer Neuauflage bereinigen, ohne dass der Inhalt als solcher tangiert ist. Im Fall 2) gibt es nicht zu bereinigen. Es handelt sich um eine Titelerschleichung, und bei dieser Erschleichung geht es um den Titel, nicht das Werk. Die Erschleichung erfolgte entweder a) bewusst oder b) unbewusst. Im Fall b) entweder b1) durch einen Ghostwriter, der den Auftraggeber im Unklaren ließ, oder b2) angesichts des Umfangs in einem geistigen Zustand, welcher der Intervention durch einen erfahrenen Psychologen oder Facharzt bedürftig gewesen wäre. Es ist bezeichnend, wenn seitens obigen C-Personals auf 1) abgezielt wird oder, sofern auch auf 2), auf die Universität, ganz so, als ob im Falle, dass das Vorgehen des Herrn zu G. rechtzeitig entdeckt worden wäre, der Versuch weniger harmlos gewesen wäre. Die Promotionskommission als Elementar-Erziehererin eines Kanzlerprinzen, eine durchaus erheiternde Facette. |
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schrieb am
27.02.2011 um 20:15
korrigiere: Zeile 2 von unten: es muss natürlich statt "weniger harmlos" "harmloser" heißen.
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liebe titta, danke für deinen dank und diesen strang.
dass parteien meistens parteiisch sind, dürfte bekannt sein. darum ists auch nichts besonderes, dass die kanzlerin und die regierenden allemal die "geölte Gestelztheit" verteidigen. welchen schaden sie dabei für ihren verein in kauf nehmen, möchte sich bei den künftigen wahlen zeigen. hochinteressant und brisant ist die kollision von politik und wissenschaft. das berliner ensemble (koalition) besteht auf dem primat der machtpolitik. macht und wahrheit/wissenschaftlichkeit vertragen sich nicht in diesem system. wir brauchen ein neues, in dem die wissenschaft(lichkeit) mehr bedeutet und mehr bewirkt. |
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Sehr geehrter Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg *)
bitte beenden Sie das unwürdige Gezerre um Ihren Doktortitel / Ministeramt / Deutschlands Zukunft. Kämpfen Sie um die Macht! Holen die Bundeswehr aus Afghanistan zurück und aus Dankbarkeit stürmen die glücklichen Soldaten den Reichs.., äh, Bundestag und Oberst d. R. Frank-Jürgen Weise ruft Sie nach dem Militärputsch zum 1. Millenium-Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation von Amerikas Gnaden**) aus, in der, nach einer gewissen Übergangszeit, die EU-Staaten angeschlossen werden***). Die deutsche Justiz bereitet im Schnelldurchgang die passenden Gesetze dazu (incl. Generalamnestie für alle begangenen und zuküftigen Straftaten und/oder Gesetzesvergehen auf Lebzeiten) die von IHNEN huldvoll angenommen werden. Die ersten elf Jahre könnten dann per Militär-Notverordnung o.ä.****) wesentlich einfacher durchregiert werden (z.B. Auflösung der Parteien und des Parlamentes, Kritiker und unwillige Ausländer in Umerziehungslager, Langzeitsarbeitslose an die Arbeitsfront zum Bau einer deutschen Autobahn Berlin-Moskau-Bombay, junge deutsche Frauen müssten nach dem Abitur mindestens fünf Kinder bekommen, etc.) Die meisten der Deutschen wollen jetzt endlich eine starke Hand spüren. Und wer nicht mitziehen will: Siehe oben!!! Die Heimatfront wäre stolz auf ihn und er wäre der beliebteste Deutsche der Welt! Oder? Bitte retten Sie Deutschland!!! *) Namenszitat Quelle:: Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg **) www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html & www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/632-das-guttenberg-dossier-teil-2.html ***) www.bertelsmannkritik.de/weltmacht.htm ****) www.studis-online.de/HoPo/art-1166-zivil_oder_militaer.php Ich erkläre hiermit eidesstattlich, dass die voran gesetzten Zitate nach besten Wissen und Gewissen von mir ausgesucht und verwendet wurden. Und selbst wenn es sich rausstellen sollte, das beim A400M*) ein bisschen geschummelt wurde: Es schafft Arbeitsplätze und überhaupt - Ihr seid ja nur neidisch auf unseren smarten Freiherrn... Außerdem seid ihr Meckerer in der Minderheit! *) www.ftd.de/unternehmen/industrie/:militaertransporter-airbus-verzweifelt-am-a400-m/50193243.html |
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Ein interessanter Artikel zu „Guttenbergs verzweifeltem Doktorvater“ Peter Häberle , der sich von Guttenberg zutiefst enttäuscht, von der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.
Ich vermute sein Nachfolger Prof. Lepsius kennt die Geschichte und ist daher so deutlich in seinem Interview geworden. Guttenberg ist ein Betrüger. Und er hat anscheinend das Vertrauen seines alten gutmütigen Doktorvaters aufs Schändlichste missbraucht. |
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@Fro...
...also, wenn die Einschätzung bzw. charakterliche Beschreibung des Mentors stimmt, dann ist er nicht nur ein Betrüger sondern auf persönlicher Ebene ein echtes... |
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Ich hatte auch erst "Hausmeister der Bild" gelesen und es treffend gefunden. Man muss Hausmeister von "so einem" deutlich in Schutz nehmen. Denn die sind redlich aufrecht etc.
Mir ist die tendenzielle Fassungslosigkeit von Prof. Lepsius auch aufgefallen. Aber was solls: der Plagiator wird sich hinter toten Soldaten verstecken wollen, seine Chefin wird ihn weiter als Ausnahmeminister "verhöhnen", ja und die Hofberichterstattung der Blödzeitung wird sich noch locker steigern. Die lassen sich den Einfluß auf die Politik doch nicht wegnehmen. Wenn es hoffentlich nicht wie in den 60er Jahren zugeht, da hatte die Springerhetze -allen voran das Schlachtschiff Bild- einen Rechtsradikalen so weit gebracht, dass er Rudi D. niederschoß. Progromstimmung? Vielleicht. |
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Interessante Außenansicht in der NZZ am Sonntag
www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/ein_deutscher_superstar_1.9696995.html |
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Danke für den Link!
Hat die Causa eigentlich schon im nicht Deutsch sprechenden Ausland ihre Kreise gezogen? Vielleicht weiß jemand da mehr als ich und kann auch die entsprechenden Links einstellen. Danke schon einmal im voraus! |
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Aftenposten, Norwegen.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. ![]() Und damit hat es sich fast. Er gibt zu, abgeschrieben zu haben, bleibt aber auf dem Posten des Verteidigungsministers. Seit dem 18. Februar ist es keine Meldung mehr wert. (Quelle) |
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Danke! Das ging ja schnell.
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schrieb am
28.02.2011 um 23:43
Hier sind ein paar Links aus Russland:
www.lenta.ru/lib/14201558/ www.germania-online.ru/politika/politika-detal/datum/2011/02/24/cu-guttenberg-zashchita-doktorskoi-reputacii.html www.dw-world.de/dw/article/0,,14877086,00.html Die meisten Informationen in Russland über den Fall Guttenberg mehr oder weniger neutral... einige tendieren allerdings dazu, Guttenberg und Merkel zu unterstützen. Na ja, nicht direkt unterstützen (wer würde schon sowas unterstützen?), sondern der Fall zu verharmlosen. Deutschland ist für Russland zu wichtig als Partner, man will die Verhältnisse nicht kaputt machen. Die Politiker/Medien in Russland sind in Bezug auf Guttenberg-Affäre einigermaßen irritiert, weil sie nicht wissen, wie die Sache ausgeht und wem sie jetzt im Vorfeld den Arsch ablecken müssen. |
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Den öffentlichen Ruf nach Psychologen halte ich, mit Verlaub, für nicht ganz ungefährlich, da dieser auf populistischer Ebene nur noch mehr emotional-stigmatisierende Effekte fördert. Ich möchte nun KTG nicht verteidigen, aber Attribute wie Unzurechnungsfähigkeit, Wahrnehmungsspaltung und dergleichen vermischen sich im populären Verständnis recht schnell mit alltagsbewährten Vorurteilen und Ausgrenzungsbestrebungen. Den Gefallen sollten wir der Causa nicht tun, ihren Protagonisten nicht bei voller Zurechnungsfähigkeit zu nehmen.
Interessant das Thema "Rückhalt", wie jener medial suggestiv mit einigem Erfolg in der Bevölkerung aktiviert worden zu sein scheint. Abgesehen vom erhöhten Bedarf an **rückhaltloser Aufklärung** frage ich mich, woraus sich Rückhalt in Bezug auf Guttenberg speisen könnte: Trotz - wird dann zur "ersten Bürgerpflicht", wenn sich Reste einer subversiven Attitüde (was mehr forderte das vorgehaltene Mikrofon heraus?) im eigentlichen Wortsinn Spiel-Raum verschaffen müssen. Warum also nicht ein wenig gegen die offensichtlich zur Disposition stehenden und eingeklagten Werte in Stellung gehen, wo doch Forderungen nach Konsequenzen und Sanktionen als deutlich weniger sexy gehandelt sind. Es geht also nicht mehr um politisch opportune Farbzuordnung, sondern gleich um den Angriff auf etwas so übergeordnetes wie Moral und Ethik. Hier fühlt sich Volkes gemeiner Stimmeninhaber (w/m) im einzelnen ohnehin überfordert bis angegangen, und was z. B. in den Werteschleudern "privater" Sendeanstalten oder großbuchstabiger Papier- und Farbenvernichter tagein tagaus in aller Gründlichkeit antrainiert wird, sucht vor laufenden Kameras seine Bewährung. Die Affäre Guttenberg als neue Spielart von Metapher für individuelles Schicksal, persönliche Unzulänglichkeit, widrigen Umstand, aus dem es "trotz"dem was zu machen, zu werden, zu behaupten gilt... somit basiert Volkes Rückhalt auf dem Prinzip selbst erteilter Absolution, was ja zu genüge aus politischen Verlautbarungskatalogen verinnerlicht ist. Schließlich möchte man sich ggf. selbst vor staatlichen Institutionen wie z. B. dem Finanzbeamten mit einigermaßen gestärktem Selbstbewusstsein aufbauen können: "Ich habe Fehler gemacht." Und wie eine schöne Weise schon lange geht, sind wir doch "... alle kleine Sünderlein, 's war immer so ..." - wenn gemeinsamer Nenner, warum nicht der kleinste, aufs Maul geschaut und in die Seele, des armen Nachbarn auch. "Gutti, Gorbi, Kathi, Franzi, Bobele..." Und immer schön im Bildi bei Becki, Willi, mei Britti, Maischi, Bohli, Lari, nicht zu vergessen, Fari. Es ändert sich also kaum etwas in der Grundwahrnehmung, es sei denn, dem gesunden Volksempfinden wäre eneut pomadiger Glanz, aufgefrischt von höheren Weihen, verliehen. In Zeiten, in denen politische Performance von Ministerämtern personell wie inhaltlich austauschbar ist, muss man für jeden Skandal dankbar sein, von dem aus sich wiederum das Einspuren in eigentliche politische Arbeit plakativ vermarkten, lässt. Ein weiteres Update von boxhorn.immunity wird das Leistungsspektrum politischer Beratung bereichern. Wir sind Gutti - the mother of invention... |
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schrieb am
28.02.2011 um 22:06
Statt des Kommas hinter 'vermarkten' sähe ich lieber ein Plural-'s' bei 'mother'.
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Prof. Lepsius gerade im Interview im Heute-Journal:
Er wendet sich ausdrücklich auch gegen das Verhalten von Frau Merkel in der Causa und hält einen Rücktritt des Hausmeisters für unerläßlich, bezeichnet dessen Verhalten als ehrlos. Ganz offenkundig nimmt er nichts von seinen bisherigen Aussagen und Einschätzungen zurück. |
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Ich versuche, das Interview mit passendem Link zu finden. Falls mir das nicht gelingen sollte, findet es vielleicht ja jemand anderes.
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Hier das Interview aus dem heute-Journal:
tinyurl.com/68yjy89 Leider fehlt mir in diesem Interview wiederum die "Sicht des Staatsbürgers" aus dem vorherigen Gespräch. KTG hat sich ja durch das bewusste Fälschen unmöglich für ein Amt als Volksvertreter gemacht, das eben besondere Integrität verlangt. Zudem hat er noch im Prozess des Aufdeckens fortlaufend gelogen. Zwar stückchenweise Eingeständnisse gemacht aber auch darin nur gelogen. Und zwar bis zum Schluß in der Fragerunde im Bundestag. Allein das reicht schon für den Rücktritt! |
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Danke! Ich hatte den Beitrag in der ZDF-Mediathek nämlich tatsächlich nicht gefunden. Derzeit kommt man nur leider nicht auf die Seite.
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Das Video mit dem Interview Prof. Lepsius ist nurmehr beim Rechteinhaber BR zu finden:
bit.ly/gdi6dK Der Link auf Youtube funktioniert nicht mehr: diepolitische.wordpress.com/2011/03/01/bayrerischer-rundfunk-lasst-guttenberg-videos-entfernen/ |
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Also, irgendwie scheine ich hier der einzige zu sein, der es merkwürdig findet, dass Lepsius sich in dieser Schärfe gegen Guttenberg richtet. Versteht mich nicht falsch, Guttenberg war fällig. Er könnte aber den Anfang vom Ende der an vielen Universitäten unsäglichen Vetternwirtschaft und erst recht Narrenfreiheit der hochverehrten Professoren sein.
Was Lepsius nämlich bei CDU / CSU kritisiert, betreibt er eiftig selbst: Als Krähe einer anderen kein Auge auszuhacken. Wem der Hauptteil seiner Breitseite hätte gebühren sollen, wird mit keinem Wort erwähnt: Sein Vorgänger, KTs Doktorvater. Dieser adelshörige Popanz erblödet sich nämlich nicht, einen "summa cum laude" zu verleihen an eine Doktorarbeit, die zu mindestens einem viertel nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht. Dies kann zweierlei bedeuten: Entweder, er ist inkompetent und trug den Titel "Koriphäe seines Bereichs" zu unrecht. Oder er hat die Arbeit schlicht nicht gelesen. Oder, es kann ja immer noch schlimmer kommen, er ist schlichtweg korrupt. Jedenfalls war der werte Herr auffallend ruhig und hat außer seiner Enttäuschung über KTs nichts weiter zu Ausdruck gebracht. Ich mag den Guttenberg genausowenig, wie 99 % der Freitagscommunity, die Umfragewerte für ihn lassen mir Deutschland als ein widerwärtiges Provinznest erscheinen. Aber dennoch: Zum Walzer gehören immer zwei. Wo jetzt Feuer und Schwert über KT herniedergegangen sind, sollte das gleiche jetzt für die Uni Bayreuth folgen. Würde mich nicht wundern, wenn so mancher Unterzeichner der Petition gegen KT ebenfalls nicht so ganz sauber gearbeitet hat. Wir werden es sehen. In dieser Sache steckt aber auch ein gehöriges Maß an Ironie, über das sicher kein Professor wird lachen können: Mehr noch als Guttenberg Vertreter einer Überkommenen Schicht ist, sind es Professoren und Universitäten. Unter dem Vorwand, für Forschung und Lehre frei von politischer Einmischung sein zu müssen, hat sich in diesem Reservat der Feudalismus erhalten: Ein Professor herrscht an seinem Fachbereich wie ein absolutist, kein anderer Prof. würde es wagen, sich einzumischen. Wer einmal die Arbeit einer Berufungskommission mitbekommen hat, der weiß: zu 90 % hat nicht der Beste und Fähigste die Professur erhalten. Wenn der Adel diese Form des Feudalismus platt zu machen geholfen haben wird, dann ist mir ein bisschen der Glauben an das deutsche System zurückgegeben. P.S.: Wäre man dem Adel nach dem 1. Weltkrieg nicht in den Hintern gekrochen, sondern wäre ihm standesgemäß an die Gurgel gegangen, hätten wir die causa KT gar nicht gehabt. |
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schrieb am
03.03.2011 um 22:45
@Calvin
"Was Lepsius nämlich bei CDU / CSU kritisiert, betreibt er eiftig selbst: Als Krähe einer anderen kein Auge auszuhacken. Wem der Hauptteil seiner Breitseite hätte gebühren sollen, wird mit keinem Wort erwähnt: Sein Vorgänger, KTs Doktorvater." Meine Rede. Ich glaube nicht, dass der Doktorvater die Arbeit gelesen hat. Der wusste doch schon vorher, dass Gutti summa cum laude bekommen wird. Erstaunlicherweise hat er sein Studium dagegen nur mit 3 abgeschlossen. Vermutlich war es wegen der Abschlussklausuren schwieriger zu mogeln. "Wer einmal die Arbeit einer Berufungskommission mitbekommen hat, der weiß: zu 90 % hat nicht der Beste und Fähigste die Professur erhalten." Glaube ich auch so. Die Vetternwirtschaft scheint in Deutschland weit extremer ausgeprägt zu sein als z.B. in den angelsächsischen Ländern. Zumindest erklärt das, warum die dt. Wissenschaft in vielen Fächern international bedeutungslos ist. |
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schrieb am
04.03.2011 um 16:26
@Calvin
Da schließe ich mich im vollen Umfang an. Ich habe übrigens die ganze Zeit darüber gedacht, seit Anfang an, als diese Sache mit dem Problembaron aufflog. Aber ich habe geschwiegen, weil ich der Meinung war, dass es nicht richtig wäre, wenn man die Kräfte der Bewegung zerstreut. Was hätte es gebracht, wenn man mitten im Causa Guttenberg anfängt was Anderes zu kritisieren (wenn auch zu Recht) und dadurch nur die Aufmerksamkeit ablenkt? Ich wollte, dass der Baron nicht einfach so davon kommt und weiter sein Unwesen treibt... das wäre total unfair dem Volk gegenüber und das hätte den Leuten den Mut genommen... so etwa nach dem Motto: Wir können ja sowieso nichts erreichen und die da oben tun, was sie wollen. Nun, jetzt ist die Sache Guttenberg zum logischen Ende geführt. Und das ist auch gut so. Wie schön es wäre, wenn man sich auch so intensiv und so erfolgreich mit den Missständen in den Universitäten/in der Wissenschaft auseinander setzen könnte... denn das, was Sie schreiben, ist wahr. Und dieses Problem ist ja viel wichtiger als der Fall Guttenberg... aber es ist auch tausend mal schwieriger zu lösen. Da helfen keine Massendemo oder so... und wer weiß, was da überhaupt helfen könnte. Ein/e kompetente/r und ehrliche/r Bildungsminister wäre für den Anfang gar nicht schlimm... die Sache ist nur, dass kompetente und ehrliche Minister in diesen korrupten Kabinett nicht eingebunden werden können bzw. keine Überlebenschancen da haben. |
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Noch kurz einen Kommentar zur Wichtigkeit von Fußnoten im wissenschaftlichen Arbeiten bzw. zur Kritik an den Kritikern des Hausmeisters:
Ohne Fußnoten läßt sich wissenschaftlich überhaupt nicht sinnvoll arbeiten. Wie sollte sonst dargestellt werden können, auf welches Wissen rekurriert wird und was dazu im Gegensatz die herausgearbeitete und damit neu gewonnene Erkenntnis ist, die dann wiederum im wissenschaftlichen Diskurs zu erörtern ist. Wenn durch die Copy-und-Paste-Technik eben dies verunmöglicht wird, wird wissenschaftliches Arbeiten unmöglich gemacht. Genau deshalb der Proteststurm aus der Wissenschaft. Wem die Grundlage seiner Arbeit entzogen wird, der wehrt sich. Nicht mehr und nicht weniger ist passiert. Den wissenschaftlichen ArbeiterInnen deshalb Überheblichkeit oder einen überholten Arbeits-/Verhaltens-Kodex zu unterstellen, ist daher unangemessen. Die Vetternwirtschaft in der Wissenschaftsszene ist eine andere Baustelle. Wenn die durch die ganze Causa Thema würde, kann das nur gut sein. |
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Der Kommentar bezog sich auf diesen Blogbeitrag:
www.freitag.de/community/blogs/peter-nowak/weg-mit-den-antiquierten-fussnotenregeln-#comment-237115 |
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@Titta
"Ohne Fußnoten läßt sich wissenschaftlich überhaupt nicht sinnvoll arbeiten. Wie sollte sonst dargestellt werden können, auf welches Wissen rekurriert wird und was dazu im Gegensatz die herausgearbeitete und damit neu gewonnene Erkenntnis ist, die dann (!!!) wiederum im wissenschaftlichen Diskurs zu erörtern ist. (!!!)" Natürlich! Du sprichst hier endlich auch die intersubjektive Überprüfung an, die meines Erachtens nach bezogen Wissenschaftlichkeit bzw. wischenschaftliches Arbeiten wichtiger ist als die Urheberschaft! |
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...bezogen auf Wissenschaftlichkeit...
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Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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