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Blog für die LyrikFreundInnen der FC
Alle LiebhaberInnen des mehr oder weniger gereimten Wortes können mittels Kommentarfunktion ein oder auch mehrere Gedichte einstellen.
Viel Spaß!
(Motto Dezember - ähm - genau: Advent, Winteranfang, Schnee, Eis, Kälte, lästige Erkältung - gerade ganz schlimm - Weihnachten, Silvester, gähn, warme Wannenbäder, heißer Glühwein, Konsumterror im Namen des Friedens auf Erden. Und was wünscht man sich überhaupt, wenn man schon alles hat? Also: Wünsche, die nicht mittels Geld erfüllbar sind. - Naja, euch fällt sowieso bestimmt wieder etwas ganz anderes dazu ein.)
www.freitag.de/community/blogs/titta/gedicht-des-monats---november
www.freitag.de/community/blogs/titta/ein-gedicht
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Dear Buddha,
Please Sent me a Pony, A Plastic rocket, A pain applizier and a Cat fur... |
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Zum Dezember ist mir der Zweizeiler eines Menschen aus der Neuen Frankfurter Schule (Arnold Hau?) in Erinnerung geblieben:
"Wird es erst Dezember bald, wird auch dem wärmsten Bauern kalt." |
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schrieb am
30.11.2010 um 21:23
Klawender (auch: Rumpel)
Der Dezember sägt die Kälte, in 2010 durch Oliver Welke. Warm kommt die GEZ-Gebühr: sie erst öffnet die Adventstür! |
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Wenn der welke Tannenbaum
ruhet an des Waldes Saum, dann ist auch dem Bauern klar, dass dies der Dezember war. |
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schrieb am
30.11.2010 um 22:02
Baumberge weiß!
Dezember! Son Scheiß! |
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@koslowski 21:32
Der Text geht zurück auf ein Gedicht des westwestfälischen Dadaisten MinusR, bei dem es heißt: "Wenn de-r welke Tannenbaum e-rschöpft liegt an des Waldes Saum und schwe-r von Weihnachtsgänsen t-räumt, dann gehe in dich, liebe-r F-reund, und denk nach all den fetten Tagen an die, die in der K-rippe lagen. |
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schrieb am
30.11.2010 um 22:33
MinusR verfaßte im Dezember ein Gedicht ohne -r:
An die Bank An die Bank sollst Du nicht zahlen. Andie Bank ist nicht von Galen. Auf die Bank da stellst Du hin Deinen gedichteten Gewinn. |
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Matt Dillon, jetzt ist aber Schluss. Dies ist schließlich ein ernsthaftes Blog für die Liebhaberinnen und Liebhaber gediegener Lyrik.
Ich entschuldige mich, liebe Titta, auch im Namen unseres Hollywood-Helden für unser Fehlverhalten. |
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Was der Sommer nicht geschafft,
der Winter hat den Bauern kalt gemacht |
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Was der Sommer nicht geschafft,
der Winter hat den Bauern kalt gemacht |
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Wenn der Winter
Blumen hören auf JA zu sagen wenn der Winter ihnen mit Schnee den Mund verstopft Eisiges NEIN (Rose Ausländer) |
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Winter Blumen Mitte
Blumen Ränder Kräuterrschnitte |
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Eine dünne Schicht bedeckt die Oberfläche,
zieh mich warm an, bevor ich mit den Normen breche. Weil ich auch noch im Tiefschnee laufen kann.. |
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Berliner Winter
(Wortkopie nach meinem Bilde 1916) Erbsensuppenhimmel, der zu Boden fließt – Die Erde patscht. Spreenebel und Schlotauswurf drücken Der nackten, nassen Teerpappbauten Rücken. Wie Scheuerlappen hingeklatscht Schneeflächen, rußgefleckte, her und hin; Des Großstadtwinters Bettelhermelin. An fensterlosen, steilen Häusermauern, Auf Schuppen, die umzäunt im Kehricht kauern, Frieren erlosch’ne Farben der Reklamen, Die einst Glutrosen, strahlende Cyklamen, Goldgelbe Primeln, lilasüßer Flieder, Einklangen in der Sonne Sommerlieder Und die mich jetzt durch gelles Lärmen stören, Mißtönend zu den grauen Dämmerchören, Drin, hinter blätterlosen Baumgerippe, Flußbögen blinken und des Todes Hippe. John Höxter |
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Schönen Dank, dass ich durch dich John Höxter kennenlernen durfte. Habe den Namen erst für dein Pseudonym gehalten, aber dank Wiki weiß ich es jetzt besser.
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Nee, mit meinen plumpen Schüttelreimen kann ich aber eventuell meinen Papiereimer dichten.
Höxter habe ich durch "100 Jahre Lyrik!" Herausgegeben von Axel Marquart im Haffmans Verlag kennen und schätzen gelernt. Aus dem Nachwort des Herausgebers: 1. Diese Anthologie bietet Gedichte der besten deutschsprachigen Autoren dieses (bisherigen) Jahrhunderts. ... 5. Sie enthält nur "gute" Gedichte ... ... 7. Was "gute" ... Autoren und Gedichte sind, bestimmt diese Anthologie. Enzesberger ist 7mal vertreten. Rilke nicht. Und nu kommstu. |
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sorry, aber es muss sein:
Die eine Rose Die eine Rose überwältigt alles, Die aufgeblüht ist aus dem Traum. Sie rettet uns vom Grund des Falles. Schafft um uns einen reinen Raum, In dem nur wir sind und die Rose. Und das Gesetz, das sie erweckt. Und Tage kommen, reuelose. Vom Licht der Rose angesteckt. (Eva Strittmatter) |
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Warum "sorry", kay.kloetzer?
Für mich passt das (auch) zum Dezember. Wenn man es so interpretiert, dass Jesus vielleicht die eine Rose war... Ich interpretiere es für mich anders; aber jedenfalls geht es um Liebe. Danke dafür, es ist wunderschön. Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit allen! (und danke, Titta: Es macht Spass, hier reinzugucken und Lyrik zu teilen. Ist ja doch ziemlich verfemt in Deutschland :) Anette |
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Okay, da hab ich auch noch was:
Advent Dicht gedrängt ne Menge Leute Tassen dampfen in der Hand Tüten voller Weihnachtsbeute Lichterland ... Warm umfassen kleine Finger Meine großen im Gewühl sachte wird ihr Druck geringer Glücksgefühl ... Grad sind wir uns nah gewesen - einfach so, ganz nebenbei. Miteinander da gewesen, nur wir zwei ... (ich) |
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Und weil es bald Zeit wird den Wunschzettel für Weihnachten zu schreiben, hier ein Auszug aus einem Christmas Song der ironischen Art:
"... Next year I could be just as good, If you'll check off my Christmas list, Santa baby, I wanna yacht, And really that's not a lot, Been an angel all year, Santa baby, so hurry down the chimney tonight. Santa honey, one little thing I really need, The deed To a platinum mine, Santa baby, so hurry down the chimney tonight. Santa cutie, and fill my stocking with a duplex, And checks. Sign your 'X' on the line, Santa cutie, and hurry down the chimney tonight. Come and trim my Christmas tree, With some decorations bought at Tiffany's, I really do believe in you, Let's see if you believe in me ..." Eartha Kitt singt "Santa Baby" |
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"Gottseidank geht alles schnell vorüber
Auch die Liebe und der Kummer sogar. Wo sind die Tränen von gestern abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?" |
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Die Nacht am Strande
4 Sternlos und kalt ist die Nacht, Es gärt das Meer; Und über dem Meer, platt auf dem Bauch, Liegt der ungestaltete Nordwind, Und heimlich, mit ächzend gedämpfter Stimme, Wie 'n störriger Griesgram, der gut gelaunt wird, Schwatzt er ins Wasser hinein, Und erzählt viel tolle Geschichten, Riesenmärchen, totschlaglaunig, Uralte Sagen aus Norweg, Und dazwischen, weitschallend, lacht er und heult er Beschwörungslieder der Edda, Auch Runensprüche, So dunkeltrotzig und zaubergewaltig, Daß die weißen Meerkinder Hoch aufspringen und jauchzen, Übermutberauscht. Derweilen, am flachen Gestade, Über den flutbefeuchteten Sand, Schreitet ein Fremdling, mit einem Herzen, Das wilder noch als Wind und Wellen. Wo er hintritt, Sprühen Funken und knistern die Muscheln; Und er hüllt sich fest in den grauen Mantel, Und schreitet rasch durch die wehende Nacht; - Sicher geleitet vom kleinen Lichte, Das lockend und lieblich schimmert Aus einsamer Fischerhütte. Vater und Bruder sind auf der See, Und mutterseelenallein blieb dort In der Hütte die Fischertochter, Die wunderschöne Fischertochter. Am Herde sitzt sie, Und horcht auf des Wasserkessels Ahnungssüßes, heimliches Summen, Und schüttet knisterndes Reisig ins Feuer, Und bläst hinein, Daß die flackernd roten Lichter Zauberlieblich widerstrahlen Auf das blühende Antlitz, Auf die zarte, weiße Schulter, Die rührend hervorlauscht Aus dem groben, grauen Hemde, Und auf die kleine, sorgsame Hand, Die das Unterröckchen fester bindet Um die feine Hüfte. Aber plötzlich, die Tür springt auf, Und es tritt herein der nächtige Fremdling; Liebesicher ruht sein Auge Auf dem weißen, schlanken Mädchen, Das schauernd vor ihm steht, Gleich einer erschrockenen Lilie; Und er wirft den Mantel zur Erde, Und lacht und spricht: "Siehst du, mein Kind, ich halte Wort, Und ich komme, und mit mir kommt Die alte Zeit, wo die Götter des Himmels Niederstiegen zu Töchtern der Menschen, Und die Töchter der Menschen umarmten Und mit ihnen zeugten Zeptertragende Königsgeschlechter Und Helden, Wunder der Welt. Doch staune, mein Kind, nicht länger Ob meiner Göttlichkeit, Und, ich bitte dich, koche mir Tee mit Rum; Denn draußen war's kalt, Und bei solcher Nachtluft Frieren auch wir, wir ewigen Götter, Und kriegen wir leicht den göttlichsten Schnupfen Und einen unsterblichen Husten." Heinrich Heine, aus: Die Nordsee, Erster Zyklus |
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Ich hatte vorm Posten des Blogs überlegt, mir etwas zum Thema Schnupfen und Erkältung in Richtung Ringelnatz oder dergleichen zu erbitten, aber dann gedacht, nee laß mal, ist ja kein Wunschkonzert hier.
Aber wie Heine den Schnupfen ins Spiel bringt, und an welcher Stelle, das hat wirklich schon etwas Göttliches. Danke! Dafür und deswegen sich einen unsterblichen Husten eingefangen zu haben, tröstet doch über diese oder jene Folgebeschwerde hinweg. |
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"Ich hatte vorm Posten des Blogs überlegt, mir etwas zum Thema Schnupfen und Erkältung in Richtung Ringelnatz oder dergleichen zu erbitten"
Bitteschön: DER SCHNUPFEN Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, auf daß er sich ein Opfer fasse - und stürzt alsbald mit großem Grimm auf einen Menschen namens Schrimm. Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitschü!" und hat ihn drauf bis Montag früh. (Christian Morgenstern) Es war einmal ein schlimmer Husten Es war einmal ein schlimmer Husten, Der hörte gar nicht auf zu pusten. Zwar kroch er hinter eine Hand, Was jedermann manierlich fand. Und doch hat ihn der Doktor Lieben Mit Liebens Malzbonbon vertrieben. (Joachim Ringelnatz) |
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Die Zeit zwischen den Jahren
Tage, die nicht leben wollen und nicht sterben, die zerrieben werden zwischen Bäuchen und Bräuchen, die letzten Krümel Licht in den Auslagen früher Nachmittage, enttäuschte Gesichter, vom Umtausch ausgeschlossen, Tage, in denen Einkaufswagen herumstehen, die niemand zurückbringt, der Bahnhofsvorplatz ein Teller Milchreis mit Zimt, die Streufahrzeuge kommen kaum durch, Tage, aus denen jede Erwartung, jeder Glanz gewichen ist, die letzten Fäden Lametta in den Zweigen der ersten entsorgten Tannenbäume, Tage in Auflösung, wie alles sich auflöst, was niemand gehört, abgerissene Zeit, gegen die nichts hilft, nur der Trost von Berber Relax, dem türkischen Friseursalon, aus dem jetzt gerade einer auf die Straße tritt, zehn Jahre jünger, den Nacken ausrasiert, die Zierleiste der Bartstoppeln exakt geschnitten, tritt er hinaus, ein wenig Ordnung in die Wildnis zu tragen und als er den Mantelkragen hochschlägt, dreht er sich um, wirft einen Blick zurück auf den Mann, der er eben noch war. Hellmuth Opitz ( Bielefeld ) |
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Ach was: Gegen Kälte hilft nur kitsch as kitsch can
Komm weißer Winter deck mich zu und bring mein heißes Herz zur Ruh Im nächsten Jahr, im nächsten Mai dann ist die weiße Zeit vorbei dann blüht auch meine Liebe wieder so voll und reich wie weißer Flieder |
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Ich habe seit einer Reihe von Jahren einen weißen und einen blauen Flieder auf dem Balkon. Der blaue, oder vielmehr dunkelviolette, ist einfach der schöner gewachsene und daher auch schöner anzusehende. Ein wunderbares Bäumchen, rund und vollkommen. Aber der weiße, störrige, mit seinen wenigen grünen Blättern sieht er immer ein wenig nackt und krank aus, ist der mit dem betörenden Duft. Missen möchte ich keinen von beiden, denn nur beide zusammen bilden eine scheinbar vollkommene Einheit.
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schrieb am
03.12.2010 um 22:29
Missen - ein schönes Wort. Missen möchte ich auch die selbst unscheinbare Einheit. (Gesellschaftstheorie, Blatt 471)
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Immer diese Papiertheoretiker. Und dann jeweils im unpassendsten Moment. (Frauenerfahrung, Lamento 171)
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Das Fest der Liebe. Daher von mir ein wenig Altersweisheit zu eben jener.
Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man SELBST-BEWUSST-SEIN. Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemand beleidigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken, obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif war und der Mensch nicht bereit, und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich: Das nennt man RESPEKT. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen war. Heute weiß ich: Das nennt man REIFE. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus. Heute weiß ich: Das nennt man EINFACHHEIT. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich: Das ist SELBSTLIEBE. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: Das nennt man BESCHEIDENHEIT. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag, und nenne es BEWUSSTHEIT. Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann. Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT. Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN Charlie Chaplin an seinem 70.Geburtstag am 16.April 1959 |
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Der Dezember
Ist mitnichten Gut für Tannen Oder Fichten So ziehen wir Von dannen Mit Nachbars Fichten Oder Tannen |
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Nachklänge
4. Mir träumt', ich ruhte wieder Vor meines Vaters Haus Und schaute fröhlich nieder Ins alte Tal hinaus, Die Luft mit lindem Spielen Ging durch das Frühlingslaub, Und Blütenflocken fielen Mir über Brust und Haupt. Als ich erwacht, da schimmert Der Mond vom Waldesrand, Im falben Scheine flimmert Um mich ein fremdes Land, Und wie ich ringsher sehe: Die Flocken waren Eis, Die Gegend war vom Schnee, Mein Haar vom Alter weiß. Eichendorff |
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Euch -
oder einander? Fragt der Gynander. |
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Es waren zwei Königskinder,
die hatten in der Liebe Müh. Sie konnten zusammen nicht kommen, denn er kam immer zu früh. (Robert Gernhard? Otto Waalkes? Pit Knorr?) |
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"(Robert Gernhard? Otto Waalkes? Pit Knorr?)"
Nee, Verfestigung von Geschlechterstereotypen. |
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Immer hörst du mir nie zu!
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so kam dieser winter, der frost
saß in den scheiben, der schnee deckte die narben der erde. wir rauchten und tranken, sprachen die sprachen der liebe, hatten uns schließlich und endlich nichts mehr zu sagen. die stille setzte sich fest und wir hatten zeit, nacheinander sehnsucht zu haben, sentimentalisch klangs aus dem radio, die platten kreisten schon lange im leeren bis wir bemerkten dass das spiel aus war. so kam dieser winter. er ging. nicht einmal zeit ließ er uns, zu bereuen. was wir vertaten, verziehen wir uns. (heinz czechowski) |
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Seit Du lebst in dieser Stadt
Zählst Du täglich zusammen Was Du anzubieten hast Und für manche bist Du schon Eine kleine Sensation Du bist fast daran gewöhnt Dass man leise von Dir spricht Wenn Du einen Raum betrittst In den Straßen, in den Parks In den Cafés, in den Clubs In den Discos, in den Bars Überall ist Deine Spur Ein Hauch Deines Parfüms Ein Rascheln der Frisur Doch solange der Sommer dauert Liegt der Winter auf der Lauer Was macht Miss Juni im Dezember? Werden sie Dich immer noch erkennen Oder werden sie Dich stehenlassen Und vorbeirennen? Was macht Miss Juni im Dezember? Alles Gute Du wirst es brauchen Wie ein Tänzer auf dem Seil Schaust Du nicht nach rechts und links Wo es runtergeht so steil Du blickst nach vorne auf dein Ziel Applaus, ein Haus Ein Freundeskreis mit Stil Bis jetzt ging alles gut Mit Blindheit Und mit Mut Was macht Miss Juni im Dezember? Hast Du dann endlich Deine Belohnung Oder wirst Du freieren in einer kalten Wohnung? Wie dem auch sei Was macht Miss Juni im Dezember? Im Dezember ist vielleicht schon Alles vorbei Der Tag wird kommen Dann stehst Du benommen Auf einer leeren Bühne Und suchst nach Gründen Warum das Publikum weg ist Und warum Die Rampe übersät ist mit Scherben Was macht Miss Juni im Dezember? Vielleicht bist Du gar nicht mehr In der Stadt Sondern auf dieser Weltreise Von der Du jedem erzählt hast Was macht Miss Juni im Dezember? Alles Gute, gute Fahrt Bon Voyage (Bernd Begemann) |
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Liebe Titta, vielen Dank..
Hier extra für Dich, ein kleines Gedicht: Wintereinbruch (2010) Eben duckte man sich noch, in des Novembers grauem Loch; Grauste sich vor Nässe, vor Schnupfen, Gram und Blässe. Und die Gedanken: Schwer wie Blei. Verwelktes Jahr - von wegen frei.. Da fängts plötzlich zu schneien an! Schneit alles zu, wir mittenmang - Und starren hoch- Unendlichkeit. Und wieder schließt sich jener Kreis, in dem man kurz die Zeit vergisst; und staunt, egal, wie alt man ist; Zauberhaftes Eis und Licht, Dies Gedicht ist nur für Dich. :) Emma |
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Oh,
da freue ich mich aber und sage Danke! Extra nur für mich, wie schön, das schmeichelt so wunderbar der eignen Eitelkeit. Und meine Erkältung ist wirklich greulich. Oder gräulich? Nix schönes jedenfalls. |
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Bitte, sehr gern:)
Gute Besserung! ( Tip: Kennst Du Schwedenbitter? -warme Umschläge auf Hals oder Bronchien!) herzliche GRüße - Emma |
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Schwedenbitter - ich dachte immer, daß sei was Hochprozentiges zum Trinken. Mit viel Kräutern natürlich.
Was mir sonst noch dazu einfiele, behalte ich für mich. Wäre ohnehin nicht fit genug derzeit :-)) |
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Arythmie Waldeis
wenn es dunkel mit dem Kopf im Nacken einem weiteren dahinter und über allem Schnee fallen rückwärts seitwärts kreisend und vorn über taumelnd sich das Eis vom rücken schüttelnd mit dem Kopf im Nacken einem weiteren dahinter sonst ist nichts wenn aus weiß das schwarz nicht mehr allein mit dem Kopf im Nacken einem weiteren dahinter und Eis am Augenlid klein bei klein ganz groß fallend rückwärts eins einst jetzt ein uraltes Lied sehen [reimt sich nur außerhalb..] |
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Nach meinem Empfinden würde so auch ein Gedicht von Piet Klocke aussehen.
Ich hoffe, dem Autor damit nicht zu nahe getreten zu sein. |
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Ah, die Hülle vor dem Kern, chchchch
Strengstreng, titta! |
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Nee, gar nicht.
Sie wissen doch: es reimt nicht, aber Hauptsache, es dichtet. |
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Frechheit, ich war nicht dicht, als ich jenes schrieb.
Es ist Viertel vor Weihnachten und da könnten Sie ruhig Milde walten lassen... |
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Könnten - da bleibt ja Spielraum.
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aha, dann war es also Vorsatz. Shame on You, Titta.
Aber: Ich bin voll der Gnade und verzeihe...moment,..was eigentlich? |
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Wer immer den Dezember erfunden,
er konnte nie den Sommer erkunden, erfand nur Schnee in der Kanone, fressend "matsch" Yoghurt namens Danone. Dieses Gedicht heißt Sorry, Battmuß |
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Porch, ihres reimt sich besser als meines...
Geht's bei ihnen auch ums saufen im Wald? |
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schrieb am
04.12.2010 um 00:00
Raufen wenn kalt???
;-)) |
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Krissu ...
Aber jetzt kurz vor rem |
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schrieb am
04.12.2010 um 00:13
Saufen und Raufen
können Westfalen nur in einer kassenbezahlten Kur. Und natürlich im Keller wo gemeinsam gelacht wird ... schade einjklich |
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Wieso in Dortmund gibt's n Keller da wird getanzt
Berlin hatte ma n Eimer, da wurde gar nich so gelacht..mehr gefixt. |
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Und der Text: Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken Schneeflöcklein leis' herniedersinken. Auf Edeltännleins grünem Wipfel häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel. Und dort, vom Fenster her, durchbricht den tunklen Tann ein warmes Licht. Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer die Försterin im Herrenzimmer. In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht. Er war ihr bei des Heimes Pflege seit langer Zeit schon sehr im Wege. Drum kam sie mit sich überein: Am Niklasabend muß es sein. Und als das Rehlein ging zur Ruh' das Häslein tat die Augen zu, erlegte sie - direkt von vorn - den Gatten über Kimm' und Korn. Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase zwei, drei, viermal die Schnuppernase und ruhet weiter süß im Dunkeln derweil die Sterne traulich funkeln. Und in der guten Stube drinnen, da läuft des Försters Blut von hinnen. Nun muß die Försterin sich eilen, den Gatten sauber zu zerteilen. Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen nach Waidmannssitte aufgebrochen. Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied, was der Gemahl bisher vermied, behält ein Teil Filet zurück als festtägliches Bratenstück und packt darauf - es geht auf vier - die Reste in Geschenkpapier. Da tönt's von fern wie Silberschellen, im Dorfe hört man Hunde bellen. Wer ist's, der in so später Nacht im Schnee noch seine Runden macht? Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten auf einem Hirsch herangeritten. "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen, die armen Menschen Freude machen?" Des Försters Haus ist tief verschneit, doch seine Frau ist schon bereit: "Die sechs Pakete, heilger Mann, 's ist alles, was ich geben kann." Die Silberschellen klingen leise, Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise. Im Försterhaus die Kerze brennt, ein Sternlein blinkt - es ist Advent! |
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weihnachtszeit, schöne zeit
so viel ist noch zu besorgen ruhe und besinnlichkeit verschieben wir erst mal auf morgen schmuddlig kalt, von oben regen neckermann und otto online diese shops sind doch ein segen zuhaus im warmen kauft man heut ein computer, playstation und i phone und das neueste wii spiel alles schick im einheits grau ton ist das nicht etwas zu viel? oh´ welch schöne wohlgerüche von den plätzchen und dem braten kommen da aus omas küche auch von leckeren salaten und ein echter tannenbaum mit lametta weiss behangen steht wieder mitten im raum will weihnachtszauber einfangen gemeinsam weihnachtslieder singen in leiser besinnlichkeit oh, wie schräg die töne klingen die bescherung hat noch zeit von des weihnachtsbaumes spitze grüsst ein zwerg mit ziipfelmütze tief in kinderträume fallen schöne weihnacht wünsch ich allen @ rolf netzmann 2010 Dieses und weitere Gedichte und Geschichten lese ich am Donnerstag, dem 16.12. 2010, ab 18.00 in der Kiezspinne, Schulze-Boysen-Str. 38 in 10365 Berlin-Lichtenberg. Der Eintritt kostet 3€ inkl. einem Glas Wein und ich lade alle LyrikfreundInnen der FC herzlich ein. |
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Da fällt mir ein Weihnachzlied aus den 70ern ein:
Stille Nacht, heilige Nacht! Weihnachtsgeld wird gebracht durch Herrn Ruprecht vom Lo-hohnbüro. Schweigend geht die Belegschaft aufs Klo, zählend, wie viele Krümel gnädig vom Herrntisch gefalln. Stille Nacht, heilige Nacht! Falscher Trost. Oh, wie lacht der Direktor mit randvollem Mund, singt uns gnädig zu göttlicher Stund: «Arbeitsfriede auf Erden!» Wir fallen mal wieder drauf rein. Billige Nacht, eilige Nacht! Ratenkauf, leichtgemacht durch der Engel Alleluja. Die gehören zum Werbeetat. Denn der Vater im Himmel ist Präsident vom Konzern. Stille Nacht, heilige Nacht! Lichterbaum angemacht. Und ein liebliches Liedlein gesingt! Und ein Eierlikörchen getrinkt! Und die Kinder geprügelt, bis sie hübsch andächtig sind. Gute Nacht, peinliche Nacht! Fernsehspiel ausgemacht. Und im Magen ein flaues Gefühl, weil die Liebe nicht hochkommen will. Noch zwei Nächte zum Schlafen. Dann wieder rinn in' Betrieb! Stille Nacht, heilige Nacht! Weihnachtsfest rumgebracht. Großes Gähnen im Portemonnaie. Überstunden tun immer noch weh. Falscher Frieden auf Erden feierten wir mit den Herrn. Wilde Nacht, streikende Nacht! Eines Tages, nicht ganz sacht, pfeifen wir auf die Gnade der Herrn, übernehmen mal wir den Konzern und die Führung im Staate. Das wird ein Weihnachtsfest wer'n !!! ([K]Dieter Süverkrüp[/K]) |
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..ich liebe die Werke von Rebers.. |
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Kindheit muß was Schönes sein
Lange habe ich gewartet, wunderschöne Weihnachtszeit- dunkle schneebedeckte Felder und mein Blick, er geht so weit. Mondlicht glitzert in den Flocken eisbedeckter kleiner See, in der Ferne hell erleuchtet eine Kirche einsam steht. Früher- denk ich- oh was hab ich Schneeballschlachten doch gemacht Und was haben all die Jahre mir, dem Kind denn nun gebracht? Arbeitstage, Rasen, Hetzen Ruhe ich nur selten find Und ich werde langsam traurig Wie gern wär ich doch noch Kind! Schneller werden meine Schritte, mir ist wohlig und auch warm eine Orgel- Chor begleitend Musik schleicht sich langsam an. Und dann öffne ich die Türe Kerzenschimmer, Weihrauchduft, betend knien kleine Kinder, in der Nase Weihnachtsluft. Setz mich voller Ehrfurcht nieder, fühle mich ganz plötzlich klein bete, singe Weihnachtslieder- Kindheit muß was Schönes sein! ©denise-a. langner-urso |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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