"Broder: Gute Menschen haben jedenfalls keinen Humor. Das schließt sich aus, ich sage nur „Claudia Roth“ und „Antje Vollmer“. Broder: Gute Menschen haben jedenfalls keinen Humor. Das schließt sich aus, ich sage nur „Claudia Roth“ und „Antje Vollmer“. Matussek: Ich glaube, es gibt die Wutbürger – und die Gutbürger. Broder: Renate Künast. Hab ich noch wen ausgelassen?" Interessant, wie heutzutage die Altenherrenwitze funktionieren. Die Frauenfeindlichkeit ist die gleiche geblieben, nur anders gewandet. Früher hätte der Witz noch das Wort Jungfer enthalten, heute eben Gutmenschen. Bäh! Und natürlich besitzen böse Menschen auch Humor, und zwar genau in dem Ausmaß, wie sie Distanz zu sich selbst entwickelt haben. Das ist bei denen nicht anders wie bei allen anderen Menschen auch. Im übrigen scheint die Gleichung zu gelten: Broder + Alter = Witz - Humor = Zynismus
@Lars Galtung eingelungener Bunt Rumumschlag, bei dem am Ende selbst der Autor argumetativ, um Atem ringend, flach liegt. Was mir bei "hart aber fair" heute fehlte, waren Hinweise auf die strukturel...
Bei "hart aber fair" hab ich auch gleich weggezappt. (Vom Film hatte ich nur den Rest mitbekommen.) Gewalt in Familien ist inzwischen bei weitem kein Tabuthema mehr. Nur die Gewalt von Frauen in Familien, die ist ein Tabu, weshalb dem Blogautor für die Hervorhebung dieses Aspekts zu danken ist. Daß Gewalt in Familien prekären Familienverhältnissen zugeschrieben bzw. als solche thematisiert wird, hat mehr mit dem "bürgerlichen" Selbstverständnis zu tun als mit dem Thema selbst. Interessant ist in dem Zusammenhang auch die unterschiedliche Bewertung von körperlicher uns psychischer Gewalt. Wie Kinder zu Schulleistungen nicht geprügelt, aber eben gezwungen werden, ist auch eine Form von Gewalt an Kindern, die heimlich und leise passiert, nicht offen als Gewalt thematisiert wird. Da müßte sich die bürgerliche Gesellschaft mit ihrer Deutungshoheit schon zu sehr selbst infragestellen, und die eigenen Ängste vor sozialem Abstieg zum Thema machen. Die Aspekte, die aufführst, wördmaster, kommen natürlich noch hinzu. Im Grunde offenbart das "Tabuthema" doch vor allem die eigentlichen gesellschaftlichen Tabus hinter dem Thema.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
>> mehr