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Dieser Blogbeitrag bezieht sich auf den von Anette Lack. Zitate daraus erscheinen fettgedruckt.
"Carrie und ihre Freundinnen reden ganz locker darüber"
"Lasst uns (mehr) über Sex reden."
Aber dann bitte nicht wie Carrie und ihre Freundinnen!
Es gibt doch kaum etwas Biederes und Verklemmteres als deren Gerede über Sex. Soviel ich von der Serie noch weiß, gehen diese Frauen doch vor und nach dem Sex duschen und als Sexpartner werden ausschließlich mittels Bodybuilding geklonte Männlichkeitssurrogate bevorzugt. Der größte Gau im Schlafzimmer sind daher folgerichtig unrasierte Beine oder ein Mann in Tigertanga und Socken. Da können und wollen die Damen gleich nicht mehr.
Was haben diese Stereotypen und Angepaßtheiten mit unbefangenem Sex zu tun bzw. einem adäquaten Gespräch darüber?
„Über Sexualität zwischen alten Menschen, und darüber, dass das Verlangen mit dem Alter nicht nachlässt, sondern nur der Akt anders wird. Langsamer vielleicht, zärtlicher.“
Das ist doch genau der herrschende bürgerliche Kram wie in den Lehrbüchern meiner Schulzeit, in denen Frauen etwa eine generell längere Erregungskurve attestiert wurde. Weil eben doch nicht sein kann, was nicht sein darf. Ein Weib, das schamlos sofort auf Touren kommt.
Alter heißt doch, so erhoffe ich es zumindest, daß es nicht langsamer und zärtlicher zugeht, sondern eben hemmungsloser, weil der Mensch, aufgrund von Alter und Erfahrung, sich immer mehr von diesen gesellschaftlichen Zuschreibungen befreit hat. Und einfach unbefangen tut, was ihm/ihr Spaß macht. Ungerührt von weißen Socken und derlei Oberflächlichkeiten.
Wieso übrigens nur Sex im Alter? Was ist mit Sex mit Alten? 60, 70, 80 Jahre geballte sexuelle Erfahrung, das ist doch etwas, von dem Jüngere praktisch lernen können.
Dazu gehörte dann aber wohl die Entdeckung, daß an einer Großmutter noch etwas anderes erotisch ist als nur ihr Lippenstift und ihre schwarze Spitzenwäsche.
Überhaupt: Was ist an schwarzer Spitzenwäsche eigentlich erotisch? Erotisch ist der Körper, die Verpackung ist nur Fetisch, letztendlich. Ersatz, Surrogat für etwas, was der Betrachter dem Inhalt nicht mehr abzugewinnen vermag. Das ist aber ein Mangel, der nicht am Inhalt, sondern am Betrachter festzumachen wäre.
Es wird doch inflationär über Sex geredet in unserer Zeit. Was kommt aber dabei herum? Essentielles? Fortschrittlich Befreiendes?
Wenn das nicht der Fall ist, wozu dient das ganze Gerede dann? Wovon soll es ablenken? Welchen gesellschaftlichen Diskurs soll es ersetzen? Welchen Zweck erfüllt ein Volk, das mit sich selbst im Bett beschäftigt ist, möglichst befangen und unbefriedigt?
Eine mögliche Antwort bietet ganz unaktuell Zedlers Universallexikon:
Anarchia, ist ein Griechisch Wort...
In der Politic heißt es ein solcher Staat, da kein Regent ist, und iedermann nach seineni eigenen Gefallen lebet.
Dergleichen eraeussert sich, wenn Aufruhr entstehet, und das gemeine Volck den Vornehmern die Haelse zu brechen suchet, da denn diese Pest nicht eher kan abgeschaffet werden, bis endlich ein Monarch entstehet, der die unruhigen Koepffe wieder zu Paaren treibt, und das Land oder Stadt wieder in Ruhe setzet.
Zedler
Großes Universallexikon Aller Wissenschaften und Künste, welche bißhero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden worden; Halle und Leipzig, 1732
In diesem Sinne, laßt uns anfangen mit dem Gespräch, dem Diskurs.
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Positionen und Fragen aus den Kommentaren:
Ob heute inflationär über Sex geredet wird? Irgendwie nicht. Es wird übers Ficken geredet - als eine Art Wettbewerb. Welcher Mann, welche Frau ist der beste Dienstleister für den anderen. Was muss er/sie können, um den besten alle Beglückungshamster zu mimen und wie ist es um die Halbwertszeit bestellt.
Wie redet man also frei darüber - naja - am besten wohl ehrlich, einfach so, ohne Blockaden. Man vergibt sich ja nichts dabei. Die Frage ist natürlich, was Sex überhaupt ist. In den Zeiten des Hedonismus sicherlich eine Art Sebstbefriedigung mit wechselnden Gehilfen. Auf der anderen Seite etwas, was der Beziehungsfetischist als i-Punkt auf der Verbindung sucht und ihn endgültig verbindet. Wie Sex sich darstellt - wechselhaft, wie Menschen nun mal sind. Unendliche Fascetten. Vielleicht ist er auch der letzte Fluchtpunkt in einer überregulierten Welt, wenn man ihn lässt.
Es ist immer schwierig, wenn eigentlich substantiell gefühlsbetonte Dinge zu einem stets verfügbaren Freizeitangebot degradiert werden. Das macht den Umgang für viele nicht einfacher - eher eine Überforderung tritt ein. Es wird permanent abgeglichen, ob da nicht noch mehr ginge, ob man etwas verpasst. Gut tut das dem Sex als solchem nicht. Vielleicht verliert er sogar Essentielles - nämlich das Verbindungsstiftende, weil die Omnipräsenz das Besondere nimmt und gegen Beliebigkeit austauscht. Durch die Erhöhung seines Stellenwertes wird er auch immer häufiger verlangt, wie eine Mode, die man keineswegs verpassen darf. Er gerägt also noch mehr unter Druck - fast kann er einem leid tun, der arme Sex. Alles muss er leisten: Entertainment, Bestätigung, Abwechslung, Befriedigung, ... (Hexogen)
Ich möchte nun keineswegs der Prüderie anheim fallen. Dennoch scheint es mir so, als würde das Dauerthema Sex doch auch sehr viele Schwierigkeiten mit sich bringen - zumindest in der medialen Ausgestaltung. Vom verbindenden Glied, dass neben der Ehe existierte, ist er teils zum entbindenden Element geworden. Die Medien suggerieren: Sex gibt es überall und jederzeit. Das ist sogar richtig - und nicht einmal neu. Neu ist, dass Beziehung hier oft auf das Sexuelle reduziert, fast gleichgesetzt, wird. Dadurch gewinnt sie nicht unbedingt, sie reduziert sich vielmehr und andere Werte und Emotionen drohen, unter den Tisch zu fallen.
Ob eine Systematik dahinter steckt, vermag ich nicht zu sagen. Die egozentrisch-sexuell motivierte Gesellschaft, in der Sex nur ein Kick ist und nicht mehr beziehungsgebunden, ermöglicht auf alle Fälle mehr Umsätze. Selbstverwirklichung als Einzelindividuum ist teuer und somit ein positiver Effekt für die Märkte. Die Omnipräsenz und permanente sexuelle Konkurrenz, die Angst, nicht genug zu bekommen, missachtet das Bestreben nach Selbstzufriedenheit, baut Trugbilder, denen dann hinterher gerannt wird. Das ist menschlich und dennoch unbefriedigend. Letztlich ist es aber nur ein Weitertreiben der Individualisierung des Menschen hin zu lauter Einzelpersonen, die sich nicht mehr binden wollen, weil sie stets befürchten, sie könnten dann etwas verpassen. Soweit ich weiß, existieren dazu auch ganz interessante Zahlen - Single-Haushalte betreffend - eine echte Wirtschaftsgröße. Der Warenumsatz lässt sich schließlich fast verdoppeln und Einzelindividuen, die auf der Dauersuche nach Sexualpartnern sind, erwerben mehr Kleidung, gehen mehr aus, verbrauchen mehr Strom- und Heizkosten, mehr Wasser etc. pp.
Ob das der Gesellschaft gut tut, wage ich zu bezweifeln. Ob das dem Individuum gut tun, kann ich nicht sagen. Im Einzelfall mag das so sein, das ist durchaus möglich. Dann wäre es aber ohnehin der Lebensentwurf gewesen. Ich glaube aber, dass Viele dadurch lediglich länger auf der Suche sind und dann doch nicht das finden, was sie sich erhoffen, da sie an der falschen Stelle graben.Vielleicht ist es auch das, was mich an Diskussionen über Sex oft stört - es ist nicht die Art; er mag zärtlich, hart und meinetwegen auch abnorm sein - da hat jeder Mensch die freie Wahl und das ist auch gut so. Es ist diese Entertainment-Rolle, in die er gepackt wird, die ich als entwertend empfinde. Das hat er eigentlich nicht verdient, der Arme.
"Guter" Sex gibt Kraft - er raubt keine. Wenn doch, stimmt was nicht.
(von Hexogen)
Sexualität und ihr Ausleben ist mehr als nur die Beschreibung vereinzelter biologischer, physiologischer und sonst wie gearteter Vorgänge. Ich bin überzeugt, wir wissen noch viel zu wenig über die Komplexität dieses Geschehens. Was "turnt" an, damit sich eine kurzfristige Libido entwickelt? Welche Faktoren bestimmen die zeitliche Dauer dieser Libido, wenn sie nicht auf den eigentlichen Akt der Kopulation beschränkt bleiben? Warum gibt es _phile Neigungen, und warum werden bestimmte Neigungen in der einen Gesellschaft zelebriert und in einer anderen mit dem Tode bestraft?
(von luggi)
Solange da so schambehaftet ist, wird es auch immer Missbräuchen Tür und Tor öffnen. Weil Kinder sich u.a. aus Scham nicht trauen, darüber zu sprechen. Es womöglich nicht benennen können, was da passiert.
Kinder und ihr Körpergefühl stärker, das auch in Schulen, im Sport etc. Kann ich nur gebetsmühlenartig wiederholen. Wieso denken denn Kinder, dass Erwachsene sie einfach anfassen dürfen? Angst, klar. Schamgefühl. Loyalität, wenn es sich um jemanden handelt, den sie kennen. Kinder sind sehr loyal.
Aber wenn ein Kind von vornherein weiss, niemand darf mich anfassen, wenn ICH es nicht will, würde das schon eine Menge bringen. Und natürlich das Wissen darum, dass Sexualität zum Leben gehört, aber in Grenzen: Dass es absolut unzulässig ist, wenn ein Erwachsener Sexualität mit einem Kind haben will.(von Anette Lack)
"Unbefangen über Sex reden, aber mit welchen Konsequenzen" und das Argument von Anette "Solange da so schambehaftet ist, wird es auch immer Missbräuchen Tür und Tor öffnen" könnte man zusammenführen, dialektisch gesehen.
Dann ginge es darum, die Kinder mit ihrem Wissensdrang, aufkeimenden erotischen Gefühlen, ihrer Wahrnehmung der Eltern, eigenen Identitätsfindungsproblemen n i c h t a l l e i n zu lassen!
Da sind mal wieder Eltern, Erzieher, Lehrer, Geschwister, Angehörige gefragt, um das Thema "Aufklärung" nicht zu einem so steril biologisch trockenen Thema verkommen zu lassen, sondern in den Alltag miteinzubeziehen.
Ich kann nur sagen, glücklich kann sich ein Paar schätzen, dem nicht nur die eigene Zweisamkeit gelingt, sondern auch noch die Offenheit, ihre Kinder kindergerecht davon in Kenntnis zu setzen.
Kinder können am besten vor Manipulation, Gewalt und Missbrauch geschützt werden, indem ihr Selbstwertgefühl, und ihre Wahrnehmung gestärkt werden. Wer soll das machen?
Paradox.(Nachfrage, was mit Paradox gemeint sei) das war auf die Frage bezogen, w e r denn die Kinder in ihrem Selbstgefühl so konstruktiv bestärken soll, wenn die Erwachsenen noch nicht mal einen Diskurs über Sexualität auf die Reihe bekommen, ohne gleich zu zetern:
"Mein Sex ist besser als deiner - und überhaupt du hast ja keine Ahnung!".
Da müssen sich die Kinder wie eh und je alles selber aus der wahrgenommenen Realität und albernen TV-Serien zusammenreimen...Und da fängt das Problem schon an:
viele Jugendliche sind nun mal noch zart verschämt und möchten gar nicht mit der verbalen Keule "ficken, vögeln, Schwanz" die Dinge benennen, die sie im Zusammenhang mit der Pubertät erleben.
Da in der Erwachsenenwelt und um sie herum in den Medien (siehe Aggro Berlin) aber so was von (!) unverklemmt und offen, in Sprache, Bild und Ton mit dem Thema Sex umgegangen wird, schaut man sich als Dreizehnjähriger mit der Clique Pornos an.
Man will ja schließlich "erwachsen" werden."Klar, das sind Initationsriten" - das sehe ich etwas anders. Denn Initiationsriten, wie sie in (alten) Völkern traditionsgemäß durchgeführt wurden, b e g l e i t e n den oder die Jugendliche bei dem Überschreiten einer Grenze.
Ganz anders, wenn sich in unserer Gesellschaft Kinder Pornos anschauen, denn sie werden mit dieser Grenzüberschreitung
a l l e i n g e l a s s e n !
Gerade das Fehlen von rituellen Festen oder Handlungen (man stelle sich eine kleine Feier zu Ehren der ersten Mensis vor!) führt dazu dass Medien einen (destruktiven) Ersatz dafür bilden.(von Lee Berthine)
Mir ist einmal, recht spontan, von einer Schulklasse (Jahrgangsstufe 6 oder 7) die Frage gestellt worden, wann denn der richtige Zeitpunkt für ein jung(verliebt)es Pärchen sei, um Sex miteinander zu haben.
Himmel, was gibt man da zur Antwort?
Ich mußte selbst erst überlegen und hab dann sinngemäß gesagt: Wenn ihr soweit seid, gemeinsam darüber zu reden, insbesondere auch über die dabei nötige Verhütung, dann seid ihr wohl auch alt genug, um Sex zu haben.Sex muß eine Menge leisten. Ja genau. Für was ist diese Zentrierung auf die Sexualität ein Ersatz? Was wird damit kaschiert? Wovon wird dadurch abgelenkt? Welche Kräfte werden daran gebunden bzw. welche gesellschaftlichen Aktivitäten des Individuums dadurch verhindert?
Wenn die Befriedigung für den Menschen vor allem aus der individuell erlebten Sexualität erwachsen soll, was sagt das über das Gemeinschaftsgefüge unserer Gesellschaft?(von Titta)
Ich musste da letzhin an eine Lesung- einer der Lesenden war ich- und da fiel mir bei der vorlesenden Konkurrenz auf, dass es bei den Frauen und ihren Kurzgeschichten überdurchschnittlich häufig um Sex ging- bei den Männern hingegen nie.
(von THX1138)
Ach, wieso denn unbefangen über Sex reden?
Dann wird der Sex noch so gewöhnlich, wie täglich den Bus zu nehmen oder sich `ne Stulle zu schmiern.(von miauxx)
www.freitag.de/community/blogs/tomgard/sexuelle-kommunikation
(eigener Beitrag zum Thema von tomgard)
noch was übersehen?
Das letzte Wort hat natürlich wördmaster JP:
Liebe ist nicht nur ein Wort,
wie soll da Sex allein
durch lauter unlauteres Gerede
ohne Gewese und Getöse,
Fluchtinstinkt "komme herbei jetzt flink"
seinen Duft aus nahen und fernen Gestaden,
Waden, Ohrläppchen, Fesseln,
Näseln, Fusseln zum
Gestalten der Erotik entfalten.
Dank an alle
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Wo soll ich editieren?
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holt sich nicht jeder da ab, wo er, sie, es gerade ist?
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schrieb am
23.03.2010 um 00:09
Sex - ist das nicht dieses Ding mit den drei Buchstaben?
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schrieb am
23.03.2010 um 00:10
wie auch immer: Ungerührt von weißen Socken und derlei Oberflächlichkeiten.
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@Titta
Ich halte nichts von Editierungen. Geschrieben ist geschrieben. Besser ist's, auch wenn es eine Editier-Möglichkeit gibt, Texte zu ergänzen oder zu erweitern. Zum Thema: Sexualität und ihr Ausleben ist mehr als nur die Beschreibung vereinzelter biologischer, physiologischer und sonst wie gearteter Vorgänge. Ich bin überzeugt, wir wissen noch viel zu wenig über die Komplexität dieses Geschehens. Was "turnt" an, damit sich eine kurzfristige Libido entwickelt? Welche Faktoren bestimmen die zeitliche Dauer dieser Libido, wenn sie nicht auf den eigentlichen Akt der Kopulation beschränkt bleiben? Warum gibt es _phile Neigungen, und warum werden bestimmte Neigungen in der einen Gesellschaft zelebriert und in einer anderen mit dem Tode bestraft? Du sollst nichts editieren, du kannst aber aus dem hoffentlich beginnenden Disput deinen Eintrag ergänzen; auch aus der Sicht einer möglichen ausufernden Diskussion. Danke für das Thema. |
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Soul Eternity Xanthippe (SEX)
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nachwachsender Artikel:
"...beginnenden Disput deinen Eintrag ergänzen;" gute Idee. |
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Herr Kühn, so langsam schleicht mir der Eindruck in mein Gehirn, dass Sie aus Belustigung? oder Langeweile? auf alle Themenbereiche springen!
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oder nicht nur Herr Kühn? Es sind immer die gleichen "Interessierten" bei allen Themen zur Stelle.
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weltzeituhr ist, wörtlich genommen, sowieso auf jedem Meridian neu dabei
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Vorschlag!:
"bleibe hier bei Dir!", so ereilt Dich unversehens das Freitags Glück im Sauseschritt. |
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"holt sich nicht jeder da ab, wo er, sie, es gerade ist?"
Nur Münchhausen zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf. |
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Stichwort nachwachsender Artikel
Hab ich noch nicht gemacht, kann ich aber versuchen. Ich werde Positionen und Fragen aus den Kommentaren als Ergänzungen in den Beitrag übernehmen. |
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@luggi
"Danke für das Thema." Anette Lack hat das Thema eingebracht, der Dank gebührt also ihr. @weltzeituhr Zwar etwas verspätet, aber Herzlich Willkommen in dem Haufen hier. |
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@luggi
Wie das: "Ich bin überzeugt, wir wissen noch viel zu wenig über die Komplexität dieses Geschehens...Danke für das Thema." und das: "Kann denn hier nicht mal jemand einen runterholen, von den VerantworlIchen für diesen Blogeintrag..." zusammenpassen, wird vermutlich nur dir selbst klar sein. |
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Nö, weil es nicht zusammenpassen kann und soll; das war mir vorher klar.
Ich lass mir doch keine Boa mit einem Windlicht zusammenfügen. Gemeinhin spricht man dann von Kopfgeburt. btw. passt auch manch anderes nicht zusammen :( |
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@Rainer Kühn
Sex - ist das nicht dieses Ding mit den drei Buchstaben? Ich dachte immer, Sex wär ein Four-Letter-Word. Ciao Wolfram |
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@weltzeituhr
oder nicht nur Herr Kühn? Es sind immer die gleichen "Interessierten" bei allen Themen zur Stelle. Ja, mei, es gibt One-Trick-Ponys und andere. Ciao Wolfram |
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Liebe ist nicht nur ein Wort,
wie soll da Sex allein durch lauter unlauteres Gerede ohne Gewese und Getöse, Fluchtinstinkt "komme herbei jetzt flink" seinen Duft aus nahen und fernen Gestaden, Waden, Ohrläppchen, Fesseln, Näseln, Fusseln zum Gestalten der Erotik entfalten. |
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Bussi!
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Sex ist ja das, worüber man gerne redet, wenn man ihn nicht hat. Sonst ist man zu sehr damit beschäftigt, ihn zu praktizieren und einem fehlen die Worte.
Derzeit rede ich gerne darüber - quasi als Selbstkasteiung. Ob heute inflationär über Sex geredet wird? Irgendwie nicht. Es wird übers Ficken geredet - als eine Art Wettbewerb. Welcher Mann, welche Frau ist der beste Dienstleister für den anderen. Was muss er/sie können, um den besten alle Beglückungshamster zu mimen und wie ist es um die Halbwertszeit bestellt. Sex in den Medien ist nicht interessanter geworden, nur inflationärer, unpersönlicher, unhintergründiger - der "Partner" wird zum "Wichsgehilfen" und wenn er nicht funktioniert, kommt er weg - der/die nächste kommt ran. Jedenfalls propagieren das die ach so coolen Formate aus den USA. Manchmal bin ich neidisch auf meine Vorfahren, die nicht so derart sexuell fixiert waren, eher wahre Liebe und Zusammenhalt kannten, für die Sex eine Art Ad On war. Andererseits ist er auch mir wichtig - eine irgendwie ambivalente Geschichte. Liebe ohne Sex ist irgendwie mangelhaft, Sex ohne Liebe aber auch - jedenfalls aus meiner Sicht. Da kann ich mich natürlich auch irren. Zumindest begreife ich Sex als eine emotionale Angelegenheit, worum ich froh bin, noch nicht so abgestumpft und innerlich tot zu sein, nur die pure Befriedigung zu sehen. Wie redet man also frei darüber - naja - am besten wohl ehrlich, einfach so, ohne Blockaden. Man vergibt sich ja nichts dabei. Die Frage ist natürlich, was Sex überhaupt ist. In den Zeiten des Hedonismus sicherlich eine Art Sebstbefriedigung mit wechselnden Gehilfen. Auf der anderen Seite etwas, was der Beziehungsfetischist als i-Punkt auf der Verbindung sucht und ihn endgültig verbindet. Wie Sex sich darstellt - wechselhaft, wie Menschen nun mal sind. Unendliche Fascetten. Vielleicht ist er auch der letzte Fluchtpunkt in einer überregulierten Welt, wenn man ihn lässt. Ich bin gespannt. |
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"...Liebe ohne Sex ist irgendwie mangelhaft, Sex ohne Liebe aber auch - jedenfalls aus meiner Sicht. Da kann ich mich natürlich auch irren..."
Du irrst dich, natürlich. |
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schrieb am
23.03.2010 um 01:03
Hunde, die bellen, beißen nicht.
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Selbstkritik, die lob ich mir.
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Hexogen: ein kluger Beitrag.
Ich denke, es wird eher zu viel als zu wenig über Sex geredet. ;-) |
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Da kann ich mich Alien59 nur anschließen.
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Und was ist überhaupt wahre Liebe?
Große Worte lieber Hexogen... |
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"Wieso übrigens nur Sex im Alter? Was ist mit Sex mit Alten? 60, 70, 80 Jahre geballte sexuelle Erfahrung, das ist doch etwas, von dem Jüngere praktisch lernen können."
Ich glaube, dass das sehr milieuabhängig ist. An manchen Erfahrungen dieser Altersgruppe möchte ich lieber nicht partizipieren, denn der Sex wird nicht der gewesen sein, den ich mir so vorstelle. Ich kann mich noch gut an Gespräche mit einer Seniorin erinnern, die meinte: "Na ja, ab und an habe ich ihn gelassen und irgendwann war er ja fertig - schließlich habe ich ihn geliebt." Die oder ähnliche Aussagen sind gar nicht so selten. Da war nichts Fulminantes. Ich kann mich noch an Erzählungen über meine Urgroßmutter erinnern, die - glaube ich - 14 mal schwanger war, wobei die Mehrzahl der Kinder früh starb. Ihr Mann kam oft nach Schichtende nach hause, aß etwas und bestieg sie dann, bis sie wieder schwanger war. Die überlebenden Kinder hassten ihren Vater, weil sie miterlebten, wie er ihre Mutter kaputt machte. Sex in unserem heutigen Verständnis ist anders - hoffe ich zumindest. "Es wird doch inflationär über Sex geredet in unserer Zeit. Was kommt aber dabei herum? Essentielles? Fortschrittlich Befreiendes?" Ich glaube, es gibt verschiedene Ergebnisse. Auf der einen Seite sind sie positiv, weil Menschen einfach die Möglichkeit haben, sich zu informieren, sich zu inspirieren. Auf der anderen Seite werden natürlich auch Begehrlichkeiten geweckt, die ohne den Information Overkill vielleicht nie von Relevanz gewesen wären. Es ist immer schwierig, wenn eigentlich substantiell gefühlsbetonte Dinge zu einem stets verfügbaren Freizeitangebot degradiert werden. Das macht den Umgang für viele nicht einfacher - eher eine Überforderung tritt ein. Es wird permanent abgeglichen, ob da nicht noch mehr ginge, ob man etwas verpasst. Gut tut das dem Sex als solchem nicht. Vielleicht verliert er sogar Essentielles - nämlich das Verbindungsstiftende, weil die Omnipräsenz das Besondere nimmt und gegen Beliebigkeit austauscht. Durch die Erhöhung seines Stellenwertes wird er auch immer häufiger verlangt, wie eine Mode, die man keineswegs verpassen darf. Er gerägt also noch mehr unter Druck - fast kann er einem leid tun, der arme Sex. Alles muss er leisten: Entertainment, Bestätigung, Abwechslung, Befriedigung, ... Der Mann muss im besten Fall dauererigiert allzeit bereit adonishaft im Faunskostüm verfügbar sein, die Frau robbt derweil im Idealfall halb entblößt über den Berberteppich im Wohnzimmer, um ihrem Gebieter minütlich zur Verfügung stehen zu könnnen. Ich möchte nun keineswegs der Prüderie anheim fallen. Dennoch scheint es mir so, als würde das Dauerthema Sex doch auch sehr viele Schwierigkeiten mit sich bringen - zumindest in der medialen Ausgestaltung. Vom verbindenden Glied, dass neben der Ehe existierte, ist er teils zum entbindenden Element geworden. Die Medien suggerieren: Sex gibt es überall und jederzeit. Das ist sogar richtig - und nicht einmal neu. Neu ist, dass Beziehung hier oft auf das Sexuelle reduziert, fast gleichgesetzt, wird. Dadurch gewinnt sie nicht unbedingt, sie reduziert sich vielmehr und andere Werte und Emotionen drohen, unter den Tisch zu fallen. Ob eine Systematik dahinter steckt, vermag ich nicht zu sagen. Die egozentrisch-sexuell motivierte Gesellschaft, in der Sex nur ein Kick ist und nicht mehr beziehungsgebunden, ermöglicht auf alle Fälle mehr Umsätze. Selbstverwirklichung als Einzelindividuum ist teuer und somit ein positiver Effekt für die Märkte. Die Omnipräsenz und permanente sexuelle Konkurrenz, die Angst, nicht genug zu bekommen, missachtet das Bestreben nach Selbstzufriedenheit, baut Trugbilder, denen dann hinterher gerannt wird. Das ist menschlich und dennoch unbefriedigend. Letztlich ist es aber nur ein Weitertreiben der Individualisierung des Menschen hin zu lauter Einzelpersonen, die sich nicht mehr binden wollen, weil sie stets befürchten, sie könnten dann etwas verpassen. Soweit ich weiß, existieren dazu auch ganz interessante Zahlen - Single-Haushalte betreffend - eine echte Wirtschaftsgröße. Der Warenumsatz lässt sich schließlich fast verdoppeln und Einzelindividuen, die auf der Dauersuche nach Sexualpartnern sind, erwerben mehr Kleidung, gehen mehr aus, verbrauchen mehr Strom- und Heizkosten, mehr Wasser etc. pp. Ob das der Gesellschaft gut tut, wage ich zu bezweifeln. Ob das dem Individuum gut tun, kann ich nicht sagen. Im Einzelfall mag das so sein, das ist durchaus möglich. Dann wäre es aber ohnehin der Lebensentwurf gewesen. Ich glaube aber, dass Viele dadurch lediglich länger auf der Suche sind und dann doch nicht das finden, was sie sich erhoffen, da sie an der falschen Stelle graben. Rückblickend über diverse Verhältnisse kann ich sagen, dass Abenteuer zwar immer erregend waren und ich sie auch nicht missen möchte, sie mich als Menschen aber auch nie trugen. Aus diesem Grund widerstrebt es mir mittlererweile auch sehr, Sex singulär zu betrachten und ich setze ihn aus diesem Grund auch wieder in einen Beziehungskontext, was ich eine Weile nicht tat. Vielleicht ist es auch das, was mich an Diskussionen über Sex oft stört - es ist nicht die Art; er mag zärtlich, hart und meinetwegen auch abnorm sein - da hat jeder Mensch die freie Wahl und das ist auch gut so. Es ist diese Entertainment-Rolle, in die er gepackt wird, die ich als entwertend empfinde. Das hat er eigentlich nicht verdient, der Arme. |
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Hallo Hexogen,
danke erst einmal! Das ist ja schon ein eigener Beitrag. (Da werde ich mir beim Zusammenfassen einen abbrechen;-) Die Einschätzung milieuabhängig möchte ich aber einfach mal infragestellen. Meine Urgroßmutter, vermutlich aus ähnlichem Milieu, war da ganz anders, wie mir erzählt wurde. Das "dabei an den Kaiser" denken ist wohl nicht generalisierbar. Erschütternd waren für mich die Schilderungen von Frauen über die Vergewaltigungen gegen Kriegsende 1945 und deren Folgen für das eigene Sexualleben. Sex muß eine Menge leisten. Ja genau. Für was ist diese Zentrierung auf die Sexualität ein Ersatz? Was wird damit kaschiert? Wovon wird dadurch abgelenkt? Welche Kräfte werden daran gebunden bzw. welche gesellschaftlichen Aktivitäten des Individuums dadurch verhindert? Wenn die Befriedigung für den Menschen vor allem aus der individuell erlebten Sexualität erwachsen soll, was sagt das über das Gemeinschaftsgefüge unserer Gesellschaft? |
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schrieb am
23.03.2010 um 22:36
Natürlich ist nichts generalisierbar. Den Anspruch erhebe ich allerdings auch nicht. Es war nur ein Beispiel, von dem ich wusste. Frauen als Kriegsbeute - ja, das ist bis heute üblich und grausam zugleich.
Du stellst viele Fragen, auf die ich gerade auch keine Antwort weiß und ich denke, diese sind individuell ganz unterschiedlich. Grundsätzlich glaube ich, dass man mit Sex nichts kompensieren kann. Da fängt der Fehler an. Und man begeht einen weiteren, wenn man anderen glaubt, dass es doch ginge. Du müsstest Befriedigung definieren. Für die körperlich-sexuelle Befriedigung ist Sex nun mal wichtig und auch unerlässlich. Zur intellektuellen Befriedigung indes ist er unnütz, es sei denn, man schreibt drüber. Kräfte: "Guter" Sex gibt Kraft - er raubt keine. Wenn doch, stimmt was nicht. So - nun aber Schluss. Schließlich wollte ich hier nur noch lesen und kommentieren und keine Blogs mehr schreiben, auch keine integrierten. |
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"Du stellst viele Fragen, auf die ich gerade auch keine Antwort weiß...
Die stelle ich ja allgemein und nicht nur dir allein, das ist ja das Schöne an Community! Ist wie mit dem Sex. Allein geht auch, aber mit anderen ist er schöner. (Oder nur anders? - Ach, die Fragen hören ja nie auf. Ist wie mit ...) |
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@ Titta (23.03., 23:14)
Da hat doch Woody Allen ne Antwort parat: "Selbstbefriedigung ist Sex mit einem Menschen, den man wirklich mag" !!! |
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Das war doch in "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten", oder?
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schrieb am
25.03.2010 um 08:43
Woody Allen: "Selbstbefriedigung ist Sex mit einem Menschen, den man wirklich mag"
Diego Maradonna: "Selbstbefriedigung ist Sex mit der rechten Hand Gottes." |
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Den von Maradonna kannte ich noch nicht. Außerdem war mir unbekannt, daß Maradonna schwul ist. Weiß der vermutlich aber selbst noch nicht. :-)
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@Titta
Außerdem war mir unbekannt, daß Maradonna schwul ist. Maradona (nur echt mit ohne Doppel-n, er ist mit der Madonna weder verwandt noch verschwägert) ist nicht schwul, sondern Gott ist weiblich. Aber das weiß doch inzwischen jeder ernsthafte Feminist. Ja, wo samma denn? Doch net bei de Jawosamma-Neger... Ciao Wolfram |
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"Die trostlose Geilheit der Massenübereinkunft, es müsse permanent und wie ein roter Faden der Geschlechtstrieb zwischen den Menschen eine Art von karnevalistischer Unruhe stiften, dauerndes Hin und Her, seelisch und körperlich, mehr körperlich, die machte ihm einen Brechreiz. Ihn ekelte davor. Aus der Tatsache, dass Männer und Frauen unter gewissen, doch immer aber komplizierten und ausnahmehaften Umständen diese biologische Sache miteinander betrieben, weil sie getrieben waren dazu, wurde ihm allzu viel Wind gemacht, im Stil von Boulevard-Theater (...)und wenn es überhaupt nichts mehr zu lachen gäbe, in schlechtesten Zeiten, so bliebe doch immer noch das Geschlechtsleben der Menschen als leichte Unterhaltung und wäre gut für beabsichtigte obszöne Versprecher, dümmlich-hundsgemeine Skechtes in Fernsehsylvesterprogrammen, ein unendlich lang andauernder schlechter Witz, das Ganze".
Gabriele Wohmann Frühherbst in Badenweiler Meine Güte, wie komme ich jetzt bloß darauf. |
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Ich entsinne mich dunkel, da war mal was ...
Nun aber folge ich dem weisen Buddha (auf amerikanisch 'Budweiser'): "Unkeuschen Wandel - das hat er aufgegeben; in Reinheit lebt er, abgeschieden, von dem weltlichen Geschlechterverkehr ganz abgewandt." |
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Interessant, zumal die Dichotomie Sexualität (=Schmutz) - Enthaltsamkeit (=Reinheit), und offenbar ein gängiges Motiv bei Religionsstiftern und religiösen Führern (s. z.B.: Augustinus, confessiones!)
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@Magda
"Gabriele Wohmann Frühherbst in Badenweiler Meine Güte, wie komme ich jetzt bloß darauf." Wohmann hat mich schon zu Schulzeiten immer ungeheuerlich frustriert. Mochte ich auch danach nie lesen. Ob man sie mag oder nicht, hängt wohl auch damit zusammen, ob man ihre Sicht auf die Beziehungswelt teilt oder nicht. Für die einen realistisch, für die anderen zu einseitig. Wie du darauf kommst? Vielleicht, weil Sexualität bzw. ihre Erfahrbarkeit eben genau diese Bandbreite beinhaltet. Sich alles sein oder sich nur benutzen. |
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@Oranier
War es nicht Origenes, der erst versuchte, sich selbst zu entmannen als Reaktion auf seinen bisherigen Lebenswandel, und als das mißlang, überzeugter Kirchenvater wurde? Da sind die Lebensläufe doch zT. ähnlich bei den entsprechenden Herren. |
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"Sich alles sein oder sich nur benutzen."
Pardon, es muss heißen: "Einander alles sein oder einander nur benutzen". Ich nehme an, Du redest von mindestens zwei Personen. |
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@ Titta
Liebe Titta, haben wir hier die Augsteinisierung des Freitagsblogs oder was? Augstein macht, wo er in dem einen Blog argumentativen Gegenwind bekommt, dem er nicht gewachsen ist, ein neues Blog auf, um darin eine einzelne Person diffamierend der öffentlichen Ächtung preiszugeben. Schön, solches liegt dir hier ganz offensichtlich fern, und solche Methoden hätte jemand mit deinem Selbstbewusstsein auch nicht nötig, aber welchen Sinn hat es für dich, die Diskussion hierher zu verlagern, statt sie in Anettes Blog fortzusetzen? Das wirkt wie ein Affront auf mich, auch wenn es hoffentlich nicht so gemeint war. Warum machst du das also? Schön, in einem Blog mit zweihundert Kommentaren verliert man leicht die Übersicht, aber soll das alles hier noch einmal durchgekaut werden? Schön, der Blogbeitrag hatte seine Schwächen, aber die dort bereits formulierte Kritik bedarf hier nicht unbedingt der Wiederholung, wie teilweise schon in deinem Beitrag geschehen. Schön, die Diskussion dort ging nicht sehr in die Tiefe und driftete stellenweise in die hier schon bei jedwedem Thema obligatorische Spaßhuberei ab, aber das kann man der sorgsam moderierenden Autorin nicht anlasten. Das wirst du voraussichtlich, da du dir die Kommentatoren nicht neu stricken kannst, hier nicht viel anders haben. Was also ist hier zu erwarten? Meine Neigung, hier alles zu lesen und ggf. auch hier nochmals was dazu zu schreiben, schwindet jedenfalls. Herzliche Grüße oranier |
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"Warum machst du das also? "
Wegen dem Jodeldiplom. Da hast sie mal was eigenes. Denke ich, ganz unbefangen. |
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@ Magda
Klingt mal wieder bissig, sage ich ganz befangen. Über Eigenständigkeit, sofern es das Denken betrifft, braucht Titta sich, glaube ich, nicht zu beklagen. Aber was habe ich unter Jodeldiplom zu verstehen? Frage ich ganz unbefangen. |
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@ Magda
ok., wirst du mir nicht beantworten. Antwort gips bei Wikipedia. Kannte ich bislang nicht. Aber aber, deswegen ein eigener Blogbeitrag? ein unbefangener Vergleich zeigt: Titta, Beiträge: 9 Magda Beiträge: 293 Rein quantitativ ist Titta also für dich eine Quantité négligeable, nicht einmal der Erwähnung, geschweige denn der Eifersucht wert. Über die Qualität hingegen mag ich hier aus einsichtigen Gründen kein vergleichendes Urteil abgeben, außer: Ihr seid beide unbeschreiblich weiblich. Mitsamt eurem ... Wie lautete das Wort nochmal? |
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Das kennst Du nicht? Das tut mir jetzt Leid
www.youtube.com/watch?v=D4zivYeH2m8 (geht leider nicht mit Einbettung.) Hier üben sie den Erzherzog Johann-Jodler Holleridudödeldi diridiridudeldö Sind das nicht orgasmische Silben? Wer das nicht kennt, sollte auch nicht über Sex jodeln und kriegt dann nie ein Jodeldiplom und hat nie was Eigenes wie Frau Hoppenstedt. |
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Pardon - Bussi :-))
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Oranier, ich denke, Magda wird deine Frage schon lesen.
Ich musste bei "Jodeldiplom. Dann hat sie was eigenes" breit grinsen. Leider fällt mir nicht mehr ein, von wem das genau war - irgendwie erscheint da ein Bild von Loriot vor meinem Auge. Jedenfalls ging es um Emanzipation, und der Herr Gemahl verkündete, Frauchen dürfe nun ein Jodeldiplom machen, dann habe sie "was Eigenes". Etwas verblasste Erinnerung bei mir, ohne Gewähr für Richtigkeit, aber vielleicht hilfts dir beim Verstehen. Vielleicht reichts auch zum Lächeln. |
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Sorry, da ist mein Kommentar hängengeblieben und die Antwort längst da. Technik, und nicht mal editieren kann ich!
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@ oranier - "Rein quantitativ ist Titta also für dich eine Quantité négligeable, nicht einmal der Erwähnung, geschweige denn der Eifersucht wert."
Eifersucht? Auf Titta? Du machst Witze. Sie ist ja überhaupt keine Konkurrenz für mich. Womit denn? Mich hat - wie Dich - die Tatsache erstaunt, dann aber erheitert, dass sie sich - allerdings tatsächlich höchst eifersüchtig auf Anette Lack - sofort des Sex-Themas bemächtigt hat. Und zwar nicht nach dem Motto: Ich habe besseren Sex, wie weiter unten gespottet, sondern mit der Behauptung, ich kann besser über Sex reden, als Frau Lack. Wie ich bereits scherzhaft schrieb: Zu dem Thema wollte sie was Eigenes. Das wollte ich mal klarstellen: Nix Elisabeth und Maria Stuart. |
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Lieber Oranier,
so klug wie du bist, wäre das Offensichtliche für dich doch leicht zu erkennen gewesen: Anette geht es darum, daß möglichst unbefangen über Sexualität gesprochen wird, und hat Gründe aufgeführt, warum sie das für wichtig hält. Ich mache mir dahingehend Gedanken, in welcher Weise und mit welchen Inhalten denn nun genau, also wie sinnvoll über Sexualität zu reden wäre. Und ich frage nach der gesamtgesellschaftlichen Funktion, den Gründen für diese herausgehobene Gewichtung des Sexuellen. Wieso also dann deine Fragen? Zumal Anette ihrem Blog einen abschließenden Kommentar angefügt hat. Aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden. Was hier zu erwarten sei an neuen Erkenntnissen, fragst du weiter. Das weiß man vorher nie. Aber daß gerade du einem Erkenntnisversuch so kritisch gegenüberstehst, erstaunt mich dann doch. Stell dir mal vor, der Mensch gäbe seine praktischen sexuellen Bemühungen gleich nach den ersten enttäuschenden Versuchen auch auf. Das wäre doch schade gewesen. Oder? Wenn's langweilt, soll man ja auch nicht weitermachen. Liebe Grüße Titta |
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"Ich mache mir dahingehend Gedanken, in welcher Weise und mit welchen Inhalten denn nun genau, also wie sinnvoll über Sexualität zu reden wäre. Und ich frage nach der gesamtgesellschaftlichen Funktion, den Gründen für diese herausgehobene Gewichtung des Sexuellen."
Das ist natürlich eine Abstraktionsstufe höher und eine völlig andere Dimension. :-)) Wunderbar, dass da noch niemand drauf gekommen ist. |
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@ Magda (23.03. 21:45)
Hier zur Erinnerung: "Lee Berthine schrieb am 23.03.2010 um 14:38 @ Anette, sorry, die Formulierung "mein Sex ist besser als deiner",von mh ausgeliehen und abgewandelt, sollte besser so lauten: Ich bin doch viel lockerer, authentischer, erfahrener und unverklemmter als du. Und da fängt das Problem schon an: viele Jugendliche sind nun mal noch zart verschämt..." Mein Schwerpunkt hierbei liegt auf dem Vorbild, das die Erwachsenen abliefern! Eifersucht ist übrigens ein natürliches, gesundes Gefühl, das erst krankhaft und überzogen wird, wenns nicht bewusst gemacht, erkannt, genannt und akzeptiert wird. |
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@Lee Berthine
"Eifersucht ist übrigens ein natürliches, gesundes Gefühl, das erst krankhaft und überzogen wird, wenns nicht bewusst gemacht, erkannt, genannt und akzeptiert wird." Dafür ein Bussi - falls dir das nicht zu aufdringlich ist. Meine Kritik bezog sich eben genau auf das Vorbild, was die Erwachsenen da abgeben. Aber schon interessant, was aus dieser Kritik dann wiederum gemacht wird, wie sie rezipiert wird. Magdas Bemerkungen sind jedoch insofern richtig, daß eben gerade die Sexualität ein exponiertes Feld für Rivalitäten, Rankings und Konkurrenzverhalten abgibt. |
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@ Magda
"Das wollte ich mal klarstellen: Nix Elisabeth und Maria Stuart." - "Eifersucht? Auf Titta? Du machst Witze. Sie ist ja überhaupt keine Konkurrenz für mich. Womit denn?" Eben, genau das wollte ich ja auch klarstellen. Im Drama von Schiller klingt das so: "ELISABETH. ( zurücktretend ). Ihr seid an Eurem Platz, Lady Maria! Und dankend preis ich meines Gottes Gnade, Der nicht gewollt, daß ich zu Euren Füßen So liegen sollte, wie Ihr jetzt zu meinen." |
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@Magda
Wegen dem Jodeldiplom. Da hast sie mal was eigenes. Denke ich, ganz unbefangen. Fui Deibel! Da gab's doch mal den Alois-Brummer-Film "Unterm Dirndl wird gejodelt"... Ja, muß denn immer 1 Sex sein? Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Magda ist doch nen Ossi. Von daher vermutlich nicht intim so vertraut mit den einschlägigen Titeln samt Produzenten wie ihr Bayern, auf deren Geschmack diese lust-igen Filme zugeschnitten waren. Andererseits hat sich ja unmittelbar nach der Wende eine Legion von Ostdeutschen bemüht, sich in Deutschland kulturell zu integrieren und das Versäumte elfertig nachzuholen, indem sie sich aus den überall aus dem Boden schießenden Sexshops und Videotheken bediente. Bin damals mit dem Motorrad durch die "Ehemalige" gefahren, und mir wurde schmerzhaft klar, für welche Straßen ihre Bauernmaschine "MZ" konstruiert war. Und in den Ortschaften überall das gleiche Bild: Die Häuser grau in grau, im günstigen Fall mit abbröckelndem Putz, ein Konsum und eine Gaststädte, und als Kulturimport eine Quelle-Niederlassung, drei Autosalons, ein Sexshop und drei Videotheken. |
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@oranier
Magda ist doch nen Ossi. Von daher vermutlich nicht intim so vertraut mit den einschlägigen Titeln samt Produzenten wie ihr Bayern, auf deren Geschmack diese lust-igen Filme zugeschnitten waren. Ja, dann. Ich empfehle zum Thema "Alois Brummer" den Dokumentarfilm "Sex - Made in Pasing" von Hans-Jürgen Syberberg, aus den siebziger Jahren. Dieser Syberberg ist eh ein Phänomen, er hat sterbenslangweilige Spielfilme gedreht und ganz hervorragende Dokumentarfilme. Neben dem oben erwähnten kenne ich noch "Theodor Hierneis oder wie man Ehemaliger Bayerischer Hofkoch wird". Ciao Wolfram |
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Hilfe, Titta hat mir ein Bussi gegeben...
Das bekommst du wieder: schmatz! ;) |
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@Lee Berthine
Danke! :-)) |
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@Oranier
Du hast die Tankstellen vergessen, die im Dunklen an den Ortseingängen wirkten wie unversehends gelandete Ufos. Bis dahin unbekannte riesige Lichtkörper in einem Meer von nächtlicher Tristesse. |
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@ Titta
Wieso bedankst du dich bei Lee Berthine? Jetzt machst du aber mich eifersüchtig. Der Kuss galt mir. Jedenfalls stand in "mein Freitag": 25.03.2010 | 16:43 Lee Berthine hat Ihren Kommentar kommentiert |
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"Eifersucht ist übrigens ein natürliches, gesundes Gefühl, das erst krankhaft und überzogen wird, wenns nicht bewusst gemacht, erkannt, genannt und akzeptiert wird."
Einverstanden, aber ich suche mich schon aus, auf wen ich eifersüchtig bin und wen ich einfach - aus Gründen - nur verachte. Genügt das als Erklärung? Hin und wieder übefällt mich ein Groll. Aus guten Gründen. Es wäre vornehmer, sich zurückzuhalten, aber manchmal habe ich keine Lust darauf. Wenn man die Geschichte nicht kennt, dann sieht alles ein bisschen anders aus. |
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Oh,
jetzt bin ich in der mir eigenen Hybris davon ausgegangen, daß ich einfach von unserer guten Libertine zurückgeküßt worden sei. Natürlich lag es mir fern, werter Oranier, dir hier in deinem Kommentarfeld Küsse stehlen zu wollen. |
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@Magda
Krieg wird halt immer aus den besten Gründen heraus geführt. Scheint wohl wirklich so zu sein. |
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@ oranier
@ titta Achtung, hier lauern Missverständnisse. Libertine war in diesem Fall nicht beteiligt und mein Kommentar galt tatsächlich Titta, zwecks Revanche-Bussi. @ Magda Das kann ich verstehen, ich lasse mir meine Gefühle auch nicht "vorschreiben" oder diktieren - und auf wen, wann und wo ich mal neidisch, eifersüchtig oder mit Bewunderung rechts und links des Weges schaue, darüber weiß nur ich selbst bescheid. Im Gegensatz dazu ist Verachtung wohl eher kein "gesundes" Gefühl. Wenn ich erwarte, dass andere mich respektieren, muss ich theoretisch mit Selbstrespekt und Achtung vorangehen. Das ist noch viel wichtiger als das, was andere von mir meinen, denken oder sagen. |
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@Lee Berthine
:-)) Zum Thema Verachtung: Es gibt eine Gewalt, die Verletzungen zufügt, ohne Blutspuren zu hinterlassen: die Verachtung. Franz Josef Wetz In jeder Menschenverachtung steckt ein Stück Selbstverachtung. Franz Landsberger Und von Nietzsche habe ich noch folgenden gefunden: Gegen die Männer-Krankheit der Selbstverachtung hilft am sichersten, von einem klugen Weibe geliebt zu werden. Hier ließe sich fragen, ob dann die Verachtung von anderen vor allem eine Angelegenheit der Damenwelt wäre. Aber das laß ich mal, schließlich hat Nietzsche sich so manchen Quatsch zusammengereimt. |
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Liebe Titta;
Konstruktive Kritik, klar, immer gern. Aber ich bitte Dich, auch vorm Kritisieren, das zu Kritisierende genauer zu lesen: 1.) ICH hatte nie behauptet, dass Carrie und ihre Freundinnen unbefangen über Sex reden. Das hatte meine Tochter gesagt. Ich habe lediglich nur konstatiert, dass das in Deutschland noch nicht geschieht. Die Äußerung sozusagen als Anlass. 2.) Mein Anliegen war nie, im Freitag über Sex zu reden, sondern im Alltag. Um z.B. Kinder zu stärken, damit sie nicht so leicht zu Missbrauchsopfern werden können. Dies war also ein Missverständnis einzelner, durch die Überschrift begünstigt. 3.) Dass Sexualität im Alter langsamer wird, zörtlicher, ist sicher ein Klischee. Dass sie langsamer wird, andererseits eine medizinische Tatsache, die mir viele Männer ab 70 bestätigt haben. Ohnehin hatte ich viele Gespräche mit älteren Paaren für diesen im Blog beschriebenen Artikel. Auf diese Recherchen habe ich meine Aussagen gestützt. Herzliche Grüße Anette |
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Liebe Anette,
zu 1: ich hatte genau gelesen. Es war doch sonnenklar und für mich selbstverständlich, daß die beiden zitierten Sätze nicht deine Meinung, sondern die deiner Tochter widerspiegeln. Scheinbar ist das aber in meinem Beitrag nicht genügend deutlich geworden. Lee Berthine hat weiter unten wunderbar herausgearbeitet, warum dieses pseudoaufgeklärte und vorgeblich coole TV-Gerede über Sex so fragwürdig ist, wenn dann auch noch die Sprachlosigkeit der Elterngeneration dazukommt: "Da müssen sich die Kinder wie eh und je alles selber aus der wahrgenommenen Realität und albernen TV-Serien zusammenreimen..." zu 2: Ist Freitag kein Alltag? Oder anders: Der Freitag hat doch extra einen Alltag. Wenn man das Reden auf bestimmte Bereiche beschränkt, kann man dann wirkliche Unbefangenheit erreichen? zu 3: Ich habe beruflich gerade mit zwei älteren Pärchen zu tun, bei denen es genau umgekehrt ist. Da wollen und können die Männer (einer ist gerade 80 geworden) sehr dezidiert, ganz ohne Viagra, während die Frauen hoffen, daß ihre Männer endlich von der Biologie eingeholt werden. So vielgestaltig kann Wirklichkeit sein. Herzlich Titta |
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@ Titta:
"Da wollen und können die Männer (einer ist gerade 80 geworden) sehr dezidiert, ganz ohne Viagra, während die Frauen hoffen, daß ihre Männer endlich von der Biologie eingeholt werden. So vielgestaltig kann Wirklichkeit sein." :D |
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Also sollte ich mal Beratung brauchen - wofür auch immer - ich würde mich schon wundern, wenn ich irgendwo im Netz was lesen würde. Unsäglich sowas.
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Ach Magda,
da hat der Wunsch, mir was ans Zeug flicken zu können, dich mal wieder herrlich vergaloppieren lassen. Ich gewöhne mich aber allmählich daran, daß du das irgendwie zu brauchen scheinst, mir auf diese Weise zu begegnen. In diesem Sinne: ist doch schön, daß ich wieder da bin, nicht?! |
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Mir kommt es vor, hier und auch in Anettes Blog, als wäre die Klage über den defizitären Sex und die mangelnde Kommunikation darüber eine Version der "Früher war alles besser"-Klage. Es sind die anderen die verklemmt sind, sich mal locker machen sollen.
Wieso sollte ich überhaupt über Sex reden, hier? Ich habe mich schon früher aus Unterhaltungen in der Umkleidekabine herausgehalten, weil mein Sex nur mich etwas angeht. Ich will nicht drüber reden müssen. Die Schilderungen anderer finde ich mal anregend, mal befremdlich, ganz nach meiner Stimmung oder Inhalt und Stil. Ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die explizit über Sex schreiben und reden können, wie ich es auch gut finde, dass es Menschen gibt, die es bei Andeutungen belassen. Jeder schreibe und lese wie er mag. Sex and the City habe ich von ein paar Szenen einmal abgesehen nie gesehen. Allein der Plot langweilt mich schon, die Frauen in der Serie finde ich äußerst ungeil. Es ist nicht so, dass ich nicht freier über Sex reden sprechen könnte und die eine oder andere Verklemmtheit und Hemmung ablegen könnte, doch das möchte ich im kleinen Kreis machen. Doch ich lese weiter mit und danke für die Anregungen. |
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Sicher hast DU mich nicht so verstanden, dass alle immer über Sex reden sollen? Aber, wie gesagt, wir wohnen hier unweit der Reeperbahn... DAS kann es wirklich nicht sein. Sich in Bussen aus Hintertupfingen da hin karren lassen, die Sau rauszulassen, und den Rest des Jahres den biederen zu geben. Andererseits verhindert das womöglich Schlimmeres. Ich meinte damit: Solange da so schambehaftet ist, wird es auch immer Missbräuchen Tür und Tor öffnen. Weil Kinder sich u.a. aus Scham nicht trauen, darüber zu sprechen. Es womöglich nicht benennen können, was da passiert.
Kinder und ihr Körpergefühl stärker, das auch in Schulen, im Sport etc. Kann ich nur gebetsmühlenartig wiederholen. Wieso denken denn Kinder, dass Erwachsene sie einfach anfassen dürfen? Angst, klar. Schamgefühl. Loyalität, wenn es sich um jemanden handelt, den sie kennen. Kinder sind sehr loyal. Aber wenn ein Kind von vornherein weiss, niemand darf mich anfassen, wenn ICH es nicht will, würde das schon eine Menge bringen. Und natürlich das Wissen darum, dass Sexualität zum Leben gehört, aber in Grenzen: Dass es absolut unzulässig ist, wenn ein Erwachsener Sexualität mit einem Kind haben will. Und das früher alles besser war... um Himmels willen! Von mir hast Du das bestimmt noch nie gehört. Liebe Grüße Anette |
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"Von mir hast Du das bestimmt noch nie gehört."
Also ich finde schon, dass früher alles besser war. Was das mit Sex zu tun hat, weiß ich nicht. Ich dachte nur, dass früher vielleicht auch das... |
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@Merdeister
"Es ist nicht so, dass ich nicht freier über Sex reden sprechen könnte und die eine oder andere Verklemmtheit und Hemmung ablegen könnte, doch das möchte ich im kleinen Kreis machen." Mir ist einmal, recht spontan, von einer Schulklasse (Jahrgangsstufe 6 oder 7) die Frage gestellt worden, wann denn der richtige Zeitpunkt für ein jung(verliebt)es Pärchen sei, um Sex miteinander zu haben. Himmel, was gibt man da zur Antwort? Ich mußte selbst erst überlegen und hab dann sinngemäß gesagt: Wenn ihr soweit seid, gemeinsam darüber zu reden, insbesondere auch über die dabei nötige Verhütung, dann seid ihr wohl auch alt genug, um Sex zu haben. Manchmal muß man reden. Auch im größeren Kreis. Worüber sich so in Umkleidekabinen unterhalten wird, entzieht sich völlig meiner Kenntnis. |
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@Magda
Also ich finde schon, dass früher alles besser war. Was das mit Sex zu tun hat, weiß ich nicht. Remember the Good Old Days when sex was dirty and the air was clean. Ciao Wolfram |
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Wer richtig fickt, braucht nicht gross Worte darüber zu verlieren. Umgekehrt funktioniert diese Aussage natürlich auch: Wer gross Worte darüber verliert, braucht nicht richtig zu ficken.
Wo der Zusammenhang zwischen Politik und Sexualität liegen soll, erschliesst sich mir leider nicht. Aber vieleicht bin ich ja auch nicht in der Lage, alles zu sehen... ...vor lauter Ficken ;-) |
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"Wer richtig fickt, braucht nicht gross Worte darüber zu verlieren"
Richtig. Übrigens ich finde, Du bist doch schweigsam. Nicht so oft zu lesen. Das ist doch ein gutes Zeichen. :-)) |
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Hm, schweigsam ja: Ich musste da letzhin an eine Lesung- einer der Lesenden war ich- und da fiel mir bei der vorlesenden Konkurrenz auf, dass es bei den Frauen und ihren Kurzgeschichten überdurchschnittlich häufig um Sex ging- bei den Männern hingegen nie.
Das fand ich doch ausgesprochen interessant. Bei meiner Kurzgeschichte- immerhin brachte ich es von insgesamt 3'423 Geschichten auf Platz 12 (es war ein schweizweit organisierter Schreibwettbewerb)- ging es auch nicht ums Ficken, sondern ums Verschwinden. Die Jury, die u. a. aus einem bekannten schweizer Schriftsteller bestand, den ich persönlich sehr mag, wies ausdrücklich daraufhin, dass Sexualität in der Literatur grundsätzich ein heikles Thema sei. Unter die ersten Drei schafften es nur Geschichten ohne Ero-Tick, aber dafür mit ganz viel Tod. Fand ich auch bemerkenswert. Der Orgasmus wird in Frankreich übrigens auch la petite mort genannt. Hübsch, nicht? So, genug geschrieben ;-)) |
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Es gibt eine Website, die heißt
www.beautifulagony.com/ und zeigt nur Gesichter. Ich bin drauf gekommen, weil eine Frau von Schirach in einem Buch drauf gekommen ist. Da hast Du wirklich beide Seiten der Medaille in den Gesichtern. |
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Das ist allerdings eine ganz interessante Seite, Magda.
Was wäre wenn... wir jetzt nicht wüssten, dass es sich hier um die Gesichter von Menschen handelt, die gerade kommen? Beide Seiten einer Medaille, Fortpflanzung. Da kommt mir in den Sinn: Was passiert bei einem Mann, der Suizid begangen hat, als letztes? Die letzte körperliche Reaktion auf das Unausweichliche? Man mag da staunen- oder auch nicht. La petite mort klingt da schon sehr glaubwürdig. Hast Du schon einmal eine Agave blühen sehen? Sie blüht nur einmal... danach stirbt sie. Ein einziges Mal habe ich eine Agave blühen sehen im Tessin auf der Blumeninsel Brissago: Das ist gewaltig, wirklich gewaltig! Selten zuvor habe ich ein dermassen beeeindruckendes Bild gesehen, wie das dieser riesigen Agave, die da ihren Blütenstengel mit allerletzter Energie in den Himmel getrieben hat, förmlich getrieben! Sie wird wohl jahre- wenn nicht sogar jahrzehntelang an diesem Kunstbauwerk "gearbeitet" haben- und das alles nur um fortzubestehen! Der Blütenstengel ragte meterhoch in den blauen Himmel hinein und die Blüten selbst waren phantastisch, so gross, so stolz... fast mystisch. |
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"Unbefangen über Sex reden – aber mit welchen Konsequenzen bitte?"
Welche Konsequenzen denn? Kriegt man vom unbefangenen Reden auch schon Kinder oder wird man nur bedeutungschwanger? Ich frage ja nur. |
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Diesen Text verstehe ich ebensowenig wie den, auf den er sich - quasi mit der wehenden Sex-Trikolore in der Hand www.schulbilder.org/eugene-delacroix-die-freiheit-fuehrt-das-volk-franzoesische-revolution-t15554.jpg - bezieht.
Ein gutes Beispiel dafür, wie "Sex" zum Kampfbegriff wird: Spießer sind auch hier immer die anderen, und den besten Sex bzw. das beste Verständnis davon hat "ich", Schreibende, und das scheint auch der Sinn udn Zweck der ganzen Übung. Als gäbe es eine Art und Weise, SEx zu betrachten und auszuüben, die GUT, "unabhängig", "unangepasst" etc ist, sozusagen den FREIE LINKE TITTA Sex - und den anderen, blümchenhaften. Ich find den Streit darum langweilig - worüber erregt man sich so sehr? Lass doch die einen so über Sex reden, die anderen so, und die dritten, gentlemanlike, genießen und schweigen, während die vierten leiden und darben, und die fünften mal zu den einen, dann wieder zu den anderen gehören. Warum Pamphlete und Manifeste darüber? Und dann auch noch "Konsequenzen" fordern, als ginge es um einen Parteibeschluss: "Der Vorstand hat zweistimmig beschlossen: Wir setzen den Sex zu unseren Bedingungen um, sobald es uns möglich ist - notfalls auch in der Bahnhofstoilette. Dafür werden wir streiten." HALLO? Kann aber auch sein, dass ich was Wichtiges übersehen habe ;) |
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dass mein sex besser ist als deiner, lasse ich mir nicht vorwerfen.
mfg mh |
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@ katharina
"Kann aber auch sein, dass ich was Wichtiges übersehen habe". Aufgabe: Was habe ich Wichtiges übersehen? 1. "Diesen Text verstehe ich ebensowenig wie ..." Was man nicht versteht, darüber kann man nicht sinnvoll reden. 2. Das Thema des Ursprungstextes lautete: "Lasst uns unbefangen über Sex reden!" Das ist als Einladung zu verstehen. Wer sich dazu nicht äußern möchte oder kann, hat die Freiheit, es lassen. Ebenso wie die Freiheit, Unsinn zu erzählen, wie den von der "wehenden Sex-Trikolore". Wo wird hier eine Revolution zelebriert? Ich erkenne das nicht in dem Text. Aber danke für das Bild, nie gesehen! 3. "Ich find den Streit darum langweilig". Das ist allerdings ein vernichtendes Urteil. Schließlich ist das Freitagsblog dazu da, Katharina zu unterhalten. ein Blog, welches dieses oberste aller Ziele verfehlt, verfehlt seinen Zweck. 4. "Lass doch die einen so über Sex reden, die anderen so, und die dritten, gentlemanlike, genießen und schweigen". Ein wahrhaft philosophisches Diktum! Aber wieso eingrenzen auf dieses Thema? Das würde ich als Leitlinie an alle kontroversen Diskussionen richten: Die einen reden so, die anderen so. Die einen sagen dies, die anderen das. Die dritten schweigen. Die vierten leiden, die fünften zieht es mal zu den einen, mal zu den anderen. Lasst sie doch reden! Oder schweigen! Oder mal dies und mal jenes! Oder überhaupt nichts! Nur Katharina hat nicht zu schweigen. Und nichts zu sagen. 5. "Warum Pamphlete und Manifeste darüber?" Gute Frage! Ganz einfach: Wer in seinem Kopf eine Diskussion mit einer Revolution gleichsetzt, sieht folgerichtig in kontroversen Diskussionsbeiträgen zum Thema Pamphlete und Manifeste. Darunter tun es solche Zeitgenossinen nicht. 5. "Und dann auch noch 'Konsequenzen' fordern". Hallo? Konsequenz Grammatik: die; -, -en Herkunft/Gebrauch: Latein 1. Auswirkung einer Handlung, Folge, Schlußfolgerung Also: Die Überschrift "Unbefangen über Sex reden – aber mit welchen Konsequenzen bitte?" bedeutet, im Hinblick auf den ebenfalls nicht verstandenen Ursprungstext, in allgemeinverständlicher Sprache formuliert: Welche Auswirkungen könnte das unbefangene Reden über Sex haben, so dass es als erstrebenswert anzusehen wäre? Zugegeben nicht leicht zu verstehen für jemanden, für deren Verstehenshorizont schon die beiden schlicht geschriebenen Texte eine unüberwindliche Hürde darstellen. 6. "... als ginge es um einen Parteibeschluss". Was sollte denn das für eine Partei sein, in deren Beschlüssen Konsequenzen gefordert würden? Fazit, frei nach Wittgenstein: Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll mann schweigen. Worüber man nicht sprechen mecht, darüber mecht man schweigen. |
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Guter Gott oranier, wenn Du so weit ausholst und dann noch mit dem Wurfgeschuss herumfuchtelst, fällt es Dir irgendwann mal hinten runter und auf die eigenen empfindamen Gliedmaßen - das gibt vielleicht ein Heulen. Aua.
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@Oranier
"Fazit, frei nach Wittgenstein: Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll mann schweigen." Heinz von Foerster, Neffe Wittgensteins, hat sich auch nicht an das Unaussprechliche der Ethik halten können. Sein Credo: "Wir können nur jene Fragen entscheiden, die prinzipiell unentscheidbar sind." Sprach- bzw. sinnlogisch sind also nicht mal mehr die Philosophen auf der Höhe. Was willste da machen bzw. erwarten. |
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@Magda
Man mag ja über Oranier denken, was man will, aber er hat wenigstens was zum Herumfuchteln. Und wenn dann Geist auch noch auf empfindsame Gliedmaßen trifft, welch schöne Andeutung von dir, läßt einen das schon ins Schwelgen geraten. Jaja. |
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@ Magda
Du verfolgst doch hier seit Oraniergedenken alle Diskussionen, in die ich verwickelt werde. Aber das altersbedingte Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses ...? Jedenfalls hat klara-katharina vor einiger Zeit hier engagiert propagiert, das ungefragte "Editieren" und Korrigieren von Blogbeiträgen täte den Texten und Autoren nur gut. Seitdem versuche ich beharrlich und immer wieder, ihr ihre unverständliche und unverstandene Phraseologie auszutreiben, mit mäßigem Erfolg allerdings, obwohl (oder weil?) allgemein gilt: "Steter Tropfen höhlt die Meisterin". Aber wie ich sehe, täte dir so'n büschn Nachhilfe auch nicht schlecht, deine Metaphorik ist ja bedenkenswert und verbesserungswürdig. "Wurfgeschuss"? Ent oder weder! Pistole oder Degen? - oder Wurfspeer? Mit dem hole ich weit aus, wofür ich mich, den Bildern gemäß, die ich von Olympioniken vor Augen habe, nach hinten beugen, der Speer fällt hinten herunter, auf meine empfindlichen Gliedmaßen? Übersteigerter Manierismus! Und wo, bitteschön, ist in meinem Text überhaupt eine solche oder eine andere Waffe ausfindig zu machen? |
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@oranier
Fazit, frei nach Wittgenstein: Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll mann schweigen. Worüber man nicht sprechen mecht, darüber mecht man schweigen. derfranzehatgsagt.blogspot.com/2008/10/wittgenstein.html Ciao Wolfram |
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@katharina
"Ein gutes Beispiel dafür, wie "Sex" zum Kampfbegriff wird: Spießer sind auch hier immer die anderen, und den besten Sex bzw. das beste Verständnis davon hat "ich", Schreibende, und das scheint auch der Sinn udn Zweck der ganzen Übung. Als gäbe es eine Art und Weise, SEx zu betrachten und auszuüben, die GUT, "unabhängig", "unangepasst" etc ist, sozusagen den FREIE LINKE TITTA Sex - und den anderen, blümchenhaften." Das ist wahrhaft ein tiefer Einblick in persönliche Befindlichkeiten - und gleichzeitig ein Paradebeispiel für die Funktionsweise von Projektionen. Ein fremder Text offenbart so plötzlich etwas vom eigenen Selbst. Als ob man in den Spiegel schaut. Bleibt nur die Frage, ob einem dann das Spiegelbild auch gefällt. |
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@Titta: Liefern Sie absichtlich ein unerquickliches Beispiel für Selbstüberschätzung - "offenbart", "vom eigenen Selbst", "Spiegel" - oha! Welche Spiegel meinen Sie? Die Zeitschrift?
(Vielleicht geht's doch lieber ne Nummer kleiner und weniger pseudopsycho, dann müsste man auch nicht mehr TIEFE EINBLICKE erblicken, wo gar keine sind...) |
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@ Titta,
auch wenn die Psychologie dein Fach ist: du hättest besser geschrieben: "Das ist wahrhaft ein tiefer Einblick in deine Gedanken." (Dann müsste man auch nicht mehr TIEFE EINBLICKE erblicken, wo gar keine sind...) |
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@katharina
Ahnungslosigkeit hat natürlich was für. Bei so viel Ahnungslosigkeit liegt aber die Frage nahe, ob sie nicht nur gespielt ist. Immerhin scheint meine Botschaft doch zumindest indirekt angekommen zu sein: "Vielleicht geht's doch lieber ne Nummer kleiner und weniger pseudopsycho" Das jetzt nur noch in Anwendung bringen, dann erledigen sich die Zuschreibungen und Unterstellungen, auf die man bei der Charakterisierung des anderen angewiesen ist, ganz von selbst. |
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Werter Oranier,
nach Mitternacht stelle ich mir bei TIEFEN EINBLICKEN eigentlich mehr nur etwas Décolletéhaftes vor. Und die Kommunikation verliefe dann lediglich mittels hin- und herfliegender Blicke der Beteiligten, also wortlos. Das könnte dir, einem Liebhaber der Worte, dann allerdings schnell fad werden, befürchte ich. |
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@ titta
"Unbefangen über Sex reden, aber mit welchen Konsequenzen" und das Argument von Anette "Solange da so schambehaftet ist, wird es auch immer Missbräuchen Tür und Tor öffnen" könnte man zusammenführen, dialektisch gesehen. Dann ginge es darum, die Kinder mit ihrem Wissensdrang, aufkeimenden erotischen Gefühlen, ihrer Wahrnehmung der Eltern, eigenen Identitätsfindungsproblemen n i c h t a l l e i n zu lassen! Da sind mal wieder Eltern, Erzieher, Lehrer, Geschwister, Angehörige gefragt, um das Thema "Aufklärung" nicht zu einem so steril biologisch trockenen Thema verkommen zu lassen, sondern in den Alltag miteinzubeziehen. Ich kann nur sagen, glücklich kann sich ein Paar schätzen, dem nicht nur die eigene Zweisamkeit gelingt, sondern auch noch die Offenheit, ihre Kinder kindergerecht davon in Kenntnis zu setzen. Kinder können am besten vor Manipulation, Gewalt und Missbrauch geschützt werden, indem ihr Selbstwertgefühl, und ihre Wahrnehmung gestärkt werden. Wer soll das machen? Paradox. |
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"Kinder können am besten vor Manipulation, Gewalt und Missbrauch geschützt werden, indem ihr Selbstwertgefühl, und ihre Wahrnehmung gestärkt werden."
Genau. Besser kann man es nicht ausdrücken. :) Bloß das mit dem "paradox" hab ich nicht verstanden? |
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@ Anette,
das war auf die Frage bezogen, w e r denn die Kinder in ihrem Selbstgefühl so konstruktiv bestärken soll, wenn die Erwachsenen noch nicht mal einen Diskurs über Sexualität auf die Reihe bekommen, ohne gleich zu zetern: "Mein Sex ist besser als deiner - und überhaupt du hast ja keine Ahnung!". Da müssen sich die Kinder wie eh und je alles selber aus der wahrgenommenen Realität und albernen TV-Serien zusammenreimen... |
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Stimmt. Und diesen teilweise grauenhaften Videos auf den Handys. Die laden sie aber sowieso.
"Mein Sex ist besser als deiner - und überhaupt du hast ja keine Ahnung!". Genau darum sollte es ja nicht gehen. Und das dass hier immer wieder, siehe einige Kommentare auch hier, so verstanden wird, zeigt doch die Unsicherheit. Für mich. Fragt sich, wie das eigentlich in anderen Ländern gehandhabt wird. In der Grundschule meiner Tochter gab es damals Z.B. durchaus die Warnungen vor Mitschnackern. Es wurde zwar nicht genau gesagt, was die wollen, aber ein Polizist kam in die Schule und beschrieb detailliert, mit welchen Tricks die arbeiten. Und die Lehrerinnen sprachen mit den Kindern hinterher noch drüber. Das hat meiner Tochter u.U. das Leben gerettet, als jemand versuchte, sie auf dem Heimweg von der Schule in ein Auto zu zerren. Und ihre Freundin wurde mit jungen Welpen in einem Auto angelockt. Ging zum Glück auch gut aus. |
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"Mitschnacker" - so wird das hier in HH umgangssprachl. benutzt.
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@ Anette,
sorry, die Formulierung "mein Sex ist besser als deiner",von mh ausgeliehen und abgewandelt, sollte besser so lauten: Ich bin doch viel lockerer, authentischer, erfahrener und unverklemmter als du. Und da fängt das Problem schon an: viele Jugendliche sind nun mal noch zart verschämt und möchten gar nicht mit der verbalen Keule "ficken, vögeln, Schwanz" die Dinge benennen, die sie im Zusammenhang mit der Pubertät erleben. Da in der Erwachsenenwelt und um sie herum in den Medien (siehe Aggro Berlin) aber so was von (!) unverklemmt und offen, in Sprache, Bild und Ton mit dem Thema Sex umgegangen wird, schaut man sich als Dreizehnjähriger mit der Clique Pornos an. Man will ja schließlich "erwachsen" werden. |
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Klar, das sind Initationsriten. Wichtiger als sie zu sehen ist aber, sie zu HABEN. Einigen HABEN sie dann, andere nicht. So entsteht schon mal eine elitäre Clique, zu der dann jeder gehören will.
Und wichtig, es ist verboten! In der 7., 8. Klasse nimmt das dann ab. War wirklich sehr interessant für mich, darüber zu recherchieren. |
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Korrig.: DAZU zu recherchieren.
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@ Anette
"Klar, das sind Initationsriten". das sehe ich etwas anders. Denn Initiationsriten, wie sie in (alten) Völkern traditionsgemäß durchgeführt wurden, b e g l e i t e n den oder die Jugendliche bei dem Überschreiten einer Grenze. Ganz anders, wenn sich in unserer Gesellschaft Kinder Pornos anschauen, denn sie werden mit dieser Grenzüberschreitung a l l e i n g e l a s s e n ! Gerade das Fehlen von rituellen Festen oder Handlungen (man stelle sich eine kleine Feier zu Ehren der ersten Mensis vor!) führt dazu dass Medien einen (destruktiven) Ersatz dafür bilden. Das Thema ist so komplex, dass ich erstmal an dieser Stelle abbreche, um nicht halbgegorenes zu schreiben. Möchte aber dranbleiben. LG Lee |
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@Anette
""Mein Sex ist besser als deiner - und überhaupt du hast ja keine Ahnung!". Genau darum sollte es ja nicht gehen. Und das dass hier immer wieder, siehe einige Kommentare auch hier, so verstanden wird, zeigt doch die Unsicherheit. Für mich." Genau! Exakt darum sollte es nicht gehen. Du hast vermutlich auch recht mit deiner Einschätzung. Zum Faktor Unsicherheit kommt dann noch der Faktor Konkurrenz. Und auf dem Nährboden gären dann Häme und Zoten. |
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Zote ist weiblich. Und Häme auch.
Aber es gibt bestimmt bald eine dialektisch begründetete Diktion, wegen dem Nährboden (maskulin). |
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Kann denn hier nicht mal jemand einen runterholen, von den VerantworlIchen für diesen Blogeintrag. Von mir aus auch hochholen aus dem Keller der Wirrnis.
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Wenn schon sich einen runterholen, bittschön. Ist ein reflexives Verb ;-)
Lässt ma' wieder tief blicken, luggi... |
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schrieb am
23.03.2010 um 22:54
'runterholen kann man nur jemMANden, der sich selbst hochgeschaukelt hat, ohne fremdeinwirkende (konfuse) technik(en wie hier).
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das muss ich jetzt so stehen lassen
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schrieb am
23.03.2010 um 23:05
mach' mal 'n punk und komma 'runter.
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Welche Niederungen erwarten mich denn da; nehh, ich bleib erst mal auf meinem jetzigen Höhepunkt.
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schrieb am
23.03.2010 um 23:20
keine ahnung, was du meinst. hab' von tuten und amplituden keine ahnung, obwohl ich mich schon irgendwie beschwingt fühle.
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Seifenamplituden? Ist das jetzt mehr Chemie oder Physik? Oder doch etwas in Richtung Sexämtertropfen. Heute heißt das Viagra, wenn jetzt auf Freitag solch eine Ädswerbung gestattet ist.
"...irgendwie beschwingt fühle..." Hauptsache, du hast eine angenehme Hertzzahl. |
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schrieb am
24.03.2010 um 00:00
och, lediglich teilgebiet der physik, allgem. schwingungslehre, mal so maximal kurventechnisch betrachtet. mein megahertzkurve rast weniger ausschlaggebend durch beta-blocker, die wiederum eher in die chemische richtung gehen…
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na aber och, jetzt habe ich den ping; wie wandle ich den in einen pong? Der Ball is' rund und der Schläger ist ein Sportgerät. Wer ist der Schäff von dem unbrauchbaren Tinneff? Ich.
Also Chemie, da kannste mir nich kommen, da komme ich nich. Das ist doch überhaupt nicht bio-logisch. Wenn, dann eher Physik - da weiß MAN, was man hat. Und irgendwie ist das auch berechenbar. Bei Chemie ist das mehr formelhaft, synthetisch. Ich hoffe mal, dass ich die Kurve jekriegt habe, maxi mal. |
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schrieb am
24.03.2010 um 00:30
chemie ist sicherlich auch eher wat für visuell-strukturierte typen, also weniger für blinde bebrillte buddler. ;o)
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Ich fand die Beiträge von "Hexogen" hier sehr souverän und differenziert, frage mich allerdings auch, wozu hier schon wieder ein im Grunde genommen angelehnter "Sex-Blog" aufgemacht wurde.
Die naheliegende Antwort lautet: Sex sells. |
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schrieb am
24.03.2010 um 00:28
"Ich fand die Beiträge von "Hexogen" hier sehr souverän und differenziert,…" ich auch.
"…Die naheliegende Antwort lautet: Sex sells." und jeder hat so seine antworten und vielfältigen gründe, warum er nicht mehr auf ernsthaftes eingeht. selbst für kurze bestätigungen gibt's ja mittlerweile eins auf den deckel. abwarten und tee trinken. |
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Was mich bei den ganzen Beiträgen geradezu anspringt, gibt es linken Sex?
Mein Verhältnis ist ein für alle mal geklärt. Mit den Kindern in Urlaub,ist schon lange her, morgens, Jonas zu seiner Schwester: eh kuck mal, die ficken. Und das über den ganzen Campingplatz. Seitdem sind wir sicher. Es bleibt eine Sache zwischen mir und meiner Frau. |
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Es gab nie linken Sex: nur guten & schlechten (& ganz viel Graustufen....)
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Ich habe jetzt alle Kommentare gelesen und bin müde.*gähn*. Über Sex lesen und reden ist langweilig geworden. Liegt das an mir? Okay, ich nehme alle Schuld auf mich.
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@ B.V.
Das Interessanteste und Belebendste an dieser Diskussion und an Blogdiskussionen überhaupt sind für mich Leute mit einem Mittelungsbedürfnis über ihre Langeweile und Müdigkeit an ihre Mitmenschen. |
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@ oranier
Sag ich doch: ich nehme alle Schuld auf mich (Asche auf mein Haupt) :-))) oder: die Langweiler sind nie die Anderen ;-) |
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Einer geht noch.
In Umfragen gewinnt bei der Frage, was denn die schönste Nebensache der Welt wäre, immer der Fußball. Völlig zu Unrecht,wie wir in diesem spannenden Blog lesen können. Obwohl, da lässt es sich trefflich streiten und diskutieren, beim Fussball. Laut einer Studie, der Verfasser ist mir momentan entfallen, verlieren die Männer bei jedem Orgasmus 1 Million Gehirnzellen.So bewerten sich dann Beiträge wie von selbst. Bei diesem Hintergrundwissen. So, jetzt geht`s aber los, wir fragen jetzt die Italiener in Florenz, was Sie so machen, wenn nix im TV kommt. |
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@Grundgütiger
Laut einer Studie, der Verfasser ist mir momentan entfallen, verlieren die Männer bei jedem Orgasmus 1 Million Gehirnzellen. Ach? Und ich dachte immer, das wäre das Rückenmark, das vom Sex schwindet. Ciao Wolfram |
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schrieb am
25.03.2010 um 19:32
Nach viermal Kommentar zu Unbefangen über Sex reden im Logbuch kam dann doch einer zu Indizien im Sport.
Fußball ist also nicht zu toppen. |
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Ach, wieso denn unbefangen über Sex reden?
Dann wird der Sex noch so gewöhnlich, wie täglich den Bus zu nehmen oder sich `ne Stulle zu schmiern. Über `nen Banküberfall kann man auch nicht unbefangen sprechen; aber darin liegt ja das Geheimnis und die Spannung! :-) |
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Eine gewisse Befangenheit in gewissen Situationen kann was für sich haben, stimmt;-)
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Das geht ja noch. Gibt schlimmere Blätter.
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schrieb am
25.03.2010 um 21:19
titta, dank des zügigen zugs ist es endlich für alle offensichtlich: du bist abgehoben! wir alle haben es schon lange geahnt und geahndet! schäm' dich wegen deiner hybriden hybris und komm' mal wieder 'runter! (ich will ja niemanden holen)!
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"....Überhaupt: Was ist an schwarzer Spitzenwäsche eigentlich erotisch?..."
Konfrontiert mit einer solchen Situation,habe ich ich eben diese Frage gestellt und musste mich danach als protestatischer Puritanist beschimpfen lassen, hätte keine Ahnung... |
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Hast du diese Spitzenwäsche getragen? Daraus ergibt sich die Antwort.
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@17.06.
Ein Mann, der den Inhalt liebt, hat was für sich, finde ich zumindest. Manchmal muß man einfach zurückschimpfen von wg. Verpackungsmüll. |
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@ SiebzehnterJuni
Nun ja, bei solch einer ausgesuchten charakterlichen Kombination aus Puritaner und Purist ist es wohl kaum verwunderlich, dass selbst die schwärzeste Reizwäsche die beabsichtigte Wirkung auf dich verfehlt. |
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Werter 17.6.,
schwarze Spitzenwäsche passt überhaupt nicht zu Ihnen. Mein Tipp für Sie wäre orange. |
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die Diskussion fand angesichts eines Sonderangebotes "Schwarze Spitzenwäsche" vor einem Tschibo-Stand statt..
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1:0 für den Siebzehnten Juni.
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Titta, "vor einem Tschibo-Stand". Das war bestimmt ein anderer Spitzenwäsche-Stand, weil Spitzenwäsche-Ständer verleitet andere wieder zu hoffnungslosen Erritationen und ich mag diese Begriffe auch nicht mehr anfassen. Pahh, Sonderangebot.
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schrieb am
25.03.2010 um 21:29
luggu, was soll eigentlich dieser erritierte fingerzeig nach oben? buddelrichtung galore?
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jetzat bin ich irrigatiert,
das bedeutet: Seht, alles sauber, keine Popel dran. Den anderen Finger sieht man ja, Gott sei's getrommelt und gepfiffen, nicht, nicht? |
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0:9 für luggi
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ich war im Sägewerk, mir fehlen 'n paar Finger
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schrieb am
25.03.2010 um 22:02
och, neben weiteren blöessuren meine eine ringfingerkuppe ist mittlerweile auch taub, da ich gegenüber bestimmten jugendlichen machos einen frechen-frauen gegenwehrspruch gelassen hatte, so ganz gelassen und ausgeglichen… aber was solls, andere haben ja soooo eine schwere jugend so als minderheit und randgruppe, da muss man ja immer mit links'drüberstehen.
I can’ t see further than med blötnasir at this moment. vor zwei wochen beim tanzen zu einer ösi-rockabilly-punkkapelle aus wien zusammengepralled. muste nicht gerichtet werden, zum glueck |
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meine Jugend war beschissen, ich musste (DDR) ohne Pornos aufwachsen
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schrieb am
25.03.2010 um 22:15
meine war mittel und ich hole sie bis ins unendliche nach, nun. :o)
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schrieb am
25.03.2010 um 22:19
ey luggi, ich steh' auch ueber den dingen, den 'nen maschinenschein (holz) hab' ich auch seit '98, ha!
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muss so'n Schein nicht jährlich überprüft werden? Gefährlich bei so manchen Maschinen sind Vibrationsstörungen (hoffentlich wird das nicht wieder falsch interp...also ausgelgt).
Bei Holz -> Achtung -> Splitter; wenn da nicht richtig gehobelt wurde. |
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schrieb am
25.03.2010 um 23:34
nö, der holzschein nicht, damit fliegt man ja keine maschinen. aber abgehobene vibrationen sind dennoch nicht zu unterschätzen.
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animierte und besoundete Schwingungen
das Vid ist dann doch irgendwie abgehoben |
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schrieb am
25.03.2010 um 23:45
sex UND liebe:
"wie einst, da ich krank war kippte ich die maschine kurz steil ab auf sturz." |
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schrieb am
26.03.2010 um 00:01
ok, now I know what brian wilson meant…
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media.libri.de/shop/coverscans/952/9523279_9523279_big.jpg
Habt ihr gestern Markus Lanz gesehen? Elfriede Vavrik promotete ganz offenherzig ihr Buch über den "2. Frühling" ("Nacktbadestrand"), der bei ihr so mit 75 oder 80 anbrach. Ingrid Bergen (die tatsächlich noch älter aussah als die Vavrik) dagegen brüstete sich damit, seit "33 Jahren keinen Sex mehr gehabt zu haben." Den habe sie sich im Gefängnis abgewöhnt. Schwiegermutterschwarm Lanz schlängelte sich gekonnt auf dem glitschigen Boden entlang und vermied alzu große Peinlichkeiten (wie der Schilderung der 80 jährigen Vavrik, die mit einem Schaufelstiel masturbiert)so gut es eben ging. Die Bergen warf der Vavrik jedenfalls blicke zu, wie eine strenge Nonne es einem jungen Mädchen mit aufkeimender Sexualität zu pflegen tut: "Was will dieses kleine Flittchen hier?" Nach Lektüre dieses Blogs und Ausschnitten von Lanz, möchte ich nicht mehr so unbefangen über Sex reden. Alte Leute sollen ihn haben, ich will ihn auch haben, wenn ich mal alt werde. Aber: Ich möchte es nicht wissen!! Man muss nicht über alles reden, was man kann. Ich fühlte mich gestern audio-visuell irgendwie vergewaltigt und schmutzig, konnte aber dennoch nicht umschalten (wie nach einem schrecklichen Verkehrsunfall mit abgetrennten Gliedmaßen und so, da kann man auch nicht weggucken). Ich merke, dass ich persönlich da mein Niveau an Offenheit erreicht habe, dass ich nicht überschreiten möchte. Daher: Nachtbadestrand statt Nacktbadestrand! |
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Aus Alan Moores und Melinda Gebbies »Lost Girls«
Seite 1 Seite 2 Nach der Arbeit an diesem Comic haben die beiden übrigens geheiratet. |
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Jetzt habe ich nochmal reingeschaut: zehn, bestenfalls zwanzig Prozent ernsthafte Ansätze, am Anfang die Beiträge von Hexogen, aus denen eine ernsthafte Diskussion entstehen hätte können, ansonsten alles erdrückt von Geblödel.
War das der Behuf des Beitrags? Hauptsache viele Kommentare? |
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Selbst nichts Inhaltliches beisteuern und dann die Inhaltslosigkeit kritisieren, ist natürlich sehr überzeugend.
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@Titta
Selbst nichts Inhaltliches beisteuern und dann die Inhaltslosigkeit kritisieren, ist natürlich sehr überzeugend. Sei froh, daß der Göller nicht inhaltlich mitdiskutiert. Das hätt' noch gefehlt. Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich
Auf der einen Seite hast du natürlich recht. Auf der anderen Seite hab ich gestern noch in einer TV-Sendung gehört, daß Menschen in Gesellschaften, in denen die Sexualität vielen Beschränkungen unterläge, mehr Sex und auch mehr Spaß dabei hätten als Menschen, die in liberaleren Gesellschaftsbezügen lebten. Ergo: sexuelle Freizügigkeit fördere gerade eben nicht das Triebleben, sondern ließe dieses eher erlahmen, weil der Reiz des Verbotenen, des Anrüchigen fehle. |
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@Titta
Auf der einen Seite hast du natürlich recht. Womit habe ich recht? Ciao Wolfram |
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Daß einem vielleicht gewisse Ausführungen erspart geblieben sind.
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Liebe Titta,
wirklich herzerfrischenden Dank für deine nachdenklichen Worte und Gedankenanstöße. Allein die vielen Kommentare zeigen, welcher Gesprächsbedarf zu diesem angeblich schon durchgeklärten Thema besteht. Ich bin wie du der Meinung, dass das Thema Sex viel komplexer und komplizierter ist als es meist aufgefasst und darüber gesprochen wird. Das macht es schwierig - aber auch wieder sehr interessant und spannend, genau wie eine immer wieder neue Sicht aufs Leben. Ich finde es zwar richtig, dabei auch das Thema Missbrauch etc. nicht aus dem Blick zu verlieren. Zugleich bin ich jedoch der Meinung, dass wir eben eigentlich viel zu wenig über dieses Thema sprechen - wenn dann zu oberflächlich, verklemmt, zu unpersönlich, zu wenig betroffen, zu unehrlich. Das schadet der Beziehung und der Gesellschaft als Ganzes. Dies um- und abzustellen sollte sicher ein Ziel einer aufgeklärten Gesellschaft sein, und dazu sind Anstöße wie deiner wichtig und hilfreich. Danke also! tomtom |
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Lieber tomtom,
deine Begeisterung freut mich. Zu sagen bleibt mir da wohl nur 'gern geschehn'. Ich teile mit dir die Ansicht, daß Sex eben sehr viel mehr ist als nur eine rein private Angelegenheit. Diesem Umstand ist dieser Diskussionsversuch hier geschuldet. Eine Konzentration auf das Thema Mißbrauch wäre auch nicht in meinem Sinne. Der Mißbrauchserörterung müßte doch folgerichtig eine Diskussion über einen angemessenen 'Gebrauch' von Sexualität vorangegangen sein. Woher sollte sonst die Erkenntnis kommen bzw. woraus sollte sich die Erkenntnis speisen, wie Mißbräuche am besten zu verhindern wären. In diesem Sinne liebe Grüße Titta |
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Fin & Bravo & Danke für deine Arbeit
Bloglese und -schreibe hat mir Spaß gemacht btw. sex im Englischen dient eigentlich nur der Geschlechtsbestimmung; was wir Deutschen uns da nur wieder einbilden beim Thema Nr.1 only a penguin can determine the sex of a penguin |
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Jaja, und dabei hat dann der Zotenkönig auch noch für Quote gesorgt mittels sexistisch-sinnloser Kommentare.
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unvermittelt...titta...unvermittelt
hoffentlich hast du meine sexistisch-sinnlosen Kommentare nicht gelesen; wäre mir peinlich, wenn da was hängengeblieben wäre |
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Ähem, damit du weißt, was sexistisch ist.
Kennst du den Unterschied zwischen mir und einem ICE? |
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@Titta
Jaja, und dabei hat dann der Zotenkönig auch noch für Quote gesorgt mittels sexistisch-sinnloser Kommentare. So weit kommts noch, daß hier einer sexistisch-sinnvolle Kommentare schreibt. Ciao Wolfram |
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schrieb am
28.03.2010 um 11:35
Es war einmal ein Trieb
Der hatte sich sehr lieb Und weil er nicht gestorben ist, fährt er noch heute im Triebwagen die Lande auf und ab. |
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@Wolfram Heinrich
:-)) |
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@Hexogen
Ich kann ja immer noch keine Bilder einstellen, deshalb nur als Link: de.wikipedia.org/wiki/Datei:DR_Baureihe_172.jpg |
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schrieb am
29.03.2010 um 16:18
Das Ding hieß im Volksmund übrigens Ferkeltaxe. Soll uns dies was sagen? Hübsch, daß Du die ausgewählt hast. ;)
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Stimmt. Hatte ich schon wieder vergessen. Paßt doch prima! Hier übrigens das westdeutsche Gegenstück zur Ferkeltaxe, der Schienenbus. Fährt sogar noch.
www.ruhrtalbahn.de/images/533227973c1263b16.jpg |
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Hallo Titta,
ne kleine Brise zur schwierig-vertrakten Freitag-Diskussion will ich doch noch beisteuern: Tsa Lung - www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/tsa-lung-in-arambol- Vielleicht entspannt es die Gemüter? Gruß BW |
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Hallo Bildungswirt,
hab das Blog überflogen. Du wunderst dich ja über die ausbleibenden Reaktionen. Vielleicht ist das Foto zu Anfang ja auch nicht ganz der richtige Aufhänger. |
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Hallo Titta,
nein, ich wundere mich nicht wirklich. Tsa Lung oder buddhistisches Tantra ist nichts für den Freitag, zu weit weg, anderer Stern. Da hilft kein Wink, keine Brise Wind, da müßte schon ein Orkan her, der die üblichen Denkgewohnheiten durcheinanderwirbelt. Ein Foto ist ein Foto, ist ein Foto; nur locker verbunden mit der Geschichte, die wiederum lockere Bezüge zur empirischen Wirklichkeit hat. Das Foto ist ein Insider-Witz.Der "Dicke" mit meditierender Frau im Hintergrund wirkt eben erst auf den dritten Blick.. Du solltest Mario, ein Ruhrpott-Zigeuner, jedoch Geige spielen hören: Hier eine Möglichkeit: www.youtube.com/watch?v=M6qd4qfKKFY Gruß BW |
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Hallo BW,
ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und auch wieder gar nichts. Ob das Foto wirklich auf den dritten Blick wirkt, sei mal dahingestellt. Das Geigenspiel habe ich mir angehört. Weit weg auch das, was natürlich nichts über die Qualität aussagt. LG Titta |
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Ja, jetzt fällt mir bei der Lektüre des Blogs ein...
ich mache alle 4 Wochen einen anonymen Feed-back-Test im Chemieunterricht. Da stand beim letzten Mal unvermittelt - mit Hand geschrieben - ".. ich finde den Chemielehrer echt geil !! :)).." Ich dachte, wie bitte? Oder, wie man heute sagt "Hallo?" 61 Jahre alt und dann so was?? Und sofort schaut man nach, Handschrift etc. und ist fassungslos, wer das war..." Ich habe es dann der Klasse vorgelesen! Spaß muss sein, kleiner Egotrip!!Meine Türkendeutschen Jungs klatschten mal wieder offen Beifall! Nach der Stunde kommt XY-Schülerin mit Klassenbuch und flüstert mir am Pult zu: soll ich ihnen sagen, wer das war...und irgendwie sind Sie heute so gut drauf, haben Sie ne neue Frau, echt? Verliebt?... Au Mann und das nennt sich dann Chemieunterricht... |
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Danke für diese nette Geschichte. Jetzt ist man natürlich auch auf die andere gespannt: "und irgendwie sind Sie heute so gut drauf, haben Sie ne neue Frau, echt? Verliebt?..."
Nun ja, so ist immerhin viel Freiraum für eigene Phantasien. In diesem Sinne bleiben Sie weiter so schön gut drauf |
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"Ob heute inflationär über Sex geredet wird? Irgendwie nicht. Es wird übers Ficken geredet - als eine Art Wettbewerb. Welcher Mann, welche Frau ist der beste Dienstleister für den anderen. Was muss er/sie können, um den besten alle Beglückungshamster zu mimen und wie ist es um die Halbwertszeit bestellt. (...)
Die Frage ist natürlich, was Sex überhaupt ist. In den Zeiten des Hedonismus sicherlich eine Art Sebstbefriedigung mit wechselnden Gehilfen. Auf der anderen Seite etwas, was der Beziehungsfetischist als i-Punkt auf der Verbindung sucht und ihn endgültig verbindet. (...) Es ist immer schwierig, wenn eigentlich substantiell gefühlsbetonte Dinge zu einem stets verfügbaren Freizeitangebot degradiert werden." Genau so, ganz genau so! Sehr schön und präzise analysiert: Sex ist zum Leistungssport geworden, wie Karl Lagerfeld einmal gesagt hat. Die Betonung liegt hier auf Leistung in einer Leistungsgesellschaft in der alle immerzu Höchstleistungen erbringen müssen, müssen, müssen, hechelnd, geifernd, gierig, mehr, mehr, mehr... Schlussendlich Selbsbefriedigung, frei nach der Doktrin der modernen Wirtschaftslehre, die uns weis machen will, wir seien lediglich rational handelnde, nutzenoptimierende Tiere sind, die sämtliche Entscheidungen und Handlungsbläufe nach dem grösstmöglichen Mehrwert ausrichten. Schwachsinn. Ich konnte noch nie völlig unbefangen über Ssssssex reden. Aber unbefangen ficken. Das schon. |
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Geht das wirklich, unbefangen etwas zu tun, über das man aber nicht unbefangen reden kann?
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Ja, sogar problemlos ;-)
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Ich tu mal so, als ob ich dir's glaube ;-)
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Ich würd's mal so ausdrücken:
It allways takes two for tango. Aber tanzen müssen beide können. Beim Reden über Sex werde ich manchmal rot- bei Sex auch, aber da gehört das dazu ;-) *zweiter Versuch* |
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@THX
:-) Aber ist doch schon eigenartig, rot werden beim Reden über etwas, das man unbefangen tun kann. |
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"Ob heute inflationär über Sex geredet wird? Irgendwie nicht. Es wird übers Ficken geredet - als eine Art Wettbewerb. Welcher Mann, welche Frau ist der beste Dienstleister für den anderen. Was muss er/sie können, um den besten alle Beglückungshamster zu mimen und wie ist es um die Halbwertszeit bestellt. (...)
Die Frage ist natürlich, was Sex überhaupt ist. In den Zeiten des Hedonismus sicherlich eine Art Sebstbefriedigung mit wechselnden Gehilfen. Auf der anderen Seite etwas, was der Beziehungsfetischist als i-Punkt auf der Verbindung sucht und ihn endgültig verbindet. (...) Es ist immer schwierig, wenn eigentlich substantiell gefühlsbetonte Dinge zu einem stets verfügbaren Freizeitangebot degradiert werden." Genau so, ganz genau so! Sehr schön und präzise analysiert: Sex ist zum Leistungssport geworden, wie Karl Lagerfeld einmal gesagt hat. Die Betonung liegt hier auf Leistung in einer Leistungsgesellschaft in der alle immerzu Höchstleistungen erbringen müssen, müssen, müssen, hechelnd, geifernd, gierig, mehr, mehr, mehr... Schlussendlich Selbsbefriedigung, frei nach der Doktrin der modernen Wirtschaftslehre, die uns weis machen will, wir seien lediglich rational handelnde, nutzenoptimierende Tiere, die sämtliche Entscheidungen und Handlungsbläufe nach dem grösstmöglichen Mehrwert ausrichten. Schwachsinn. Ich konnte noch nie völlig unbefangen über Ssssssex reden. Aber unbefangen ficken. Das schon. |
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31.05.2012
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