Natürlich ist "Print" nicht tot. Weil "Print" ungefähr so präzise ist wie "das Internet". Die Frage ist: Welcher Teil von "Print" wird künftig überleben? Und da sieht es bei Tagszeitungen eben schlechter aus, als bei einer Wochenzeitung oder vielen Magazinen. Es gibt eine weitere Ebene: Nicht nur die Leser entscheiden über die Zukunft von "Print". Viel wichtiger, weil einen höheren Teil des Umsatzes vertretend, sind die Anzeigenkunden. Und die passen ihre Werbeschaltungen nun mal dem Medienverhalten an. Das aber verschiebt sich durch das Internet. Die Frage "Ist Print tot?" muss also ergänzt werden um "Ist das Geschäftsmodell Print tot?" Und was online betrifft: Vielleicht fällt Dein Name nicht so auf, weil Du so lange Texte ohne Absatz schreibst ;-)
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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