Tom Strohschneider

Blog von Tom Strohschneider

30.06.2011 | 08:39

Voll Volkspartei: eine Alkoholfahrt und Geraer Industriehanf

Die Grünen strecken sich neuerdings auch nach der „inneren Sicherheit“. Das Thema müsse man als umfragengeblähte Partei ernst nehmen, vom „letzten Tabu“ ist die Rede und auch davon, dass man nach dem nächsten „Mentalitätswechsel“ dann ja auch mal einen Polizeiminister stellen könne. In die neue Begeisterung für die Verantwortung über jene anderen „Grünen“, die heutzutage meist in Blau herumrennen, platzen nun Nachrichten hinein: In Thüringen gibt es ein bösen Drogenskandal. Und in Berlin ließ sich der Wahlkampfmanager der Partei betrunken am Steuer erwischen.

Das Ganze sorgte für mehr („Grüner Manager randaliert“) oder weniger („Grüner Politiker schläft blau vor roter Ampel ein“) doofe Schlagzeilen – und die waren noch gar nicht gedruckt, da hatten die Hauptstadt-Grünen ihren Landesgeschäftsführer schon vor die Tür gesetzt. Natürlich nicht wegen des umweltschädlichen und in Berlin zudem völlig unnötigen Autofahrens. Vielmehr hat der schnelle Rauswurf vor allem mit der Tatsache zu tun, dass André Stephan bei der vorläufigen Festnahme ein bisschen ruppig zur Polizei wurde – ein Käßmannsches Alkoholvergehen allein hätte die neue Volkspartei vielleicht noch akzeptieren können, der angebliche Tritt gegen eine Zivilstreife aber könnte ja jene bösen Bilder der Vergangenheit ins Gedächtnis rufen, auf denen spätere Außenminister noch ganz anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte leistete. Wenn jetzt noch herauskommt, dass der frühere PDS-Politiker (!) bevor er an einer Ampel pennte bereits beim Hoffest des Regierenden Bürgermeisters durch Schlafen am seltsamen Ort aufgefallen war, kriegen sich Bild, BZ und Co. wahrscheinlich gar nicht mehr ein.

Dass die Grünen nicht mehr von jenem Format sind, mit dem sich über das Krakele mit einem gewissen Stolz hinwegsehen lässt, ist so traurig wie epidemisch. Auch in Thüringen lässt sich die Angst der Volkspartei vor der Volkssele beobachten. Dort hat die Polizei auf dem Balkon des Geraer Grünenbüros ein paar Hanfpflanzen gefunden. Die Sache ist natürlich ein unglaublicher, ja staatsgefährdender Skandal. Denn auch wenn es sich bei den Kräutern offenbar um Industriehanf handelt, aus dem sich die Partei allenfalls ein paar Untersetzer für die Teetasse hätte flechten können, und trotz eines Grundsatzprogramms, das für die Legalisierung von Cannabis eintritt, muss die Parlamentarische Geschäftsführerin der Thüringer Grünen jetzt überall versichern, mit allem nichts zu tun zu haben: „Weder habe ich die Kästen bepflanzt, noch gepflegt“, wird Astrid Rothe-Beinlich zitiert. Und bestimmt hat sie auch niemals inhaliert. Vielleicht wäre aber genau das eine hilfreiche Therapie gegen jene Zugekniffenheit, die dazu führt, ein paar Industriehanfpflanzen bloß aus Rücksicht auf Medien und wegen der gespielten Empörung der politischen Konkurrenz als „Vorgehen“ zu brandmarken, das man „weder unterstütze noch verharmlose“.

Was kommt als nächstes? Wahrscheinlich erklärt Jürgen Trittin bald öffentlich, nur ein Grüner Innenminister werde den Gammlern das Spritzen von Haschisch nachhaltig austreiben können.

 
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Kommentare
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 11:33
Hallo Ihr lieben,

ja ich habe mich heute Morgen auch schon gefragt welche Pillen unsere Mainstream Journailie da wieder geraucht hat.

Ich will auch so welche!

Liebe Grüße
Baphomed
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 16:01
Kann man Pillen rauchen?
Wolfram Heinrich schrieb am 01.07.2011 um 16:31
@Uwe-Jürgen Ness
Kann man Pillen rauchen?

Ja. Du mußt die Dinger nur fein im Mörser zerstampfen und dann unter den Tabak mischen. Wunder dich aber nicht über die Wirkung!

Abgesehen davon ist Baphomeds Formulierung "...welche Pillen unsere Mainstream Journailie da wieder geraucht hat" eine launige Anspielung auf Tom Strohschneiders nicht minder launige Formulierung "Was kommt als nächstes? Wahrscheinlich erklärt Jürgen Trittin bald öffentlich, nur ein Grüner Innenminister werde den Gammlern das Spritzen von Haschisch nachhaltig austreiben können."

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 01.07.2011 um 18:31
@WolframHeinrich
Ja. Du mußt die Dinger nur fein im Mörser zerstampfen und dann unter den Tabak mischen. Wunder dich aber nicht über die Wirkung!

Stimmt, geht. Ich hab schon Kiffer erlebt, die Haschisch mit Hanf eingebröselt und das ganze mit Koks gewürzt haben. Entsprechend drollig sahen die hinterher drein, und verstehen kann man die nach wie vor nicht.

Aber die Saufnasen der CSU brauchen derlei nicht, die rauchen Schnaps voll auf auf Lunge. Wie anders kommt man auf 2,6 Promille bevor man bewußtlos wird? Zitat:
Jochen Kotzias (CSU)

Der Ortsparteivorsitzende (64) ackerte 1997 so viel Alkohol über den Knorpel, dass sensationelle 2,6 Promille dabei herauskamen, fuhr anschließend Slalom auf der B 20 und war dann noch imstande, einen Ordnungshüter zu vertrimmen. Hut ab! Ein Spitzenplatz auf der ATP (Alkohol-Trinker-Partei)-Weltrangliste ist ihm sicher.
Der Thread ist mörderalt. Hat jemand 'ne aktuelle Liste?

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.07.2011 um 01:15
@Don Quijote
Ich hab schon Kiffer erlebt, die Haschisch mit Hanf eingebröselt und das ganze mit Koks gewürzt haben.

"Haschisch mit Hanf eingebröselt" - ob das jetzt ein Tippfehler ist?

Aber die Saufnasen der CSU brauchen derlei nicht, die rauchen Schnaps voll auf auf Lunge. Wie anders kommt man auf 2,6 Promille bevor man bewußtlos wird?

Mit Bier alleine kommst du freilich nicht auf 2,6 Promille.
Einer der anderen auf dieser von dir verlinkten Galerie der Don Promillos, Max Danner nämlich, war von Beruf Unfallforscher bei der Allianz. Er war oft im Fernsehen vertreten (ich glaube sogar, er hatte eine eigene Sendung), um dort vor den Gefahren des Straßenverkehrs im allgemeinen und den Gefahren alkoholisierten Fahrens im besonderen zu warnen - bis es ihn selber erwischte und er schlagartig vom Bildschirm verschwand.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-8725822.html

Der Thread ist mörderalt. Hat jemand 'ne aktuelle Liste?

Ich nicht. Aber weiß jemand, wieviel der André Stephan eigentlich hatte?

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 02.07.2011 um 10:08
@Wolfram Heinrich
"Haschisch mit Hanf eingebröselt" - ob das jetzt ein Tippfehler ist?

Ähm, nein, ich dachte das sei verständliches Deutsch? Kommt davon, wenn man bek...

Nein im Ernst, warum meinst, daß da ein Fehler sei? ah, wahrscheinlich ist die præposition falsch, muß heisen Haschisch in Hanf.

Belehrung heischend,
Dr.einf.Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.07.2011 um 10:27
@Don Quijote
"Haschisch mit Hanf eingebröselt" - ob das jetzt ein Tippfehler ist?"
Ähm, nein, ich dachte das sei verständliches Deutsch? Kommt davon, wenn man bek...
Nein im Ernst, warum meinst, daß da ein Fehler sei? ah, wahrscheinlich ist die præposition falsch, muß heisen Haschisch in Hanf.

Die Präposition ist sicher falsch. "Haschisch mit Hanf eingebröselt" lese ich so, daß beide in eine dritte Substanz eingebröselt werden. "Haschisch in Hanf" ist verständlicher, aber immer noch irritierend. Gemeint ist wahrscheinlich "Haschisch in Marihuana". Das Wort "Hanf" verwendet man normalerweise nur für die ganze, lebende Pflanze oder aber für das Material, aus dem Seile und Textilien hergestellt werden.

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 17:31
@Wolfram Heinrich
Gemeint ist wahrscheinlich "Haschisch in Marihuana". Das Wort "Hanf" verwendet man normalerweise nur für die ganze, lebende Pflanze oder aber für das Material, aus dem Seile und Textilien hergestellt werden.

Richtig, das ist gemeint. Danke für die nüchterne Korrektur :-)

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 18:48
@Don Quijote
Danke für die nüchterne Korrektur :-)

So, und jetzt werd ich doch noch frech:
"Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen Wort ist derselbe wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen." (Mark Twain)

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 19:34
@Wolfram Heinrich
So, und jetzt werd ich doch noch frech:

Das habe ich insgeheim erwartet... aber - mit einem Zitat?

"Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen Wort ist derselbe wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen." (Mark Twain)

Ja, schon... beim richtigen Wort ertönt wohl alsbald als Donner der Applaus, während man beim Falschen eventuell ramontisch ins Sinnieren gerät darüber, ob's vielleicht Poesie sei, wenn auch schlechte.

saludos,
Q.

PS: wer Stehnagelei findet, darf sie behalten.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 20:43
@Don Quijote
"So, und jetzt werd ich doch noch frech:"

Das habe ich insgeheim erwartet... aber - mit einem Zitat?


Sowieso. Zitate habe ich zum Schweinefüttern.
www.theodor-rieh.de/heinrich/Zitate.html
Aber sei froh, es haben sich schon Leute beklagt, ich würde Kommentare gleich mit ganzen - eigenen - Blogs beantworten, wie etwa in diesem Fall:
www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/das-reziproke-plagiat
Das Zitat von Mark Twain ist aber echt. Das heißt, es ist nicht von mir erfunden, es kann allerdings sein, daß ich einem anderen Zitatfälscher aufgesessen bin.

PS: wer Stehnagelei findet, darf sie behalten.

Stehnagelei?

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 20:48
@Wolfram Heinrich
Stehnagelei?

Besser Legasthenie als Stehnagelei ;-)

Q.

PS: muss ich jetzt beten? - ach nee, is ja nicht Dein Blog.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 20:55
@Don Quijote
"Stehnagelei?"

Besser Legasthenie als Stehnagelei ;-)


Ännchen von Kalau ist's, die dir gefällt, sie ist dein Leben, dein Gut und dein Geld. Richtig?

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 20:59
@Wolfram Heinrich
Ännchen von Kalau ist's, die dir gefällt, sie ist dein Leben, dein Gut und dein Geld. Richtig?

Ja... aber nicht nur, auch. Die Ururururenkelin von Rabulais ist auch sehr hübsch.

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 21:16
@Don Quijote
Die Ururururenkelin von Rabulais ist auch sehr hübsch.

Sieben Rabulisten
Pißten in die Kisten.
Einer pißt vorbei,
Und du bist frei.

Ciao
Wolfram
P. S.: Ach ja, zwei Kugeln Rabel-Ais hätt ich auch noch gern. Nein, bitte, ohne Sahne.
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 21:24
@Wolfram Heinrich
Sowieso. Zitate habe ich zum Schweinefüttern.

Mein Lieblings-Zitat hast Du nicht:

Das Genie geht glatt durch Mauern und stößt sich wund an der Luft.
-- Rolf Schott


Man ist zwar selber keins, fühlt sich gleichwohl warm verstanden.

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 21:51
@Don Quijote
Mein Lieblings-Zitat hast Du nicht:

Das Genie geht glatt durch Mauern und stößt sich wund an der Luft.
-- Rolf Schott


Jetzt mußte ich erst mal nachschlagen, wer Rolf Schott ist. Die deutsche Wikipedia kennt ihn nicht, die italienische Wikipedia mußte aushelfen.

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 22:04
@Wolfram Heinrich
Jetzt mußte ich erst mal nachschlagen, wer Rolf Schott ist. Die deutsche Wikipedia kennt ihn nicht, die italienische Wikipedia mußte aushelfen.

Es wundert mich nicht, daß die deutsche Wikipedia diesen "verbrannten Dichter" nicht kennt. Er hatte seltsame Freunde und nur ein begrenztes Publikum; in Deutschland ist er weitgehend unbekannt.

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 22:19
@Don Quijote
Es wundert mich nicht, daß die deutsche Wikipedia diesen "verbrannten Dichter" nicht kennt. Er hatte seltsame Freunde und nur ein begrenztes Publikum; in Deutschland ist er weitgehend unbekannt.

Umso bemerkenswerter, daß der italienische Artikel doch relativ ausführlich ist.
it.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schott

Ciao
Wolfram
chrislow schrieb am 04.07.2011 um 10:30
"Haschisch mit Hanf eingebröselt"

-> Na, Tabak ist doch so ungesund. Da kann man dann doch auch die Blätter der Hanfpflanze zum Tabakersatz verwenden...!?
Wolfram Heinrich schrieb am 05.07.2011 um 04:45
@chrislow
"Haschisch mit Hanf eingebröselt"

-> Na, Tabak ist doch so ungesund. Da kann man dann doch auch die Blätter der Hanfpflanze zum Tabakersatz verwenden...!?


Genau das hatte ich - wie sich herausstellte, zu recht - vermutetet.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 11:42
Das Ganze sorgte für mehr („Grüner Manager randaliert“) oder weniger („Grüner Politiker schläft blau vor roter Ampel ein“) doofe Schlagzeilen – und die waren noch gar nicht gedruckt, da hatten die Hauptstadt-Grünen ihren Landesgeschäftsführer schon vor die Tür gesetzt.

Jetzt schaumermal, wieviel Promille der André Stephan hatte, ob er alkerholmäßig also mit der CSU mithalten kann. Wenn die BAK unterhalb von 1,6 Promille liegt, dann wird er ohnehin wegen geringer Trinkfestigkeit disqualifiziert.

Dort hat die Polizei auf dem Balkon des Geraer Grünenbüros ein paar Hanfpflanzen gefunden.

Die zitierte "Thüringer Allgemeine" schreibt ja: "CDU-Innenexperte Wolfgang Fiedler fordert Astrid Rothe-Beinlich zur Abgabe ihres Landtagsvorsitzes auf, sollte sich bestätigen, dass sie um die Hanfplantage in ihrer Kreisgeschäftsstelle wusste."
Hanfplantage - Ich sehe schon das wogende, gezackte Grün bis zum Thüringer Horizont vor meinen Augen, Neger, die von reitenden grünen Abgeordneten mit der Peitsche zur Arbeit getrieben werden. Ach. Die Zeitung fährt in ihrer Berichterstattung weiter: "Nach dem Fund mehrerer Hanfpflanzen im Büro..." Ach so.
Ich hab ja manchmal so Zeitreise-Phantasien. Ein Sachse aus Dresden legt sich unter einen Baum zum Dösen und ihm fällt ein Ast auf den Kopf. Als er aufwacht findet er sich in der Bundesrepublik Deutschland an der Wende von den siebziger zu den achtziger Jahren wieder. An der Startbahn West wird er auf Joschka Fischer deuten und verkünden, dieser da werde einst als großer Staatsmann gelten. Die Umstehenden klopfen mit dem Zeigefinger an ihre Schläfen Er werde Außenminister, der erste, der die Bundeswehr in einen Krieg schicken wird. Das Klopfen der Umstehenden an ihre Schläfen beschleunigt sich bis zur Spechtfrequenz Als der Zeitreisende erzählt, es werde der RAF-Anwalt Otto Schily als der toughste Marshal von Tombstone in die Geschichte des Wilden Westens eingehen greift der erste zum Telefon und informiert die Herren mit den weißen Turnschuhen. Als er schließlich die Thüringer Posse mit der Hanfplantage erzählt, hört ihm schon keiner mehr zu.

Ciao
Wolfram
Matto schrieb am 30.06.2011 um 12:10
In diesem Staat wundere ich mich über gar nichts mehr.
Die BRD ist das Land der Tausend Möglichkeiten, alle machen was sie wollen, jeder macht mit.
Es einfach nur irre, wie es in diesem Staat zugeht. Und weil das so ist, weil eben jeder was anderes macht, glotzten heute, während ein Bundesabgeordneter sich redliche Mühe für seine Rede gab, Merkel, Rösler, Trittin, Künast und viele andere mehr dummdreist in ihr Handy.
Von Anstand und Respekt ist schon lange nicht mehr die Rede. Die guten Sitten verkommen.
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 12:22
@Matto
Und weil das so ist, weil eben jeder was anderes macht, glotzten heute, während ein Bundesabgeordneter sich redliche Mühe für seine Rede gab, Merkel, Rösler, Trittin, Künast und viele andere mehr dummdreist in ihr Handy.
Von Anstand und Respekt ist schon lange nicht mehr die Rede. Die guten Sitten verkommen.


Denk dir nix, in den guten alten Zeit vor dem Handy haben die Abgeordneten während der Debatten Zeitung gelesen oder Akten durchgearbeitet. Seit Noahs Zeiten verkommen die guten Sitten und die Sitten waren schon vor der Sintflut nicht sonderlich - ich sag nur "Sodom & Gomorrha".

Ciao
Wolfram
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 12:35
Hallo Wolfram,

ich würde sogar soweit gehen die Schlechten Sitten hat Gott eingeführt, hat er doch Zwei fast verhungernde die einen Apfel Assen gleich ohne Kleider und Geld in die Obdachlosigkeit der Welt verband.
Stellen wir uns Jetzt einmal Vor in Gera hätte man Sie beim Hanf Salat Essen Erwischt. Ja was Wäre dann?

Liebe Grüße
Baphomed

Das seitens der Mehrheits Fraktion im vergangenen Jahr 8 Nobel Karossen auf Autobahnen und Landstrassen wegen überhöhter Geschwindigkeit und Alkohol Geschrottet wurden sogar ein bürger dabei so Verletzt wurde das er an den Folgen des Unfalls starb. War übrigens der zum WAZ Konzern gehörenden Presse keine Meldung wert.
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 12:53
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 12:22 u.a. "(...) ich sag nur "Sodom & Gomorrha".

Du sagst es!

Na dann will ich dem Ganzen mal "die Krone" aufsetzen - warten wir's ab, wie die Springer-Presse reagiert, wenn sie DAS hier erst geschnallt hat:

"(...) Chef der schwulen Grünen nach Alkoholfahrt festgenommen - André Stephan, Wahlkampfmanager der Berliner Grünen und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik, soll alkoholisiert am Steuer erwischt worden sein. Spitzenkandidatin Renate Künast entband ihn umgehend von seinen Aufgaben ..."
Quelle: www.queer.de/detail.php?article_id=14549

Sag ich's doch schon immer:
"Diesen Schwulen kann man einfach keine wichtigen Aufgaben übertragen, die denken immer nur ans Saufen und F....." :-))))))))
claudia schrieb am 30.06.2011 um 13:10
>>...glotzten heute, während ein Bundesabgeordneter sich redliche Mühe für seine Rede gab, Merkel, Rösler, Trittin, Künast und viele andere mehr dummdreist in ihr Handy.<<
Solange sich kein Lobbyist beschwert wird das wohl in Ordnung sein...
KalleWirsch schrieb am 30.06.2011 um 13:26
@Knüppel

Aus dem queer.de Artikel:

"Er ist einer der beiden Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik, die sich als Motor für die Gleichstellungspolitik der Partei versteht."

Da hat er dann im richtigen Leben auch mal den Motor ausgestellt. Ganz wie in der Gleichstellungspolitik.

"Sag ich's doch schon immer:
"Diesen Schwulen kann man einfach keine wichtigen Aufgaben übertragen, die denken immer nur ans Saufen und F....." :-))))))))"

Sodom und Gomera eben. - Aber wie kommst du darauf, dass Schwule ans Fußball spielen denken?
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 13:38
KalleWirsch schrieb am 30.06.2011 um 13:26 u.a. "... Aber wie kommst du darauf, dass Schwule ans Fußball spielen denken?"

Seitdem ich, mit Erschrecken feststellen musste, dass DU hier eifrig die Fussball-WM kommentierst ... :-)
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 13:50
Lieber knüppel,

du Petze, Das ist doch als König seine Pflicht.

Liebe Grüße
Baphomed
KalleWirsch schrieb am 30.06.2011 um 14:18
@baphomed

So isset.

Ich hoffe, dass Nigeria heute richtig ins Nirvana geschossen wird, nachdem, was die nigerianische Trainerin über Homosexualität gesagt hat.
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 15:33
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 13:50 u.a.
"Lieber knüppel, du Petze, Das ist doch als König seine Pflicht ..."

Wie, Petze?
Das Kommentieren macht Kalle doch ganz öffentlich, also kann man das gar nicht "petzen" oder? :-) Und außerdem hatte mich Kalle ja gefragt: "... wie kommst du darauf, dass Schwule ans Fußball spielen denken? ..." Nun, eben deshalb :-), nicht dass noch jemand mein "F....." anders interpretiert ...

LG
Knüppel
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 15:37
KalleWirsch schrieb am 30.06.2011 um 14:18 u.a.

"(...) Ich hoffe, dass Nigeria heute richtig ins Nirvana geschossen wird, nachdem, was die nigerianische Trainerin über Homosexualität gesagt hat ..."

Und das wiederum schreit geradezu nach einem Link ..., hier ist er:

"Lesben raus! - Die nigerianische Trainerin bezeichnet weibliche Homosexualität als 'dreckige Lebensweise'. Diese Meinung teilen die meisten ihrer Landsleute ..."
Quelle: 'taz' 30.06.2011 www.taz.de/1/sport/wm-2011-tribuene/
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 15:39
Der Direkt-Link, sollte es sein ..., puh :-)
www.taz.de/1/sport/wm-2011-tribuene/artikel/1/lesben-raus/
kvwupp schrieb am 30.06.2011 um 15:47
@Knüppel

Zitat: "nicht dass noch jemand mein "F....." anders interpretiert ... " Zitatende

Hrm, mal überlegen, wie kann man das "F . . . " anders interpretieren: Fressen? Fernsehen? Fandango? Fantasia? Faulenzen? Felonie? (Nein, das ist nicht das, was einige jetzt denken mögen, dass es sein könnte).
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 16:10
@kvwupp

Danke!
Da hab' ich ja grad' noch einmal die Kurve gekriegt ... :-)
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 16:46
Lieber Kalle, Lieber Knüppel,

die Aussage der Trainerin kann man als Menschenrechts Aktivist auch anders Verstehen. Wenn man den Aktuellen aussagen der Alliance Rights Nigeria glauben kann gibt es mal wieder eine Diskussion um eine hier Mitgereiste Nigeranische Spielerin im Nigeranischen Parlament. Sieht man dazu die Aussage der Trainerin entspricht es einmal mehr Ihrer Einstellung sich vor die Ihr anvertrauten Spielerinnen zu stellen. Nigeria ist nicht Deutschland und der weg der Hommosexuellen ist sicher noch weit aber eine ächtung des landes würde die Hommosexuellen dort noch zusätzlich bestrafen. Hier ein Artikel der denn Kampf um Homosexuellen Rechte und Menschenrechte in Nigeria veranschaulicht.

www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/01/24/a0110

Der kampf um Menschenrechte ohne das Licht der Öffentlichkeit ist sicherlich für manche befremdlich, aber er führt zum erfolg.

Liebe Grüße
Baphomed
Popkontext schrieb am 30.06.2011 um 16:54
Hier nochmal ein längerer Artikel zu der Geschichte mit den Lesben im nigerianischen Fußball und allgemein:
www.nytimes.com/2011/06/23/sports/soccer/in-african-womens-soccer-homophobia-remains-an-obstacle.html
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 19:36
@Baphomed

Hallo Baphomed,

danke für Deinen Kommentar.

Ich bin ja schon ein älteres Semester (habe mich als 16-Jähriger, 1966, als schwul geoutet) und habe im Laufe meines Lebens, in dem ich regelmäßig dafür kämpfen musste überhaupt eine "Lebensrecht" zu haben, u.a. folgendes gelernt ...

zitiert aus meinem Internet-Profil beim 'Freitag'

'(...) Menschenrechte (z.B. das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) haben sich kulturellen oder religiösen "Eigenarten" eines Landes nicht unterzuordnen, denn sie sind universell und unveräußerlich ...'
www.freitag.de/community/profiles/sexpower

Und als Ergänzung hier das "Dementi" der Trainerin der nigerianischen Frauen-Fußballmannschaft (warum heißt das eigentlich "Mann"-schaft? ...)

"(...) Erst brüstete sich Nigerias Fußball-Nationaltrainerin damit, dass sie keine Lesben in ihrem Team duldet - weil die FIFA sich einschaltete, bestreitet Eucharia Uche nun, je ein böses Wort gesagt zu haben.

Alles sei nur ein Missverständnis, sagte die Teamchefin der nigerianischen WM-Frauenmannschaft: "Ich habe niemals derartige Aussagen gemacht", so die 38-Jährige nach dpa-Angaben. "Es tut mir leid, dass so eine Situation entstanden ist". Zuvor hatte Uche in der "New York Times" getönt, Homosexualität unter Frauen sei "moralisch sehr falsch" und ein "schmutziges Thema". Sie erklärte stolz, dass in ihrem Team keine Lesben kicken dürften. In der nigerianischen Presse hat ein früherer Assistent diese Linie bestätigt ..."
Quelle: www.queer.de/detail.php?article_id=14558

LG
Knüppel
Knüppel schrieb am 30.06.2011 um 19:38
Korrektur:
"... ein Lebensrecht ..."
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 21:51
@Baphomed
Stellen wir uns Jetzt einmal Vor in Gera hätte man Sie beim Hanf Salat Essen Erwischt. Ja was Wäre dann?

Dann wäre, daß ich mich wunderte, wie ich nach Gera komme.
Ich habe vor dem Haus einige merkwürdige Pflanzen stehen, die ich des Cannabis-Tums verdächtigt hatte.

Kenner versicherten mir aber, es würde sich um Minze handeln und richtig, wenn du die Blätter reibst und dann an den Händen riechst, denkst du an Kaugummi.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 21:52
@Knüppel
Sag ich's doch schon immer:
"Diesen Schwulen kann man einfach keine wichtigen Aufgaben übertragen, die denken immer nur ans Saufen und F....." :-))))))))


Ganz schön schwul, deine Homophobie.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 30.06.2011 um 12:42
Gut dass die Polizei keine Sockenkontrollen durchführt. Ich hab nämlich Hanfsocken. (Hanffasern fühlen sich auf der Haut so gut an, dass sie eigentlich verboten werden müssten)

>>...Bild, BZ und Co.<<
Wer die Hersteller der Normdebilität ernst nimmt hat schon verloren.
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 12:58
Der Freundliche Hanfberater Warnt,

das Inhalieren des Geruchs von Hanfsocken kann zu Ohnmachtsanfällen führen.

Ihr Hanfberater
claudia schrieb am 30.06.2011 um 13:20
>>...das Inhalieren des Geruchs von Hanfsocken kann zu Ohnmachtsanfällen führen.<<
Kommt drauf an, wie lange sie getragen wurden.

Aber die Wirklichkeit ist viel schlimmer: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wer Hanfsocken trägt irgendwann sterben wird.
KalleWirsch schrieb am 30.06.2011 um 14:14
@claudia

"Aber die Wirklichkeit ist viel schlimmer: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wer Hanfsocken trägt irgendwann sterben wird."

...und zwar nachhaltig.
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 21:53
@claudia
(Hanffasern fühlen sich auf der Haut so gut an, dass sie eigentlich verboten werden müssten)

Das haben wohl die Malefikanten, die in früherer Zeit Hochzeit feiern mußten mit des Seilers Töchterlein, anders gesehen.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 01.07.2011 um 08:49
Des Seilers Tochter stammt von der weiblichen Hanfpflanze, die sehr robuste und zugfeste Fasern bildet.
Für Kleidung werden eher die feineren Fasern der männlichen Hanfpflanze verwendet.
Also: Des Seilers Tochter und des Webers Sohn sind nicht ganz das Gleiche.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.07.2011 um 11:55
@claudia
Des Seilers Tochter stammt von der weiblichen Hanfpflanze, die sehr robuste und zugfeste Fasern bildet.
Für Kleidung werden eher die feineren Fasern der männlichen Hanfpflanze verwendet.
Also: Des Seilers Tochter und des Webers Sohn sind nicht ganz das Gleiche.


Man dankt für die Aufklärung. Und: Schön zu hören, daß ab und an auch was Männliches sanfter auf der Haut liegt als was Weibliches.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.06.2011 um 12:59
"Böser Drogenskandal" in Thüringen, alkoholisierter Rowdy in Berlin - also nicht, dass ich beide Geschichten persönlich für wirklich skandalös hielte, aber im Kontext mit dem repressiven Öko-Spießer Boris Palmer finde ich sie schon beachtenswert >> wong.to/66d7e
claudia schrieb am 30.06.2011 um 13:33
Wahrscheinlich hilft die Kampagne den Grünen das Wählerpotential gross zu halten:
Einerseits Partei für wohlhäbig saturierte Spiesser, andererseits mit einer Neuauflage der Sumpfpressekampagne "unetablierte" Partei für Protestwähler.

Wer Vieles bringt, wird Manchem etwas bringen.

Wahrscheinlich wird bald ein mit Faserhanf vollgekiffter schwuler Grünpolitiker erwischt werden.
Oder mit Opiat aus Klatschmohn zugedröhnt.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.06.2011 um 19:34
Claudia, *lol* die Theorie über eine Strategie finde ich reizvoll, obschon dagegen spricht, dass der grüne Landesgeschäftsführer ja seinen Job verloren hat ...
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 19:46
what shalls.... wer im bionadebiedermeierkiez wohnt kommt darin um...
luzieh.fair schrieb am 30.06.2011 um 20:02
wie man in den bionadebiedermeierkiez hinein ruft...
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 20:05
so lattet der meier ganz bieder heraus, pardauz
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.06.2011 um 20:08
Biedermeierbionadebourgeoisie - geht auch noch so als okkasionelles Kompositum ...
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 20:13
kalbswürstchen grillende migranten?

au weia! so was kommt mir nicht auf den grill!
Baphomed schrieb am 30.06.2011 um 20:18
liebe rahab,

grillen nun die Kalbswürstchen Migranten oder die Migranten die Kalbswürstchen?

Ich bin sowieso fuers Bulletten Grillen
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.06.2011 um 20:20
ad "kalbswürstchen grillende migranten" - Findest Du das in dem Kontext unpasend?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.06.2011 um 20:22
Moment mal, ich geh' mal kurz zum Einkaufen und mache mir dabei Gedanken darüber, was da nicht stimmt.
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 20:24
kebab, Baphomed, kebab!

kalbswürstchen grillende migranten sind eher im bionadebiedermeierkiez anzutreffen

bio? gnade!
Wolfram Heinrich schrieb am 30.06.2011 um 21:53
@Uwe-Jürgen Ness
"Böser Drogenskandal" in Thüringen, alkoholisierter Rowdy in Berlin - also nicht, dass ich beide Geschichten persönlich für wirklich skandalös hielte, aber im Kontext mit dem repressiven Öko-Spießer Boris Palmer finde ich sie schon beachtenswert

Na ja, was. Grüne sind halt auch nur Menschen (Herr Fischer mag das anders sehen, aber gut...)

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 01.07.2011 um 09:35
@UJN:
>>…Claudia, *lol* die Theorie über eine Strategie finde ich reizvoll, obschon dagegen spricht, dass der grüne Landesgeschäftsführer ja seinen Job verloren hat ...<<
Nun ja, dass der Alkfahrer schlagzeilenpoduktiv geschasst wurde, das spricht alle an, die noch nicht erwischt wurden und sich mächtig entrüsten. Und wenn er bald wieder in einer anderen Funktion auftaucht, dann ist er Sympathieträger für alle, die schon mal erwischt wurden: Von der CSU lernen heisst siegen lernen.

Besonders herzig finde ich aber die Geschichte mit der Cannabis sativa-„Plantage“ auf dem Balkon: Jeder Kiffer weiss ja, dass man für eine lustige Party besser Cannabis indica anbaut. Aber für die merkbefreiten Sofarevoluzzer hat es halt doch etwas unbotmässig-schlingelhaftes: Nach vorne mit der CDU kungeln und hinten auf dem Balkon blüht der Hampfhahahaha…
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 10:52
@claudia: Wie tricky, fast so, als existierte ein Masterplan für solche Kalamitäten. Beachtlich fand ich aber schon die flotte Reaktion. Da war das Thema noch nicht mal gemeldet und schon war er weg.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 15:59
@Baphomed Das ist doch eigentlich sprachlich eindeutig, nur im Dt. neigen wir weniger zu solchen Konstruktionen.
claudia schrieb am 01.07.2011 um 19:27
@UJN:
Einen Masterplan braucht es dafür nicht. Ich versuche nur einfach zu denken, wie ich denken würde, wenn ich Strategieplanung für eine Partei machen müsste, die ihre koalitionsarithmetische Position halten und ausbauen will, ohne gross an Inhalten zu hängen.
Und dann stellt sich halt die Frage: Könnten die genau so denken wie ich?

---
>>Da war das Thema noch nicht mal gemeldet und schon war er weg.<<
Na ja, das ist doch fein: Die Empörer können ihre Empörung nicht gegen die Partei richten, weil die so schnell reagiert hat.
Wenn das Ganze vergessen ist, und der André Stephan wird schnell vergessen werden, dann darf er an seinem Comeback basteln.
seriousguy47 schrieb am 30.06.2011 um 14:31
Nur kurz zur Erinnerung: Wer in diesem Land nicht konservativ ist, hat gefälligst ein(e) Heilige(r) zu sein, sonst wird er/ sie zur Medienhatz freigegeben.

Rücktritt bzw Entlassung dienen also nicht nur der Partei, sondern auch den Betroffenen. Und da gerade die die Hetz- und Bluthunde auf Winne Hermann in Stuttgart losgelassen wurden, ist es nur klug, ihnen keine weiteren Weichteile in Berlin oder Thüringen zum Anbeißen zu bieten. Andernfalls ist jede politische Sachdebatte zu Ende und die Medienrowdies wühlen nur noch in der Unterwäsche o.ä.

Ist halt so. Und läßt sich auch nicht wegdebattieren.
claudia schrieb am 30.06.2011 um 15:34
Oppositionelle, nicht lobbygesteuerte Inhalte werden von den kapitalistischen Dumpfmedien niemals gelobt, sondern immer mit strunzdummen Kampagnen vor der Öffentlichkeit verborgen.

Wer sich von den Sumpfmedien treiben lässt hat verloren: Das Ziel ist die Wiederherstellung eines Zustandes, zu dem der erste Bundeskanzler sagte: "Das bisschen Opposition können wir auch selber machen."
seriousguy47 schrieb am 30.06.2011 um 16:25
"Wer sich von den Sumpfmedien treiben lässt hat verloren"

Eben. So sind die Spielregeln. Und gegen die kämpft man - wegen der Machtverhältnisse - kurzfristig vergebens. Dazu kommt der Stress. Und der Verleumdungshydra wachsen die Köpfe schneller nach als man reagieren kann....

Also: einfach aus dem Spiel aussteigen.
Was im Falle Stephan nach der "Suff-Fahrt" noch drohte, ist ja bereits zu lesen:
"dort wird der Politiker in einem polizeilichen Ermittlungsverfahren als Beschuldigter geführt (Vorgangsnummer 110523-1330-036126).
Die genannten Delikte: gefährliche Körperverletzung, versuchte Nötigung und Beleidigung."

www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/kuenast-hat-neuen-wahlkampf-manager-article1215926.html

www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/so-lief-suff-fahrt-von-kuenast-manager-article1215416.html
claudia schrieb am 30.06.2011 um 19:34
Zur Suff-Fahrt ist eigentlich nur eine Reaktion möglich: "Ein Skandal wäre es, wenn er nicht bestraft würde. Aber die Justiz arbeitet dran und mehr gibt es zu einem Vorgang, der jeden Tag mehrfach vorkommt, nicht zu sagen."

Und zu den Faserhanfpflanzen im Parteibüro:
Ich würde der Redaktion, das skandalisiert, ein Hanfseil schenken und empfehlen, es zu rauchen. Aus der feierlichen Überreichung eines Stückes Hanfseil, mit edler Bauchbinde und im feinen Zigarrenkästchen könnte man ein richtiges Event machen.

Wer zeigt dass er die Sumpfpresse ernst nimmt, ermuntert sie zu weiteren auflagebringenden "Skandalberichten".
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 20:26
ich würde ja wem, welche_r hanfkästen inhaliert .... ja, was würd ich da?
erst mal würd ich fragen, wer das denn so geschrieben hat!
claudia schrieb am 01.07.2011 um 10:27
Och, das ist ganz einfach: Man muss nur dem Geruch nach glimmenden Hanfsocken nachgehen...
Rahab schrieb am 30.06.2011 um 20:14
peinlich peinlich das ganze
apatit schrieb am 01.07.2011 um 08:36
… ein Geschrei und Medienrummel wegen den Hanfpflanzen und Erfolgsberichte der Polizei, ich kann da nur schmunzeln. Wenn in Deutschland gesoffen wird und der Staat kassiert mit, ist doch auch alles in bester deutscher Ordnung! Also was soll`s….
Rahab schrieb am 01.07.2011 um 10:25
ne, das meinte ich nicht.
sondern dass dieser blog mich fragen läßt, ob ich in taboolywood gelandet bin.
Rahab schrieb am 01.07.2011 um 10:59
sagt ich doch's.
alles sehr ähnlich. bis hin zur nur mühsam verdeckten misogynie.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 11:08
Mindestens genauso peinlich und hasenfüßig ist es aber, dass GRÜNE auf diese Geschichten dergestalt reagieren, dass sie diesen Typen gleich rauswerfen bzw. sich zu gehetzten Dementis genötigt sehen.
Rahab schrieb am 01.07.2011 um 11:23
und ich amüsiere mich - jenseits der arbeitsrechtlichen fragen, die sich mir da stellen - darüber, dass LINKE darüber taboolywood-mäßig herfallen! und zwar von der redaktion aus.
dass sich andere da gern dranhängen - ab dafür!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 11:52
So hat jedes Tierchen sein Plaisirchen.
Rahab schrieb am 01.07.2011 um 12:05
so so.
je nach natur?
oder charakter?
Wolfram Heinrich schrieb am 01.07.2011 um 15:02
@Rahab
alles sehr ähnlich. bis hin zur nur mühsam verdeckten misogynie.

Es gibt so schnell keine Misogynie nicht auf dieser Welt, die wo du nicht entdecken würdest, sie mag sich im allerhintersten Winkel verstecken.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 16:00
@Wolfram

Doppelte Verneinung ist nur im Lateinischen ein entschiedenes Bejahen.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.07.2011 um 16:25
@Uwe-Jürgen Ness
Doppelte Verneinung ist nur im Lateinischen ein entschiedenes Bejahen.

Im Bairischen schon auch. (1) Im Englischen ist sie möglich: "I can't get no satisfaction" und "Don't ask me no questions and I won't tell you no lies." In den romanischen Sprachen ist die doppelte Verneinung vorgeschrieben, für das Italienische weiß ich das definitiv. "Io non so niente."

Ciao
Wolfram
(1) Aus der Formulierung "...die wo du nicht..." hättest du erkennen können, daß ich Bairisch schrieb (das ist meine Form des Smileys).
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 16:44
@Wolfram

Das "nur" sollte keine Ausschließlichkeit zum Ausdruck bringen und isofern nicht für alle Sprachen gelten. Gemeint habe ich in dem Fall nur das Dt./Lat..
Rahab schrieb am 02.07.2011 um 13:19
ich merke an: ich hatte's verstanden
(pfiat di Franz!)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 01.07.2011 um 10:49
Berlins Grünen-Spitzenkandidatin; Das Renate-Künast-Problem | SpOn bit.ly/mALzcW
Tom Strohschneider schrieb am 02.07.2011 um 09:47
Renate Künast hat sich inzwischen auch zum Fall Stephan geäußert - unter anderem mit der Bemerkung, „jemand, der so betrunken Auto fährt und dann auch noch einnickt, ist schlicht und einfach als Wahlkampfleiter nicht tragbar“. Was die Frage aufwirft, ob André Stephan noch im Amt sein könnte, wenn er zwar besoffen aber wenigstens wach von der Polizei angetroffen worden wäre.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.07.2011 um 10:13
@Tom Strohschneider
Was die Frage aufwirft, ob André Stephan noch im Amt sein könnte, wenn er zwar besoffen aber wenigstens wach von der Polizei angetroffen worden wäre.

So wie ich die Geschichte verstanden habe, wäre er gar nicht erwischt worden, wenn er nicht eingenickt wäre.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 02.07.2011 um 10:32
>>Was die Frage aufwirft, ob André Stephan noch im Amt sein könnte, wenn er zwar besoffen aber wenigstens wach von der Polizei angetroffen worden wäre.<<
Interessante Frage.
Ich empfehle als Verkehrsmittel das Fahrrad. Denn auf dem Fahrrad einschlafen und von der Polizei geweckt werden geht nicht.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.07.2011 um 10:51
@claudia
Ich empfehle als Verkehrsmittel das Fahrrad. Denn auf dem Fahrrad einschlafen und von der Polizei geweckt werden geht nicht.

Bring die Leute nicht auf blöde Gedanken. Spätestens ab 1,6 Promille bist du auch auf dem Fahrrad wegen Trunkenheit im Verkehr dran. Wenn du mit deiner Fahrweise eine Verkehrsgefährdung darstellst, kann dir das auch schon bei unter 1,6 Promille passieren.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 02.07.2011 um 11:39
@Wolfram:
Sicherheitstechnisch und verkehrsrechtlich gesehen stimme ich Dir voll zu.

Wenn aber das Hauptproblem nicht darin lag, dass der Stephan besoffen gefahren ist, sondern dass er dabei auch noch einnickte und von der Polizei geweckt wurde, dann stelle ich fest: Mit dem Fahrrad wäre der Vorgang aus physikalischen Gründen nicht möglich gewesen.

Die Altgrünen wussten schon, warum sie einst den Umstieg aufs Fahrrad empfahlen. Und wenn die Jungen nicht mehr drauf hören, dann bestraft sie das Leben.

Die Schrammen vom Runterfallen vom Fahrrad kann man ja irgendwie anders erklären, Katze oder so...
Wolfram Heinrich schrieb am 02.07.2011 um 11:54
@claudia
Wenn aber das Hauptproblem nicht darin lag, dass der Stephan besoffen gefahren ist, sondern dass er dabei auch noch einnickte und von der Polizei geweckt wurde, dann stelle ich fest: Mit dem Fahrrad wäre der Vorgang aus physikalischen Gründen nicht möglich gewesen.

Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen gesehen - und schlafende Radfahrer. Auf Triathlon.de berichtet einer:
"ich bin mal beim radfahren eingeschlafen. als dann die straße eine kurve gemacht hat, bin ich geradeauseinen befestigten fußweg noch ein paar hundert meter langgefahren, bis dieser frontal auf eine Hecke zulief, in selbiger ich dann landete. Anschließend wieder wach"
www.triathlon.de/community/schwimmen/46311-koennte-man-beim-schwimmen-eingeschlafen-2.html

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 02.07.2011 um 13:49
Schade, dass da eine Hecke im Weg war. Wenn er/sie barrierefrei immer weiter gefahren wäre und dann in einer fremden Stadt aufgewacht, wo er/sie sich nicht auskennt: Das wäre doch eine ausbaufähige Geschichte.
Während er/sie knurrenden Magens durch fremde Stadt radelt, hätte ein gutgekleideter Herr/eine teuergewandete Dame ihn/sie angesprochen: "Hallo Sie da, Sie sehen aus, als ob Sie einen Job suchen? Ich brauche jemand, der das im Schlaf kann!"
Das wäre der Beginn einer wunderbaren Karriere gewesen, zum Beispiel als Nachfolger des gefeuerten Wahlmanagers einer erst vor 13 Jahren endlich ins establishment aufgestiegenen Partei...
Don Quijote schrieb am 03.07.2011 um 20:10
@claudia
Das wäre der Beginn einer wunderbaren Karriere gewesen, zum Beispiel als Nachfolger des gefeuerten Wahlmanagers einer erst vor 13 Jahren endlich ins establishment aufgestiegenen Partei...

...als welche(r) er/sie wiederum diese Fähigkeit alsbald unter Beweis stellt und sich bewußtlos aufmacht in die nächste Stadt. Das gäbe in der Tat eine schöne Geschichte unter Einbezug von Calderón de la Barca's "Das Leben ein Traum" und "und täglich grüßt das Murmeltier".

@Wolfram Heinrich
Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen gesehen - und schlafende Radfahrer.

Ja, das gibt es. Ich hatte vor langer Zeit in der Uni-Thatergruppe in einer Probe einen Schlafenden zu mimen. Das tat ich dann auch, aber da ich wirklich müde war, schlief ich tatsächlich ein und vergaß dabei, die Augen zu schließen. Ich lehnte also völlig überzeugend und Schlaf zu mimen nur vorgebend an einer Requisite und schnarchte leise vor mich hin. Ein gut Teil der Probe ging in der Folge damit zu, daß die anderen Laienschauspieler festzustellen versuchten, ob ich tatsächlich schlief oder wieder einen drolligen Einfall hatte, und sich über mich lustig machten.

- Abschließend sei gesagt: es gibt keine wirkliche Alternative, als in einem solchen Zustand, wenngleich betrunken, im eigenen Fahrzeug nach Hause zu kommen.

Nimmt man ein Taxi, ist man der kriminellen Energie der räuberischen Sorte Taxifahrer ausgeliefert, die zwar selten sind, and die man aber in einem solchen Zustand unweigerlich gerät, nach Murphy; geht man zu Fuß, ist die Zeit viel länger, die man sich konzentrieren muß, um nicht vom Wege abzukommen und zwischen Mülltonnen aufzuwachen. Das Fahrrad verbietet sich aus schon dargestellten Gründen.

In Irland sagt man "if you can't walk, you've got to drive", und darin offenbart sich wieder einmal tiefe keltische Weisheit.

Q.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.07.2011 um 20:47
@Don Quijote
- Abschließend sei gesagt: es gibt keine wirkliche Alternative, als in einem solchen Zustand, wenngleich betrunken, im eigenen Fahrzeug nach Hause zu kommen.

www.theodor-rieh.de/heinrich/Betrunken3.html

In Irland sagt man "if you can't walk, you've got to drive", und darin offenbart sich wieder einmal tiefe keltische Weisheit.

In Bayern, einem Land, das auch mal keltisch war, sagt man: "Tragts me ins Auto, i fahr enk hoam."

Ciao
Wolfram
Richard der Hayek schrieb am 03.07.2011 um 21:46
Heinz, fahr du. Du bist zu besoffen zum mitsingen.
Rahab schrieb am 02.07.2011 um 13:52
wenn wahlkampfleiter so fertig sind, dass sie sich die birne zusaufen müssen, und außerdem so schlecht bezahlt, dass sie sich noch nicht mal ein taxi leisten können - ja, dann wäre es wohl besser gewesen, er wäre zuhause geblieben und hätt ein pfeifchen geraucht.
ebertus schrieb am 03.07.2011 um 21:13
Mit der Käßmann hätt' ich "stattdessen" auch gern ein Pfeifchen geraucht; und diese Fahrerin hatte damals und ansonsten sicher das für ein Taxi notwendige Einkommen.

Glücklicherweise, sowohl als auch kein Wiesheu-reload.
Rahab schrieb am 04.07.2011 um 10:44
Käßmann im nachhinein sicherlich auch!
Fred Thiele schrieb am 05.07.2011 um 14:21
Wer auf dem Präsentiertablett liegt, sollte sich nicht wie ein Broiler anziehen.
Tom Strohschneider
vom "Blauen" zum "Roten" geworden
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