Nach dem Mahmud Ahmadinedschad mit überraschendem Vorsprung zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt wurde, überschlagen sich die Ereignisse in Teheran. Einige Zeitungen Berichten vom Hausarrest Mussawis und es kursieren Gerüchte ...>> mehr
Am morgigen Freitag sind 48 Millionen Iranerinnen und Iraner aufgerufen einen neuen Präsidenten zu wählen. Ob der Neue der Alte ist, scheint jedoch ungewiss. Entscheidend bei dem Ausgang der Wahlen wird das Stimmverhalten der überwiegend jungen ...>> mehr
„Falls sich die Situation nicht verbessere, tritt der Jemen in die Fußstapfen Somalias und des Iraks. Die Menschen werden von Haus zu Haus kämpfen und das Land wird nicht nur in zwei, sondern in viele kleine Teile zerfallen.“ Diese be&au...>> mehr
Bedrohtes Idyll: Schilf das sich in den gleichförmigen Wogen des Windes wiegt, aus Reet gebaute Häuser und stolze Männer die aufrecht in ihren Kanus balancieren. Schwarze und weiße Eisvögel, Wasserbüffel die sich von der Strö...>> mehr
Der Iran steht damit ab jetzt in einer Reihe mit vielen Ländern, in denen die Verlierer der Wahl so lange protestieren und demonstrieren, bis sich etwas zu ihren Gunsten ändert. Das wird ja sozusagen ...
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber in der Freitag-Community wird in viele Blogbeiträgen nach der Sichtweise argumentiert das es einen Block gibt der die Wahlergebnisse nicht wahr haben will und einem Block der die Wahl der Iraner anerkennt. Ich zähle mich weder zu den Anhängern, die Mussawi als herausragenden Reformer sehen, noch zu denen die von einer Verschwörung westlicher Geheimdienste spekulieren. Alle vier Präsidentschaftskandidaten hatten hohe bis mittelhohe Posten im System der Islamischen Republik inne, so dass ein radikaler Umbruch von keinem der Kandidaten zu erwarten ist. In der Tat gab es in der Vergangenheit einige Wahlen bei denen es ähnliche Diskussionen gab, wie z.B. in Georgen vor 1 ½ Jahren. Bei den damaligen Präsidentschaftswahlen konnte Saakaschwili bereits im ersten Wahlgang die Wahl deutlich für sich entscheiden, gefolgt waren diesem Wahlausgang massive Proteste der Opposition. Aber anders als im Iran wurde das Wahlverfahren von einigen internationalen Kommissionen (u.a. OSZE) untersucht, die zu dem Ergebnis kamen das die Wahlen ohne massive Manipulation von statten ging. Ich denke wenn das Wahlergebnis korrekt ist, gibt es auch keinen Grund sich einer Wahlüberprüfung zu entziehen. Wird dann das offizielle Wahlergebnis bestätigt, so haben sowohl die Iraner im Inland als auch das Ausland das Votum zu respektieren. Aber es gab auch schon Wahlen bei denen keine pro-westliche Partei gewonnen hat wie beispielsweise der Sieg der Hamas aus dem Jahr 2006 demonstrierte und wo das Wahlverfahren nicht beanstandet werden konnte. Jedoch stimme ich Ihnen zu das der Westen so seine Mühe und Not hat, diese Akteure als gleichberechtigt anzuerkennen.
Lieber Herr Scheibe, vielen Dank für Ihren Beitrag. Da ich mich gerade auch mit dem Thema für einen Mittagskommentar beschäftige habe, wüsste ich gern, auf welche Quelle sich das Wahlergebnis stützt,...
Ich denke das die westlichen Staaten gut damit beraten sind die Lage nicht zusätzlich anzuheizen. Vermutlich wird die Frage nach der Korrektheit der Wahlen nie endgültig geklärt werden, da die Regierung und der Wächterrat eine Nachüberprüfung als Eingriff in ihre Souveränität nicht zulassen werden. So bleiben die Vorwürfe der Opposition (hier sei noch einmal darauf hingewiesen das alle drei Kandidaten sich über Unstimmigkeiten beklagten) weiter bestehen, so lange sie nicht durch eine erneute Zählung der Wählerstimmen entkräftet werden. Hier sehe ich übrigens auch einen taktischen Fehler Mussawis der am Abend die Annullierung der Wahlen, statt einer neuen Auszählung forderte. Natürlich muss das Ergebnis einer erneuten Zählung von allen Staaten anerkannt werden. Vielleicht erinnern Sie sich ja, vor einem Jahr gab es einen ähnlichen Fall in Georgien. Damals rief die Opposition entsetzt von einem Wahlbetrug. Der damalige Wahlgewinner Saakaschwili ließ mehrere Wahlbeobachter ins Land u.a. die OSZE die abschließend zu dem Ergebnis kam, dass die Wahlen im großen Maßstab korrekt verlaufen sind. Ich denke das Ahmadinedschad es für sein Prestige im In- und Ausland, seinem georgischen Amtskollegen gleich tun sollte.
Es gibt gewisse Kreise die mit demokratischen Wahlergebnissen die ihnen nicht in den Kram passen ihre Probleme haben. Die "grüne" Twitterkampagne ist etwas zu plump, um ernst genommen zu werden. Aller...
In der Tat sollte man mit der Auslegung von Wahlergebnissen vorsichtig sein, darum habe ich deutlich gemacht das es sich lediglich um GERÜCHTE handelt und keineswegs um harte Fakten. Es ist auch klar das manche Wahlergebnisse nicht so ausfallen wie sie sich die westlichen Staaten gerne wünsche - siehe die Wahl der Palästinensischen Autonomiebehörde von 2006. Aber demokratisch können Wahlergebnisse eben nur sein, wenn der gesamten Bevölkerung die Möglichkeit gegeben wird, wählen zu können. Es ist schon bedenklich, dass die Wahlzettel insbesondere in den Großstädten zu Neige gegangen sind. Auch der Punkt des Abstimmungsverhältnisses der ethnischen Minderheiten, die in den Wahlen von 2005 und 2001 jeweils mit deutlicher Mehrheit für einen Angehörigen ihres Volkes gestimmt haben, lässt starke Zweifel an dem Wahlergebnis aufkommen.
Lieber Herr Scheibe, vielen Dank für Ihren Beitrag. Da ich mich gerade auch mit dem Thema für einen Mittagskommentar beschäftige habe, wüsste ich gern, auf welche Quelle sich das Wahlergebnis stützt,...
Lieber Herr Herden, wie bereits cms geschrieben kursieren zahlreiche tweets, eins davon ist der link siehe oben. So weit ich weiß war Mahdi Taghizadeh einer der ersten der diese Nachricht verbreitete. Festzuhalten ist das es sich hierbei um Gerüchte handelt, die weder aus dem Lager Mussawis noch von anderen Oppositionsgruppen bestätigt wurde. Diese Nachricht von dem Wahlergebnis wird auch unter den Exil-Iranern im Ausland via sms verbreitet. Ich habe selbst gestern Abend eine sms von einer Iranierin bekommen.
Ergänzung: Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Seit der Öffnung der Wahllokale sei der Andrang der Stimmberechtigten so groß, dass möglicherweise die Wahllokale bis Mitternacht (21.30 Uhr MESZ) geöffnet bleiben. Unterdessen berichten einige Blogger vom Zusammenbruch des Handynetzes und großen Schlangen vor den Wahllokalen mit Wartezeiten von über 1 1/2 Stunden.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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