TorstenHass

Im Web-Stuhl

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19.06.2009 | 10:25 Lago
Großartige Idee! Problematisch wäre allerdings die dann im Hochlohnsektor entstehende Scheinselbstständigkeit ...
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24.06.2009 | 10:28 TorstenHass
Zu (a) kann ich, wie gesagt, eigentlich nichts sagen, bei (c) fällt mir sofort meine eigene Steuererklärung ein, wo man in Anlage S durchaus „genaue Berufsbezeichnung oder Tätigkeit“ samt Gewinn angeben muss. Dort dürfte ab einem hohen sechsstelliger Betrag auch ein schnarchnasiger Finanzbeamter hellhörig werden. Und das sage ich, obwohl ich durchschnittlich alle zwei Jahre gegen die Behandlung meiner Anlage S Einspruch einlegen muss! Hauptsächlich verlassen würde ich mich auf (b), den Arbeitgeber. Nicht unbedingt wegen (im Fall einer AG) kritischer Aktionäre oder Wirtschaftsprüfer. Sondern wegen des „psychologischen Hebels“: Wie steht ein Nachfolger da, der seinen Vorgänger noch als (hochdotierten) Berater hat? In hochdotierten Sphären dürfte die Eitelkeit und Überzeugtheit hinsichtlich eigener Ideen besonders ausgeprägt sein, „und alle meine Vorgänger waren eh Luschen“. Beispiel Daimler: Zetsche macht das meiste rückgängig, was Schrempp verbrochen hat. Schrempp machte das meiste rückgängig, was der Vorgänger Reuter verbrochen hatte, und Daimler zur shareholder-value-orientierten Welt AG. Und Reuter hatte zuvor die „Vision“, Daimler in einen integrierten Technologiekonzern mit mehr als Autos zu verwandeln. Zumindest in diesem Beispiel habe ich nicht den Eindruck, dass einer der drei sehr auf eine Beraterfunktion seines jeweiligen Vorgängers erpicht gewesen sein könnte. Und ich kenne auch privat keinen „leitenden Angestellten“, der besonders scharf darauf wäre, Ratschläge von seinem jeweiligen Vorgänger anzunehmen. Normalerweise sind die Ratschläge eher unerbeten und nervig ;-)
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19.06.2009 | 10:25 Lago
Großartige Idee! Problematisch wäre allerdings die dann im Hochlohnsektor entstehende Scheinselbstständigkeit ...
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19.06.2009 | 11:07 TorstenHass
... für die es aber bereits vorhandene Regeln gibt. Allerdings kann ich auch hier nicht recht beurteilen, inwieweit diese Regeln übertragbar und/oder wirksam sind.
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19.06.2009 | 09:16 merdeister
Was passiert denn, wenn er die 25mio in den Sand setzt und hinterher pleite ist? Beginnt er dann von neuem? Oder bleibt es bei der hohen Steuer? Das ist natürlich nur eine Detailfrage, prinzipiell fin...
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19.06.2009 | 09:40 TorstenHass
Das Modell wäre so gedacht, dass es bei der hohen Steuer bleibt, wobei (wie bei allen anderen Steuerzahlern) das Existenzminimum natürlich steuerfrei bleiben würde. Man könnte es als nachträglichen Steueraufschlag für jemanden ansehen, der durch "Unfähigkeit bei Selbstständigkeit" im nachhinein einen Hinweis darauf gibt, dass er auch zum Zeitpunkt der abhängigen Beschäftigung zwar ein hohes Gehalt bezogen hat, aber kein Leistungserbringer i.e.S. war. Offen gestanden war ich versucht, bei den tags noch "Satire?" / "Provokation" hinzuzufügen, weil ich mir selbst nicht ganz sicher bin, ob diese gegen 4 Uhr früh auftauchende Idee sinnvoll ist. Auch ich warte also auf "jemand[en], der mehr Ahnung hat als ich" ;-)
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Es kracht im Paradies

Kultur | 17.06.2009 | 14:00 Kerstin Hensel
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19.06.2009 | 07:10 TorstenHass
Erfolgreich in Film, Musik und Literatur ist vor allem das, was KonsumentIn so ähnlich bereits kennt, womit man sich identifizieren kann, worin man sich wiederfindet, wozu man sagen darf: „Genau so ist es (bei mir auch)!“ Hensel drückt das so aus: „Du bis einer von uns, und du bist Kunst!“ KonsumentIn bezahlt also nicht für den Kunstgenuss, sondern für eine Art Psychotherapie zur Bekämpfung von Minderwertigkeitskomplexen: Man möchte etwas Besonderes sein. Paradoxerweise ist hinzuzufügen: ...was nichts besonderes ist. Kunst geht anders. Enzensberger antwortete im „Spiegel“ (1/2008) auf die Frage, was er gerne lese, er freue sich jedes Mal, wenn jemand das Mittelmaß überschreitet. „Was meinen Sie mit Mittelmaß?“ „Na, wenn es um die Freundin geht, die einem davongelaufen ist, oder um irgendwelche Ehebrüche, diese ganzen blöden Toskana-Romane. Wenn aber jemand sagt: ’Ich habe da etwas, was ihr noch nicht gehört habt.’ Das ist doch viel schöner.“ Allerdings weniger erfolgreich. Wäre die Enzensbergersche Erzählt-mir-Geschichten-die-ich-noch-nicht-kenne-Haltung nämlich Mainstream, sähen die Film-, Musik- und Literatur-Charts ganz ganz anders aus...
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Revolutionäres Erbgut

Alltag | 15.06.2009 | 16:44 Alexander Wragge
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19.06.2009 | 07:08 TorstenHass
Stellenweise (unfreiwillig?) amüsant, an einer Stelle bis zum Makabren: „die Leiche breit getreten worden.“ – Meine Phantasie ist zwar pervers, aber eine breit getretene Leiche mag ich mir nicht wirklich vorstellen...
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Land Guck-in-die-Luft

Wochenthema | 10.06.2009 | 05:00 Axel Brüggemann
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12.06.2009 | 08:17 TorstenHass
In Deutschland brechen erst Unruhen aus, wenn Tempo 130 auf Autobahnen eingeführt wird (Große Revolution!) oder Nichtraucherschutzgesetze (Kleine Revolte). „Kleine Leute, kleine Sorgen. Große Leute, große Sorgen.“ Im Übrigen wundert es nicht, wenn das Konsumklima weiterhin gut bleibt: Alles Ersparte müsste man im Fall der Fälle erst für das Notwendige verfrühstücken – also gibt man es lieber vorher für das Unnötige aus.
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Suppenküchen-Sozialismus

Wochenthema | 10.06.2009 | 05:00 Robert Kurz
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12.06.2009 | 08:14 TorstenHass
Wieso „das paradoxe Scheitern dieser Gesellschaft an ihren eigenen Kriterien“? Paradox ist daran nichts. Der Kapitalismus gehorcht lediglich seinen eigenen Gesetzen: Kein real existierendes Konkurrenzprodukt (=konkurrierendes Gesellschaftssystem) -> degeneriertes Produkt (=degenerierter Kapitalismus). Denn die momentan real existierenden Konkurrenzprodukte (Osama bin Ladens und Kim Jong Ils) machen außer Friseuren und Bartschneidern keine Freude. Vielleicht höchstens noch den Herstellern hochhackiger Schuhe.
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Der Damm wird brechen

Politik | 10.06.2009 | 05:00 Elisabeth Kiderlen
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12.06.2009 | 08:10 TorstenHass
Was heißt hier lapidar „Taktik, […] Geldscheine an sie zu verteilen“? Das waren immerhin 80 Dollar (www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/979905/)! Achtzig Dollar sind nicht zu verachten. Sowas würde ich auch gerne an jedem Informationsstand unserer Parteien mitnehmen, vor allem, weil ich als Nicht-Autofahrer nichts von der Abwrackprämie hatte…
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DIE LIBERALE LEISTUNGS-LÜGE

31.05.2009 | 15:09 TorstenHass
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02.06.2009 | 21:15 Bildungswirt
Guten Beitrag. Du Schreibst: "Politische Dynastien sind verschwunden, wirtschaftliche jedoch existieren weiter." Freiheit und Eigentum werden in unserer Gesellschaft von 95% als Grundpfeiler akzeptier...
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10.06.2009 | 12:08 TorstenHass
Nachtrag: In der heutigen FAZ (S. 10) gibt es einen Beitrag über Japans Politdynastien. Der Satz "Und meistens erben die Nachkommen auch eine Wahlkasse" widerspricht meiner Idee nicht, dass diese ererbte politische Macht eine Folge der ererbten wirtschaftlichen Macht ist - die Unterstützer der Polit-Erben scharen sich dann v.a. um ein vorhandenes Fettnapf...
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DIE LIBERALE LEISTUNGS-LÜGE

31.05.2009 | 15:09 TorstenHass
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02.06.2009 | 21:15 Bildungswirt
Guten Beitrag. Du Schreibst: "Politische Dynastien sind verschwunden, wirtschaftliche jedoch existieren weiter." Freiheit und Eigentum werden in unserer Gesellschaft von 95% als Grundpfeiler akzeptier...
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09.06.2009 | 16:22 TorstenHass
Besten Dank für die Blumen (das Zitat stammte übrigens von Russell). Polit-Dynastien, klar, kann's geben. Allerdings gibt es dort dann evtl. als Korrektiv den Wähler, der sagt: "Nö, will nicht." Das ererbte Vermögen dagegen verweigert sich nie. Entstehen Polit-Dynastien trotzdem, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass (a) sich die wirtschaftliche Macht auf die politische durchschlägt und/oder (b) das Korrektiv Wähler nicht funktioniert bzw. nicht funktionieren darf. In Deutschland sind die Ansätze zu Polit-Dynastien mit z.B. Strauß/Hohlmeier und Albrecht/von der Leyen m.E. noch "relativ erträglich" und könnten z.B. bei einer weitergehenden Entmachtung der Parteifunktionäre und mehr direktdemokratischen Elementen ausgemerzt werden. Dass das natürlich nicht gewünscht ist (weil das auch anderen Parteikadern den herbeigesehnten und -gesessenen Posten kosten kann), versteht sich von selbst...
TorstenHass
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Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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