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Eine der Kernfragen mit denen ich mich in dieser Krise immer wieder beschäftige ist, ob aufgrund der Verwerfungen am Finanzmarkt Inflation oder Deflation droht. Nimmt man den Goldpreis als Indikator ist wohl mit Inflation zu rechnen. Auch der zunehmende Anstieg der Häuserpreise insbesondere in zentralen Innenstadtlagen in Berlin, Frankfurt und München lässt diesen Schluss zu. Andererseits pumpt die Zentralbank von Japan seit fast 2 Jahrzehnten Geld in den Markt, ohne das Inflation entsteht. Was haben wir also zu befürchten?
An dieser Frage hängt nicht nur das Wohlergehen der Staaten sondern auch das der eigenen Finanzen. Letztendlich ist die Anlageentscheidung eben eine komplett andere, je nachdem welches Szenario man erwartet. Entsprechend wertvoll wäre die Antwort auf diese Frage. Leider kann man diese nicht nur nicht leicht sondern eben gar nicht beantworten. Ebenso wie der berühmte Schmetterlingeffekt für das Wetter, sind eine Vielzahl ökonomischer Einflussgrößen für die Entwicklung verantwortlich. Diese lassen sich aber weder im Vorfeld bestimmen noch vernünftig abschätzen. Wir tappen also im Dunkeln.
Hinzu kommt der enorme psychologische Effekt. Wenn Menschen Gold horten, Münzen kaufen oder in Sachwerte welcher Art auch immer investieren, ist dies psychologisch begründet. Bei einer weiteren Verschärfung der Eurokrise ist auch ein Bank-Run nicht auszuschließen.
Die nächste Etappe auf dem Weg in die ein oder andere Richtung steht in der nächsten Woche bevor. Dann entscheiden die Größen der Politik – wieder einmal – über die Euro Rettung. Entscheidend wird auch sein, wie stark der Sparkurs ist, der in der Eurozone eingeschlagen wird. Mit striktem Sparen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Rezession. Aber gleichzeitig eröffnet sich die Chance die Ursache der Krise an den Wurzeln zu packen.
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Dann entscheiden die Größen der Politik – wieder einmal – über die Euro Rettung.
*************************************************** Der Euro ist nur zu retten, wenn in der Eurozone gleiche Leistung für gleiches Geld gilt. Das scheint bislang nicht übereinzustimmen. |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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