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Kampfflugzeuge des US-Militärs haben am Donnerstag, den 23.7.09, eine 300 Tonnenladung von Schlafmohnsamen in der südlichen Provinz Helmand in Afganistan bombardiert. Die Streitkräfte haben etwa 450 kg Sprengstoffe abgeworfen, um auch wirklich sicherzugehen, dass die Samen Tod sind.
Dieser Publicitystunt wurde designt, um die Herzen und Köpfe der Afghanischen Mohnbauern zu gewinnen, sagte ein Staatsoffizier der CNN. “Es gibt eine Verbindung zwischen Rebellen und Drogenhändlern die wir unterbrechen müssen” sagt Tony Wayne von den Behörden. “Es ist auch Teil davon, die Herzen und Köpfe der Bevölkerung zu bekommen, denn in einigen Fällen werden die Bauern eingeschüchtert um Opium herzustellen.” Die USA haben ihren Ansatz, mit den Mohnkulturen in Afghanistan umzugehen, vor kurzem geändert. In Afghanistan werden 90% des Welt-Opiums hergestellt, sowie das Derivat Heroin. Die USA haben die Ausrottungsprogramme gestoppt und zielen anstelle dessen auf Drogenhändler, insbesondere diejenigen welche mit den Taliban in Verbindung gebracht werden. Es wird geschätzt dass die Taliban mehrere hunderte Millionen Dollar durch den Schwarzmarkt erhalten. Die USA und ihre NATO-Verbündeten (darunter auch Deutschland) versuchen, den Opiumanbau auch mit alternativen Entwicklungsprogrammen entgegenzuwirken. Diese Programme sind aber sehr schwer durchzuführen in einer Gegend, in der es keine effektive Kontrolle der Afghanischen Regierung oder Westmächten gibt. Die Attacke auf den Samenhaufen, den einige auch als normale Nahrungsmittellagerung ansehen, kommt für die USA und die NATO in dem bisher blutigsten Monat in ihrer nahezu achtjährigen Invasion und Besetzung von Afghanistan. Nach dem Kriegsopferzähler I Casualitiessind im Monat Juli bislang 63 westliche Soldaten getötet worden. Es sind zur Zeit über 700 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, zusätzlich ist die sogenannte Quick Reaction Force seit Monaten im Lager. Bisher sind 33 Soldaten aus Deutschland getötet worden. Weitere Hintergründe z.b. auf Indymedia: Afghanistan-Schutztruppe Hindukuschsecurity, Tagesspiegel: Fefa-Leiter: Afghanistan-Offensive war nur Show
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"die Herzen und Köpfe...bekommen" - klingt irgendwie kannibalisch, oder?
An "Liebe machen" und "Sex haben" ist man ja schon gewöhnt. So verändern die spezifischen Notwendigkeiten des Hollywood-Film-Sprechtext-Schauspielerlippenbewegungen-Synchronisierens die Sprache. Immerhin sind es noch deutsche Vokabeln. |
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Kleine Korrektur:
Laut Wikipedia Eintrag zu ISAF sind in Afghanistan zur Zeit 4220 Bundeswehrsoldatenstationiert. Das vom Bundestag bis Ende 2009 gesetzt Limit beträgt 4500. Das werden wir aber locker erreichen. (Wenn ich Eigenwerbung betreiben darf: Leitartikel zum Thema in der kommenden Print-Ausgabe lesen) JA |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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