Der enthüllende Europa-Bericht, bekannt geworden als "Reuter-Trautmann Bericht", enthält Daten und Schlüsse, die vernichtend für die Drogenpolitik der Länder in der Europäischen Union ausfällt und damit andere Studien und Berichte bestätigt. So sind viele Ziele der Drogenpolitik fehlgeschlagen: Zum einen die Reduzierung der Nachfrage und des Angebots von illegalisierten Drogen, zum anderen die Anerkennung, dass die Politik ein kritischer Faktor bei der Erzeugung und Verstärkung von Schäden ist.
Heute wurde auf Abgeordnetenwatch meine erste Anfrage an die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, eingestellt. Sie behandelt den als “Reuter-Trautmann” bekannt gewordenen Bericht der Europäischen Kommission “Bericht über den globalen illegalen Drogenmarkt 1998 – 2007“. Dieser Bericht wurde einen Tag vor der Sitzung der Suchtstoffkomission der Vereinigten Nationen veröffentlicht.
In diesem Bericht sind Daten und Schlüsse enthalten, die wiedereinmal vernichtend für die Drogenpolitik der Länder in der Europäischen Union ausfällt und damit andere Studien und Berichte bestätigt.
So sind viele Ziele der Drogenpolitik fehlgeschlagen: Zum einen die Reduzierung der Nachfrage und des Angebots von illegalisierten Drogen, zum anderen die Anerkennung, dass die Politik ein kritischer Faktor bei der Erzeugung und Verstärkung von Schäden durch den individuellen Drogengebrauchenden, ihrer direkten Umgebung sowie der Gesellschaft als ganzes, ist.
Weiterhin wird auch die Drogenprohibition angesprochen. Sie habe erhebliche unerwartete Schäden hervorgerufen, von denen viele vorhersehbar sind und waren. So auch den Schluss, dass Cannabisgebrauch Teil der jugendlichen Entwicklung in vielen westlichen Ländern geworden ist.
Ich bin auf die Antwort gespannt. Wenn du auch an der Antwort interessiert bist, kannst du dich über den Link hier mit auf der Abgeordnetenwatchseite einschreiben. Du bekommst dann eine E-Mail, wenn es eine Antwort gibt.
Für ein Zeitungsinterview habe Frau Dyckmans gesagt: “Sie weiß, dass manchen Menschen das Rauchen von Haschisch völlig normal vorkommt. Doch eine Legalisierung der Szenedroge kommt für sie nicht in Frage.”
Insbesondere in Verbindung mit den Fakten aus dem EU-Bericht dürfte die Antwort betreffs der Drogenprohibiton sowie der “kritischen Politik” interessant sein.
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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