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Am Samstag, den 7. August 2010, wird in Berlin die Hanfparade 2010 unter dem Motto »Cannabis ist (Welt) Kultur« stattfinden. Die traditionsreiche Demonstration will das Wissen um die Kulturpflanze Hanf und ihre Nutzung als Rohstoff, Genußmittel und Medizin wieder in den Mittelpunkt der politischen Diskussion stellen.
Die Auftaktkundgebung zur Hanfparade 2010 beginnt um 13:00 Uhr am Berliner Fernsehturm.
Cannabis ist Weltkultur
Durch von Regierungen bereitwillig geförderte und gesteuerte breit angelegte Kampagnen in den Massenmedien wurde die Bevölkerung Ende der 60er Jahre und zu Beginn der 70er Jahre mit den aberwitzigsten Horrormeldungen bezüglich einer gigantischen Drogenwelle, die auf Europa überschwappte, bombardiert. Ein konkretes Wissen über Drogen ist durch diese Kampagnen jedoch kaum vermittelt worden. Die Meldungen waren häufig suggestiv konzipiert und einseitig tendenziös ausgelegt, um in demagogischer Weise die Bevölkerung zu manipulieren. Selbst völlig harmlose Haschischraucher wurden häufig als kriminelle Rauschgiftsüchtige diskreditiert.
Lange Zeit wurde Papier aus Hanffasern hergestellt. Die Papierproduktion aus Holz wurde erst im vorletzten und vor allem im letzten Jahrhundert üblich. Hätte die Verteufelung des Hanfes nicht stattgefunden und wäre man dem Hanf bei der Papierproduktion treu geblieben, dann würden heute Tausende von Quadratkilometern auf dieser Erde noch bewaldet sein und nicht abgeholzt als minderwertiger Boden die Erde verschandeln und die »Klimakatastrophe« wäre ein paar Nummern kleiner. Die Hanfparade fordert hier eine »Wiedergutmachung« seitens der Propagandisten der Prohibition.
Hanfblüten und Produkte aus Hanfblüten werden seit Tausenden von Jahren als »Zaubertrank« (Miraculix läßt grüßen) im kultischen Rahmen wie auch als Genußmittel genutzt. Diese Riten des Hanfgebrauchs zählen eindeutig zum Weltkulturerbe und sind deshalb zu schützen und nicht zu kriminalisieren.
Vergl. hierzu: Hans Cousto: Manipulation versus Information
25.nachtschatten.ch/wiki/index.php/Manipulation_versus_Information
Die frühere Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, behauptete noch im Jahre 2009, Cannabis habe keine medizinische Wirkung, im gleichen Jahr, in dem die größte Organisation von Ärzten in den USA, die American Medical Association (AMA), ihre lange gehaltene Position, daß Cannabis keinen medizinischen Wert hätte, revidiert hatte und ein Jahr nachdem die zweitgrößte landesweite Vereinigung von Ärzten in den USA, den American College of Physicians (ACP), eine Mitteilung herausgegeben hatte, die zu einer »Evidenzbasierten Überprüfung von Marihuana« aufrief, da man die medizinische Wirkung von Cannabis als erwiesen ansah. Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin veröffentlichte in den letzten Jahren hunderte von Abstracts von Studien, die die Wirksamkeit von Cannabis als Medizin untermauern. In den USA hat man wohl die Forderungen der Hanfparade besser analysiert und verstanden als im eigenen Land.
Vergl. hierzu: Amerikanische Ärztegesellschaft ruft dazu auf, das Verbot der Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke zu überprüfen
www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=313#3
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Wer glaubte, mit der Nominierung von Mechthild Dyckmans zur neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung würde sich in Sachen Cannabispolitik die Situation in Deutschland verbessern, wurde schnell eines besseren belehrt. In einem Gespräch mit der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) erklärte Mechthild Dyckmans »Ich akzeptiere Alkohol als Teil der Gesellschaft. Nur weil es Menschen gibt, die nicht damit umgehen können, kann man ihn nicht für alle verbieten. (...) Unsere Hauptsäule ist die Prävention. Ich hoffe immer noch, dass man Menschen zu vernünftigem Verhalten anregen kann.«Mechthild Dyckmans weiß auch, daß manchen Menschen das Rauchen von Haschisch völlig normal vorkommt. Doch eine Legalisierung der Szenedroge kommt für sie nicht in Frage. Die Erfahrung zeige, daß Marihuana oft zusammen mit anderen Drogen konsumiert werde. Haschisch kann man also nach Mechthild Dyckmans Ansicht ruhig weiter für alle verbieten, nur weil einige damit nicht umgehen können. Hier hat sie schon die Hoffnung aufgegeben, daß man Menschen zu einem vernünftigen Verhalten anregen kann. In ihrer Arroganz gegenüber den Hanfliebhabern liegt die neue Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans auf der gleichen Linie wie ihre Vorgängerin Sabine Bätzing.
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Vergl. hierzu: Tribble: Enthüllender Europa-Bericht: Was sagt die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans dazu
www.hanfplantage.de/enthuellender-europa-bericht-was-sagt-die-drogenbeauftragte-mechthild-dyckmans-dazu-23-11-2009
Saskia Trebing: Null Promille? Nicht durchsetzbar – Die neue Drogenbeauftrage der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP) im Gespräch, in: Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) vom 20. November 2009
www.hna.de/politikstart/00_20091120194517_Null_Promille_Nicht_durchsetzbar.html
Um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen, wird am Samstag, 7. August 2010, in Berlin unter dem Motto »Cannabis ist (Welt) Kultur« demonstriert werden. Jeder, der diese Forderung unterstützen will, ist herzlich eingeladen, an den Vorbereitungen der Hanfparade 2010 mitzuwirken.
Vergl. hierzu: Hans Cousto: Das Weltkulturerbe der Psychonautik
25.nachtschatten.ch/wiki/index.php/Das_Weltkulturerbe_der_Psychonautik
Pressemitteilung der Hanfparade vom 28. November 2009: Cannabis ist Weltkultur
www.hanfparade.de/hanfparade/motto.html
Weitere Informationen zur Hanfparade:
www.hanfparade.de
Berlin, den 28. November 2009
Redaktion Webteam Eve & Rave e.V. Berlin
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Hanf wird seit ca. 5000 Jahren kultiviert & genutzt
Danke für diesen Blog. Hanfparade ist immer lustig. Tolle Musik, interessante Produkte und nette Menschen. Im Gegensatz zu Oktoberfesten sieht man da niemanden kotzen. Schlägereien habe ich da auch nie gesehen. In Hamburg gibt es seit 8 Jahren keine Hanf-Parade mehr. Die Freiheiten der Bürger wurden und werden eben immer mehr eingeschränkt. Das Mittel der Macht ist kriminalisierung. In USA ( California )wird THC als Medikament z.B. in der Krebstherapie erfolgreich eingesetzt. Weil es stimmungsaufhellend, schmerzlindernd & Appetit anregend ist. Patienten ( nicht nur Krebspatienten sondern auch Patienten mit z.B. Depressionen ) erhalten von ihrem Hausarzt ein "Rezept". Dieses erlaubt den Patienten Cannabis im eigenen Garten anzupflanzen oder dieses zum Eigenverbrauch zu erwerben. Die Wähler in Deutschland wollen aber keine Hanfparade. Die wollen keine verträumten, jungen Leute. Die wollen keinen "Venus-Wave" an einer Space-Bar schlürfen. Sie wollen Bier und Korn. Eisbein & Bratwurst und ZDF-Fernsehgarten. Die wählen sogar Schwarz-Gelb. "Das Volk an sich ist intelligenzfeindlich." |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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