Twister

Twisters Tag- und Nachtgedanken

20.10.2009 | 16:39

ALG II auf Null Euro absenken - zum Wohle aller

Nach den Regelungen des Sozialgesetzbuches II (SGB II) besteht die Aufgabe der Grundsicherung für Arbeitssuchende in folgendem:

 

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken und dazu beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. Sie soll erwerbsfähige Hilfebedürftige bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen und den Lebensunterhalt sichern, soweit sie ihn nicht auf andere Weise bestreiten können.[...]

Diese Grundsicherung enthielt vor der Anhebung bei 345 Euro folgende Posten:

  • Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren 132,51
  • Bekleidung, Schuhe 34,08
  • Wohnen (Reparatur/Instandhaltung), Strom, Gas 26,83
  • Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt 27,73
  • Gesundheitspflege 13,19
  • Verkehr 19,18
  • Nachrichtenübermittelung 22,35
  • Freizeit, Unterhaltung und Kultur 38,66
  • Beherbergungs- und Gaststättenleistungen 10,31
  • Andere Waren und Dienstleistungen 20,16

 

Das SGB II konstatiert, dass die Grundsicherung für Arbeitssuchende Leistungen enthält, spricht jedoch nicht ausdrücklich von finanziellen Leistungen.

Im folgenden soll aufgeschlüsselt werden, warum insbesondere in der derzeitigen prekären wirtschaftlichen Lage des Landes eine Streichung des ALG II, ohne gleichzeitiger Einführung eines Bürgergeldes, möglich ist und zum Nutzen des Landes eingeführt werden könnte, ohne dass dies automatisch zu einem menschenunwürdigen Leben führen würde.

 

Ausgangspunkt:

Noch immer sind Firmen gezwungen, nicht zuletzt wegen der wirtschaftlich prekären Lage, Stellen abzubauen. Angesichts der derzeitigen Situation, die sich auf lange Sicht nicht verbessern wird, wären insofern Neuregelungen zur Zumutbarkeit einer Arbeit unabdingbar. Jedoch ist anzumerken, dass jede Neuregelung eine starke Ressourcenbindung bei der die Gelder verwaltenden Behörde mit sich bringt da zum einen die neuen Regeln erst erlernt, angewandt und überprüft werden müssten. In einer Krise wie sie derzeit stattfindet, ist der Erhalt der Wirtschaft als gemeinnützige Tätigkeit anzusehen, weshalb, sofern nicht ein Mindestlohn als blockierendes Element etabliert wird, jede Arbeit nicht nur zumutbar wäre, sondern sogar als gemeinnützig gelten müsste. Dies würde zum einen die Ressourcenbindung verhindern, zum anderen auch dafür sorgen, dass dringend benötigte Arbeitskraft auf den Markt kommt, dem sie vorher auf Grund von starren Regeln fernblieb.

In den nächsten Teilen wird erläutert, wie es möglich ist, ein menschenwürdiges Leben zu führen, die obigen Teile des Regelsatzes jedoch auf Null zu senken, den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren und zeitgleich auch noch für Gesundheit, Kultur und soziale Kontakte der Arbeitssuchenden zu sorgen.

Teil 1 morgen:
Reizfaktor "Kosten der Unterkunft"

 

 
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Kommentare
eykiway schrieb am 20.10.2009 um 20:16
lese doch mal die reichs arbeits dienst verordnung
der inhalt fast idendtisch nur die sprache hat sich geändert-
wir sind wieder wer
eykiway

oder Sozile Arbeit und Faschismus suhrkamp verlag
hans-uwe otto und heinz sünker
Knüppel schrieb am 21.10.2009 um 09:53
@Redaktion

Dass dieser Beitrag unter der Rubrik "Top-Blogs" erscheint, ist offenbar mit der "Erwartung" gekoppelt - angesichts der "provozierenden" Thesen - eine "lebhafte" Diskussion auszulösen.

Ich habe den Blog gestern entdeckt, hatte den Eindruck mich versehentlich bei einer Zeitung des Springer-Konzerns oder "schlimmer", eingeloggt zu haben und ging ...

Heute, einen knappen Tag später, ist von einer "lebhaften Diskussion" nichts zu entdecken. Lediglich 1 Kommentar ist gepostet worden.

Natürlich könnte ich jetzt spekulieren warum dass so ist, ja genau ... spaßeshalber mache ich das jetzt auch :-):

A) Die "Community" möchte sich nicht "aufregen" und hat "wichtigeres" zu tun (z.B. sich mit sich selbst zu beschäftigen und über "Gemeinschaft" und "Community" zu kommentieren ...:-))

B) Da "man" selbst nicht betroffen ist (weil "man" z.B. zum "Bildungsbürgertum" gehört oder im "Staatsdienst" gut abgesichert ist), war die Diskussion über Arbeitslosigkeit/ALG II usw. für "uns" schon immer nur eine "lästige Pflichtveranstaltung"

C) "Man" stimmt "Twister" im Prinzip zu (schließlich kann sie doch gar nicht "rechte Thesen" vertreten, wo sie so ein schönes "Profil" angelegt hat :-))

D) "Man" möchte erst die weiteren Folgen der "Thesen" abwarten, die bereits angekündigt wurden und sich erst wenn "das Gesamtwerk" vorliegt, voller Elan in die Debatte stürzen

Ich fürchte zwar, dass ich mit meinem ironisch gemeinten Kommentar auch keine weiteren "Community"-Mitglieder in den Thread von "Twister" locken werde, aber ... den Versuch war es mir wert.

SexPower
bernd.005 schrieb am 22.10.2009 um 01:10
Solchen Mist habe ich selten gelesen. Wer ist die Wirtschaft,etwa eine soz. Volkswirtschaft? Dann ja, dann wäre allen gedient, die Wirtschaft am Leben zu halten , dient ja allen.
Und welche dringend benötigte Arbeitskraft soll denn noch auf den Markt bei 5 Mio Arbeitslosen.Arbeit für alle.
Wer ist das Land zu dessen Nutzen das stattfinden soll.
Und solch nicht nur ökonom . Unfug , der Sarrazin ja noch ergänzt,schreiben Publizisten . Ui, Gott sei Dank , ich bin keiner....
PS WER HAT INTERESSE AN SOLCHEN THEMEN
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