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Für mich ein Beweis, wie wenig fähiges Personal die CSU noch zu bieten hat und wie gross dem gegenüber ihr Anspruch auf Posten ist. Guttenberg bleibt ein halbes Jahr bis zu den Bundestagswahlen, um sich wirtschaftspolitisch zu profilieren. Das ist nicht viel Zeit.
Seehofer hat der Kanzlerin zwar einen Gefallen getan, aber sie wirkt immer hilfloser und dass nutzt der CSU Chef nur allzugern aus. Dabei ist das Problem vorrangig ein Problem im Personenkarusell der CSU. |
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Zum einen hat von Guttenberg den Vorteil, dass gegen Glos auch eine Flasche abgestandenes Mineralwasser mehr Energie und Tatendrang versprühen würde.
Zum anderen begrüße ich es, dass deutsche Politiker wieder Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg heißen. Das klingt wenigstens nach ruhmreicheren Zeiten, in denen Politiker noch Beinamen bekamen, die sich auf ihre Führungsstärke bezogen. |
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Guttenberg ist als jungem Gesicht erst mal Aufmerksamkeit sicher; außerhalb Bayerns war er bisher nur Freunden der Landespolitik bekannt. So gesehen könnte sich der Wechsel für die Union noch bezahlt machen, Wirtschaftskompetenz hin oder her.
Denn Glos hätte man wohl auch dann nicht vermisst, wenn er über die ganze Vorwahlzeit abgetaucht wäre. Zu sehr hatte er sich bereits aus seinem Posten herausemigriert. Vielleicht war die Entscheidung bereits am Dienstag im Wagen gefallen: Ein Polizist ließ Glos bekanntermaßen ja nicht durch die Absperrung, dem Gastgeber wurde die Zufahrt zum eigenen Termin versperrt. Ein letztes Stück Demütigung, könnte man denken. Der Minister musste daraufhin fußläufig zum kasachischen Gast. Es folgte: kurze Verwirrung um einen angeblichen Plattfuß und ein letztes Stück mediale Häme: „Rambo-Glos“. Aus, vorbei. Glos, der 2. Problembär im Museum. |
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@ kukidenta:
Wie gesagt, der Proporz innerhalb der CSU wird eifersüchtig beäugt und verteidigt. Die CSU hätte vielleicht noch gestandene Wirtschaftspolitiker, aber es musste ja ein Franke sein, und ein möglichst junger noch dazu. @ lukasheinser: Wenn ich auf einen Adelsnamen in der Politik stoße, muss ich zuerst an Otto Graf Lambsdorff und seine rechtskräftige Verurteilung als Steuerhinterzieher denken (http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Graf_Lambsdorff). Das waren wenig ruhmreiche Zeiten. @ mischa: Der Mann muss ja nicht jede einzelne Fachentscheidung bis ins Detail verstehen, dafür hat er schließlich seine Fachleute. Er muss aber soviel von der Materie verstehen, dass er gut unterrichtete Entscheidungen trifft und dazu steht. Und diese intellektuelle und politische Leistung traue ich ihm allemal zu. Über Glos wird wohl viel Häme ausgeschüttet, aber dumm ist er nicht. Als WiMi war er eine Fehlbesetzung, doch als Chef der CSU-Landesgruppe hat er für die CSU einiges bewegt, oder auch an der Bewegung gehindert. Ich glaube, dass er kein guter Selbstdarsteller ist und kein gute P.R. in eigener Sache gemacht hat. |
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wenn eines der Haupt"argumente" (oder gar das?) für die "Wahl" dieses Herrn ist, daß er ein Proporz-Franke ist, dann kann der einfache Wähler nur noch fassungslos den Kopf schütteln über dies Postengeschacher in Gutsherrenart...
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@ bembel:
Das macht leider nicht nur die CSU so, mit dem Postengeschacher aus Proporz-Gründen. |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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