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Vom Neandertal ins Wuppertal

21.02.2009 | 00:35

Statistik macht Familienpolitik

In den letzten Tage ging ein Aufatmen durch die deutsche Öffentlichkeit. Endlich werden wieder mehr Babys geboren. Gott sei Dank - nein -  von der Leyen sei Dank. Der Familienreport 2009 hat aber noch mehr erstaunliche Fakten zu bieten. Ein paar lassen aufhorchen. Die konservative Familienpolitikerin von der Leyen berichtet stolz, dass die Zahl der Single-Haushalte sei Jahren stabil bei sieben Prozent liege. So melden es zumindest alle Medien.Singles sind maximal 55 Jahre altDie Zahl der Single-Haushalte stabil? Sind alle  Meldungen der letzten Jahre falsch, dass es immer mehr Singles gibt? Was steckt dahinter? Ganz einfach: Frau von der Leyen sucht sich ihre Singles aus, um damit das konservative Familienbild hoch zu halten.In den mittleren Lebensjahren sind heute anteilig etwa so viele Menschen „Singles“ wie vor drei oder auch fünf Jahrzehnten. Als „Singles“ werden dabei Menschen zwischen 25 und 55 Jahren verstanden, die partnerlos alleine wohnen. Der Anteil der Singles ist seit 2002 nicht gestiegen. 2007 lag er bei etwa 7 Prozent.39 Der Anstieg des Anteils von Ein-Personen-Haushalten in den letzten Jahrzehnten ist nicht darauf zurückzuführen, dass es eine verstärkte Entwicklung zur Vereinzelung gibt, sondern darauf, dass Menschen später heiraten als die Elterngeneration und dass es mehr alte Menschen gibt, deren Partner gestorben sind.
(Zitat Familienreport 2009, S.28)
Singles sind also nur Menschen, die zwischen 25 und 55 Jahren alleine leben. Wow! 
 
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Kommentare
merdeister schrieb am 21.02.2009 um 11:06
Das ist doch eine gute Perspektive für alle, die auf ein Ende ihres Single-Daseins hoffen; es dauert maximal 55 Jahre.
Im Grunde ist diese Politik eine Statistik zu lesen nur konsequent, bei den Arbeitslosenzahlen hat es ja auch funktioniert...Schröder sei Dank.
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Vom Neandertaler zum Wuppertaler war es nur ein kleiner Schritt. Früher interessierten Mammuts und Höhlen, heute interessiert mich Kirche, Soziales und Medien.
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