11.11.2011 | 11:11

WIR MÜSSEN REDEN

 

Seit dem Interview Jakob Augsteins mit Stephan Lamby


„Wie tickt Jakob Augstein“

 www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1459032/Wie-tickt-...-Jakob-Augstein%253F#/beitrag/video/1459032/Wie-tickt-...-Jakob-Augstein%3F

 wissen wir, wie JA sich selbst als Journalist versteht, nämlich als Reporter, der dabei am liebsten Verleger sei. Er stehe mit seinem Blatt als Fremder der Politik gegenüber, kritisiere diese systemisch und sei damit als Reporter im "Zweifel links", d.h. auf der Seite der Schwachen ein Reporter, der sich aber nicht „einmischen“ dürfe. Das Blatt sei damit ein Meinungsblatt und vertrete dabei die Ideologie, die der Politik, den Herrschenden fehle, die nur Mainstream seien, da dort nur noch alles pragmatisch sei und auf Machbarkeit im Interesse der Mächtigen geprüft und durchgeführt werde, wo die doch nicht in einem Boot säßen mit den Schwachen, auch wenn sie es sagten. Er, JA, schriebe gegen den Mainstream an.

Der Mann JA kommt damit ziemlich sympathisch rüber, man glaubt ihm auch jedes Wort.

Ebenso klar ist, daß bis jetzt aber noch kein Blogger gleichberechtigt mit einem Redakteur einen Artikel und das jede Woche geschrieben hat; umgekehrt gilt das gleiche. Oder anders: Den Tenor des Blattes bestimmen JA und die Redaktion, nicht die FC in Gemeinsamkeit mit JA und Redaktion. -  Man wird immer noch erst sehen müssen, ob sich daran etwas ändern wird.

 

Ein anderer Blogger fragte am 08.10.2011 im selben Blog, bezogen auf das Freitag-Blog "Wie tickt Jakob Augstein" (  www.freitag.de/community/blogs/christianberlin/wie-tickt-jakob-augstein )

Soll hier weiter diskutiert werden?“  - Dies ist eine andere Formulierung des aktuellen Blogtitels WIR MÜSSEN REDEN

Ich antwortete @pleifel damals: „Eine sehr gute Frage“,

und weiter gilt für deren Beantwortung im Falle der weitergeführten Diskussion, des MITEINANDER REDENS immer noch:

 

„Von daher wäre diese dann inhaltliche Diskussion nur wirklich interessant, wenn JA sich an dieser beteiligte, und zwar ausführlich und eben inhaltlich konkret beteiligte.“

Mit diesem Anspruch will ich JA dessen eignen Anspruch in der eigenen Logik und Konsequenz vorhalten. Diesen Anspruch kann er in jeder Form mit jedem Inhalt einlösen oder nicht einlösen, wie er es will, aber wenn ich JA wirklich abnehmen soll, dass er die Verschmelzung von Print-Redaktion und Online-Community im emanzipatorischen Sinne - nicht nur "irgendwie links" - wirklich wirklich verwirklichen will, dann muß er mindestens einen Schritt weiter gehen als bisher und in einen nachhaltigen Dialog mit der FC treten die FC auch im Print und redaktionellen online-Auftritt stärker als Teil des ganzen Projektes begreifen und praktisch verzahnen/ausstellen. Damit würde er das Blatt wirklich zukunftsträchtig befruchten.

 
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Kommentare
Rosa Sconto schrieb am 11.11.2011 um 13:37
Nette Dialektik im ersten Absatz.

In gewissem Sinn schreibt JA auch gegen den Mainstream an. (Hatte vor einiger Zeit mal die Kommentaren zu einem seiner Beiträge im SPON gelesen und das Fürchten gelernt.)

Immer wenn JA einen Beitrag im SPON zu einem beherrschenden Thema schrieb wurde die Freitags Community von einem Trollschwarm attackiert. Das lässt sich mit den ivwonline.de Daten ganz klar ablesen. Und das macht vielleicht dieses Projekt eben auch so angreifbar. Aber da müssen wir durch!

Ich glaube darum ist eine engere Vernetzung mit den Strategien der Redaktion so wichtig. Heutzutage wird ja jede/r wegen jedem Wort angepisst wenn's jemand anderem nicht passt. Das wiederum bringt die Alias (Nicknamen) hervor. Das ist auf der einen Seite ein Fallout der Ausspionierung durch diejenigen die ihre Macht sichern wollen und die-/derjenigen, die sich nicht mit ihrem Klarnamen erkennen zu geben wollen. Die Trolle sind nur Trittbrettfahrer um Diskussionen im Keim zu ersticken. Darum ist ein nachhaltigerer Dialog mit der FC für die Redaktion wichtig damit sie nicht immer als kleine linke Zeitung belächelt wird.
Uwe Theel schrieb am 11.11.2011 um 14:07
@ Rosa Sconto am 11.11.2011 um 13:37

Danke für die Antwort.

Sie ist ein schöner Beleg für den alten Bauhaussatz

Form follows function

Oder anders herum: Wenn JA im "Nachhaltigen Dialog" keine Funktion sieht, so wird beim Freitag auch keine Form dafür geschaffen werden.

ut
Jan Jasper Kosok schrieb am 11.11.2011 um 15:24
Ich habe mal versucht, die Diskussion zu bündeln:

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden

Lieben Gruß

JJK
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