Ein paar Handvoll Demonstranten sind in Berlin und Frankfurt und wohl auch in München (ich habe sie allerdings nicht bemerkt) durch die Straßen gezogen und haben gegen den "Raubtierkapitalismus der Banken" protestiert. In ihren Reihen fanden...>> mehr
Der spektakuläre Erfolg der Piratenpartei bei den letzten Berliner Wahlen, ihr nachfolgender demoskopischer Höhenflug hat zumindest eines deutlich gemacht: Das Unkonventionelle, Alternative, möglicherweise Unverbrauchte übt eine Magnetwirku...>> mehr
Nein, Griechenland ist wirklich nicht das Problem, es ist ja faktisch bereits abgeschrieben. Nach einer Anstandsfrist wird man das der noch unwissenden Öffentlichkeit tröpfchenweise mitteilen. Griechenland war und ist nicht zu retten, und die Absschr...>> mehr
Griechenlands Schuldendienst ist durch die Herabstufung der Ratingagenturen drastisch angestiegen, weil die schlechtere Einstufung das Zinsniveau für neue Staatsanleihen enorm hat steigen lassen. Die ...
Wir sollten bei allen Diskussionen zum Thema eine Prämisse voranstellen, die ich für unabdingbar halte: Wir leben in einem System, dessen ökonomische Logik eine (staatliche) Entscheidung nach Vernunft und freiem Willen nicht zulässt. Natürlich wäre es möglich, Griechenland zu sanieren und das Verschuldungsproblem auch global zu lösen. Aber nicht nach den Spielregeln dieses Systems, das eher den Untergang in Kauf nimmt, als auf Renditeziele zu verzichten. Damit ist im Grunde alles gesagt.
Eine andere Sichtweise ist -pardon -einfach naiv.
Auszug aus dem link: Wie definiert man Faschismus? Faschismus ist im Ergebnis die Abkehr von den Resten der parlamentarisch verfassten Demokratie, die aber in der aktuellen Wirklichkeit schon längs...
Faschismus und Kommunismus kann man keineswegs gleichsetzen. Meinem Beitrag war auch zu entnehmen, dass faschistische Regierungssysteme und Bewegungen eine überwiegend rechte politische Ausrichtung haben. Die Faschismus-Definition Dimitroffs, die Faschismus als Staatsform im hochentwickelten Kapitalismus begreift, ist mir dennoch zu eng. Auch in Dritte-Welt-Staaten bestanden oder bestehen faschistische oder faschistoide Ordnungen - zum Beispiel in Argentinien unter Peron, im Irak unter Saddam. Diese Regimes enthielten auch linke bis linksradikale Elemente.
Nochmals zum Kommunismus: Ich habe selbst in der DDR gelebt, zweifellos eine Diktatur (auch im Eigenverständnis). Der politische Wille wurde über das Rechts gestellt (das ist auch heute nicht anders, es wird nur nicht offen eingestanden), dennoch gab es in der DDR keine schrankenlose Willkür, sondern relative Rechtssicherheit. Auch deshalb ist eine Gleichsetzung unangebracht.
Wir sollten nicht vergessen, dass eine Politik, die eine derart hohe Staatsverschuldung zugelassen hat, ursächlich für die Finanzkrise ist. Solange es den Politikern wichtiger ist wiedergewählt zu we...
Ganz allgemein wird der Einfluss von Politik auf ökonomische Prozesse immens und immer wieder notorisch überschätzt. Welchen Einfluss, welche Macht hat eigentlich der Staat heute effektiv noch? Wer ist Koch, wer ist Kellner? Ist die Staatsverschuldung wirklich die Ursache unserer Probleme, oder ist sie nicht vielmehr die logische Folge des Ausblutens der Realwirtschaft und der atemberaubenden Verlagerung von Geld und Macht in den spekulativen Finanzbereich? Ich meine, wenn man das Wachstum von Bruttoinlandsprodukt und spekulativen Transaktionen (2 Billiarden USD pro Jahr - verzehnfacht im letzten Jahrzehnt!!!) gegenüberstellt, fällt die Antwort recht eindeutig aus. Zahlen lügen nicht. Und noch etwas zur Ernüchterung: Was macht den Wert einer Demokratie eigentlich aus, das formelle Procedere oder die reale Gestaltungsmöglichkeit politischer Macht? Ist davon wirklich noch etwas übriggeblieben? Die Politiker gleich welcher Partei folgen den Vorgaben, weil sie ihnen folgen müssen. Das besagt alle Erfahrung in allen wichtigen Ländern. Schaut Euch mal den armen Papandreou an.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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