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Viel schöner fand ich eigentlich, dass Sinn zugegeben hat, dass die Krise als "anonymer Systemfehler" zu deuten sei. Keynesianer ist man in einer Krise schnell. Bei der Krisenanalyse allerdings gehen die Meinungen dann doch sehr schnell auseinander. Und den Keynes den Sinn kennt, ist - wie Joan Robinson es nannte - eh ein Bastard-Keynesianismus. Über diesen ist Herr Paul Krugman übrigens auch nie hinausgekommen...
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Da bleibt einem ja fast die Spucke weg! Sinn hat doch ganz stolz verkündet, praktisch alle deutschen Ökonomen seien nun endlich Neoklassiker. Und da hat er sich nicht ausgenommen. Den Titel "Der letzte Keynesianer" hatte man weiland ja auch Peter Bofinger verpasst, den man nicht umsonst auch den "Anti-Sinn" nennt.
MfG Marian |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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