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Es wird viel Mist geschrieben wird. Deshalb sei hier klargestellt: Griechenland und Spanien leben nicht über ihre Verhältnisse. Im Gegenteil: Sie konsumieren zuwenig, sonst hätten sie nicht 10 bzw. 20 Prozent Arbeitslose.
Richtig ist, dass beide Länder vor allem gegenüber Deutschland stark verschuldet sind. Das ist die Kehrseite der jährlich rund 20 Milliarden Euro Handelsüberschuss der Deutschen gegenüber Spaniern und Griechen. Wollen diese ihre Schulden zurückzahlen, brauchen sie ihrerseits Handelsüberschüsse. Das geht aber nur, wenn die Deutschen mitmachen und importieren und konsumieren.
Doch diese verweigern sich hartnäckig. Während Spanier und Griechen vor der Krise jährlich 3 bis 4 Prozent mehr konsumiert haben und deshalb ihre Produktri9on und ihr BIP fast ebenso rasch steigern konnten, herrschte in Deutschland tote Hose: Die einheimische Nachfrage stieg zwischen 2000 und 2008 jährlich bloss um 0,35 Prozent, und dass das BIP wenigstens um 1,2 Prozent gesteigert werden konnte, verdankt Deutschland bloss dem Export, will heissen dem heute verteufelten Konsum dem Konsum der Griechen, Spanier und der USA.
Diese Zahlen zeigen auch: 3 bis 4 Prozent jährliches Wachstum sind möglich, wenn jemand für Nachfrage sorgt oder sie zumindest nicht abwürgt - etwa mit einger Agenda 2010. Und sie sind nötig, wenn man Arbeitslosigkeit vermeiden will.
Das hat Angela Merkel nicht daran gehindert, in einem ARD-Interview Griechenland aufzufordern, die Hausaufgaben zu machen - sprich zu sparen. Die Frau hat einen scharfen Blick für den den Splitter im Auge des Nachbarn.
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Griechenlands Schwierigkeiten, die in Europa Verantwortlichen und Goldman Sachs
Die teilweise fürchterliche Diskussion um die Schwierigkeiten Griechenlands– und des Euroraumes veranlassen zu einigen Anmerkungen und Fragen. von Albrecht Müller www.nachdenkseiten.de/?p=4623#more-4623 |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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