
"Für mich bedeutet Wahlkampf gelebte Demokratie. "
Daniel Bär (SPD)
Ich komme gerade vom täglichen Wahlkampf für Karl Lauterbach zurück. Nach den üblichen Hausbesuchen und dem Flyer verteilen auf dem Wiener Platz in Köln-Mülheim haben wir uns heute mit einer großen Gruppe Jusos und unserem Kandidaten Karl Lauterbach auf den Weg gemacht, die Mülheimer Kneipen zu besuchen. Man muss wissen, dass unser Bezirk keine typische, junge Szene hat, wie andere Orte in Köln. In den Kneipen unseren Bezirks treffen sich die Freunde des gepflegten Kölsch, des deutschen Schlagers und der Dart-Spielern. Politik spielt hier keine Rolle.

Aber Karl Lauterbach hat sich in die über zwanzig Kneipen getraut und viele gute Rückmeldungen bekommen. "Schön, dass sie sich hier her trauen. Freut mich!", baut uns Wahlkämpfer natürlich alle sehr auf und macht Mut für weitere ähnliche Aktionen. Die Leute freuen sich, ihren Kandidaten live zu sehen. Außerhalb von Wahlkämpfen ist dies ja leider nur selten möglich. Der "Professor" wird aber überall erkannt und sofort in Gespräche verwickelt. "Wir wollen doch heute Abend nicht über Politik reden", kontert dann Karl. Wir müssen weiter, noch andere Kneipen besuchen. Und in manchen Kneipen machen wir dann auch eine Pause, trinken ein leckeres kühles Kölsch. Karl bleibt bei alkoholfreiem Kölsch. Der Wahlkampf geht weiter – und ungesund ist der Alkohol schließlich auch.
Daniel Bär
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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