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.. erstmal..
Aber für mich steht fest: Ich habe mich eindeutig in dieses Land verliebt. Als ich vor 6 Wochen in İstanbul aus dem Flieger gestiegen bin, hatte ich sofort irgendwie das Gefühl zu Hause zu sein. Im Ernst.
Am ersten Abend gleich auf dem Taksim-Platz und dann İstiklal caddesi.. das war vielleicht ein Erlebnis
Diese vielen Touristen! Muss man aber auch unheimlich aufpassen von wegen Taschendieben und solcherlei Unholde.
Am nächsten Tag waren wir in der Sultan-Ahmed-Moschee.Ich hatte ja sowieso schon lange Hosen an und ein langärmeliges Shirt. Sogar ein Tuch hatte ich dabei für alle Fälle
War auch gut so.
Am Eingang zur Moschee hiess es erstmal für die vielen shorts-tragenden Touristen: Beine verhüllen. Die Damen mussten sich zusätzlich noch Tücher um ihre nur mit Spaghettiträgertops-bekleideten Schultern legen und natürlich auch die Haare bedecken. Die Leute von der Moschee hatten mit dem Austeilen der Tücher ganz schön zu tun….
Ich habe einfach nur meinen Hijab-Schal vorschriftsmässig um meinen Kopf gewickelt und dann direkt vorm Eingang die Schuhe ausgezogen. Für diese konnte man von einer Rolle eine Plastiktüte abreissen und diese dann mitnehmen. Drin in der Moschee… Ich fand das einfach wunderbar! Es war irgendwie überwältigend.
Mein Schatz ist erstmal hinter die Absperrung gestiefelt und hat ein verpasstes Gebet nachgeholt. Sah irgendwie seltsam aus: Er ganz allein auf weiter Flur auf dem riesigen Teppich hinter der Absperrung, betend, und auf der Touristenseite haben sich die Touristen gedrängelt und in der Moschee herumfotografiert. Hat er aber gebraucht, dieses Gebet. Hinterher gings ihm deutlich besser ![]()
Danach sind wir noch ein wenig einfach so herumspaziert, einfach so durch die Gegend gelaufen und alles betrachtet. Auf einer der Brücken über den Boğaz, den Bosporus, sind wir stehengeblieben und haben einfach ins Wasser geguckt. …
Überall Türkische Flaggen und dieser unglaubliche Nationalstolz, welcher den Deutschen nach dem 2. Weltkrieg erfolgreich abtrainiert wurde…. Als wir dann mit dem Bus wieder zu seiner Schwester gefahren sind und ich die Flaggen gesehen habe und die Gegend wirklich genau betrachtet habe, sind mir echt die Tränen gekommen. Deutschland empfinde ich zunehmend als kalt und zu angsterfüllt. Angst vor allem Fremden zu haben ist lähmend. Die deutsche Mentalität ist wohl aber so. Keine Ahnung. Dann bin ich auf keinen Fall typisch deutsch ![]()
Der Abschied von meinem Schatz war für mich eine ziemlich schmerzliche Angelegenheit. Ama Almanya’ya gitmem lazim. Çok mecbur. Weil ich ja meine Wohnung bis Ende Juli ausräumen muss und noch allerhand Dinge zu erledigen habe. Ich hoffe mal.. oder besser gesagt ich bin überzeugt davon, dass ich meinen Schatz recht bald wiedersehen werde. Und natürlich die Türkei.
Şimdi Almanya’dayım. Ama evdeyim değil. Türkiye’de evdeyim.
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Danke :) Es war wirklich sehr schön. Abseits der Touristenbettenburgen mit den pauschalurlaubenden sich danebenbenehmenden Durchschnittstouris ist es einfach wunderbar....
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Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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