Waldkönigin

Blog von Waldkönigin

13.03.2011 | 14:36

Zwei Holzbretter mit Weisheiten

Meine Eltern haben in ihrer Küche 2 Holzbretter mit Weisheiten hängen. Ich kenne diese Holzbretter schon sehr lange. Mittlerweile sind sie schon sehr verblasst und kaum noch lesbar. Deshalb habe ich beschlossen, die Texte mal abzuschreiben und so zu erhalten.

Holzbrett Nr. 1 befasst sich mit dem Thema Ehe speziell:

Die 10 Goldenen Eheregeln

Lasset stets nur Liebe walten

Auch die Treue sollt ihr halten

Mit dem Geld seid auf der Hut

Eifersucht tut niemals gut

Alle Tage fröhlich sein

Ehrlich und verträglich sein

Seid zur Hilfe stets bereit

Übt in allem Mäßigkeit

Teilt in Eintracht Glück und Leid

Was ihr tut – tut es zu zweit.

Holzbrett Nr. 2 ist über das Thema Leben allgemein:

Ein bisschen mehr Liebe und weniger Streit

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid

Ein bisschen mehr Friede und weniger Hass

Ein bisschen mehr Wahrheit, das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh’

Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.

Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut

Und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

Kein Trübsal und Dunkel, mehr Freude und Licht.

Kein quälend Verlangen, ein froher Verzicht.

Und viel mehr Blumen, solange es geht.

Nicht erst auf Gräbern – dann blühn sie zu spät.

Also ich finde diese Regeln nicht schlecht. Meine Eltern sind jetzt seit fast 38 Jahren verheiratet. Sie müssen sich nach diesen Regeln gerichtet haben, denn sie kommen sehr gut miteinander aus. Wenn man sich dagegen mal den großen deutschen Durchschnitt ansieht….

Meine Eltern sind meine Vorbilder. Definitiv.

Diese unsere westliche Welt erzieht die Menschen zu furchtbaren Egoisten. Nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“. Ist das wirklich erstrebenswert? Diese Gier nach immer mehr? Auf diese Weise ist kein vernünftiges Miteinander mehr möglich. Einer belauert den anderen, weil dieser ja was im Schilde führen könnte. Was ich selber denk und tu, das trau ich auch dem anderen zu. Dieser Spruch passt ganz genau. Jeder ist nur noch für sich zuständig. Kein Wir mehr. Das ist traurig.

Ich kann mich an eine Zeit erinnern, zu der das anders war. Ich bin im Osten Deutschlands groß geworden, in der ehemaligen DDR. Da war man aufeinander angewiesen, wenn man nicht untergehen wollte.  Nach der Wende hat sich das ziemlich schnell geändert. Das war nicht nur eine politische Wende. ....Bevor jetzt wieder jemand aufschreit "Ostalgiker".. : Ich möchte darauf hinweisen, dass entgegengesetzt zur von den Medien geBİLDeten Meinung eben doch nicht alles soooo schlecht war. Es war halt einfach nur anders. Und Idioten, welche einem das Leben schwer machen,  gibt's bekanntlich überall...

In einigen Menschen hat das auch die schlechteren Eigenschaften zum Vorschein gebracht. Sich jetzt alles holen zu können was man (natürlich nur für Geld) bekommen konnte: diese Verlockungen waren sehr stark und manche sind ihnen erlegen. Jetzt geht es nur noch darum, möglichst viel Geld zu verdienen um möglichst vielen Leuten zeigen zu können: „Seht her, was ich mir alles leisten kann!“

Jetzt ist bald Ostern. Die Ostersachen stehen schon seit Januar in den Supermarktregalen. Und ab September gibt es dann wieder den ganzen Weihnachtskrempel. Dadurch verliert man vollkommen das Gefühl für den Jahreslauf. Alles ist nur noch auf Kommerz und Geld verdienen ausgerichtet. Der eigentliche Sinn dieser Feste geht dabei vollkommen verloren.

Wenn sich alle Menschen ein wenig mehr nach den oben genannten Regeln richten würden… Die Welt könnte so friedlich sein.

 
Senden Bookmarken Drucken
Waldkönigin
*1974; aus der östlichen Provinz, aber nicht provinziell... ich bin immer noch ein unverbesserlicher Optimist...
Ort:
Schleiz
Mitglied seit:
1 Jahr 21 Wochen
Zuletzt aktiv:
15.01.2012
Status:
Bloggerin
Aktivität:
Beiträge: 10
Kommentare: 153
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
22:00
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:57
KarinL. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:56
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:56
lebowski hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
21:55
goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
David Foster Wallace Das hier ist Wasser Kiepenheuer & Witsch 2012

64 Seiten. Kartoniert.

4,99
 
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Die grüne Guerilla

Ausgabe 22/2012
31.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG