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Blog von blog1

16.02.2012 | 14:43

Griechenland reicht`s

Frau Merkel sitzt gerade mit Finanzminister Schäuble im Bundeskanzleramt zusammen, um über das Dauerthema Schuldenkrise und vor allem über die weitere Vorgehensweise in Sachen Griechenland mit ihm zu diskutieren.

Merkel: Na, lieber Wolfgang, spuren jetzt die Griechen endlich wie wir wollen?

Schäuble: Ich habe der griechischen Regierung unmissverständlich klar gemacht, dass an den Sparmaßnahmen kein Weg vorbeiführt. Griechenland muss wieder wettbewerbsfähig werden. Wir Deutsche haben es doch auch geschafft und stehen vergleichsweise in Europa glänzend da.

Merkel: Die Griechen sind nicht die Deutschen, lieber Wolfgang. Was macht der Vorschlag im Hinblick auf den Sparkommissar, der in Griechenland für Ordnung sorgen soll? Herr Ackermann wird schon etwas ungeduldig.

Schäuble: Die Griechen sind ein störrisches Volk. Die wollen einfach nicht einsehen, dass wir es doch nur gut meinen mit dem Finanzprotektorat.

Da platzt unverhofft die Büroleiterin von Frau Merkel in das Gespräch zwischen Merkel und Schäuble mit der Meldung hinein, dass sich ein Herr Papa.......dingsbums am Telefon befindet, der Frau Merkel sprechen will.

Merkel: Das passt ja gut, stellen sie herein. Ohne abzuwarten, wer sich in der Leitung befindet, legt sie gleich los. Ja, guten Tag Herr Papademos. Ich habe gerade mit Herrn Schäuble über die Lage in ihrem Land gesprochen und bin doch mehr als beunruhigt.

Papoulias: Hier spricht nicht Herr Papademos, sondern der griechische Staatspräsident Papoulias.

Merkel: ist etwas irritiert, schaut fragend zu Schäuble und antwortet: Nun, Herr Papoulias, was verschafft mir die Ehre?

Papoulias: Da wir gerade bei der Ehre sind, Frau Bundeskanzlerin, so lassen wir uns nicht behandeln. Ihr Finanzminister Schäuble sollte sich im Ton etwas mäßigen. Noch sind wir ein autarkes Land mit einer eigenständigen Regierung.

Schäuble: Kann sich nicht beherrschen und legt los. Griechenland muss das Vertrauen von Deutschland und anderer Geberländer, wie beispielsweise der Niederländer und der Finnen, rechtfertigen, sonst können keine weiteren Hilfsgelder fließen. Da sind wir uns mit Frankreich einig.

Papoulias: ich habe ja gerade mit meinen Freunden vom Militär gesprochen und habe dort volle Rückendeckung erhalten. Im Übrigen, wer sind denn eigentlich die Niederländer oder die Finnen. Die fallen noch nicht einmal urlaubsmäig ins Gewicht.

Merkel: möchte die Situation etwas deeskalieren. Herr Staatspräsident, natürlich respektieren wir ihr Territorium. Unsere letzte U-Boot Lieferung liegt noch nicht so lange zurück und unsere wirtschaftlichen Beziehungen sind doch traditionell sehr gut.

Papoulias: das hört man doch gerne Frau Bundeskanzlerin. Dann kann ich meinen Freunden vom Militär berichten, dass sie nicht in den aktuellen Konflikt zwischen der Regierung und den Gewerkschaften eingreifen müssen.

Merkel: dann verstehen wir uns ja richtig. Das Militär Griechenlands hält sich heraus und wir schicken keinen Sparkommissar.

Papoulias: Das ist doch schon einmal ein Anfang, Frau Bundeskanzlerin und legt auf.

Schäuble: läuft etwas rot an. Diese Gesichtsfarbe gibt ihm für einen kurzen Moment ein etwas jugendlicheres Aussehen.

Merkel: Dass mir so etwas nicht mehr vorkommt, etwas mehr Diplomatie hätte ich schon von Dir erwartet, lieber Wolfgang.

 

 
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