Jonas Weyrosta

weilmeldung

14.09.2011 | 10:16

Das Ende der Freiheit - China als Retter der EU-Wirtschaft

Wer in de letzten Tagen die Diskussion  über eine "geordnete Insolvenz" und ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der EU-Wirtschaftszone verfolgt hat, dürfte die Klimaveränderung bereits verspürt haben: Europa rüstet sich, um den Wohlstand der wirtschaftlichen Kernländer zu verteidigen.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Dalios bot Wen Jiabao, Chinas Premierminister, Hilfe an: Die Volksrepublik China möchte den europäischen Pleitestaaten "wie ein Freund" zur Seite stehen. Jiabao verspricht größere Investitionen chinesischer Unternehmen in Europa und Amerika, sollten Exportbeschränkungen für chinesische Technologien fallen und China der Status als "Marktwirtschaft" gewährt werden.

Hinter diesem Deal steckt das Ende der europäischen Idee, der Ausverkauf der Menschenrechte und das wahre Gesicht der wirtschaftsradikalen Elitenbildung in Europa. Der Staatenverbund rüstet sich um den Wohlstand der wirtschaftlichen Kernländer zu verteidigen - zur Not auch über Leichen.

China, die asiatische Weltmacht konterkariert wie kein anderer Staat das Ideal eines freien Individuums: Repressive Minderheitenpolitik, menschenunwürdige Produktionsbedingungen, verschwindend geringe Bemühungen im Umweltschutz, Landraub und Unterstützung korrupter Regime in Afrika. Dieses China soll nun Europa vor dem wirtschaftlichen Kollaps schützen. Retten die chinesischen Investionen möglicherweise noch die europäische Wirtschaft haben sie dennoch den ideologischen Selbstmord Europas zur Folge. Von nun an wird China zum weltwirtschaftlichen und politischen Taktgeber und steuert uns geradewegs in eine totalitäre Welt, in der - und nun: endlich offen ausgesprochen- die Wirtschaft die größte Treibkraft und Maxime der Neuzeit ist - Das Ende der Freiheit.

 

 

 

 
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Kommentare
Rosa Sconto schrieb am 14.09.2011 um 11:46
Ich hatte es hier zwar schon einige Male geschrieben: Die / Der HarzerIn stützt Chinas BSP. Außerdem, warum soll China Interesse an dem Erhalt eines kaputten Sozialsystems haben? Die haben längst was sie wollen. De, Rest machen unsere eigenen Unternehmen die in China mittels einer 50:50 % "Investition" produzieren. Und Griechenland hat den Containerhafen von Piräus schon vor 5 Jahren an ein chinesisches Konsortium "Taxfree" verpachtet.
Jonas Weyrosta
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Tiefendenker hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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archinaut hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Policy Innovation hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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hardob hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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